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China: 1.386.800.000 Einwohner. Es handelt sich um einen deformierten Arbeiterstaat. Das gesellschaftliche Eigentum und die Planwirtschaft sind gegen äußere und innere Konterrevolution zu verteidigen. Sie sind jedoch bürokratisch verzerrt und so daran gehindert, ihre Wirkung zu entfalten. Ursache ist die Herrschaft einer bürokratischen Kaste, die der Arbeiterklasse die politische Macht gestohlen hat. Diese Kaste wird entweder durch eine politische Revolution gestürzt werden, unter Beibehaltung von gesellschaftlichem Eigentum, Planwirtschaft und dem Übergang der Macht an Arbeiterräte, oder es wird zu einer sozialen Konterrevolution kommen. Die wahrscheinlichste Variante dabei wäre, dass die neue kapitalistische Klasse von Privateigentümern aus der bürokratischen Kaste selbst hervorgeht. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass es auch in der KP Chinas selbst noch subjektiv revolutionäre Kräfte geben kann. Eine "Reiss-Fraktion". Diese muss zur Verteidigung der sozialen Errungenschaften gegen die Konterrevolution mobilisiert werden.

Indien: 1.352.600.000 Einwohner. Es ist ein neokolonial ausgebeutetes Land. Und das, obwohl es das Potential hätte, eines der mächtigsten Länder der Erde zu sein. Aber Indien ist von einer Unzahl von Widersprüchen zerrissen, die teilweise noch einen feudalen Charakter tragen (Kastenwesen, Großgrundbesitz). Die nationale Bourgeoisie hat besonders unter Nehru, teilweise auch Ghandi, eine nachholende kapitalistische Entwicklung versucht. Verkauft wurde das unter Nehru als eine Form des Sozialismus. Davon jedoch konnte nie die Rede sein, da das Privateigentum der Großgrundbesitzer und Kapitalisten "heilig" war. Wir haben einen starken Linksreformismus in Indien, bis hin zu Regierungen kommunistischer Parteien auf Ebene der Bundesstaaten. Verstanden, dass man den kapitalistischen Staat nicht "übernehmen" kann, haben jedoch nur die Naxaliten. Auch wenn sie sonst ideologisch konfus sind.

Afrikanische Union (AU): 1.250.000.000 Einwohner. In einem gerechten Weltwirtschaftssystem wäre die AU eine der Großmächte. Auf Augenhöhe mit China und Indien. Die natürlichen Reichtümer des Kontinents sind gewaltig. Und wecken deshalb immer wieder die Begehrlichkeiten der imperialistischen Zentren. Ob durch IWF und Weltbank, ob durch politische Morde und Putsche, Afrika wird an einer eigenständigen Entwicklung gehindert. Die AU wurde auf Initiative des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi gegründet, um im Geist des Panafrikanismus die in der OAU begonnene aber nicht wirklich vorangekommene Integration Afrikas voranzutreiben. Es gibt eine ganze Reihe von Institutionen der AU: Afrikanischer Gerichtshof für Menschen­rechte und die Rechte der Völker (ACHPR), Afrikanische Friedens- und Sicherheits­architektur (APSA), AU-Kommission (AUC), AU-Sicherheitsrat (PSC), AU-Vertretungs­ausschuss (PRC), AU-Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat (ECOSOCC),AU-Wasser­ministerrat (AMCOW), Afrikanische Zentralbank (ACB), Afrikanischer Währungsfonds (AMF), Afrikanische Investi­tionsbank (AIB), Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD) sowie das Panafrikanische Parlament. Was jedoch fehlt, ist der Wille, diese Strukturen mit Leben zu erfüllen. Es fehlen Persönlichkeiten wie Patrice Lumumba, Kwame Nkrumah, Sekou Toure, Thomas Sankara, Amilcar Cabral... Viele von ihnen fielen Mörderbanden im Dienst des Imperialismus zum Opfer, der um seine Pfründe auf dem Kontinent fürchtete. So kann dieses Instrument zur Befreiung aus neokolonialer Ausbeutung nicht wirksam werden. Daran wird sich nichts ändern, bis es nicht in Afrika zu einer Reihe sozialer Revolutionen kommt, die die westlichen Marionetten zum Teufel jagen.

