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PRO & CONTRA
Die KSP im Dialog
In der Rubrik "PRO & CONTRA" stellen zwei KSP-Mitglieder mit gegensätzlichen Standpunkten zu einem aktuellen kontroversen Thema ihre Meinungen dar. Mit dieser Rubrik wollen wir den offenen Meinungsaustausch und die lebendige Debattenkultur in der KSP für alle darstellen.




PRO Waffen-Lieferungen für die Ukraine
Ja zu Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine und einem sofortigen Öl und Gasembargo gegen Putin, warum die politische Linke in jeder Hinsicht solidarisch mit der angegriffenen Ukraine sein muss

Antimilitarismus ist eine sinnvolle Haltung, Pazifismus eine zutiefst respektable. Daher war es absolut richtig sich in der Vergangenheit beispielsweise mit allen Kräften gegen eine Beteiligung am Völkerechtswirdigen Irak-Krieg zu stellen der von George W.Bush junior entfesselt wurde.
Auch der Angriffskrieg gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien war zutiefst völkerrechtswidrig und resultierte primär aus der Fragestellung welchen Sinn die Nato denn nach Ende des kalten Krieges noch habe und er war medial auch ein Krieg eines Kreises um Madeleine Albright, RudolphScharping, Joschka Fischers und Gerhard Schröders der mit viel Falschbehauptungen geführt wurde.

In Beiden Fällen Irak-Krieg als als auch Kosovo war die Lage später schlechter als vorher. Im Irak-Krieg trat der IS auf die Bühne und überzog die Welt mit Anschlägen. Massenvernichtungswaffen wurden derweil nie gefunden.

Auch ist es richtig sich überall dafür einzusetzen das in Diktaturen wie Saudi-Arabien aber auch der Türkei die Menchsenrechtsverletzungen keine Waffen geliefert werden, hier hat Deutschland mit Waffenlieferungen in der Vergangenheit viel Schuld aufgeladen.

Aber Good Will, Pazifismus oder Antimilitarimus sind immer dann gut wenn es eine Wertebasierte Ordnung gibt und der gegenüber auch so handelt.

Sicherlich hat der Westen nach Ende des kalten Krieges Fehler gemacht man hätte Russland rasch und sehr schnell mehr in eine gemeinsame Sicherheitstruktur einbinden müssen, die radikale Privatisierung in den 90er Jahren, teilweise Gesetzlosigkeit und Rücksichtlose Oligarchen schafften sicher mit ein Umfeld das es überhaupt ermöglicht hat das jemand wie Putin politisch aufsteigt.

Aber Putin ist eben kein Rächer der entehrten, ihm geht es auch nicht wirklich um Fehler der 90er des Westens, hier ist es wichtig Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln. Hätte der Westen, Europa und die Nato sich in den 90ern Jahren ggf. etwas anders Verhalten hätte er möglicherweise Putins Aufstieg verhindert aber nicht den Charakter des heutigen Menschen Putins.

Putin war in seinen erste Jahren sehr vorsichtig und diplomatisch er konnte den Westen schwer einschätzen und erkannte dann aber mittelfristig das beste für seinen lebenslangen Machterthalt ein äusserer Feind und die Umwandlung des Russischen Staates in ein autokratisches System ist.

Putin erkannte zunehmend das zu viel Offenheit und Transparenz seine persönliche Macht gefährden würden.

Russland wurde somit von Jahr zu Jahr autoritärer, das Klima für Oppositionelle immer rauher. Russland hat hier in den letzen 20 Jahren eine sehr unrühmliche Entwicklung genommen.

Putin erkannte zudem das immer dann wenn seine Beliebtheit wegen wirtschaftlichen Misserfolg zu sanken begann, Kriege ein probates Mittel sind um seine Beliebtheit wieder zu steigern. So folgte dem Tschetschenien-Krieg, 2008 der Krieg in Georgien, 2014 die Anektion der Krim und am 24. Februar 2022 der Überfall auf die gesamte Ukraine.

Die deutschen Eliten sind also oft gut gemeint dem Trugschluss oblegen das man mit Putin so umgehen kann wie mit Gorbatschov ein böser Irrtum. Nachdem sich Putin für Autoritarimus und den äußeren Feind als Mittel zum persönlichen Machterhalt entschieden hat, waren jede "Deals" und jede Wirtschaftsprojekte mit ihm Gift für uns.Sie bestärkten damit seinen Weg der inneren Repression nur ebenso wie die Lust auf äußeren Expansionsdrang.

