 | 15.12.2002 21:07 Uhr
 | "Nun sind politische Begabungen freilich eine Seltenheit, wenn auch nicht seltener bei Frauen wie bei Männern. Die ungefähr fünf Prozent geborener politischer Denker und Organisatoren, die uns die Natur liefert, werden in der modernen Zivilisation alle dringend benötigt, und wenn die Hälfte dieses natürlichen Vorrates unterdrückt wird, indem die Frauen vom Parlament und den Kabinetten ausgeschlossen bleiben, wird die soziale Maschinerie versagen und womöglich zusammenbrechen aus Mangel an genügend guter Führung. Kompetenten Frauen, deren Zahl nicht gering ist, wird der ihnen zustehende Platz durch nichtkompetente Männer weggenommen: Es gibt in Europa kein Kabinett, dem es nicht außerordentlich gut täte, wenn man seinen männlichen Schwanz abschnitte und weibliche Köpfe dafür hinsetzte." (Bernard Shaw, Vorrede zu Die goldenen Tage des guten König Karl) | |
10.12.2002 12:14 Uhr
 | Bericht des Gärtners, Sprechers der gefallenen Geister
XXI. Kapitel
Fortsetzung und Ende des Berichts
Es schien, daß die Wissenschaft und der Gedanke für immer untergegangen seien, und daß die Erde nie wieder Frieden, Freude und Schönheit kennen sollten.
Aber eines Tages fanden Arbeiter, die am Rande einer alten Straße die Erde aufgruben, unter den Mauern Roms einen Marmorsarkophag, der auf die Seitenwände gemeißelte Bildnisse Amors und Triumphzüge des Bacchus trug. Als man den Deckel des Sarges hebt, erscheint eine Jungfrau, deren Gesicht in leuchtender Frische glänzt. Ihr langes Haar fällt auf die weißen Schultern herab, und sie lächelt in ihrem Schlafe. Eine Schar von begeisterten Bürgern erhebt das Totenbett und trägt es auf das Kapitol, das Volk kommt in Scharen, die unaussprechliche Schönheit der römischen Jungfrau zu betrachten, und bleibt schweigend, nach dem Erwachen der göttlichen Seele suchend, die diese anbetungswürdige Hülle enthält. Kurz, die Stadt wurde von diesem Schauspiel so gewaltig bewegt, daß der Papst, der nicht ohne Grund fürchtete, es möchte ein neuer heidnischer Kult auf den strahlenden Leib hin erstehn, ihn nächtlicherweise rauben und insgeheim begraben ließ. Vergebliche Vorsicht, unnütze Sorgen ! Die antike Schönheit war nach so vielen Jahrhunderten der Barbarei einen Augenblick lang den Blicken der Menschen erschienen; das war genug, auf daß ihr Bild, in die Herzen eingeprägt, ihnen ein heißes Verlangen zu lieben und zu erkennen eingeflößt hatte. Von nun an verblaßte der Stern des Christengottes und neigte sich dem Untergange zu. Kühne Seefahrer entdeckten Welten, wo zahlreiche Völker lebten, die den alten Jahve nicht kannten, und man argwöhnte, daß er sie auch nicht kannte, da er ihnen keine Nachricht von sich und seinem Erlösersohne gegeben hatte. Ein polnischer Domherr wies die Bewegung der Erde nach, und man wurde gewahr, daß der alte Demiurg Israels, weit entfernt, das Weltall geschaffen zu haben, nicht einmal eine Ahnung von seinem Bau hatte. Die Schriften der antiken Philosophen, Redner, Rechtsgelehrten und Dichter wurden aus dem Staub der Klöster gezogen, gingen von Hand zu Hand und flößten den Geistern Liebe zur Weisheit ein. Der Stellvertreter des eifersüchtigen Gottes, der Papst selbst, glaubte nicht mehr an den, welchen er auf der Erde darstellte. Er liebte die Künste und kannte keine andre Sorge, als die antiken Statuen zu sammeln und prächtige Bauwerke aufzuführen, in denen sich die Regeln des Vitruvius, die von Bramante wieder eingesetzt waren, entfalteten. Wir atmeten wieder auf. Schon kehrten die wahren Götter, aus ihrer langen Verbannung zurückberufen, wieder, die Erde zu bewohnen, sie fanden Tempel und Altäre wieder. Leo legte den Ring, die dreifache Krone und die Schlüssel zu ihren Füßen nieder und brachte ihnen insgeheim Weihrauchopfer dar. Schon nahm Polyhymnia, die Ellbogen aufgestützt, den goldnen Faden ihrer Betrachtungen wieder auf, schon bildeten in den Gärten die züchtigen Grazien und die Nymphen mit den Satyrn Tanzchöre, endlich nahm die Erde wieder Freude auf. Aber, o Mißgeschick, unheilvolles Los, verderbliches Ereignis ! Da richtet sich ein deutscher Mönch, ganz geschwollen von Bier und Theologie, gegen dieses wiedergeborne Heidentum auf, bedroht es, zerschmettert es, obsiegt allein über die Kirchenfürsten, erhebt das Volk und nötigt es zu einer Reformation, die rettet, was zerstört werden sollte. Vergebens suchten die geschicktesten von uns, ihn von seinem Werke abzubringen. Ein spitzfindiger Dämon, den man auf Erden Beeluebub nannte, heftet sich an seine Fersen; bald sucht er ihn durch die Beweise eines gelehrten Glaubensstreits in Verlegenheit zu bringen, bald quält er ihn durch grausame Possen.