Organisation Amerikanischer Staaten (OAS): 1.004.000.000 Einwohner. Auch dieser Staatenbund könnte eine bedeutende Rolle in der Welt spielen. Seit seiner Gründung jedoch ist er nichts als der verlängerte Arm der USA. Der kubanische Außenminister Raúl Roa nannte die OAS das "Kolonialministerium der Vereinigten Staaten". Das hat Gründe: 1954 fielen von der CIA organisierte Söldnertruppen in Guatemala ein, um die Regierung von Jacobo Arbenz zu stürzen. Die OAS hatte vorher eine Resolution mit der Variante einer kollektiven regionalen Intervention verabschiedet, die eine offene Verletzung der UN Charta darstellte. Die OAS hat nicht einen Satz zur US-Aggression gegen Kuba in Playa Girón im Jahr 1961 gesagt. April 1965:Yankee Marines landen in Santo Domingo, um den Sieg der verfassungsmäßigen Volksbewegung über die militaristische Reaktion zu verhindern. Es war dies die erste kollektive Intervention in einem Land der Region unter dem Siegel der OAS. Sie schwieg angesichts des Todes von Salvador Allende und der Ermordung und des erzwungenen Verschwindens von Zehntausenden Süamerikanern im Rahmen der finsteren Operation Condor. Sie tat nichts für den Frieden in Mittelamerika in den 80er Jahren in einem Konflikt, bei dem fast 100.000 Menschen ums Leben kamen. Sie unterstützte nicht die Untersuchungen zum verdächtigen Tod des Generals Torrijos in Panama. Der März 1982 brachte die britische Intervention, die den Malwinenkrieg auslöste, die erste Aggression einer Macht außerhalb des Kontinents in ein Land des Interamerikanischen Systems, das, gemäß dem Interamerikanischen Vertrag zur Gegenseitigen Hilfe (ein weiteres von Washington verfochtenes Herrschaftsinstrument, das von einem angeblichen Kriterium der Solidarität auf dem Kontinent gestützt wird) zu einer Solidarität des Kontinents mit dem Angegriffenen hätte führen sollen. Oktober 1983: Ein Militärputsch stürzte den Premierminister Grenadas Maurice Bishop, bei dem er ermordet wurde. Die USA schickten eine Invasionstreitmacht von 1.900 Marines nach Grenada. Die OAS sagte nichts zur Invasion in Panama 1989. Die Interamerikanische Demokratische Charta hob im Jahr 1992 die Auferlegung der Unipolarität der Region auf die Ebene eines Vertrags d.h. die OAS änderte ihr Gesicht nicht und zeigte den gleichen Grad an Unfähigkeit und Fäulnis beim Militärputsch in Haiti, mit dem im Februar 2004 der Präsident Jean-Bertrand Aristide abgesetzt wurde. Die OAS war Gewährsmann des Staatsstreichs in Venezuela im April 2002, mit dem Comandante Hugo Chávez entmachtet werden sollte. Sie war bloßer Zuschauer beim Staatsstreich gegen Manuel Zelaya in Honduras im Jahr 2009. Auch den Putschversuch gegen Präsident Rafael Correa in Ecuador nahm sie nicht zur Kenntnis. Die OAS und ihr Generalsekretär Luis Almagro unterstützen heute die Politik der USA gegen Kuba, Venezuela und Nicaragua. Nur durch den mutigen Widerstand der Länder der Karibik konnte eine Mehrheit für eine Unterstützung des Putschversuchs in Venezuela verhindert werden.