Man muss sich folgenden Vergleich vor Augen halten: 2014 hatte Russland skrupel mit eigenen zu erkennenden Soldaten auf der Krim aufzutauchen damals sprach man von den sogenannten Grünen Männchen ohne Abzeichen. Nun nur 8 Jahre später ist Putin eiskalt und für alle offensichtlich offen in die Ukraine einmarschiert und hat den grössten Landkrieg in Europa seit dem 2. Weltkrieg entfesselt.

Man darf es nicht unterschätzen unser Appeasement der letzen Jahre hat mit zu Putins Größenwahn beigetragen er muss wirklich gedacht haben mit dem Westen machen zu können was er will. Man muss kein Hellseher sein um zu Erahnen was passieren wird, wenn er mit dem Krieg in der Ukraine durchkommt, ein Angriff auf ein Nato-Mitglied wäre dann nur eine Frage der Zeit und dann greift Artikel 5 der Nato und wir hätten den Weltkrieg von dem jetzt die Gegner von Waffenlieferungen so laut warnen.

Wir müssen der Realität ins Auge sehen Putin ist kein normaler "Staatsmann" er ist nicht nur ein Diktator sondern ähnelt im vielen auch einem organisert Kriminellen, wir erinnern uns an viele Auftragsmorde von ihm gegen Kritiker mitten in Europa.

Natürlich muss man Drohungen mit Atomwaffen ernstnehmen,aber man darf sich davon nicht erpressen lassen und seine Politik danach ausrichten dann können wir gleich die Europäische Idee aufgeben und Putin ganz Europa überlassen.

Putin versteht nur Stärke das hat er schon oft bewiesen, Es bedarf ein sofortiges Öl und Gasembargo das würde Putin wirtschaftlich schon in wenigen Monaten in echte Schwierigkeiten bringen bei der Finanzierung des Krieges und die Ukraine muss mit allen schweren Waffen die sie wünscht ausgestattet werden um sich verteidigen zu können.

Putin muss wissen es wird kein Szenario geben dass er diesen Konflikt lebend gewinnt und die Staatengemeinschaft ist geschlossener als jemals zuvor.

(c) Sozial21


CONTRA Waffen-Lieferungen für die Ukraine
Waffen töten - dies ist die bittere Wahrheit, die Befürworter der Waffenlieferungen in Krisengebiete zur Kenntnis nehmen müssen. Zur Zeit wird die Friedenbewegung scharf für ihre angeblich naive und zaudernde Sichtweise krtitisiert, die Waffenlieferungen konsequent ablehnt.

Doch drücken sich Pazifisten wirklich vor der Verantwortung und überlassen das Feld den aggressiven Despoten?

Selbstverteidigung ist das gute Recht jedes Menschen, um sein Überleben zu sichern. Eine kontinuierliche Hochrüstung von Konfliktregionen befeuert diesen Konflikt jedoch zusätzlich und verhindert diplomatische Lösungen. Es beginnt eine Rüstungsspirale, die in einem furchtbaren Destaster enden kann, wenn nicht eine Seite bereit ist nachzugeben.

Man kann es nicht oft genug betonen: Die einzige Lösung liegt im Dialog, insbesondere wenn eine Seite über ein schier unendliches Waffenarsenal verfügt. das dazu geeignet ist, die Menschheit auszulöschen. Wer hier ständig den Konflikt befeuert, spielt buchstäblich mit der Lunte und handelt kurzsichtig und grob fahrlässig.

Es steht außer Frage, dass die Invasion russischer Truppen auf ukrainischem Gebiet eine Verletzung des Völkerrechts darstellt und zu verurteilen ist. In Zeiten enger wirtschaftlicher Verpflichtungen auf globaler Ebene sind wirtschaftliche Sanktionen jedoch schmerzhafter und wirksamer als die kontinuierliche Lieferungen von Waffen in eine Krisenregion, die diesen Konflikt ins Endlose verlängert.

Befürworter der Waffenlieferungen in diese Krisenregion müssen die Frage beantworten, was das Ziel dieser Hochrüstung sein soll. Ein Sieg der Ukraine gegen Russland ist nur unter enorm hohen Opferzahlen zu erkaufen, ein weiteres Involvieren der NATO in diesen Konflikt könnte unabsehbare Folgen für die gesamte Menschheit haben.

Nur ein sofortiger Waffenstillstand und Friedensverhandlungen verhindern weiteres Blutvergießen. Dazu muss jedoch zumindest eine Seite auf die Bremse der Eskalationsspirale treten. Das heißt nicht, dass dem Aggressor alle Schleusen geöffnet werden sollen, sondern dass Leben gerettet, Zeit gewonnen und eine diplomatische Lösung gefunden werden muss. Erst dann kann an einer dauerhaften Friedenslösung gearbeitet werden, die auch Russland auf lange Sicht wieder eine integrale Rolle in Europa zugesteht.