Der hartnäckige Mönch wirft ihm sein Tintenfaß an den Kopf und fährt in seinem traurigen Reformationswerk fort. Was soll ich schließlich sagen ? Der kräftige Fährmann takelte und kalfaterte das lecke Schiff der Kirche und machte es wieder flott. Jesus Christus verdankt es diesem Kuttenträger, seinen Schiffbruch um mehr als zehn Jahrhunderte vielleicht aufgeschoben zu sehn. Von nun an verliefen die Dinge vom Schlimmen zum Schlimmeren. Auf den groben Kapuzenmann, Trinker und Streiter kam der lange trockne Doktor aus Genf, der mit dem Geiste des alten Jahve erfüllt war und sich mühte, die Welt zu den abscheulichen Zeiten Josuas und der Richter Israels wieder zurückzuführen, ein kalt wütender Narr, ein ketzerischer Ketzerverbrenner, der wildeste Feind der Grazien.
(aus "Der Aufruhr der Engel" von Anatole France)
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24.06.2002 18:34 Uhr
 | Aus meinem alten Profil:
"Nothing can be omitted, experience drunk and experience sober, experience sleeping and experience waking, experience drowsy and experience wide-awake, experience self-conscious and experience self-forgetful, experience intellectual and experience religious and experience skeptical, experience anxious and experience care-free, experience anticipatory and experience retrospective, experience happy and experience grieving, experience dominated by emotion and experience under self-restraint, experience in the light and experience in the dark, experience normal and experience abnormal." (Alfred North Whitehead)
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17.01.2002 23:25 Uhr
 | Den Neonazis in dol2day sei dieses von den Ärzten inspirierte Lied gewidmet:
"Der Führer hat ´nen Schäferhund,
und den hat er nicht ohne Grund:
Der Adi, der sieht spitze aus,
auf ihn ist jedes Braunhemd scharf -
ist es da nicht hundsgemein,
daß bei Adi keiner darf?
Denn -
Der Führer hat ´nen Schäferhund,
und den hat er nicht ohne Grund,
abends springt er in sein Bett,
und dann geht es rund.
Der Adi, der steht nicht auf Jungs,
doch er liebt auch keine Frau,
denn ihm geht nur einer ab,
bellt seine Freundin zärtlich "wau"...
Der Führer hat ´nen Schäferhund,
und den hat er nicht ohne Grund,
abends springt er in sein Bett,
und dann geht es rund.
Neulich traf er Rudolf Hess,
der kriegte davon etwas mit.
der Rudi fand das ziemlich geil,
und nun treiben sie´s zu dritt.
Der Führer hat ´nen Schäferhund,
und den hat er nicht ohne Grund,
abends springt er in sein Bett,
und dann geht es rund.
Der Führer hat ´nen Schäferhund,
und den hat er nicht ohne Grund,
abends springt er in sein Bett,
und dann geht es rund." | |
12.09.2001 11:00 Uhr
 | Folgendes habe ich eben in das Kondolenzbuch für die Opfer der Terroranschläge in den USA geschrieben:
"Dieser entsetzliche Anschlag hat sich gegen das Herz unserer Zivilisation gerichtet. Deshalb sind wir alle aufgerufen, die Saat des Hasses am Aufgehen zu hindern,
wo immer sie sich entfalten möchte.
