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Fragenübersicht Wieviel Entschädigung pro Tag empfindest du als passend, wenn dir als unschuldig Inhaftiertem durch die Haft Lebenszeit genommen wurde?
1 - 9 / 9 Meinungen
02.03.2018 08:41 Uhr
Man sollte von einer normalen beruflichen Entwicklung ausgehen und neben der dann zu errechnenden entgangenen Vergütung eine entsprechend hohe Summe obendrauf zahlen um das Verletzen der Persönlichkeitsrechte (Freiheit, freie Entfaltung etc.) zu kompensieren.

Unsere Kompensationssätze für unrechtmäßige Inhaftierung sind ein schlechter Witz und ein Hohn für die Betroffenen.
02.03.2018 08:50 Uhr
170 000 finde ich zu wenig.
Der Argumentation des "zerstörten Lebens" kann man folgen.
Allerdings gibt der Gesetzgeber - nehme ich jedenfalls an - da den Gerichten keine Spielräume nach oben.
02.03.2018 10:21 Uhr
Lohnausfall plus 25€ pro Tag ist eine Verhöhnung der Justizopfer - insbesondere dann, wenn es um eine derart lange Zeit geht.
02.03.2018 10:25 Uhr
Ich habe gerade nachgelesen. In Österreich kann laut Meinung eines RAs ein solcher mit 100 Euro pro Tag rechnen.

Zitat:
Wien - Der österreichische Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly hat in Großbritannien eine Haftentschädigung in der Höhe von 377.000 Pfund - umgerechnet 430.000 Euro - erhalten. Sein österreichischer Anwalt Harald Schuster bestätigte die "enorme Summe" und damit entsprechende Berichte des Ö1-Mittagsjournals vom Mittwoch. Mensdorff-Pouilly hatte Anfang des Vorjahres wegen mutmaßlicher Verwicklung in Bestechungsvorgänge rund um den Rüstungskonzern British Aerospace (BAE) eine Woche in Londoner Untersuchungshaft verbringen müssen. - derstandard.at/1304552812714/Waffenlobbyist-Grossbritannien-zahlt-430000-Euro-Haftentschaedigung


Welche Berechnungsbasis? Eine Woche 433.000 Euro?
02.03.2018 10:46 Uhr
Zitat:
Welche Berechnungsbasis? Eine Woche 433.000 Euro?


Eine ähnliche Unverschämtheit, wie 170.000€ für siebeneinhalb Jahre.
02.03.2018 17:37 Uhr
Das kann man nicht in Geld beziffern. 25 EUR täglich erscheinen aber zu wenig.
03.03.2018 12:03 Uhr
170000 für diese lange Zeit ist eindeutig zu wenig. Man müßte zumindest sein vorheriges Gehalt als Grundlage verwenden plus eine zusätzliche Entschädigung für die entgangenen Entwicklungsmöglichkeiten.
03.03.2018 12:14 Uhr
Verlorenes Leben kann überhaupt nicht mit Geld ausgeglichen und gar wieder gut gemacht werden!

Da ist jede Summe zu klein vor allem, wenn man vergleichen würde, welches LEBEN und welchen Verdienst allein schon die Richter dem Justizopfer da entgegen halten müßten.

Nicht zu vergessen ist auch, daß ein Justizopfer physisch und psychich so zerbrochen ist, daß es selbst davon gar nichts hat als den VERSUCH einer Genugtuung....eben schließlich so etwas wie Gerechtigkeit gefunden zu haben.
03.03.2018 18:06 Uhr
Zitat:
Verlorenes Leben kann überhaupt nicht mit Geld ausgeglichen und gar wieder gut gemacht werden!


Stimmt zwar, aber anders entschädigen kann man halt nicht.
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