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Findest du meine (Konzept) im Hintergrund zitierte Haltung zum Alten Testament und Judentum nachvollziehbar? |
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18.02.2026 17:23 Uhr |
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Zitat:
"ich mag das Alte Testament.
In meiner heutigen Art Christ zu sein, wird das Alte Testament immer wichtiger
Ich bin kein Christ, aber mir ist erinnerlich, dass insbesondere das Alte Testament ziemlich gewalttätig ist. Bereits die eigenen Engel rebellierten, Adam und Eva wollten sich auch nicht an die Regeln halten und in der zweiten Generation kam es sogar zum Brudermord.Etwas später musste fast die ganze Schöpfung einmal ersäuft werden, aber so richtig gut wurde es danach auch nicht.
Gott wählte sich exklusiv ein Volk aus und nutzte es als Instrument um die ersten Völkermorde zu verüben und die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter wurden inklusive Frauen, Kindern und Alten , ausdrücklich ohne Gnade, ausgelöscht.
Am besten gefällt mir noch die Story mit dem goldenen Kalb, als der Moses mal kurz die neuen Regeln abholen wollte und sich die Israeliten schnell nen neuen Gott suchen wollten. Böse Zungen behaupten ja, dass sich die Sache mit der Anbetung von Gold und Glitzer etwas verfestigt hat.
Da wirkt das Neue Testament doch viel erbaulicher und die Lehre vom Wangen hinhalten, ist viel liebevoller, als die Sache mit dem Auge um Auge bzw. Zahn um Zahn.
Wer aber natürlich auf ein auserwähltes Volk steht, das sich über alle Übrigen erhebt und quasi göttlich begründet, exklusive Ansprüche auf ein bestimmtes Land hat, mag dies anders sehen. |
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18.02.2026 18:19 Uhr |
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| Nein, mir fehlt da leider komplett der Zugang, aber wenn du damit glücklich bist. |
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18.02.2026 18:33 Uhr |
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Welche religiöse Identität ziehst du denn konkret aus dem Alten Testament und dem Judentum?
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18.02.2026 18:52 Uhr |
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"daher würde mich schon die religiöse Identität interessieren, die du für dich daraus herleitest."
Dazu schreibe ich ja etwas in meinem Text. Ich bin Christ, dem das Alte Testament und das Judentum wichtig ist. Und den Grund gebe ich sehr knapp an. Aber unter anderem wegen der vielen von mir genannten Stellen. Und was die Gewalt angeht, ich glaube eher nicht, dass das Alte Testament in dem Bereich mehr Gewaltdarstellung hat als heilige Schriften andere Völker und Religionen. |
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18.02.2026 19:01 Uhr |
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Zitat:Zitat:Welche religiöse Identität ziehst du denn konkret aus dem Alten Testament und dem Judentum?
Es gibt im Alten Testament, anders als in deiner sehr selektiven Beschreibung, viele Stellen der Sanftmut, der Vergebung, der Liebe, der sinnvollen Ordnung und der Weisheit und Lebensklugheit.
Ich empfinde viele der Speiseregeln und der Hygieneregeln als wichtige Regeln des Lebens in der Wüste. Und wie wir selber wissen, neigen Menschen oft dazu nicht das zu tun, was sinnvoll ist. Also wurde es von Gott angeordnet.
Auch die berühmte Stelle im AT "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ist eine erzieherische Maßnahme. Anders als einige sie ao interpretieren, dass man sich nicht gefallen lassen soll, bedeutet sie nur, das man Gewalt nicht eskalieren soll.
Auge um Auge und nicht Auge und dafür jemanden töten.
Ich bin eher im NT, das mir besonders wegen der Bergpredigt zusagt.
Würden sich alle daran halten, wäre die Erde ein besserer Ort. |
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18.02.2026 19:02 Uhr |
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Zitat:Zitat:Welche religiöse Identität ziehst du denn konkret aus dem Alten Testament und dem Judentum?
Es gibt im Alten Testament, anders als in deiner sehr selektiven Beschreibung, viele Stellen der Sanftmut, der Vergebung, der Liebe, der sinnvollen Ordnung und der Weisheit und Lebensklugheit.
