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Fragenübersicht Die Hemmschwelle sinkt: Zahl der Angriffe auf Juden steigt - deine Meinung?
1 - 20 / 29 Meinungen+20Ende
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08.04.2013 08:46 Uhr
Zitat:
Zahl der Angriffe auf Juden steigt
Wo und wie? Das sind zwei nicht ganz unerhebliche Fragen bei dem Thema, oder?
08.04.2013 08:53 Uhr
Bei der Friedenspolitik des Staates Israel schon wirklich erstaunlich.
Aber Schuld haben ja immer die Anderen.
08.04.2013 08:53 Uhr
Naja. In Zeiten, in denen rappende Antisemiten Integrationspreise gewinnen und der latente Antisemitismus damit offen Einzug in die Gesellschaft erhält, wundert mich gar nichts mehr.
08.04.2013 08:53 Uhr
"Zu diesen Vorfällen kam es vor allem in Ländern mit vielen jüdischen Einwohnern, also Frankreich, USA, Großbritannien, Kanada und Australien."

Zitat aus dem Artikel, nur zur Ergänzung.
08.04.2013 09:01 Uhr
Zitat:
"Zu diesen Vorfällen kam es vor allem in Ländern mit vielen jüdischen Einwohnern, also Frankreich, USA, Großbritannien, Kanada und Australien."


Fehlt noch die Angabe über den moslemischen Bevölkerungsanteil. Ich möchte fast wetten, dass da eine Korrelation festzustellen wäre.
08.04.2013 09:08 Uhr
Naja, auch bei Dol liegt die Hemmschwelle, verbal auf alles Jüdisches und den Staat Israel einzuschlagen, leider recht niedrig. Und leider wird das meist auch geduldet...
08.04.2013 09:11 Uhr
Zitat:
Bei der Friedenspolitik des Staates Israel schon wirklich erstaunlich.
Aber Schuld haben ja immer die Anderen.
Und das behauptet hier genau WER, Herbert?
Es geht hier lediglich um das Ergebnis einer universitären Untersuchung - ohne jegliche Schuldzuweisungen.
08.04.2013 09:12 Uhr
Zitat:
Fehlt noch die Angabe über den moslemischen Bevölkerungsanteil. Ich möchte fast wetten, dass da eine Korrelation festzustellen wäre.
Hm, hatte Herbert doch recht? "Schuld sind immer die anderen"..
08.04.2013 09:13 Uhr
Zitat:
Naja, auch bei Dol liegt die Hemmschwelle, verbal auf alles Jüdisches und den Staat Israel einzuschlagen, leider recht niedrig. Und leider wird das meist auch geduldet...
Sorry, WMB, aber das ist mir definitiv zu pauschal und eine in meinen Augen unzulässige Gleichsetzung.
Man kann nämlich sehr wohl die israelische Regierung kritisieren, ohne "die Juden" zu kritisieren.
08.04.2013 09:20 Uhr
Es ist gar nicht so lange her, als ein durchgeknallte Islamist in Frankreich drei jüdische Schulkinder ermordet hat.
Von daher würde ich zumindest für Europa den wachsenden Antisemitismus im Zusammenhang sehen mit dem aus dem arabischen Raum importierten Antisemitismus.

08.04.2013 09:20 Uhr
@Mensch

Man kann nämlich sehr wohl die israelische Regierung kritisieren, ohne "die Juden" zu kritisieren.

+++Vielleicht. Aber es kommt immer darauf an, in welchem Tonfall, in welchem Kontext und auch von wem. Und da zeigt sich eben oft bei Dol, daß es, wenn offiziell Israel oder die israelische Regierung" "kritisiert" wird, es nur eine schlechte Tarnung für zumindest latenten Antisemitismus von vielen Dolern hier darstellt. Und das zieht sich fließend durch alle politischen Lager, von linksaußen über die Mitte bis rechtsaußen und wieder zurück.
08.04.2013 09:23 Uhr
@Mensch

Nur mal weiteres Beispiel aus Malmö:

Zitat:
Mehrfach gab es Anschläge auf die Synagoge und den jüdischen Friedhof; Angehörige der rund 700 Mitglieder umfassenden jüdischen Gemeinde berichten von verbalen und körperlichen Attacken in der Öffentlichkeit und von der Angst, sich als Juden zu erkennen zu geben. Laut der Polizei in Skåne handelt es sich bei den Tätern nach Angaben der Opfer häufig um "Personen aus Nahost" .

Nicht zuletzt die gescheiterte Integration vieler der rund 30.000 Muslime in Malmö und eine daraus erwachsende Radikalisierung spiele eine wichtige Rolle, vermuten Betroffene. "In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder vor einer Radikalisierung des Antisemitismus von muslimischer wie auch von linksextremer Seite gewarnt" , sagt Lena Posner-Körösi, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Schweden. Mit der Verurteilung antisemitischer Übergriffe, die nicht aus der traditionell "rechtsradikalen Ecke" kommen, tut sich der sozialdemokratische Bürgermeister Ilmar Reepalu jedoch schwer.


http://derstandard.at/1268402691456/Meine-Familie-kann-sich-hier-nicht-sicher-fuehlen
08.04.2013 09:31 Uhr
Antisemitismus in jeglicher Form ist zu verurteilen. Ohne Wenn und Aber.

