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Fragenübersicht Wird die Erde im Laufe der Zeit eigentlich leichter oder schwerer oder bleibt ihre Masse gleich?
1 - 12 / 12 Meinungen
12.08.2012 11:25 Uhr
Ad hoc würde ich schätzen, sie nimmt zu. Durch den ganzen Meteoritendreck, der ständig herabregnet. Auf der anderen Seite entfleucht aber auch ständig etwas von der Atmosphäre in's All raus. Aber das wiegt bestimmt nicht soviel.
12.08.2012 11:30 Uhr
Nun, die Erde wird nicht schwerer, die Gesamtmasse bleibt immer gleich. Das ist etwas schwierig zu erklären: Der Müll und auch die Menschen die auf der Erde leben bestehen aus Grundstoffen, die selbst zu Erde gehören bzw. gehörten. Andernfalls hieße das ja, dass Dinge oder Stoffe aus dem nichts entstünden. Der einzige Massezuwachs, den die Erde erfahren kann, kommt von außerhalb (Meteoriten etc.), das ist aber eine verschwindend geringe Menge.
Würde man, rein theoretisch gesprochen, die Masse der Erde signifikant vergrößern, hätte dies natürlich Auswirkungen auf Gravitation, Atmosphäre und Umlaufbahn der Erde um sie Sonne. Das ist aber reine Theorie und praktisch nicht möglich.
12.08.2012 11:58 Uhr
Desertsky, denk dran wie's dem Guttenberg erging und vergiss' nicht die Quellenangabe: http://www.frag-galileo.de/Anfragen/galileo_de/archiv/439878/wird-die-erde-schwerer.html
12.08.2012 12:16 Uhr
Das weiß keiner so genau.

Laut de.wikipedia beträgt die Erdmasse 5,9736·10^24 kg, laut en.wikipedia hingegen 5,9722·10^24 kg. Diese Abweichung hat etwas damit zu tun, dass die Erdmasse nur im Zusammenhang mit der Gravitationskonstanten bestimmt werden kann, und dass diese bisher eben nur auf 4 oder 5 Stellen genau bekannt ist.

Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Erdmasse durch die (geschätzt) ca. 1,5·10^7 kg jährlich auf uns niedergehenden Meteoritenstaub eher leicht zunimmt, und dass dieser Effekt die Ausgasung aus der Atmosphäre übersteigt.

Da diese Massenzunahme aber um 13 - 14 Zehnerpotenzen unter der bisher erreichten Mess"genauigkeit" für die Erdmasse liegt, wird man das nicht beweisen können.

Solange da nicht ein paar Zehnerpotenzen an Exaktheit hinzukommen, lassen sich noch nicht einmal ausgesprochen exotische Theorien (Erdexpansion o. ä.) vollkommen sicher ausschließen.

12.08.2012 12:24 Uhr
Zitat:
Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Erdmasse durch die (geschätzt) ca. 1,5·10^7 kg jährlich auf uns niedergehenden Meteoritenstaub eher leicht zunimmt, und dass dieser Effekt die Ausgasung aus der Atmosphäre übersteigt.



Wenn man arg kleinkrämerisch wäre, müsste man wohl auch noch die Bilanz der Sonnenenergie berücksichtigen, die durch Photosynthese in Biomasse gebunden wird bzw. was infolge der Erdabkühlung an Energie an's All abgegeben wird. Aber das wären wohl wirklich bloß Peanuts.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 12.08.2012 14:38 Uhr. Frühere Versionen ansehen
12.08.2012 13:31 Uhr
@Bilch
Zitat:
Wenn man arg kleinkrämerisch wäre, müsste man wohl auch noch die Bilanz der Sonnenenergie berücksichtigen, die durch Photosynthese in Biomasse gebunden wird bzw. was infolge der Erdabkühlung an Energie an's All abgegeben wird. Aber das wären wohl wirklich bloß Peanuts.


Weniger als der Meteoritenstaub auf jeden Fall. So viel weniger aber nun auch nicht, ich hatte das vor Jahren einmal anlässliche einer Usenet-Diskussion (unter der Annahme, alle Kontinente seien von Mischwald (dafür hatte ich Zahlen) bedeckt und die Ozeane spielten keine große Rolle) ausgerechnet und kam auf ungefähr 5·10^5 kg jährlich, also knapp zwei Zehnerpotenzen niedriger.

Einerseits. Andererseits gibt es ja auch den umgekehrten Effekt. Wir Menschen und die anderen Saprobionten kehren die Photosynthese durch Atmung etc. ja wieder um, und die daraus gewonnene Energie lässt die Masse wieder sinken. Man muss jetzt nicht unbedingt an Klimakatastrophe und so glauben, aber der Zuwachs des CO2-Gehalts der Atmosphäre ist unstrittig, und er scheint mir zu belegen, dass unterm Strich mehr Biomasse (bzw. ehemalige Biomasse, jetzt fossile Brennstoffe) verbrannt (ob in Lebewesen oder in Motoren etc.) wird als photosynthetisiert.



12.08.2012 14:10 Uhr
Der meiste Kohlenstoff ist ja nicht in der Biomasse (einschließlich Kohle und Öl) gebunden, sondern in den Kalkablagerungen.
Ohne jetzt zu recherchieren, würde ich von einem Massezuwachs durch Meteoriten etc. sprechen, der die Verluste durch Atmosphäre (und Marsmobile ) übersteigen wird.
12.08.2012 14:24 Uhr
@Scarabaeus

Zitat:
Andererseits gibt es ja auch den umgekehrten Effekt. Wir Menschen und die anderen Saprobionten kehren die Photosynthese durch Atmung etc. ja wieder um, und die daraus gewonnene Energie lässt die Masse wieder sinken.


Dachte ich auch zuerst (siehe Ursprungsfassung meines letzten Postings), allerdings verlässt diese freigesetzte Energie ja nicht unmittelbar das System. Verbrennt man z.B. ein Stück Holz erwärmt man damit die umliegende Luft, die dadurch dann wiederum e=mc2 gemäß eine leicht höhere Masse hat.

Allerdings kühlt die Erde ja unabhängig von biochemischen Aktivitäten ohnehin beständig ab und verliert somit an Masse.

Allzu groß wird dieser Effekt aber auch nicht sein, das Vakuum drumrum ist ja nicht der beste Wärmeleiter. Bleibt also bei Peanuts.
12.08.2012 14:26 Uhr
Zitat:
Der meiste Kohlenstoff ist ja nicht in der Biomasse (einschließlich Kohle und Öl) gebunden, sondern in den Kalkablagerungen.


Kohlenstoff ist nicht die Frage, vielmehr die "gebundene" Sonnenenergie bzw. ihr Massenäquivalent.
12.08.2012 14:28 Uhr
Also ich würde auch von einen minimalen Massezuwachs ausgehen. Irgendwie hat das auch mein Physiklehrer so erklärt, weil ja aus dem Weltall einiges an "Staub" auf uns niedergeht.
12.08.2012 20:14 Uhr
Ich würde vermuten, daß die Erdmasse zunimmt, weil mir der "Gewinn" durch Meteoriten u.ä. weitaus mehr vorkommt als der Verlust flüchtiger Gase u. ä.
17.08.2012 07:07 Uhr
Klasse Erklärung, Desertsky!
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