Man kann sich alles schönreden. Ich würde eher hervorheben, auszusprechen was ist, ganz schonungslos. Mit unkritischen Ansichten beschneidet man seinen eigenen Lerneffekt bzw. -potential. Finde den ersten Kommentar gut gelungen. Mich stört am Meisten die unschönen Aspekte häufig außen vor zu lassen und nur das positive hervorzuheben. Damit schafft man eine unkritische Gesellschaft, die komplett unfähig ist Dinge in ihrem Wesen zu begreifen, zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Das schafft extrem dumme Menschen. |
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18.02.2026 19:08 Uhr |
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| Samantha, klar es gibt die Gewalt im Alten Testament. Genau so wie es heute Gewalt gibt, Gewalt ist leider ein menschliches Thema. Aber es wird häufig fälschlicherweise der Eindruck erweckt, als sei das Alte Testament nur ein Dokument von Gewalt. Da sollte man mal nachlesen - und wird feststellen, dass es viele sanftmütige und friedvolle Passagen gibt. |
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 18.02.2026 19:09 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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18.02.2026 19:09 Uhr |
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Zitat: Dazu schreibe ich ja etwas in meinem Text
Nicht wirklich, was genau du als identitätsstiftend ansiehst und warum bleibt offen.
Zitat: Und was die Gewalt angeht, ich glaube eher nicht, dass das Alte Testament in dem Bereich mehr Gewaltdarstellung hat als heilige Schriften andere Völker und Religionen.
Nun, jetzt hast du dir aber nicht andere Schriften ausgesucht, sondern das Alte Testament:
Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du, und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken [= alle umbringen]. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben und eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen für eure Söhne ... Sondern so sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr einreißen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen Pfähle abhauen und ihre Götzenbilder mit Feuer verbrennen." (5. Mose 7, 1-3.5)
Der Gott des Alten Testamentes ist eifersüchtig, zornig und gewalttätig, vernichtet seine Feinde und stellt neben den 10 Geboten auch andere Regel auf, die nicht wirklich in die heutige Zeit passen.
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18.02.2026 19:10 Uhr |
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Zitat:Zitat:Zitat:Welche religiöse Identität ziehst du denn konkret aus dem Alten Testament und dem Judentum?
Es gibt im Alten Testament, anders als in deiner sehr selektiven Beschreibung, viele Stellen der Sanftmut, der Vergebung, der Liebe, der sinnvollen Ordnung und der Weisheit und Lebensklugheit.
Ich empfinde viele der Speiseregeln und der Hygieneregeln als wichtige Regeln des Lebens in der Wüste. Und wie wir selber wissen, neigen Menschen oft dazu nicht das zu tun, was sinnvoll ist. Also wurde es von Gott angeordnet.
Auch die berühmte Stelle im AT "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ist eine erzieherische Maßnahme. Anders als einige sie ao interpretieren, dass man sich nicht gefallen lassen soll, bedeutet sie nur, das man Gewalt nicht eskalieren soll.
Auge um Auge und nicht Auge und dafür jemanden töten.
Ich bin eher im NT, das mir besonders wegen der Bergpredigt zusagt.
Würden sich alle daran halten, wäre die Erde ein besserer Ort.
Sorry, zu schnell gelesen. Das Ding ist, das diese "Testamente" auf das Leben jener Zeit abgeschnitten war und es völlig unsinnig ist, Regeln aus jahrtausende alten Büchern auf die heutige Realität zu übertragen. Die Etablierung von Herrschaftsstrukturen haben zudem dazu geführt, dass im Laufe der Zeit sehr viel geändert, weggelassen oder "neu interpretiert" wurde. Zu jener Zeit gab es zum Beispiel noch keine Priesterkaste. Diese stand an der Seite Herrscherhäuser und hatten daher auch ein Interesse daran, ihren Lebensstandard zu erhalten oder gar zu vergrößern. So wurde Religion zur Staatsreligion. Diese Entwicklung kann man auch bei anderen Religionen beobachten. |
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18.02.2026 19:11 Uhr |
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"Nicht wirklich, was genau du als identitätsstiftend ansiehst und warum bleibt offen."
Nö. Steht kurz und knapp im zweiten Absatz meines Textes. |
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18.02.2026 19:14 Uhr |
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"Böse Zungen behaupten ja, dass sich die Sache mit der Anbetung von Gold und Glitzer etwas verfestigt hat."
Präziser formuliert, antisemitische Zungen behaupten so etwas. |
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18.02.2026 19:21 Uhr |
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| Bleiben wir doch bei der Gewalttätigkeit, die du ja als menschlich gegeben siehst, wie fügst du diesen Umstand in deine religiöse Identität mit ein? |
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18.02.2026 19:22 Uhr |
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| Ach Samantha, wer ernsthaft jüdische Menschen im besonderen Maße mit Gold und Glitzer in Verbindung bringt, äußert sich antisemitisch. |
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GRUENE |
IDL |
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UNION |
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PsA |
LPP |
Volk, Sonstige |
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