Mein Beileid für die Opfer dieser brutalen Akte und ihre Angehörigen, mein Mitgefühl und Dank für die Helfer, die momentan ihr Bestes bei den Aufräumarbeiten geben!" | |
09.08.2001 16:15 Uhr
 | "Cagliostro legte seiner Numerologie das System von Cornelius Agrippa zugrunde, das wiederum auf dem hebräischen Alphabet beruht. Darin sind die Zahlen von eins bis acht folgenden Buchstaben zugeordnet:
1 : A, I, Q, J, Y ///
2 : B, K, R ///
3 : C, G, L, S ///
4 : D, M, T ///
5 : E, H, N ///
6 : U, V, W, X ///
7 : O, Z ///
8 : F, P ///
Das System zum "Auffinden seiner Zahl" sieht so aus, daß man die Buchstaben seines Vor- und Nachnamens aufschreibt und folgendermaßen zusammenzählt:
C O L I N W I L S O N ///
3 7 3 1 5 6 1 3 3 7 5 ///
Diese Zahlen ergeben zusammen 44, d. h. die Quersumme ist 8. Die meinem Namen entsprechende Zahl ist demnach 8. Hätten die Ziffern zusammen 48 ergeben, wäre die Quersumme 12 gewesen; in diesem Fall müßten wir eine dritte Addition vornehmen und erhielten die Zahl 3 (1 + 2)."
| |
09.08.2001 15:57 Uhr
 | "Die verschiedenen Zahlen bedeuten folgendes:
*Eins:* bezeichnet Direktheit, Ehrgeiz und Macht. Ihr Inhaber ist eine Persönlichkeit mit Pioniergeist und Erfindungsgabe, der wenig Freunde oder enge Beziehungen hat. Zur Freundlichkeit und Großzügigkeit ebenso fähig wie zur Skrupellosigkeit. Der Dichter Yeats umriß die Persönlichkeit der Zahl eins mit den Zeilen:
"There is not a fool can call me friend. /
And I may dine at journey´s end /
With Landor and with Donne."
Wie sich zeigt, ergeben die Buchstaben von William Butler Yeats die Zahl Eins. In diesem Fall wird der zweite Vorname miteinbezogen, weil Yeats als W. B. Yeats bekannt war und nicht als William. Sonderbarerweise ergeben die Buchstaben seines Rufnamens, Willy Yeats, ebenfalls Eins." | |
09.08.2001 15:47 Uhr
 | *Zwei:* das Gegenteil der Eins; bedeutet ausgeglichenes und freundliches Naturell. Richard Cavendish bezeichnete sie in seinem Buch *The Black Arts* als böse und weibliche Zahl. Menschen mit der Zahl zwei sind gute Untergebene und Helfer, neigen aber zu Überempfindlichkeit und Niedergeschlagenheit. So wie der negative Aspekt der Zahl Eins extreme Selbstbehauptung und Starrsinn beinhaltet (von A. E. Van Vogt als "right man" bezeichnet - ein Mensch, der unter allen Umständen recht haben *will*), so beinhaltet der negative Aspekt der Zahl zwei Unaufrichtigkeit oder Wankelmut." | |
09.08.2001 15:39 Uhr
 | *Drei:* Die Zahl der Vielseitigkeit und Vielfalt, traditionell eine Glückszahl ("dreimal Glück haben"). Die Menschen mit der Zahl Drei sind fröhlich, charmant, anpassungsfähig und talentiert. Sie haben viel Glück, neigen aber zur Extrovertiertheit und suchen zu sehr die Anerkennung und Sympathie anderer Menschen." | |
09.08.2001 15:35 Uhr
 | *Vier:* ist die "Quadrat"zahl ("square" number) der Pythagoräer, die Ausdauer, Zielstrebigkeit und Ruhe bedeutet. In ihrem negativen Aspekt bedeutet sie Stumpfsinn, "square" ("Spießer") im modernen umgangssprachlichen Sinn. Da sie die Zahl der Erde ist, läßt sie auch auf gewaltige unterirdische Feuer schließen, die sich manchmal in Form von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen Durchbruch verschaffen." | |
09.08.2001 15:26 Uhr
 | *Fünf:* ist eine magische Zahl, das Pentakel. Die Fünf liebt das Abenteuer. Auch sie hat viel Glück, neigt jedoch zu Labilität. Sie ist rätselhaft, voller nervöser Energie, neigt zum Prahlen, liebt Frauen und oftmals auch den Alkohol." | |
09.08.2001 15:21 Uhr
 | "*Sechs:* ist die Zahl der Zuverlässigkeit und Harmonie. Die positive Seite ihres Wesens ist freundlich, friedliebend und stabil. Sie lieben ihr Heim und ihre Familie; die negative Seite neigt zum Trivialen; sie beißen sich an Kleinigkeiten fest und sind hektisch. Da die Sechs sowohl durch die Zwei als auch durch die Drei dividiert werden kann, weist sie Ähnlichkeiten mit den Eigenschaften dieser beiden Zahlen auf." | |
09.08.2001 15:16 Uhr