Verband Südost­asiatischer Nationen (ASEAN): 644.000.000 Einwohner. Das ursprüngliche Ziel war die Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenarbeit. Später erweiterte sich das Betätigungsfeld um Sicherheits-, Kultur- und Umweltfragen. Im September 2009 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der ASEAN-Mitglieder, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum nach dem Vorbild der EU zu schaffen. Im Laufe der Jahre wurden weitere Organisationen gegründet: das ASEAN-Regionalforum (ARF) für Sicherheitsfragen, die ASEAN-Freihandelszone (AFTA) zur Förderung des Handels, die ASEAN Investment Area (AIA) zur Förderung gegenseitiger Direktinvestitionen und andere mehr. Der Staatenbund kann Teil einer wirtschaftlichen Süd-Süd-Zusammenarbeit sein. Eine politische Rolle wird er aber nur schwer spielen können, da die Mitglieder eine zu unterschiedliche Orientierung haben. Dazu gehören die deformierten Arbeiterinnen- und Arbeiterstaaten Vietnam und Laos aber auch an den ehemaligen Kolonialmächten orientierte Länder wie Brunei oder Thailand. Die weitere Entwicklung der ASEAN bleibt anzuwarten.

Europäische Union (EU): 511.000.000 Einwohner. Frei, friedliebend und demokratisch sei die EU, so heißt es übereinstimmend in den Medien. In Wirklichkeit hat niemand von uns Grund über sie zu jubeln — niemand von den Ausgebeuteten und Unterdrückten, ob in Deutschland, in einem Beitrittsland oder sonstwo auf der Welt. Die EU, das heißt Ausbeutung der Lohnabhängigen — in den EU-Staaten und weltweit! In der EU werden Sozialstandards abgebaut und Löhne und Gehälter nach unten gedrückt, immer verbunden mit der Drohung, die Arbeitsplätze in Länder mit niedrigeren Löhnen zu verlagern. Damit dies auch Wirklichkeit werden kann, hat sich das Kapital mit der EU alle möglichen Erleichterungen für den "freien Kaptialverkehr" geschaffen. Zölle, unterschiedliche technische und finanzielle Standards sind abgeschafft worden, damit das Kapital diese "Freiheiten" nutzen kann. Nach außen schottet sich die EU gegen Flüchtlinge ab, die in ihrer Heimat keine Existenzgrundlage mehr finden — u.a. weil die EU Zugang zu diesen Ländern erzwingt und z.B. mit ihren subventionierten Lebensmittelexporten die Märkte der Bauern vor Ort ruiniert. Nach innen ist die EU dabei, die Repression gegen jeden Widerstand zu verschärfen und präventiv Kontrollen und Überwachung auszubauen. Da werden Streiks gegen Privatisierungen nach EU-Recht schon mal illegal und damit der staatlichen Gewalt ausgesetzt. Die EU mischt sich weltweit in alles ein. Sie ist ein aggressiver imperialistischer Block, der andere mit Krieg bedroht, die sich nicht wohl verhalten. Die EU schickt sich unter deutsch-französischer Hegemonie an, den USA Konkurrenz bei der Beherrschung der Welt zu machen. Um jeden Widerstand gegen Interessen des EU-Kapitals bekämpfen zu können, werden die verschiedensten militärischen Einheiten aufgebaut und unzählige Aufrüstungsprojekte