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Fragenübersicht Wie findest du es, dass die Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg von Bund und Ländern finanziell gefördert wird?
1 - 18 / 18 Meinungen
21.06.2026 09:32 Uhr
Das finde ich als Interessierter an jüdischer Religion und Kultur sehr positiv. Ich werde mir da wohl in Zukunft manche Inspiration holen. Und es ist eine wichtige Sache, dass diese Hochschule in Nachfolge von der von den Nazis geschlossenen Einrichtung eingerichtet und von Bund und Ländern gefördert wird.
21.06.2026 09:34 Uhr
Schlecht.

In einem säkularen Staat sollte religiöse Studien nicht gezielt gefördert werden. Da spielt die Religion keine Rolle.

Alternativ kann man natürlich auch alle Hochschulen fördern. Das ist nur leider nicht bezahlbar.
21.06.2026 09:42 Uhr
"In einem säkularen Staat sollte religiöse Studien nicht gezielt gefördert werden."

Nun ist das Judentum nicht nur eine Religion, sondern auch eine Kultur. Eine Kultur, die in Europa stark zur Entwicklung beigetragen hat. Und eine Kultur, die in Deutschland fast vernichtet wurde und nun glücklicherweise wieder Fuß gefasst hat, wozu auch die Förderung durch die öffentliche Hand beiträgt.
21.06.2026 09:46 Uhr
Zitat:
Nun ist das Judentum nicht nur eine Religion, sondern auch eine Kultur. Eine Kultur, die in Europa stark zur Entwicklung beigetragen hat.


Na und? - Das sind Christentum und Islam (und teilweise Hinduismus und Naturreligionen) auch.
Werden diese gezielt gefördert? - Nein.

Also, entweder eben alle, oder keine.
21.06.2026 09:47 Uhr
Stört mich nicht. Warum sollte es das?
21.06.2026 10:09 Uhr
"Das sind Christentum und Islam (und teilweise Hinduismus und Naturreligionen) auch.
Werden diese gezielt gefördert? - Nein."

Falsch, sowohl die großen christlichen Theologien und unterdessen auch muslimische Studien sind an öffentlichen Hochschulen Fächer.
21.06.2026 10:14 Uhr
Zitat:
Stört mich nicht. Warum sollte es das?


Das weiß ich auch nicht, darum stelle ich die Frage. Und Zack: Kreuzeiche hat Einwände.
21.06.2026 10:15 Uhr
Zitat:
Falsch, sowohl die großen christlichen Theologien und unterdessen auch muslimische Studien sind an öffentlichen Hochschulen Fächer.


Was ist an meiner Aussage falsch, dass Christentum und Islam Einfluss auf unsere Kultur hatten und haben?

Und: Man kann alle Religionen an Hochschulen studieren. Deshalb verstehe ich deine Aussage nicht.
21.06.2026 10:19 Uhr
"Was ist an meiner Aussage falsch, dass Christentum und Islam Einfluss auf unsere Kultur hatten und haben?"

Du fragtest ob sie gezielt gefördert werden und verneintest das.

Sie werden aber gefördert in Form von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen.

Und alle Religionen kann man nicht an Unis studieren.
21.06.2026 10:24 Uhr
Generell befürworte ich die Staatliche finanzierung wissenschaftlich arbeitendender und lehrender Institute durch den Staat und lehne gleichsam die sogenannte Drittmittelforschung ab.
Bindung und Ausbildung sind Staatsaufgabe und der wissenschaftlichen Neutralität verpflichtet.
Weder religiöse Vereinigungen aller Art und gleich welchen Glaubens oder Nichtglaubens, noch Privatwirtschaftliche Auftragsforschung der jeweiligen Industrie und schon gleich gar nicht kriegsvorbereitende "Bundeswehrhochschulen" sollten staatlich, also aus Steuergeldern, gefördert werden.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 25.06.2026 09:56 Uhr. Frühere Versionen ansehen
21.06.2026 10:34 Uhr
"Weder religiöse Vereinigungen aller Art und gleich welchen Glaubens oder Nichtglaubens,"