(c) Roter Stern
8. Mai - Tag der Befreiung
Der 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus und beendete den grauenhaften Terror-Feldzug eines verbrecherischen Regimes, das 12 Jahre lang ungehindert andere Länder überfallen und Menschen vernichtet hat, wie es ohne Beispiel in der Geschichte der Menschheit war und ist.

Wieder streuen revanchistische Kräfte die Mär der schmerzlichen Niederlage und versuchen das unvergleichliche und singuläre verbrecherische Handeln des Nazi-Regimes durch Verweis auf andere geschichtliche Ereignisse zu relativieren und zu verharmlosen.

Die Vernichtung und Verfolgung von Juden, Sinti und Roma, Minderheiten jeglicher Art unter dem Vorwand eines absurden "Rasse-Ideals" sollten nicht nur an diesem Gedenktag Warnung sein, solche Zustände niemals wieder zuzulassen.

Der 8. Mai ist ein Plädoyer für friedliche Konfliktlösungen weltweit. Die Rüstungsindustrie hat maßgeblich zur Verwüstung weiter Landstriche beigetragen und ihre Waffen haben unvergleichliches Blutvergießen ausgelöst. Die Waffenparaden an diesem Tag des Friedens folgen einer irreführenden Agenda, die bis in die Gegenwart hineinreicht.

Es war die Rote Armee, die den größten Blutzoll im Kampf gegen die braunen Horden zahlte. Es waren sowjetische Soldaten, die auf den Schlachtfeldern starben, um den Nazi-Imperialismus zu stoppen.

Wer ausgerechnet diesen Tag der Befreiung instrumentalisiert, um Kriege der Gegenwart zu rechtfertigen, stellt sich auf die Seite der Täter und schadet dem Andenken der Befreier nachhaltig.

Der 8. Mai muss uns Mahnung sein, dass Gewalt niemals die Lösung sein kann. Nur ein friedliches und tolerantes Miteinander kann die dauerhafte Existenz der Menschheit auf diesem Planeten sichern.

Die Waffen nieder!

(c) Roter Stern



Das sind wir
Hallo Gast, schön dass Du dich für uns interessierst.

Wir haben einen Traum - die Vision einer Welt, in der alle Menschen friedlich nebeneinander leben. Sie sollen gleiche Chancen und gleiche Rechte haben, egal welcher politischen, religiösen, kulturellen oder sexuellen Orientierung sie angehören.

Wir sind die sozialistische Sammlungsbewegung bei dol2day. Bei uns findest du keinen Vorstand und keine Hierarchien. Wir sind eine starke Gemeinschaft und geben jedem Mitglied alle administrativen Möglichkeiten. So viele Gestaltungsmöglichkeiten findest du nur bei uns.

(non established since 16.10.2000)


Stellungnahmen
  • +++ Frieden weltweit +++


  • +++ Starke Mädchen und Frauen +++


  • +++ Gegen den deutschen Opfer-Mythos +++


  • +++ Gesundheit für ALLE! +++


  • +++ RAINBOW FOREVER! +++


  • +++ Freiheit und politisches Asyl für Julian Assange! +++


  • +++ Unser Statement zur Corona-Pandemie +++




  • FRIEDEN WELTWEIT










    Starke Mädchen und Frauen

    demo

    Starke Mädchen und Frauen
    (c) 2022 by Roter Stern

    Nicht nur in Zeiten wie diesen ist die Kraft der Frauen unentbehrlich, um Frieden und Fortschritt zu sichern.

    An den Verhandlungstischen der Welt sind Frauen immer noch die Ausnahmen statt die Regel; im Alltag werden Frauen auf allen Ebenen benachteiligt. Überholte, konservative Frauenbilder haben diese systematische Benachteiligung zementiert und werden mit viel zu kleinen kosmetischen Schritten abgebaut.

    Bereits im Kindesalter werden Mädchen bei Bildung und freier Entfaltung der Persönlichkeit behindert - in nahezu allen Kulturen. Kirche und Staat tragen hierfür entscheidende Verantwortung.

    In diesem Sinne: Gebt den Mädchen und Frauen das Kommando!



    Gegen den deutschen Opfer-Mythos

    tdh

    Video ansehen!

