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Fragenübersicht Ändern 53 Euro im Monat etwas an der grundsätzlichen Entscheidung arbeiten zu wollen oder nicht?
Anfang-2015 - 34 / 34 Meinungen
14
15.09.2022 11:02 Uhr
Zitat:
Ja, bei dem üppigen Bürgergeld werde ich umgehend meine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen.


Hm. Wieviel spart der Staat dadurch?
15.09.2022 11:15 Uhr
Zitat:
Wieviel spart der Staat dadurch?


Nichts, weil dann ein anderer nachkommt ;-)
15.09.2022 11:17 Uhr
Zitat:
Und für Einkäufe darf es nur "No Name" oder Angebote sein.


Was ist daran verwerflich?

Ich muss sicher nicht auf jeden Cent achten, aber ich sehe keinen Grund, z.B. meine Lieblingsmarmelade zum regulären Preis von 2,99 zu kaufen, wenn ich sie alle paar Wochen auch für 1,79 bekomme.
15.09.2022 11:24 Uhr
Zitat:
Und für Einkäufe darf es nur "No Name"


Das sind doch die identischen Produkte der Markenhersteller, nur zu einem viel günstigeren Preis.

Wenn man glaubt, man muss für dasselbe Produkt, nur weil eine bekannte Marke drauf klebt, einen exorbitanten Aufschlag im Vergleich zur Handelsmarke eines Discounters zahlen, kann man das tun.

Objektiv betrachtet besteht aber kein Unterschied beim Produkt.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 11:24 Uhr. Frühere Versionen ansehen
15.09.2022 11:28 Uhr
Es werden nicht viele sein, die Veränderungen sind graduell/marginal, aber es ist ja klar, dass der Druck mit steigenden Sätzen sinkt.

Grundsätzlich muss man angesichts der Inflation schon schauen, wie sich die Berechnungsgrundlage des Existenzminimums ändert. Das ist eigentlich weniger eine politische als eine statistische Frage. Bei den gegenwärtigen Preissteigerungen z.B. bei Lebensmitteln (Heizung wird über Wohngeld abgewickelt, oder?) ist die Steigerung nicht unrealistisch. Was dann aber halt etwas ein Geschmäckle hat ist, wenn die ALG2-Sätze prozentual signifikant steigen, die regulären Tariflöhne aber nicht.
15.09.2022 13:19 Uhr
Zitat:
Zitat:
Und für Einkäufe darf es nur "No Name" oder Angebote sein.


Was ist daran verwerflich?

Ich muss sicher nicht auf jeden Cent achten, aber ich sehe keinen Grund, z.B. meine Lieblingsmarmelade zum regulären Preis von 2,99 zu kaufen, wenn ich sie alle paar Wochen auch für 1,79 bekomme.


Nichts ist daran verwerflich. Aber es macht wohl einen Unterschied, ob ich auf der einen Seite nur auf dieses eingeschränkte Sortiment zurückgreifen kann, und auf der anderen Seite z.B. gesunde BIO-Produkte, regionale Produkte direkt vom Erzeuger oder vegane Kost, bei den Preisen für solche Produkte, unerschwinglich sind.

Bei letzteren Produkten gibt es kein "No Name" und deshalb billiger, oder?

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 13:24 Uhr. Frühere Versionen ansehen
15.09.2022 13:23 Uhr
Zitat:
gesunde BIO-Produkte
Diesen von dir als zwangsläufig dargestellten Zusammenhang gibt es nicht.

Zitat:
oder vegane Kost
Wenn man Einzelzutaten kauft, kann man im Supermarkt bei Top-Marken und auch bei Handelsmarken und auch beim Bauern um die Ecke steuern, ob man vegan einkauft oder nicht. Mein Mittagessen gerade eben war vegetarisch und bestand aus dem Lidl-Eigenmarkensortiment.
15.09.2022 13:54 Uhr
Keine Ahnung. Bei mir wärs keine Frage von etwas mehr oder etwas weniger, denn meine Arbeit finde ich spannend und ich würde sie auf alle Fälle weiter ausüben. Das war nicht immer so, aber mein derzeitiger Job ist definitiv der bisher beste, da enorm abwechslungsreich. Bin allerdings auch nicht in der geschilderten Situation.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 13:54 Uhr. Frühere Versionen ansehen
15.09.2022 14:03 Uhr
Ich habe gerade mal Einkaufszettel mit den Dingen durchgesehen, die ich für den täglichen Grundbedarf brauche und die Preise mit denen vor ein paar Monaten verglichen. Da wird die Erhöhung um 53 Euro zu einem großen Teil aufgefressen von der Inflation.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 14:10 Uhr. Frühere Versionen ansehen
15.09.2022 16:11 Uhr
Zitat:
Das weiß ich nicht, vermutlich gibt es beides.

Allerdings beteilige ich mich nicht an derartigen Neiddebatten.

Ein Land und eine Gesellschaft, die Mineralölkonzernen und Energielieferanten zu den ohnehin schon üppigen Gewinnen weitere Milliarden ohne Gegenleistung hinterherwirft, kann sehr viele Menschen zu 500€ monatlich finanzieren.


