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Fragenübersicht Ändern 53 Euro im Monat etwas an der grundsätzlichen Entscheidung arbeiten zu wollen oder nicht?
1 - 20 / 34 Meinungen+20Ende
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15.09.2022 07:36 Uhr
Ob man 449 Euro oder 502 Euro im Monat zur Verfügung hat ist aus meiner Sicht kein Grund sich um zu entscheiden.

Beide Summen sind nicht geeignet im Überfluss zu leben aber man kann damit auskommen.
15.09.2022 07:54 Uhr
Wer solche Fragen stellt, hat offenbar noch nie den Pfennig zweimal umdrehen müssen.

15.09.2022 07:58 Uhr
Wenn man die Lebenssituation der derzeitigen Empfänger staatlicher Alimentierung auf das Niveau bringen wollte, das für eine große Mehrheit in der Bevölkerung üblich ist, würde der Staat und mit ihm die Steuerzahler ganz schnell an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit kommen oder diese wohl überschreiten. Die 53 Euro mehr werden bei den Empfänger keinen Wohlstand auslösen und sind wahrscheinlich immer noch zu wenig im Sinne meiner gerade dargestellten Situation. Eher könnte ein geringerer Betrag als bisher manche dazu bringen, sich intensiver um eine einkömmliche Arbeit zu bemühen. Je mehr der Staat an Sozialleistungen zahlt, desto weniger besteht nach meiner Ansicht der Anreiz, selbst tätig zu werden.
15.09.2022 08:14 Uhr
Das weiß ich nicht, vermutlich gibt es beides.

Allerdings beteilige ich mich nicht an derartigen Neiddebatten.

Ein Land und eine Gesellschaft, die Mineralölkonzernen und Energielieferanten zu den ohnehin schon üppigen Gewinnen weitere Milliarden ohne Gegenleistung hinterherwirft, kann sehr viele Menschen zu 500€ monatlich finanzieren.
15.09.2022 08:20 Uhr
Ich lebe derzeit von AlGI, wobei es da rechnerisch keinen Unterschied macht. Das sind 900 Euro, wovon 100 Euro an Schulden drauf gehen. 50% sind Mietanteil. Es ist wirklich zynisch bei den sprunghaft ansteigenden Lebensmittel- und Energiepreisen überhaupt von Existenzminimum zu reden. Wer in Städten wie Berlin eine negative Bonität hat ist fast automatisch obdachlos.
15.09.2022 08:20 Uhr
Zitat:
Eher könnte ein geringerer Betrag als bisher manche dazu bringen, sich intensiver um eine einkömmliche Arbeit zu bemühen.


Geringere Subventionen und geringere staatliche Unterstützung für Unternehmen könnte dazu führen, dass sie sich bemühen, solider zu wirtschaften.
15.09.2022 08:22 Uhr
Zitat:
Zitat:
Eher könnte ein geringerer Betrag als bisher manche dazu bringen, sich intensiver um eine einkömmliche Arbeit zu bemühen.


Geringere Subventionen und geringere staatliche Unterstützung für Unternehmen könnte dazu führen, dass sie sich bemühen, solider zu wirtschaften.


Sorry, sollte eine Zustimmung werden.
15.09.2022 09:16 Uhr
Ich glaube, ich würde in jedem Fall arbeiten gehen. Zu Hause rumsitzen und RTL schauen ist nicht so mein Ding...
15.09.2022 09:29 Uhr
Aus meiner Sicht sind 500 immer noch zu wenig. Sinnvoll wäre auch, es einfach allen Bürgern zu geben und dann über das Steuersystem progressiv wieder abzuziehen. Ab (zusätzlichem) Durchschnittsgehalt sollte es zu 100% wieder über die Steuer eingetrieben werden, so dass der Nettogewinn aus dem Bürgergeld vollständig entfällt.

Das würde diese ganze Debatte langfristig erledigen, denn das Problem ist meiner Ansicht nach der geringe Zusatznutzen einen kleinen Einkommens wenn dadurch das Bürgergeld vollständig entfällt.