    Rechtsextremer Opfer-Mythos bei dol2day«


    Die KSP distanziert sich von den Versuchen der rechtsextremen Szene im Allgemeinen und der KDP bei dol2day im Speziellen, Ursache und Wirkung der Bomabardierung Dresdens zu verdrehen und mit manipulativer Propaganda für ihre Zwecke zu missbrauchen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir auf unserer Startseite einen Beitrag des "Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.", der die Ereignisse des Neo-Nazi-Aufmarschs in Dresden dokumentiert.

    Nieder mit dem Faschismus! Nie wieder Krieg!



    Gesundheit für ALLE!

    demo


    Gesundheit für ALLE! Konzerne enteignen!
    (c) edited 2022 by Roter Stern

    Wo ist eigentlich die politische Linke in Zeiten der Pandemie?

    Lautsprecher aus dem esoterischen, rechten Lager bestimmen die öffentliche Debatte, protestieren gegen Maskenpflicht, Sicherheitsabstände und die Unfreiheit des deutschen Volkes sowieso.

    In Hamburg fand eine Demonstration unter dem Motto "Impfstoff für alle!" statt, die mit dem Untertitel "Pharma-Konzerne enteignen - Weg mit Patenten: Für weltweit gleichen Zugang zu Gesundheitsversorgung" den großen Irrweg der Pandemie-Bekämpfung auf den Punkt brachte. Einer Pandemie, die weltweit wütet, ist mit nationalen Egoismen nicht beizukommen. Der Kampf um verfügbare Impfstoffe, die im Hauruck-Verfahren in privaten Drogen- Verzeihung ... Pharma-Laboren entwickelt wurden, darf nicht in einen nationalistischen Verteilungskampf um die verknappten Impf-Dosen münden.

    Nun gehen die Impfaktionen los und schon kommt es zu Mutationen, die sich noch schneller verbreiten, und das Business-as-usual führt dazu, dass wieder munter aus der "ersten" in die "dritte" bzw. "vierte" Welt gejettet und in bester imperialistischer Manier das Virus bis in den hintersten Winkel der Erde verteilt wird. Dass im real existierenden Kapitalismus wieder der Zugang zu den begehrten Impfstoffen in Händen weniger Pharma-Unternehmen und der besitzenden Klasse konzentriert ist, wird sich rächen. Spaltung durch Geld mag funktionieren, doch der Virus ist ein tödlicher Gleichmacher.

    Gefragt sind nun international abgestimmte Forschungen und Handlungspläne, eine weltweit gerechte Verteilung der entwickelten Impfstoffe und eine Bündelung der Kompetenzen in öffentlcher Hand. Zu was Privatisierungen im Gesundheitswesen geführt haben, sieht man an den teilweise chaotischen Verhältnissen auf den Intensivstationen, überfordertem Personal und Impfzentren ohne Impfstoffe.

    Wir haben die große Chance aus dieser Pandemie entscheidende Schlüsse für unser gesellschaftliches Zusammenleben zu ziehen: Solidarität und internationale Zusammenarbeit dürfen nicht länger hohle Phrasen sein. In Zeiten einer weltweiten Bedrohung müssen die Antworten auf globaler, gleichberechtigter Ebene erfolgen.

    Der Nationalismus hat abgedankt!



    RAINBOW FOREVER!





    Freiheit und politisches Asyl für Julian Assange!

    assange


    Freiheit und politisches Asyl für Julian Assange!
    (c) 2021 by Sozial21

    Die KSP begrüßt ausdrücklich, dass Julian Assange nicht in die USA ausgeliefert wird. Dort hätten ihm wegen sogenannten "Hochverrats" lebenslängliche Haft gedroht. Es wäre nicht nur für ihn persönlich , sondern auch für seine Familie eine menschliche Tragödie gewesen.

    Doch so sehr wir begrüßen, dass seine Auslieferung gestoppt wurde, man kann und darf sich nicht damit abfinden, dass er weiter in Haft bleiben muss.

    Julian Assange hat nichts verbrochen, wofür man ihn verfolgen darf, er sitzt zu Unrecht in Haft. Nicht wer Unrecht, Skandale und Menschenrechtsverletzungen aufdeckt gehört bestraft, sondern derjenige, der sie begeht!

    Wir sehen es auch als eine moralische Pflicht Deutschlands, sich für seine schnellstmögliche Freilassung einzusetzen, und ihm politisches Asyl in Deutschland anzubieten.

    Die Bundesregierung muss hier endlich Farbe bekennen und darf sich vor der internationalen Verantwortung für Menschenrechte nicht drücken. Man darf das konsequente Eintreten für Menschenrechte und den Mut von Whistleblowern nicht gegen wirtschaftliche Interessen oder politischer Angst abwägen.

