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Refugee Camp in Berlin - was ist deine Meinung dazu? |
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30.10.2012 17:31 Uhr |
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Zitat:Um etwas zu schaffen brauchen sie freien und kostenlosen Zugang zur Bildung. Da nehme ich sie nicht an die Hand, denn sie müssen selbstständig lernen. Um das aber tun zu können, brauchen sie erst einmal den Zugang zu dieser Bildung und zwar kostenlos.
Dasselbe gilt, wenn ich sage, dass sie Finanzhilfen brauchen. Wenn jemand eine super Idee hat, die er aber nicht umsetzen kann, weil er kein Geld hat ist das blöd. Wenn aber Geld als Hinderungsgrund wegfallen würde, könnten sie tatsächlich ihre Ideen umsetzen.
Wer soll ihnen diese Möglichkeiten geben, die EU ? Wie soll das denn in der Praxis aussehen ?
Zitat:
Wer sollte teurere Produkte kaufen, die im eigenen Land produziert wurden, wenn er die billigere Alternative aus der EU kaufen kann, welche ja auch bestimmten Qualitätsrichtlinien unterworfen ist. Und die EU-Ware ist deswegen so sehr viel günstiger, weil sie durch die EU subventioniert werden. Ein solchen System gibt es in Afrika nicht, weswegen sie eben nicht so günstig Produzieren können.
Das die Lebensmittel aber in der letzten Zeit, auch ausgelöst durch Spekulationen, ist dir aber schon bewußt, oder?
http://www.menschliche-entwicklung-staerken.de/news00.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=687&cHash=afa5035fd76bb01f21a6ae59d39c18eb
". Ein Anstoß dafür, die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, geben seit 2008 die rasch gestiegenen internationalen Getreidepreise. Sie sind ein Anreiz für exportorientierte Länder, ihre Produktion zu erhöhen. Länder, die bisher auf Nahrungsmittelimporte angewiesen sind, haben ebenfalls Grund, den lokalen Anbau zu steigern, um wertvolle Devisen zu sparen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll Afrika die Selbstversorgung erreichen."
Hier ist die Entwicklung der Preise in der Welt sogar ein Anreiz für positive Entwicklungen.
Afrika ist anscheinend noch nicht in der Lage sich selbst zu versorgen, daher ist ein Import von Lebensmitteln noch überlebenswichtig.
Auch wenn es hier erhebliche Fehlentwicklungen ( die Spende von Kleidung ist ähnlich kontraproduktiv ) kann man dieses Schema nicht für die Gesamtentwicklung Afrikas anwenden, denn da sind die Ursachen wesentlich komplexer als die Formel : billige Lebensmittel aus der EU = wenig Landwirtschaft in Afrika |
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30.10.2012 17:36 Uhr |
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Ich habe da einen Artikel gefunden, der meine Ansicht untermauert:
http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1307115/Hunger_Afrika-steht-sich-selbst-im-Weg?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do
"Wer sich mit Entwicklungspolitik beschäftigt, hörte dafür bisher eine einfache Erklärung: Die reichen Industriestaaten fluten die Märkte mit hoch subventionierten Billigstlebensmitteln. Dagegen haben Landwirte aus Afrika keine Chance. Doch das allein ist es nicht. Zwar weist die Weltbank auch in der neuen Studie auf den schädlichen Einfluss der Agrarförderungen in Industrieländern hin. Das größte Problem ist aber ein anderes: Afrika behindert sich selbst. Wie sonst wäre zu erklären, dass andere Entwicklungsregionen wie Osteuropa oder Südamerika in den vergangenen zwanzig Jahren einen Entwicklungssprung gemacht haben, während Afrika stets auf Importe angewiesen ist?"
Es sind vor allem Hemmnisse auf dem Kontinent selbst, die die afrikanische Landwirtschaft am Boden halten. Bürokratische Hürden, kostspielige Wegelagerer und Importbarrieren nehmen Bauern die Motivation und verteuern die Nahrungsmittel für die Konsumenten. Oft sei es für nicht afrikanische Produzenten leichter, eine afrikanische Stadt zu versorgen als für Landwirte vor den Toren des Ballungszentrums. Dabei spielt sich dort Afrikas Zukunft ab. Bis 2020 wird sich die Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln auf dem Kontinent verdoppeln, schätzt die Weltbank. Vor allem in den boomenden Städten sind dann Mais und Weizen gefragt. Für lokale Bauern ist es aber nicht einfach, ihre Ware dorthin zu bringen. Dabei mangelt es nicht an Straßen, die sind zur besseren Anlieferung westlicher Güter überraschend gut ausgebaut. Es sind die menschengemachten Stolpersteine, mit denen gekämpft wird. Bauern aus Kenia, Tansania oder Uganda müssen auf dem Weg vom Feld zum nächsten Großmarkt etwa mit vier bis zehn willkürlich aufgebauten Straßensperren rechnen. Alle 30 bis 50 Kilometer müssen sie – auch auf Seitenstraßen – Wegzoll bezahlen. Ihnen bleibt bestenfalls ein Fünftel des Endkundenpreises. Herzlich wenig Motivation, eine so widrige Reise auf sich zu nehmen oder für das Nachbarland zu produzieren. "
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 30.10.2012 18:37 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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30.10.2012 17:39 Uhr |
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Eben nicht, weil die Entwicklung, die über Jahre durch die billigen Lebensmittel vorangetrieben wurde, nicht innerhalb von weniger Jahren wieder rückgängig gemacht werden können.
Die Bauern müssten jetzt erst einmal investieren, um die Felder wieder zu bewirtschaften. Die steigenden Preise mögen also positiv sein, aber das wird sich eben erst in einigen Jahren zeigen, wenn die Investitionen nicht vorher durch sinkende Preise wieder zerstört werden.