Mit ging es nicht um Neid, falls es auf mich gemünzt war.

Ich finde nur die Aussage, dass Menschen mit 53 Euro mehr im Monat keine Lust mehr haben zu arbeiten für irre.
15.09.2022 16:14 Uhr
Zitat:
Auch mit den paar Kröten mehr, kann man sich nicht in dem Maße am gesellschaftlichen Leben der "arbeitenden Bevölkerung" beteiligen.

Mit dem Geld ist weder ab und zu ein Kinobesuch drin, oder mal Essen gehen, Theater geschweige denn Urlaub.

Und für Einkäufe darf es nur "No Name" oder Angebote sein.

Es ist also lächerlich zu behaupten, dass mit den 53 Euro irgendetwas an Motivation verloren ginge, einen normalen Job zu erlangen.


Abgesehen davon, dass nichts verwerfliches an no name Produkten ist, war das mein Gedanke als ich die Umfrage gemacht habe.
15.09.2022 16:15 Uhr
Zitat:
Mit ging es nicht um Neid, falls es auf mich gemünzt war.
Nein, es war auf die RL-politische Debatte bezogen und da besonders auf diesen Arbeitgeberpräsidenten.
15.09.2022 16:16 Uhr
Zitat:
Keine Ahnung. Bei mir wärs keine Frage von etwas mehr oder etwas weniger, denn meine Arbeit finde ich spannend und ich würde sie auf alle Fälle weiter ausüben. Das war nicht immer so, aber mein derzeitiger Job ist definitiv der bisher beste, da enorm abwechslungsreich. Bin allerdings auch nicht in der geschilderten Situation.


Du bist Tierärztin, richtig? Wie ist das das Verhältnis von offenen Stellen zu Bewerbern?
15.09.2022 19:38 Uhr
Die Schlussfolgerung der Fragestellung ist vollkommen falsch.
15.09.2022 19:42 Uhr
Zitat:
Die Schlussfolgerung der Fragestellung ist vollkommen falsch.


Eben. 'Wollen' ist in dem Zusammenhang ein Stereotyp.
15.09.2022 19:56 Uhr
Es gibt nichts schöneres, als in drei Mini-Jobs gleichzeitig zu schuften und trotzdem aufstocken zu müssen.
15.09.2022 20:07 Uhr
Zitat:
Es gibt nichts schöneres, als in drei Mini-Jobs gleichzeitig zu schuften und trotzdem aufstocken zu müssen.


Und um diese Billiglohnpolitik vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen braucht es das Stereotyp "zu faul zum arbeiten".
15.09.2022 21:33 Uhr
Nein, das ändert nichts an der Entscheidung, ob man arbeiten geht oder nicht. Das Problem ist, dass Bürgergeld 1 formerly known as Hartz IV überhaupt nichts darüber aussagt, ob jemand grundsätzlich arbeiten will. Hartz IV war die Zusammenlegung von Arbeitlosenhilfe und Sozialhilfe. Sprich: der eine Teil war schon relativ lange arbeitslos, stand aber dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Derweil es viele Sozialhilfeempfänger gab, die entweder gar nicht arbeitsfähig mehr waren oder Rentner. Das alles wurde dann in Hartz IV gepackt und fortan wurde von Qualitätsmedien wie BILD über arbeitsscheue Hartz IV-Empfänger geschimpft. Leider hat dol manchmal das selbe Nichtniveau wie die BILD.

Das Bürgergeld wurde nicht erfunden, um irgendjemand was Gutes zu tun, sondern um das Image der SPD aufzupolieren. Sie hat es ja mit Hartz IV selbst lädiert.

Und natürlich sind auch diese 501 EUR nichts, womit man wirklich auskommen könnte. Andererseits darf man auch nicht vergessen, dass die Miete vom Staat gezahlt wird. Und jetzt nimm mal einen Mindestlohnverdiener, der die Miete selber zahlen muss. Ein gewisser Abstand ist da schon vonnöten.
15.09.2022 22:16 Uhr
Zur Erinnerung:

Hartz I war die Deregulierung der Leiharbeit (Leiharbeiter konnten unbegrenzt eingesetzt werden). Hartz II erleichterte schließlich Mini- und Midijobs (Jobs bis 400€ und 800€ mit geringeren Steuern und Sozialversicherung) und schuf die Jobcentren. Hartz III betraf schließlich die Umstrukturierungen der Jobcentren und Hartz IV betraf die Reform der Sozialleistungen. Damit wurde nicht nur die Zeit der Auszahlung deutlich gesenkt, sondern auch die Beitragshöhe sowie die Zumutbarkeitsregelungen geändert.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 22:18 Uhr. Frühere Versionen ansehen
15.09.2022 22:33 Uhr
Es macht aus "Hartz IV" kein kategorial anderes "Bürgergeld" aber es ist sicher ein richtiger Schritt. Und wie foreverdol sagte, kommt die Übernahme von Mietkosten hinzu. Ebenso finde ich, dass es zwingend einen Abstand zwischen Sozialleistungsbezug und mindestbelohnter Tätigkeit geben muss.
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