    Ein starkes Signal für Julian Assange wäre nicht zuletzt auch ein Zeichen für andere Menschen, seinem Mut zu folgen.






    DESTROY THE VIRUS!

    covid


    11 Monate Corona- 2 Lockdowns und 1 Lockdown light- Versuch eines Ausblicks
    (c) 2021 by foreverdol

    Es ist nun 11 Monate her, dass in Deutschland ein Virus das landläufig unter „Corona“ bekannt ist, grassiert. Seitdem ist einiges passiert. Wir versuchen mal einen Ausblick. Zur Situation: wir befinden in einem bis zum 31. Januar 2021 verlängerten Lockdown.Einem Lockdown, der an einen „Lockdown light“ anschloss und leider auch wieder Maßnahmen umfasste wie die Schließung von Kitas und Schulen, die bis kurz davor als erneute Maßahmen noch kategorisch ausgeschlossen wurden. Kinderspielplätze wurden erneut gesperrt- viel Spaß mit Kindern in der Etagenwohnung ohne Balkon. Nicht zuletzt wurden Eltern von Kindern, die ihren Kindern das „grundlose“ Spielen mit anderen Kindern in der Freizeit ermöglich haben wegen Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung mit Geldstrafe belegt. Und erneut gehen, in diesem Fall sogar verlängerte, Ferien plan.-und kopflos zu Ende. Lehrer, obwohl zum großen Teil Risikogruppe, gehören nicht zu den Personen, die vorrangig geimpft werden. Ein Mix aus Homeschooling und Präsenzunterricht läuft sehr zäh an und ist von manchen Leuten, wie z..B. Schulministerin Gebauer in NRW immer noch nicht wirklich politisch gewollt. Ein Allheilmittel ist das auch nicht, weil Homeschooling insbesondere dort Probleme aufwirft, wo Eltern ihre Kinder nicht so unterstützen können, wie es notwendig wäre.

    Teilweise ist das auch deshalb nicht möglich, da die Eltern keine Möglichkeit haben, sich verstärkt um ihre Kinder zu kümmern. Viele können kein Homeoffice machen und bei vielen, die es machen könnten, fehlt ein gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice, der in einer Minversion, die niemandem hilft, von Minister Heil angedacht war und dann von den Arbeitgeberverbänden torpediert wurde. Mal lakonisch formuliert: Homeoffice bringt auch neue Probleme mit sich und ist nicht „die Lösung“ (die haben wir in dieser Pandemie aber noch für kein Thema gefunden), aber kein Homeoffice ist auch keine Lösung. An der Stelle unterschätzen manche Arbeitgeber noch die anstehende Veränderung der Arbeitswelt, die aufgrund der Pandemie vielerorts sehr kurzfristig stattgefunden hat und mittel-und langsfristig überall um sich greifen wird. Manch andere Arbeitgeber verschätzen sich allerdings auch, wenn sie Homeoffice als gerne genommenen Weg zur Kosteneinsparung im Sinne von übereilter Abmietung von Büroflächen sehen. Nach der Pandemie, wann auch immer das sein wird, wird es eher einen gesunden Mix aus Präsenzpflicht und Homeoffice, in den Branchen, wo es möglich ist, geben. Das stellt nicht zuletzt den Arbeitsschutz fürs heimische Büro vor neue Herausforderungen.

    covid


    Aber gibt es im Moment nicht eine verdammt gute Nachricht? Der erwartete Impfstoff ist da und wird verimpft! Oder??? Ja, er ist da und bisher haben wir nur einen zugelassenen Impfstoff, der aber mengemäßig zu niedrig geordert wurde. Ein weiterer Impfstoff ist vor der Zulassung. Uns als KernsozialistInnen ist an der Stelle wichtig, keinem Impfegoismus das Wort zu reden. Der Impfstoff soll global fair verteilt werden und ist nicht nur für die „erste Welt“ da. Andererseits muss Produktion und Verteilung aber auch so geschehen, dass Impfwillige überall auf der Welt möglichst schnell geimpft werden können. Außerdem stehen bei der Weiterentwicklung des Impfstoffs neuer Herausforderungen- Mutationen- ins Haus, weshalb uns das Thema „Corona“ noch lange beschäftigen wird.