Jüdische Studien sind eine Kulturwissenschaft, ich zitiere noch mal aus dem Hintergrund:

"Jüdische Studien eröffnen einen Zugang zur Vielfalt jüdischer Lebenswelten von der Antike bis heute. Sie umfassen sämtliche Aspekte jüdischer Religion, Geschichte und Kultur und die damit verbundenen Sprachen, insbesondere Hebräisch. Diese thematische Breite spiegelt sich im europaweit einzigartigen Fächerspektrum der Hochschule für Jüdische Studien wider: Gelehrt werden Bibel, Talmud, Geschichte des jüdischen Volkes, Jüdische Literaturen, Hebräische Sprachwissenschaft, Jüdische Philosophie, Kunst, Religionslehre, -pädagogik und -didaktik sowie Israel- und Nahoststudien."
21.06.2026 10:44 Uhr
Zitat:
Jüdische Studien sind eine Kulturwissenschaft,
..

"Jüdische Studien eröffnen einen Zugang zur Vielfalt jüdischer Lebenswelten von der Antike bis heute. Sie umfassen sämtliche Aspekte jüdischer Religion, Geschichte und Kultur und die damit verbundenen Sprachen, insbesondere Hebräisch.


Was genau soll die jüdische Kultur herausheben und besonders auszeichen von christlicher, hinduistischer, buddistischer, islamistischer, agnostischer, athestischer, griechischer, römischer, gemanischer, slawischer, russischer, chinesischer, südamerikanischer, australischer, irokesischer oder sonstiger Kultur?
Nichts, denn sie steht gleichwertig und gleichberechtigt neben allen andern meschlichen Kulturen.


Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 21.06.2026 10:45 Uhr. Frühere Versionen ansehen
21.06.2026 11:00 Uhr
"Nichts, denn sie steht gleichwertig und gleichberechtigt neben allen andern meschlichen Kulturen."

Nun, in Deutschland nach dem Holocaust und der den Nazis fast gelungenen Ausrottung aller Jüdinnen und Juden und ihrer Kultur in Europa gibt es schon eine besondere Verantwortung, jüdische Kultur und jüdisches Leben zu fördern und zu pflegen. Die Nazis haben eine solche Hochschule geschlossen, also steht es heute richtigerweise an, eine solche Hochschule und ihre Studien zu fördern.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 21.06.2026 11:21 Uhr. Frühere Versionen ansehen
21.06.2026 16:57 Uhr
Kann weg. Das ist reine Lobbyarbeit und Betrug am Steuerzahler. Kein Wähler der dominierenden Grün-CDU-CSU-AFD-Parteien hat so einer Steuerverschwendung explizit zugestimmt.
21.06.2026 16:59 Uhr
Kinners, es geht NICHT um die Lehrbarkeit von jüdischer Religion und/oder Kultur. Es geht um die Förderung derselben. Und NEIN, dafür sollte es kein Geld geben. Das gilt genauso für Islamismusförderung, kein Steuergeld dafür.
21.06.2026 19:47 Uhr
"Kein Wähler der dominierenden Grün-CDU-CSU-AFD-Parteien hat so einer Steuerverschwendung explizit zugestimmt."

Ich bin froh, dass es diese Einrichtung seit 1979 gibt und sie sich einen guten Ruf erarbeitet hat. Und über einzelne Haushaltstitel stimmen die Wähler*innen mit ihren ein oder zwei Kreuzen sowieso nicht ab.
22.06.2026 00:28 Uhr
Man muss sich das leider unverhältnismäßig und gegenüber vergleichbaren Fällen ohne jede wirksame Kontrolle vorstellen. Zumindest, was die Bezuschussung durch die öffentliche Hand anbelangt.

So rein kulturpolitisch würde mich das jetzt nicht stören.
25.06.2026 00:42 Uhr
"Man muss sich das leider unverhältnismäßig und gegenüber vergleichbaren Fällen ohne jede wirksame Kontrolle vorstellen."

Nö, das muss mensch nicht.
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