betrieben. Beim Bombenkrieg gegen Jugoslawien war es v.a. Deutschland, das auf diesen Krieg hinarbeitete. Kriegsminister Struck beteuerte mehrfach, Deutschlands "Verteidigung" beginne bereits am Hindukusch. Und die französischen Militär-Interventionen in Afrika sind fast nicht mehr zu zählen, auch wenn man dazu wenig bis gar nichts liest oder hört. Niemand sollte sich also über den Charakter EU-europäischer Außenpolitik täuschen, nur weil Deutschland und Frankreich beim Krieg gegen den Irak einmal nicht mitgemacht haben — sie hatten in diesem Fall einfach ganz andere Interessen als die USA. Ihnen war und ist an einer wirtschaftlichen Durchdringung des Nahen Ostens gelegen, denn in diesem Falle liegt darin ihre Stärke – die der USA hingegen auf militärischem Gebiet. Je stärker die EU wird — wirtschaftlich, politisch und militärisch—, desto rücksichtsloser kann sie ihren Willen durchsetzen, desto besser ist sie in der Lage, sich Märkte zu erobern und Konkurrenten auszubooten. Den beitretenden Staaten ist dabei allerdings nur der Status eines Vasallen der europäischen Führungsmächte zugedacht — Rechte sollen ihnen weitgehend vorenthalten werden. Gleichzeitig können diese wirtschaftlich schwachen Staaten sich nicht verweigern, denn ihr Außenhandel ist fast komplett auf die EU zugeschnitten. Eine Voraussetzung für einen starken EU-Block ist die engere Zusammenarbeit seiner Mitglieder, v.a. eine erleichterte Entscheidungsfindung, indem die kleineren und mittleren Länder möglichst wenig Mitspracherechte behalten. Die Großen sollen nach Vorstellung der Bundesregierung möglichst allein und auch gegen den Willen ihrer "Partner" Entscheidungen fällen und durchsetzen können. Eine dementsprechende Stimmengewichtung bei Abstimmungen in den EU-Gremien sollte in die EU-Verfassung geschrieben werden, weshalb Polen und Spanien zunächst ihr Veto einlegten. Schon drohte der damalige Außenminister Fischer daraufhin mit einem Alleingang einiger Staaten — mit "Kerneuropa". Damit ist gemeint, daß einige Länder mit der "intensiveren Zusammenarbeit" anfangen und dann über ihre wirtschaftliche Stärke die anderen Staaten nach und nach mit ins Boot zwingen. Deutschland sieht sich zusammen mit Frankreich auch als "Gravitationszentrum" (Fischer), das aufgrund seiner wirtschaftlichen Potenz den "Verweigerern" seinen Willen aufnötigen kann. Die Drohgebärden haben ihre Wirkung erzielt. "Kerneuropa" brauche es nun wohl doch nicht, "weil die meisten Mitgliedstaaten jeweils mitmachen wollen". Ganz augenscheinlich hat die deutsch-französische Achse sich weitgehend durchsetzen können. Die beiden schärfsten Gegner der Mehrheitsentscheidungen – Polen und Spanien haben eingelenkt. Es gibt also für uns keinerlei Grund zu feiern. Sondern es ist notwendig, dem Bündnis der Unterdrücker das Bündnis der Unterdrückten entgegenzusetzen. Statt Freiheit für das Kapital – Freiheit vom Kapital! (Bearbeiteter Text der
Anarchistischen Gruppe/Rätekommunisten (AG/R))