    Richten wir den Blick jetzt mal in die Innenstädte: im Moment sind die größtenteils verwaist und leer, da viele Geschäfte und die Gastronomie geschlossen haben und nur Artikel des täglichen Bedarfs verkauft werden dürfen. Ja, das kann man als Akutmaßnahme zur Reduzierung von Fallzahlen und Anstecjkungen eine begrenzte Zeit machen. Ein gewisses Verständnis des Handels und der Gastronomie ist ja auch vorhanden und bis zu einem gewissen Grad können die das auch mitgehen. Und ja: die Innenstädte hatten vorher auch schon Probleme, weil sehr viel online geordert wird. Ehe wir jetzt im Text fortfahren möchten wir auf eins ganz klar hinweisen: wir möchten nicht den Leuten im Handel, die ab 11. Januar unter dem Motto "Wir machen auf!" wieder öffnen wollen egal was die Regierung entscheidet und die dies auf Telegram und in Verschwörungsblogs im Internet kundtun, das Wort reden. Es wurde entschieden, dass der Großteil des Handels noch z.B. 3 weitere Wochen geschlossen zu bleiben hat und das ist das so. Punkt. Und jeden, der öffnet, obwoh er es nicht darf, möchten wir auch gerne langfristig boykottiert sehen.

    So und nach der Klarstellung dann zum Handel: es geht nicht an, dass der Fachhandel, der zigtausende Arbeitsplätze hat und hier seine Steuern zahlt, geschlossen bleiben muss, derweil ein Unternehmen wie Amazon, das sich frei von Tarifverträgen und Steuerzahlung sieht, hier mit allem seine Gewinne erhöhen darf, was der stationäre Handel im Moment nicht verkaufen darf. Hier gehören intelligentere Lösungen her. Zum Beispiel könnte man, wie man das auch der Gastronomie und anderen Bereichen schon kennt, ja eine Zeitbuchung für die Geschäfte anbieten. Heißt: das Geschäft ist für Laufkundschaft zu, aber wenn ich neue Sneaker, eine neue Jeans oder ein Bräutigam den Hochzeitsanzug kaufen will, kann man eine Beratungszeit beim Geschäft online buchen und wird dann beraten. Das limitiert die Zahl der gleichzeitig anwesenden KundInnen und die Einhaltung von Abständen, Hygienekonzept etc. Der Spontankauf fällt dann weg, aber wenigstens kann man für planbare Käufe den stationären Handel unterstüzen, ihm helfen, die Miete zu erwirtschaften und Arbeitsplätze zu sichern. Ähnliches hielten wir auch in der Gastronomie für denkbar, zumal für Unternehmen, die noch in neue Lüftungsanlagen investiert haben. Auch der Kulturbereich könnte langsam wieder geöffnet werden, zumindest sollte hierfür ein Zeitplan entwickelt werden, auch wenn das Green Day-Konzert mit 17.000 Zuschauern in einer Halle noch lange Zukunftsmusik bliebe.Das wäre ein Kompromiss, mit dem viele besser leben könnten, als jetzt. Und es würde vielleicht auch so manchem Zweifler an der Coronapolitik so manchen Zweifel nehmen. Denn bisher werden Leute mit diffusen Ängsten, komischen Gefühlen und Zweifeln nur von fragwürdigen Leuten, die sich gerne privat beschenken lassen, wie Querdenken oder verschwörungstheoretischen Internetblogs abgeholt, weil das Lauterbach-Mantra oder das vieler anderer Politiker, die immer nur auf AHA und „da müssen wir jetzt durch“ pochen, sie nicht überzeugt. Und erst Recht nicht die Einschränkung des Bewegungsradius in ein einem Hotspot auf 15 Kilometer.

    Ja Corona ist eine „Zumutung“, wie Merkel das formuliert. Aber auch Zumutungen lassen sich, zumal nach 11 Monaten, besser gestalten, als das jetzt der Fall ist. Mit Zeitplänen, die bei Bedarf angepasst werden können statt immer nur Momententscheidungen, wie es bei den Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz und der Bundeskanzlerin der Fall ist.

    In diesem Sinne hoffen wir auf ein hoffentlich ideenreicheres und für alle besser verlaufendes Jahr 2021!

    Eure KSP




    KSP-Bibliothek
    Das Feuilleton
  • Notizen zum "Radetzkymarsch"




  • Text-Verzeichnis
  • Handelskapital und Industriekapital


  • Faschismustheorie (nach Wal Buchenberg)




