Thema: Wege zum Grundeinkommen - der Kongress tanztNeuer Beitrag
Von: Nein. (Ralf) Kernsozialistische Partei 14.09.2012 23:19 Uhr
Siehe unten: Mehr kannst du dann in Detaildiskussionen mit anderen mitlesen.
Von: Irre Das Volk 14.09.2012 16:02 Uhr
Zitat:
Weil die andere Alternative die Frage nach einem Grundeinkommen erledigt.


Geht auch eine weniger herumlavierende und nichtsagende Antwort? Oder überfordert dich das?

Zitat:
Grundeinkommen nach FDP- oder Althausmodell ist realistisch. Alles andere sehe ich mit den aktuellen Kräften nicht kommen.


Ich fragte nicht nach deinem Realitätsbegriff, sondern nach deiner Definition des Sinnvollen.

[/quote]Was heißt das dann, wenn du dir aus solcher Not wurzelnd ein Grundeinkommen nach dem Zuschnitt der Hofferfraktion erwartest?[/quote]

Die Frage müßtest du jemandem stellen, bei dem das so ist. Meine Forderung nach einem BGE resultiert nicht unmittelbar aus meiner existenziellen Not, sondern ist nur die Antwort meiner reflexiven Vernunft auf die Frage nach sinnvollen und progressiven Schritten in eine Gesellschaft, in welcher Freiheit und Gleichheit nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 14.09.2012 15:43 Uhr
1) eine exklusive Alternative sein sollte

Weil die andere Alternative die Frage nach einem Grundeinkommen erledigt.

3) eine Definition dessen erfordern würde, was du für sinnvoll und sinnlos erachtest.

Grundeinkommen nach FDP- oder Althausmodell ist realistisch. Alles andere sehe ich mit den aktuellen Kräften nicht kommen.

Zitat:

Denn in existenzieller Angst und Furcht wurzelndes Denken bringt eben selten progressive Ergebnisse hervor, sehr oft aber deren populistische und/oder regressive Kehrseiten.


Was heißt das dann, wenn du dir aus solcher Not wurzelnd ein Grundeinkommen nach dem Zuschnitt der Hofferfraktion erwartest?
Von: Irre Das Volk 14.09.2012 14:06 Uhr
Zitat:
(...) und in ihrer interessanten Variante die verlockende Alternative zu sinnvolleren Aktionen bietet (...)


Dazu müßest du erstmal darlegen, warum dies 1) eine exklusive Alternative sein sollte und 2) welche sinnvollen Aktionen dadurch verhindert würden, was 3) eine Definition dessen erfordern würde, was du für sinnvoll und sinnlos erachtest.

Denn das Potential eines emanzipatorischen Grundeinkommens läge, neben der Beseitigung der gröbsten existenziellen Nöte vieler Menschen, meines Erachtens darin, dass solch eine Befreiung von eben diesen akuten existenziellen Verlustängsten den Menschen wieder die Bedingung der Möglichkeit einräumt, die Verhältnisse einerseits jenseits von Not, Angst, sozialer Ausgrenzung usw. zu reflektieren und andererseits die gesellschaftliche Fixierung auf das Leistungs- und Arbeitsprinzip grundsätzlich zu hinterfragen und einen progressiven Diskurs über Freiheit und Notwendigkeit jenseits von Lohnarbeitszwang und Arbeitsethik anzustossen.

Denn in existenzieller Angst und Furcht wurzelndes Denken bringt eben selten progressive Ergebnisse hervor, sehr oft aber deren populistische und/oder regressive Kehrseiten.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 14.09.2012 13:49 Uhr
Naja, wenn du meinst, dass der Weg zum Kommmunismus über eine Sozialreform geht, die in ihrer wahrscheinlichen Variante Kürzung und Abbau ist und in ihrer interessanten Variante die verlockende Alternative zu sinnvolleren Aktionen bietet, dann musst du dafür sein. Ich habe da so meine Zweifel. Mehr kannst du dann in Detaildiskussionen mit anderen mitlesen.
Von: Irre Das Volk 14.09.2012 13:26 Uhr
Zitat:
Über Wege zum Kommunismus mag man nicht reden, aber für so ein utopisches Projekt ist Platz.


Erstgenanntes tut man, indem letztgenanntes vorangebracht wird.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 14.09.2012 10:43 Uhr
Ja, wir werden da in den nächsten Jahren noch viel drüber streiten. Aber nur in der Partei. Ich kann mir vorstellen, dass man mit dem BGE bestimmte Schichten an die Partei binden kann und andere eher abschreckt. Rudolf Bahro sprach nicht ganz unberechtigt vom Underdog-Klientelismus, mit dem man zwar Parlamentsmandate, aber keinerlei echte politische Zukunft gewinnen kann.

Ich finde es aber gut, dass man diesen Streit im Gegensatz zu anderen in der Linken noch führen kann, ohne sich gegenseitig als Personen anzugreifen. Das ist auch das Verdienst der Programmkommission, die den Konflikt zwischen Parteigängern solidarischer Absicherung und Pauschalisten rechtzeitig als offen abgewürgt hat. Das war damals richtig, so darf es aber nicht dauernd bleiben.

Ich freue mich drauf, wenn es an der Zeit ist.
Von: Demirtas (LinkerSozi) Sozialist*innen im Internet 14.09.2012 10:07 Uhr
Das BGE ist ein interessantes und kontroverses Theme gerade innerhalb der Linken, da es zu dem Thema sehr viel Pro- und Contra Argumente gibt die es fast bei keinem Thema in dieser Anzahl gibt.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 14.09.2012 08:51 Uhr
Über Wege zum Kommunismus mag man nicht reden, aber für so ein utopisches Projekt ist Platz. Wünsche den Interessierten einen interessanten und unterhaltsamen Kongress, aber für mich ist das absolut nichts.
Von: Parenthèse ((Padauz)) Das Volk 14.09.2012 01:02 Uhr
in München. Gemeint ist der Grundeinkommenskongress. Hierzu als Appetitmacher ein Interview mit Katja Kipping und Wolfgang Strengmann-Kuhn.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/238546.impulse-fuer-den-weg-zum-grundeinkommen.html