Union Südamerikanischer Nationen (UNASUL): ehemals 428.294.854 Einwohner. Der Staatenbund befindet sich jedoch in Auflösung. Es handelte sich um ein Projekt der Süd-Süd-Zusammenarbeit der südamerikanischen Länder. Es hätte sie unabhängiger von den auf dem Kontinent und auch in der OAS dominierenden USA machen können. Der Rechtsruck in einigen südamerikanischen Ländern zerstörte jedoch das 2008 gegründete Projekt im Jahr 2018. Immer mehr Länder, die sich wieder stärker an die USA anlehnen wollten, erklärten ihren Austritt. Das zeigt jedoch auch, dass aus dem Projekt eine antiimperialistische Alternative hätte werden können.

Vereinigte Staaten von Amerika (USA): 325.400.000 Einwohner. Die USA sind die imperialistische Hauptmacht, die auch mit militärischen Mitteln weltweit die Vorherrschaft ausüben will. Die Rüstungsausgaben betrugen 2017 ungefähr 610 Milliarden US-Dollar. Das ist mit Abstand der höchste Rüstungshaushalt der Welt. Beim an zweiter Stelle stehenden China sind es 228 Milliarden, beim mit dem Westen verbündeten Saudi-Arabien 69,4 Milliarden, bei Russland "nur" 66,3 Milliarden. Das zeigt deutlich, wie verlogen die Beschwörung einer "russischen Gefahr" ist. Die Zahl der Militärstützpunkte weltweit, die die USA entweder ständig unterhalten oder auf die sie jederzeit zugreifen können, beträgt nach Schätzungen rund 1.000. Das größte Unternehmen der Welt stammt aus den USA (Walmart). Unter den Top 10 sind es vier, unter den Top 20 neun. Zur militärischen Macht gesellt sich also die wirtschaftliche. Diese soll besonders unter Trump durch Handelskriege, besonders gegen China, abgesichert werden. Ihr ökonomische Dominanz üben die USA auch durch internationale Organisationen wie IWF, Weltbank und WTO aus. Hier mit Unterstützung der anderen imperialistischen Mächte EU und Japan. Doch es gibt auch in der Höhle des Löwen sozialen Widerstand. Von der Internationalist Group, der Freedom Socialist Party, der CPUSA, Gewerkschaften, Bürgerrechtsbewegungen bis hin zu alternativen Kandidaturen innerhalb der Demokraten, wie die von Bernie Sanders und aktuell Tulsi Gabbard.

Indonesien: 264.000.000 Einwohner. Nach dem Ende der japanischen Besatzung führte das junge Indonesien von 1945 bis 1949 einen Befreiungskrieg gegen die alte Kolonialmacht Niederlande. Unter Leitung des ersten Präsidenten, Sukarno, ergab sich dabei ein enges Bündnis zwischen den kleinbürgerlichen Kräften der nationalen Befreiungsbewegung und der mächtigen Kommunistischen Partei, der stärksten KP nach der Sowjetunion und China. Sukarno gab 1960 die Losung "Nasakom" aus, Nationalismus, Religion, Kommunismus. Außenpolitisch spielte Sukarno neben Tito, Nehru und Nasser eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der Bewegung der Nichtpaktgebundenen. Diese widersetzte sich allen Formen von imperialistischer Vorherrschaft und neokolonialer Ausbeutung. Mit Hilfe korrupter Militärführer entmachtete die CIA Sukarno und ersetzte ihn durch Suharto. Verbunden war dieser Putsch mit einem Massaker an Linken und Minderheiten 1965/66, dem 3 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Linke wurde physisch ausgerottet. Suharto pflegte enge wirtschaftliche und politische Beziehungen zu den imperialistischen Mächten, darunter besonders auch zur Bundesrepublik. Er war gleichermaßen geschätzter Freund von Schmidt und Kohl. Der erste Präsident nach dem Übergang zur Demokratie, Abdurrahman Wahid, ein gemäßigt islamischer Politiker, der von 1999 bis 2001 regierte, versuchte eine Versöhnung mit den überlebenden Linken einzuleiten. Er scheiterte jedoch weitgehend an den immer noch mächtigen alten Kräften der Diktatur. Es bleibt abzuwarten, ob es Indonesien gelingen wird, den dunklen Schatten Suhartos loszuwerden.