Außerdem besteht auch die Gefahr, dass andere Länder die Flächen aufkaufen, um dort ihren eigenen Bedarf zu befriedigen, so wie es China schon macht. |
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31.10.2012 05:04 Uhr |
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Wenn du sie nicht erwähnst, gehe ich davon aus das diese für dich in dieser Thematik nicht relevant sind.
Immerhin hast du mehrfach und einseitig nur die EU als Verursacher der Mißstände in Afrika genannt.
Das Vermögen diese Umstände so ohne weiteres zu verändern sehe ich auch nicht.
Willst du die Subventionen für heimische Bauern kappen, ihnen ihre Absatzmärkte vorschreiben?
Da wird es in manchen EU- strukturschwachen landschwirtschaftlich geprägten Gebieten aber bald traurig ausgehen.
Dieses sozialromantische Helfersyndrom war noch nie besonders effektiv, weil die Situation vor Ort viel differenzierter betrachtet werden muss und einfache Lösungen wohl kaum zielführend sind. |
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31.10.2012 09:42 Uhr |
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Zitat:Wenn du sie nicht erwähnst, gehe ich davon aus das diese für dich in dieser Thematik nicht relevant sind.
Sie sind für mich HIER nicht relevant, weil die internen Bedingungen keine sind, die WIR ändern können, sondern welche die Länder selbst ändern müssen.
Zitat:
Dieses sozialromantische Helfersyndrom war noch nie besonders effektiv, weil die Situation vor Ort viel differenzierter betrachtet werden muss und einfache Lösungen wohl kaum zielführend sind.
Von welchen Lösungen redest du? Ich habe Probleme angesprochen, habe aber nirgends ausgiebig erläutert, wie man diese beheben kann. Ich habe also nirgends versucht eine Lösung anzubieten, ich habe nur Ansätze eingebracht, die Teil einer Lösung sein könnten - und weil jetzt sicher die Frage kommt, warum ich das nicht gemacht habe, die Antwort hast du selbst gegeben.
Zitat:weil die Situation vor Ort viel differenzierter betrachtet werden muss
Es sind also komplexe Lösungen nötig. |
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31.10.2012 10:43 Uhr |
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Zitat:Sie sind für mich HIER nicht relevant, weil die internen Bedingungen keine sind, die WIR ändern können, sondern welche die Länder selbst ändern müssen.
Ist ja schon merkwürdig, hast du nicht von der Zuverfügungstellung kostenloser Bildung gesprochen ?
Wer ist denn dein Wir, die Bürger Deutschlands,der EU,die Unternehmen,die Finanzakteure ?
Du bringst hier Vorwürfe die nur einen Teil der Ursache beschreiben und deine Lösungen sollen auch nur ansatzweise gelten, das ist in meinen Augen eine recht merkwürdige Argumentationsweise.
Ich für meinen Teil halte nicht davon ständig in Afrika zu intervenieren, oder von weit weg irgendwelche Lösungsansätze für eine Thematik zu bringen an der schon Heerscharen von Entwicklungshelfer und staatlichen Institutionen gescheitert sind.
Die afrikanischen Staaten am Tropf des Westens und damit in eine Art Abhängigkeitsverhältniss zu lassen, zeigt sich jedenfalls nicht besonders produktiv.
Ebenso sind Strukturen aus den Industrieländern nur bedingt auf die afrikanischen Verhältnisse übertragbar und genauso illusorisch ist es, in einer globalisierten Welt, die Entwicklungen in Afrika autark zu betrachten.
Afrika birgt eine Menge Potential an Rohstoffen, Menschen, Land, dieses zu nutzen obliegt den entsprechenden Staaten aber selbst.
Auch wenn es dein Gewissen beruhigt, wird es die Prozesse nicht sonderlich beeinflussen, ob du für deinen Kaffee oder für deine Jeans etwas mehr ausgibst. |
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01.11.2012 22:56 Uhr |
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Zitat:Die afrikanischen Staaten am Tropf des Westens und damit in eine Art Abhängigkeitsverhältniss zu lassen, zeigt sich jedenfalls nicht besonders produktiv.
Das ist genau das, was ich ändern will. Dazu braucht Afrika aber eine funktionierende Landwirtschaft, denn Wasser und Nahrung sind nun einmal die wichtigsten Dinge, die ein Mensch braucht.
Zitat:
Du bringst hier Vorwürfe die nur einen Teil der Ursache beschreiben und deine Lösungen sollen auch nur ansatzweise gelten, das ist in meinen Augen eine recht merkwürdige Argumentationsweise.
Nochmal, ich habe hier keine Lösungen präsentiert, ich habe Ansätze gebracht, die in bestimmte Lösungen einfließen können. Das ist ein großer Unterschied. Wenn du den nicht verstehst, kann ich da nichts dafür, aber wahrscheinlich willst du das einfach nicht verstehen.
Zitat:Ist ja schon merkwürdig, hast du nicht von der Zuverfügungstellung kostenloser Bildung gesprochen ?
Und wo liegt da jetzt das Problem? Ich habe übrigens von Wissen gesprochen, welches kostenlos zugänglich sein muss.
Zitat:
Du bringst hier Vorwürfe die nur einen Teil der Ursache beschreiben und deine Lösungen sollen auch nur ansatzweise gelten, das ist in meinen Augen eine recht merkwürdige Argumentationsweise.
Das mag für dich merkwürdig sein. Für mich bedeutet das nur, dass ich gar nicht erst Versuche hier so zu tun, als ob ich alles weiß - und weil ich nicht alles weiß, kann ich auch nur die Ansätze bringen, die meiner Meinung nach in eine Lösung hinein gehören. Es kann ja nicht jeder so ein komplettes Wissen haben, wie du es hast.
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