  • Handelskapital und Industriekapital
    Der Handel ist älter als der Kapitalismus und Handelskapital war die historisch erste Form des Kapitals überhaupt. Der Zweck des Handels heißt billig einkaufen und teuer verkaufen. Dieser Zweck scheint dem kapitalistischen Prinzip des Austauschs gleicher Werte zu widersprechen und Händler – als Geldhändler wie als Warenhändler – galten in vielen Kulturen als Verkörperung der Lüge, des Betruges, der Übervorteilung. Diesen schlechten Ruf haben sich die Händler in alter Zeit redlich verdient: „Solange das Handelskapital den Produktenaustausch unentwickelter Gemeinwesen vermittelt, erscheint der kommerzielle Profit nicht nur als Übervorteilung und Prellerei, sondern entspringt großenteils aus ihr.“ K. Marx, Kapital III, MEW 25, 343 Im entwickelten Kapitalismus besitzt das Handelskapital immer noch Mittel, um seine Käufer übers Ohr zu hauen, aber Betrug und Übervorteilung macht nicht mehr das Wesen des Handels aus. Das Wesen des Handels im Kapitalismus ist die ständige Verwandlung von Warenkapital in Geldkapital und von Geldkapital in Warenkapital.


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    Faschismustheorie (nach Wal Buchenberg)
    1. Meine Faschismustheorie wurzelt in den Gedanken von Karl Marx über die kapitalistische Konkurrenz:

    „... die Konkurrenz (ist) nichts als die innere Natur des Kapitals, seine wesentliche Bestimmung, erscheinend und realisiert als Wechselwirkung der vielen Kapitalien aufeinander, die innere Tendenz als äußerliche Notwendigkeit. (Kapital existiert und kann nur existieren als viele Kapitalien und seine Selbstbestimmung erscheint daher als Wechselwirkung derselben aufeinander.) K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 317.


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    KSP-Mediathek
    Die Befreiung von Auschwitz

    Kinder in KZ-Kleidung mit aufgekrempelten Armen.

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    Die Befreiung von Auschwitz


    Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee möchten wir Euch diesen mehrfach prämierten Dokumentarfilm zeigen, den sowjetische Kameramänner zwischen dem 27. Januar und 28. Februar 1945 gedreht haben.

    Der Film dokumentiert die Grausamkeit einer Ideologie, die nie wieder um sich greifen darf.

    Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!



    Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl

    Sophie Scholl

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    »So ein schöner Tag, und ich soll gehen«


    Wer war Sophie Scholl? Wie wurde aus ihr eine kompromisslose Widerstandskämpferin? Und warum riskierte sie ihr Leben? Die Scholl-Biografin Maren Gottschalk gibt Antworten im Video.

    Quelle: SPIEGEL online



    Zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg

    rosa

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    Rosa Luxemburg - Die Andersdenkende


    Als Aktivistin gegen Krieg und Ausbeutung, als blitzgescheite Frau und Akademikerin, als Jüdin und polnische Exilantin war Rosa Luxemburg in vielerlei Hinsicht eine Außenseiterin.

    „Eure »Ordnung« ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon »rasselnd wieder in die Höh' richten« und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: »Ich war, ich bin, ich werde sein!«“ — Rosa Luxemburg

    Zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg präsentiert Euch die KSP diese Dokumentation, die das Leben und Wirken dieser außergewöhnlichen Frau beleuchtet.



    Kampf der Jugend in Zeiten von Krise und Pandemie.

    tdh

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    Kampf der Jugend in Zeiten von Krise und Pandemie. Eine Diskussion auf der #rlk21
    XXVI. Rosa-Luxemburg-Konferenz 2021

    Die Wirtschaftskrise trifft weltweit die Jugend in besonderem Maße. Die Coronapandemie – zwar nicht Ursache der kapitalistische Krise – verstärkt die Angriffe auf die sozialen und demokratischen Rechte. Dagegen gibt es Widerstand, auf den Straßen, in den Betrieben und Schulen. Exemplarisch für diesen weltweiten Kampf, diskutieren wir, wie hierzulande Kämpfe organisiert, gebündelt und verstetigt werden können, welche Rolle die revolutionäre Linke in diesen Abwehrkämpfen spielen muss und welche Perspektiven entstehen.

    Es diskutierten auf der XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz 2021: Roylan Tolay, DIDF-Jugend; Sascha Hevalski, North East Antifa Berlin; Erik Busse, Mitglied der Bundestarifkommission öffentlicher Dienst ver.di; Leon Sierau, SDAJ; Moderation: Carolin Zottmann, SDAJ.



    Friedrich Engels - der Unterschätzte | Doku | WDR

    Engels

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    Friedrich Engels - der Unterschätzte | Doku | WDR
    Dokumentation von Martin Becker und Nina Koshofer (D 2020, 52 Min)

    Friedrich Engels bildete mit Karl Marx eines der berühmtesten Duos der Weltgeschichte. Im Gegensatz zu Marx, scheint Engels jedoch heute in Vergessenheit zu geraten. Zu Unrecht. Zu seinem 200. Geburtstag am 28. November 2020 verfolgt die Doku seinen turbulenten Lebensweg. Bewegende Archiv-Bilder, Doku-Aufnahmen und Graphic Novels führen zurück in die Zeit des Revolutionärs.