Doch in der Tat müssen Fragen, die die Handlung des Staates Israel betreffen, legitim bleiben wie z.B. die, ob die Siedlungspolitik des Staates für den Friedensprozess in der Region nicht eventuell ein klein wenig kontrproduktiv sein könnte...
08.04.2013 09:38 Uhr
@Neocon
Dass das mit reinspielt, das bezweifelt doch überhaupt niemand.
Es ist aber eben auch nur EIN Aspekt, der da eine Rolle spielt.
08.04.2013 09:46 Uhr
Zitat:
Doch in der Tat müssen Fragen, die die Handlung des Staates Israel betreffen, legitim bleiben wie z.B. die, ob die Siedlungspolitik des Staates für den Friedensprozess in der Region nicht eventuell ein klein wenig kontrproduktiv sein könnte...


Aber wenn wir schon fair sein wollen, dann sollten wir uns wohl auch ein paar kritische Fragen hinsichtlich der palästinensischen Führung erlauben. Angefangen von den antisemitischen Schulbüchern, über den Raketenbeschuß auf Israel bishin zu der Leugnung des israelischen Existenzrechts.
Die letzten aussichtsrecihen Friedensverhandlungen haben jedenfalls die Palästinenser mit dem start der zweiten Intifada verbockt.

Das Israel prinzipiel bereit ist Land für Frieden zu tauschen, haben sie schon zuvor bewiesen. Man denke da an den Friedensvertrag mit Ägypten oder auch die räumung israelischer Siedler aus dem Gaza-Gebiet.
08.04.2013 09:50 Uhr
Zitat:
Dass das mit reinspielt, das bezweifelt doch überhaupt niemand.
Es ist aber eben auch nur EIN Aspekt, der da eine Rolle spielt.


Es dürfte nicht nur "EIN" Aspekt sein, sondern wahrscheinlich "DER" Aspekt, warum der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch ist.
Der Antisemitismus ist im muslimischen Raum leider sehr verbreitet, was auch mit einigen sehr zweifelhaften passagen im Koran zusammenhängt.
08.04.2013 09:59 Uhr
Es gibt Antisemitismus auf verschiedenen Ebenen. Die hier beschriebenen Übergriffe dürften hauptsächlich auf den ewigen Krieg im Nahen Osten zurückzuführen sein, das denke ich auch. Wie da jemals Frieden herrschen soll, ist mir vollkommen unbegreiflich.

Mit der gefühlten Zunahme extrem-religiöser Stömungen weltweit dürfte aber auch in christlich-fundamentalen Kreisen das Thema Antisemitismus wieder aufleben oder ihm zumindest einen Nährboden verschaffen. Ganz unabhängig vom Nahostkonflikt.

M.E. wird dieser Punkt noch dadurch verstärkt, dass eine differenzierte Haltung kaum möglich ist. Wer nicht für "die" Juden ist ist gegen sie, das ist ein Vorwurf, den ich relativ häufig wahrnehme. Das macht eine kritische Haltung, ohne der Antisemitismuskeule zu begegnen, schwierig bis nahezu unmöglich.
08.04.2013 10:00 Uhr
@ Neocon:

Selbstverständlich. Dem Einen kritische Fragen zu stellen ist nicht gleichbedeutend mit dem Anderen den Arsch zu tätscheln. Und das gilt nicht nur in diesem Zusammenhang.

08.04.2013 10:17 Uhr
Zitat:
Selbstverständlich. Dem Einen kritische Fragen zu stellen ist nicht gleichbedeutend mit dem Anderen den Arsch zu tätscheln. Und das gilt nicht nur in diesem Zusammenhang.


Ich sehe hier tendenziell die Gefahr, dass man beide Konfliktparteien auf dieselbe Stufe stellt.
Das wäre ungefähr so, als wenn man den Polen 1939 dieselbe Stufe stellt wie Deutschland stellt. Man müßte nur die israelische Siedlungspolitik mit der Behandlung der deutschen Minderheit in Polen austauschen.

Und ich fühle mich hinsichtlich der These auch etwas bestätigt, wenn in dieser Diskussion reflexartig die israelische Siedlungspolitik alles erstes genannt wird.

08.04.2013 10:22 Uhr
Oha - nu stell aber bloß niemand die Frage, wer zuerst da war in der Region und den "größten" Anspruch auf das Territorium habe. Bis wie weit wollen wir denn dann zurückgehen? Irgenwann sind auch die ersten Menschen aus dem heutigen afrikanischen Kontinent dort vorbeigezogen... also DEN möcht ich mal sehen der nicht lacht wenn Mosambique Ansprüche anmeldet... ^^

Also bitte, Kirche, Dorf!!
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