15.09.2022 09:40 Uhr
Ja, bei dem üppigen Bürgergeld werde ich umgehend meine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen.
15.09.2022 09:45 Uhr
Zitat:
Sinnvoll wäre auch, es einfach allen Bürgern zu geben und dann über das Steuersystem progressiv wieder abzuziehen.
Ist doch schon so. Jeder hat 9000 € als steuerfreien Grundbetrag pro Jahr (tendenz leicht steigend).
15.09.2022 10:02 Uhr
53 Euro werden nichts an einer grundsätzlichen Mentalität potentieller Arbeitnehmer ändern, aber 53 Euro erhöhen dennoch die Mindestanforderung an Arbeitgeber.
15.09.2022 10:38 Uhr
Zitat:
Zitat:
Sinnvoll wäre auch, es einfach allen Bürgern zu geben und dann über das Steuersystem progressiv wieder abzuziehen.
Ist doch schon so. Jeder hat 9000 € als steuerfreien Grundbetrag pro Jahr (tendenz leicht steigend).


Nein, das wäre im Ergebnis eine Negativsteuer für Einkünfte unterhalb einer festzulegenden Grenze die bis zum Brutto-Null-Einkommen auf das Bürgergeld zu steigern wäre und natürlich als Vorschuss(-Bürgergeld) auszuzahlen wäre.
15.09.2022 10:45 Uhr
Auch mit den paar Kröten mehr, kann man sich nicht in dem Maße am gesellschaftlichen Leben der "arbeitenden Bevölkerung" beteiligen.

Mit dem Geld ist weder ab und zu ein Kinobesuch drin, oder mal Essen gehen, Theater geschweige denn Urlaub.

Und für Einkäufe darf es nur "No Name" oder Angebote sein.

Es ist also lächerlich zu behaupten, dass mit den 53 Euro irgendetwas an Motivation verloren ginge, einen normalen Job zu erlangen.
15.09.2022 11:02 Uhr
Zitat:
Ja, bei dem üppigen Bürgergeld werde ich umgehend meine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen.


Hm. Wieviel spart der Staat dadurch?
15.09.2022 11:15 Uhr
Zitat:
Wieviel spart der Staat dadurch?


Nichts, weil dann ein anderer nachkommt ;-)
15.09.2022 11:17 Uhr
Zitat:
Und für Einkäufe darf es nur "No Name" oder Angebote sein.


Was ist daran verwerflich?

Ich muss sicher nicht auf jeden Cent achten, aber ich sehe keinen Grund, z.B. meine Lieblingsmarmelade zum regulären Preis von 2,99 zu kaufen, wenn ich sie alle paar Wochen auch für 1,79 bekomme.
15.09.2022 11:24 Uhr
Zitat:
Und für Einkäufe darf es nur "No Name"


Das sind doch die identischen Produkte der Markenhersteller, nur zu einem viel günstigeren Preis.

Wenn man glaubt, man muss für dasselbe Produkt, nur weil eine bekannte Marke drauf klebt, einen exorbitanten Aufschlag im Vergleich zur Handelsmarke eines Discounters zahlen, kann man das tun.

Objektiv betrachtet besteht aber kein Unterschied beim Produkt.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 11:24 Uhr. Frühere Versionen ansehen
15.09.2022 11:28 Uhr
Es werden nicht viele sein, die Veränderungen sind graduell/marginal, aber es ist ja klar, dass der Druck mit steigenden Sätzen sinkt.

Grundsätzlich muss man angesichts der Inflation schon schauen, wie sich die Berechnungsgrundlage des Existenzminimums ändert. Das ist eigentlich weniger eine politische als eine statistische Frage. Bei den gegenwärtigen Preissteigerungen z.B. bei Lebensmitteln (Heizung wird über Wohngeld abgewickelt, oder?) ist die Steigerung nicht unrealistisch. Was dann aber halt etwas ein Geschmäckle hat ist, wenn die ALG2-Sätze prozentual signifikant steigen, die regulären Tariflöhne aber nicht.
15.09.2022 13:19 Uhr
Zitat:
Zitat:
Und für Einkäufe darf es nur "No Name" oder Angebote sein.


Was ist daran verwerflich?

Ich muss sicher nicht auf jeden Cent achten, aber ich sehe keinen Grund, z.B. meine Lieblingsmarmelade zum regulären Preis von 2,99 zu kaufen, wenn ich sie alle paar Wochen auch für 1,79 bekomme.


Nichts ist daran verwerflich. Aber es macht wohl einen Unterschied, ob ich auf der einen Seite nur auf dieses eingeschränkte Sortiment zurückgreifen kann, und auf der anderen Seite z.B. gesunde BIO-Produkte, regionale Produkte direkt vom Erzeuger oder vegane Kost, bei den Preisen für solche Produkte, unerschwinglich sind.

Bei letzteren Produkten gibt es kein "No Name" und deshalb billiger, oder?

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 13:24 Uhr. Frühere Versionen ansehen
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