    Lesbos: Die Kinder im Lager Moria

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    Lesbos: Die Kinder im Lager Moria
    WDR 05.03.2020

    Lesbos: Die Kinder im Lager Moria - Die Lage im größten Flüchtlingslager Europas in Moria auf Lesbos ist sehr schwierig. Vor allem seit der türkische Präsident Erdogan die Grenzkontrollen hat wegfallen lassen. 35% der Bewohner sind Kinder. Was bedeutet das Lagerleben für sie? Bereits vor fünf Monaten waren Isabel Schayani und ihr Team in Moria. Wie geht es den Kindern heute?



    Noam Chomsky - Requiem für den amerikanischen Traum

    Noam Chomsky

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    Noam Chomsky - Requiem für den amerikanischen Traum
    Doku ORF2 am 6.11.2016

    US-Intellektueller gegen ökonomische und politische Ungleichheit

    Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld? Anlässlich des 95. Geburtstags des US-amerikanischen Sozialkritikers und Linguisten Noam Chomsky zeigt „dokFilm“ den 2015 entstandenen Dokumentarfilm „Requiem für den amerikanischen Traum“. Darin analysiert der stets unbequeme Intellektuelle mit brillanter Rhetorik und Sachlichkeit alarmierende gesellschaftliche Entwicklungen: die hochgradige Konzentration von Reichtum und Macht in den Händen einiger weniger. Chomsky legt die US-Politik des vergangenen halben Jahrhunderts dar und zeigt die zugrundeliegenden Prinzipien auf, die – zugunsten einer finanziellen Aristokratie – zu der weltweiten historisch einmaligen Konzentration von Kapital und politischem Einfluss geführt haben, während die Mehrheit der Weltbevölkerung an den Rand der Existenz verdrängt wird. Regie führten die Filmemacher Kelly Nyks und Jared Scott.

    KSP-Audiothek
    Vor 100 Jahren: Der rassistische Lynchmob von Tulsa


    Zum Podcast ... (SRF)


    Rassistischer Lynchmob in den USA - Das Massaker von Tulsa
    Von Jürgen Heiser/ junge Welt

    Massaker von Tulsa 1921. Das schlimmste Pogrom an der schwarzen Bevölkerung in der Geschichte der USA

    Am kommenden Montag begeht die »1921 Tulsa Race ­Massacre Centennial Commission« der afroamerikanischen Gemeinde von Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma den 100. Jahrestag des Massakers von Tulsa. Am 31. Mai und 1. Juni 1921 hatten Tausende bewaffnete Weiße Hunderte Einwohner des afroamerikanischen Stadtteils Greenwood getötet. Bevor die Details erläutert werden, ist zu fragen, wie ein solch brutales Massaker in dieser aufstrebenden Stadt, wegen der dort angesiedelten Erdölfirmen damals »Ölhauptstadt der Welt« genannt, geschehen konnte.

    Dafür ist ein Rückblick in jene Jahre nötig, für die es in den USA die feststehende Begrifflichkeit des »Nadir of American Race Relations« gibt. Dieser »Tiefpunkt der amerikanischen Rassenbeziehungen« bezeichnet die Periode, die sich vom Ende der Ära der »Reconstruction« im Jahr 1877 bis in die frühen 1920er Jahre nach dem Ersten Weltkrieg erstreckt. Der Wiederaufbau des Landes folgte auf den Amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) und bezeichnet nach der Abschaffung der Sklaverei die kurze Phase der Wiedereingliederung der elf besiegten Sklavenhalterstaaten und der beabsichtigten Integration der schwarzen Bevölkerung in Staat und Gesellschaft.

    Weiterlesen ... (Quelle): junge Welt/ 29.05.2021



    Clara Zetkin - Portrait einer unbequemen Sozialistin


    Zum Podcast ...

    Clara Zetkin - Portrait einer unbequemen Sozialistin
    Bayerischer Rundfunk 2012

    Die Szene muss ergreifend gewesen sein: Eine alte, kranke Frau wird auf einem Stuhl vor das Plenum getragen, und Hunderte von Menschen verstummen. Sie warten auf die Worte der "Grande Dame" des Sozialismus.



    Das letzte Wort
    satire




    Letzte Aktualisierung von: Roter Stern (10.05.2022)

    Design by: Kaffeetasse