Brasilien: 207.900.000 Einwohner. Das Land ist seit langer Zeit ein heiß umkämpftes Pflaster in der Auseinandersetzung zwischen Demokratie und Faschismus, sozialem Fortschritt und Reaktion. 1930 gelangte durch einen Putsch Getúlio Vargas an die Macht. Ähnlich wie Juan Peron in Argentinien fühlte er sich einerseits Hitler und Mussolini verbunden, führte andererseits jedoch auch Sozialreformen durch. Heute berufen sich einige sozialdemokratische Gruppen auf sein Gedankengut. 1935 versuchten Kommunisten um den Ex-Militär Luis Carlos Prestes einen Aufstand, der jedoch fehlschlug. Prestes´Ehefrau, Olga Benario, wurde verhaftet und an Deutschland ausgeliefert, wo sie in der Tötungsanstalt Bernburg 1942 vergast wurde. Ruth Werner setzte ihr in: "Olga Benario – die Geschichte eines tapferen Lebens" ein literarisches Denkmal. Nach seiner Wiederwahl 1950 verstärkte Vargas seinen sozialreformerischen Kurs. Das erregte den Verdacht der USA und rechte Militärs versuchten, ihn zum Rücktritt zu zwingen. Daraufhin beging Vargas 1954 Selbstmord. 1955 wurde Juscelino Kubitschek als Kandidat einer Mitte-Links-Koalition zum Präsidenten gewählt. Auch er setzte stark auf soziale Reformen. Im folgte 1961 der noch weiter links stehende Jânio Quadros. Er war ein enger Freund und Verbündeter des revolutionären Kuba und Fidels persönlich. Noch im gleichen Jahr trat Quadros zurück doch auch sein Nachfolger, João Goulart, war ein Mann der Linken. Er war Vizepräsident sowohl von Kubitschek als auch von Quadros gewesen. Einer der Pläne Goularts war der Plano Nacional de Adultos, welcher zum Ziel hatte, zwei Millionen Erwachsenen das Lesen und Schreiben sowie etwas politische Bildung beizubringen. Er räumte auch Analphabeten das Wahlrecht ein. Als die Pläne zu einer Bodenreform konkret wurden, wurde er durch einen faschistischen Militärputsch 1964 gestürzt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er 1976 im argentinischen Exil im Rahmen der "Operation Condor" ermordet. Erst 1985 erfolgte die Rückkehr zur Demokratie. 2003 wurde mit Luiz Inácio Lula da Silva ein linker Gewerkschafter zum Präsidenten gewählt. Ihm folgte 2011 seine Genossin Dilma Rousseff im Amt. 2016 schlug die Rechte zurück und Dilma wurde ihres Amtes enthoben. 2018 wurde Lula in Haft genommen. Die Wahlen gewann der Faschist Jair Bolsonaro. Schlechte Zeiten für Brasilien.

Pakistan: 207.600.000 Einwohner. 1947 wurde die britische Kolonie Indien getrennt und die beiden Staaten Indien und Pakistan erlangten die Unabhängigkeit. Pakistan wurde von der konservativen Moslemliga in die Selbständigkeit geführt. 1955 verlor sie die Mehrheit und es wurde eine neue Verfassung erarbeitet. 1956 wurde Pakistan Republik und die Frauen erhielten das Wahlrecht. 1958 wurde eine Militärdiktatur errichtet. Die Wahlen 1970 gewann in Westpakistan die sozialdemokratische Pakistanische Volkspartei von Zulfikar Ali Bhutto, in Ostpakistan die ebenfalls linksgerichtete Awami-Liga von Mujibur Rahman. Die Awami-Liga wurde verboten, Mujibur Rahman verhaftet. Es folgte 1971 die Unabhängigkeitserklärung von Ostpakistan unter dem Namen Bangladesh und der Unabhängigkeitskrieg, in dem Indien auf der Seite von Banglades eingriff. 1972 folgten ein Friedensabkommen und die Freilassung von Mujibur Rahman. Bhutto wurde Premierminister. Es folgten Verstaatlichungen in der Industrie und eine Agrarreform. 1974 erkannte Pakistan die Unabhängigkeit von Bangladesh an. Im gleichen Jahr wurden Banken verstaatlicht. 1977 gewann die PPP von Bhutto die Wahlen erneut, er wurde jedoch durch einen erneuten Militärputsch gestürzt. An die Macht kam General Zia ul-Haq. 1979 wurde Bhutto durch die Militärmachthaber ermordet. Die Diktatur war mit einer Islamisierung des Landes verbunden. 1988 kam der Diktator durch einen Flugzeugabsturz ums Leben. Die Tochter des ermordeten Premierministers Bhutto, Benazir, wurde in den folgenden freien Wahlen zur Premierministerin gewählt. Schon 1990 jedoch wurde sie durch den Präsidenten abgesetzt und an ihrer Stelle der Islamist Nawaz Sharif ernannt. Dieser schlug einen neoliberalen Kurs ein und unterwarf sich den Vorgaben des Militärs. 1993 erfolgte sein Rücktritt und erneut trat Benazir Bhutto an die Staatsspitze. 1996 wurde sie erneut entlassen und durch Sharif ersetzt. 1999 folgte ein neuer Militärputsch und Diktator Pervez Musharraf ergriff die Macht. 2007 wurde auch Benazir Bhutto bei einem Attentat ermordet. Jeder Versuch, eine sozialere Politik in Pakistan zu erreichen, war damit vorerst beendet.

Nigeria: 190.900.000 Einwohner. Die organisierte antikoloniale Bewegung entwickelte sich Anfang des 20. Jh. 1923 gründete Herbert Macaulay die Nationaldemokratische Partei Nigerias NNDP, die sich für demokratische Reformen innerhalb der kolonialen Ordnung einsetzte. Es entstanden Jugendorganisationen wie sich 1936 zur Nigerianischen Jugendbewegung NYM vereinigten. 1945 organisierten Arbeiter den ersten Generalstreik, der siegreich endete. H. Macaulay und Nnamdi Azikiwe gründeten 1944 die Massenorganisation Nationalrat von Nigeria und Kamerun NCNC. Die baldige Unabhängigkeit wurde zum politischen Hauptziel erklärt. Im Osten hatte der, sich auf das Volk der Ibo stützende, revolutionär-demokratische NCNC den größten Einfluss, im Westen die 1951 von Obafemi Awolowo gegründete Action Group, die obwohl konservativ ebenfalls die Unabhängigkeit unterstütze und die Interessen der wohlhabenden Kakaobauern, Händler, Bankiers und traditionellen Häuptlinge vertrat. Die ethnische Stütze der AG waren die Yoruba. Die Vorherrschaft im islamischen Norden übte der feudal-reaktionäre Kongress der Nordbevölkerung NPC aus. Er hatte den stärksten Einfluss bei den Haussa. Auch der NPC war 1951 gegründet worden. Gegenspieler des NPC im Norden war der 1950 gegründete Bund der Progressiven Elemente des Nordens NEPU, der mit dem NCNC verbündet war. Bei den Wahlen 1959 gewannen NCP und NCNC/NEPU die Mehrheit. Sie bildeten eine Kolation, die sicherstellte, dass das unabhängige Nigeria auf neokolonialem Kurs blieb. Die soziale Lage blieb kritisch. 1960 bildete sich der oppositionelle Nigerianische Jugendkongress NYC, 1960/62 entwickelte sich die AG nach links, woraufhin deren Regierungschef in der Westregion gewaltsam aus dem Amt beseitigt wurde. 1963 wurde die Sozialistische Arbeiter- und Bauernpartei Nigerias SWAFP gegründet. Es kam 1963/64 zu ausgedehnten Streiks. 1964 wurde in der Nordregion die linke Fortschrittliche Front des Nordens NPF gegründet. Im gleichen Jahr bildete sich aus NCNC, AG und NPF das Große Bündnis des Geeinten Fortschritts UPGA, mit dem auch die SWAFP zusammenarbeitete. Auch die rechten Kräfte sammelten sich im Nigerianischen Nationalbund NNA. Ihm gehörten der NPC, die aus den rechten Flügeln von AG und NCNC gebildete Nigerianische Nationale Demokratische Partei NNDP, die Midwestern Democratic Front und der Niger Delta Congress an. Wegen Manipulationen im Wahlkampf boykottiere die UGPA 1964 die Wahl. Die NNA übernahm die führende Rolle in der daraufhin gebildeten Regierung. 1966 übernahmen linke Militärs die Macht. An die Spitze trat Generalmajor J. Aguiyi Ironsi. Im gleichen Jahr trat an seine Stelle der bisherige Stabschef Y. Gowon. Er wollte den Übergang zur Demokratie vorbereiten, indem er verhaftete Politiker freiließ und eine neue Verfassung ausarbeiten ließ. Die instabile Situation nutzt der rechte Militär Oberstleutnant Odumegwu und versuchte, 1967 die Ostregion abzuspalten. Er erhielt dabei vor allem Unterstützung aus den USA, Deutschland, Frankreich und Portugal. 1970 gelang es Nigeria, die Separatisten zur Kapitulation zu zwingen und die Einheit des Landes wieder herzustellen. Das Militär leitete eine wirtschaftliche Entwicklung des Landes auf kapitalistischer Grundlage ein, die jedoch die wichtigsten Interessen des Landes gegen den Neokolonialismus schützen und die schwersten sozialen Widersprüche dämpfen sollte. Seit 1979 lösen sich zivile und militärische Regierungen ab. Sie alle sind von Korruption geprägt. Eine demokratische und soziale Alternative ist nicht in Sicht.

Demnächst: Bangladesh
Politisches Statement
Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!

"Wenn Sie das Wort „Marxist" hören, geht es Ihnen so, wie Goebbels damit operiert hat, nicht anders. Sie sind nämlich in dieser Frage genauso dumm, wie es jener war. Nur war er ganz jesuitisch raffiniert. (... Die Abgeordneten der CDU/CSU verlassen den Saal. Präsident Frau Renger: Herr Abgeordneter, ich rufe Sie dafür zur Ordnung.) Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen. (...) Das ist der Nachteil derer, die herausgehen: sie müssen wieder hereinkommen. (...) Ich sage Ihnen Prost, weil Sie wahrscheinlich dahin gehen. (...) Sie Grünschnabel!" - Wehner am Ende seiner Rede im Deutschen Bundestag am 13. März 1975, Plenarprotokoll 7/155 pdf S. 10839 (C)

"Was seid ihr für Menschen!" sagte sie einmal zu dem Kleinrussen. "Alle sind eure Genossen - Armenier, Juden und Österreicher, für alle fühlt ihr Kummer und Freude."

"Ja, für alle, Mütterlein!" rief der Kleinrusse. "Für uns gibt es keine Nationen, keine Stämme, es gibt nur Genossen oder Feinde. Alle Arbeiter sind unsere Genossen, alle Reichen, alle Regierungen unsere Feinde. Wenn man die Welt offenen Blickes ansieht, wenn man sieht, wieviel wir Arbeiter sind und wieviel Kraft wir verkörpern, ergreift Freude das Herz, und ein großes Fest ist in der Seele. Und ebenso, Mütterlein, fühlt der Franzose und der Deutsche, wenn er das Leben ansieht, und ebenso freut sich der Italiener. Wir alle sind Kinder einer Mutter - des unbesiegbaren Gedankens von der Brüderschaft der arbeitenden Bevölkerung aller Länder. Der erwärmt uns, er ist die Sonne am Himmel der Gerechtigkeit, und dieser Himmel ist im Herzen des Arbeiters, und wer der Sozialist auch sei, und wie er sich auch nenne - er ist uns stets im Geiste verbrüdert, jetzt und in alle Ewigkeit!" (Maxim Gorki: Die Mutter) Anmerkung: Kleinrusse ist eine alte Bezeichnung für Ukrainer

"Ein Genosse hat immer und überall zum Ausdruck zu bringen, was er für einen Klassenstandpunkt hat und er hat zu zeigen, dass er Kommunist ist." Hab ich gerade in einem Film gehört. Für solche ohne Partei gilt das doppelt und dreifach, füge ich für mich hinzu.

Das stammt aus einem NVA-Film und ich weiß, dass solche Sätze oft genug zur Phrase verkommen sind. Sie waren bedeutungslos bei vielen, die sie gehört haben und sogar bei vielen, die sie gesagt haben. Viele, denen sie leicht über die Lippen gegangen sind, haben schneller ihr Fähnchen nach dem Wind gehängt, als man gucken konnte. Aber für einige haben sie mehr bedeutet. Und andere erkennen erst heute ihre Bedeutung. Worte können mit der Zeit an Gewicht verlieren. Sie können aber auch gewinnen. So ist das...