 | "*Sieben:* eine weitere magische Zahl, die Zahl des Mysteriums und des Mystizismus. Die Sieben ist oft paranormal begabt; gewöhnlich introvertiert, d. h. mehr an der inneren Wirklichkeit als an der Außenwelt interessiert. Sie sind zurückhaltend, selbstbeherrscht und würdevoll. In ihrem negativen Aspekt sind sie unter Umständen ohne jeden Realitätsbezug, unfähig und vage." | |
09.08.2001 15:11 Uhr
 | "*Acht:* eine glücksverheißende Zahl, die Elan und Erfolg bedeutet. Die "Achten" haben Ähnlichkeit mit den "Vierern" und den "Zweiern"; sie sind zuverlässig und standhaft und besonders ausdauernd und konzentrationsfähig. In ihrem negativen Aspekt führt dies zu Starrsinnigkeit und Beharrlichkeit; in diesem Fall verwandeln sich ihre positiven Eigenschaften in negative, ihre Unternehmungen münden in einer Sackgasse, und der Erfolg wird zum Mißerfolg." | |
09.08.2001 15:05 Uhr
 | "*Neun:* die königliche Zahl; mit ihr verbinden sich ein hohes Maß an Kreativität (die neun Musen) und geistige Höhenflüge. Die "Neuner" sind Visionäre und Dichter; andrerseits können sie aber auch launisch und höchst sentimental sein." | |
09.08.2001 15:01 Uhr
 | "Jeder, der dieses System ausprobiert, wird damit verblüffende Erfolge erzielen. Wie schon gesagt, ist Yeats eine ideale "Eins". Die Buchstaben von Bernard Shaw ergeben eine "Neun", und wie Richard Cavendish interessanterweise hinzufügt, ist die "Neun" immer verliebt bzw. von der Liebe enttäuscht. Er zitiert Cheiro, der sagt, daß die "Neun" oftmals viele chirurgische Operationen zu erdulden hat. Beides trifft in bemerkenswerter Weise auf Shaw zu. Man darf indes nicht verschweigen, daß Mißerfolge ebenso häufig sind wie Erfolge. Eine typische "Drei" beispielsweise - ein vielseitig begabter, erfolgreicher und charmanter Menschenfreund - scheint der Beschreibung von Felix Mendelssohn genau zu entsprechen. Doch die Buchstaben seines Namens ergeben eine "Vier", den "Spießer". William Blake müßte ebenso eine "Neun" oder zumindest eine "Sieben" sein; stattdessen ist dieser Visionär und höchst introvertierte Mensch eine "Fünf": die Zahl des Abenteurers und Prahlers, die mehr zu Casanova und Cagliostro, als zu Blake paßt. Doch Casanova ist eine "Acht" und Cagliostro eine "Eins". Letzteres kann kein Zufall sein, denn die Buchstaben von Giuseppe Balsamo ergeben eine "Sechs", eine Zahl, die mehr zu Dickens´ Mr. Bronslow paßt oder zu Wells´ Mr. Polly. Oscar Wilde, den man ebenfalls für eine "Drei" halten könnte, ist eine "Acht", die Schwung und Willenskraft bedeutet. Wohl hatte er ungeheuren Erfolg und dann ungeheures Pech, aber das scheint mehr auf Wankelmut schließen zu lassen als auf unbeirrbare Zielstrebigkeit." (Colin Wilson, Das Okkulte, Wiesbaden, 1995, S. 442 ff.) | |
24.07.2001 22:03 Uhr
 | Sechster Freispruch im sechsten Verfahren! Ich dokumentiere meine Verteidigungsschrift:
Liebe Gremiumsmitglieder!
1. Vorneweg möchte ich anmerken, daß Ottokar in der betreffenden Diskussion sich einer inhaltlichen Auseinandersetzung entzogen und statt dessen mir mit den Worten „Jetzt reichts - diesmal hängst du vorm Gremium“ gedroht hat, was darauf hinweist, daß er nicht in der Lage ist, seine Rolle als Diskutant und seine Funktion als Gremiumsmitglied auseinanderzuhalten. Dies wirft ein schlechtes Licht auf seine Eignung fürs Gremium.
2. Zur Entgegnung auf die in der Anklageschrift enthaltenen Vorwürfe möchte ich mit Punkt II. beginnen. Das Argument, ich würde Ottokar persönlich die Schuld am Tod von Zehntausenden von Frauen geben, ist absurd, denn - da Ottokar keine konkrete politische Macht ausübt - ist das „wie“ in „Klerikalfaschisten wie Ottokar“ nicht im Sinne von „wie zum Beispiel“, sondern unverkennbar im Sinne von „von der gleichen Gesinnung wie“ aufzufassen. Die Bezeichnung „Klerikalfaschisten“ für jene Leute, die weltweit an radikalen Abtreibungsverboten festhalten, ist gerechtfertigt, denn diese (in der Regel religiösen) Fanatiker weisen in ihrer Einstellung wesentliche Gemeinsamkeiten mit der Ideologie „linker“ und „rechter“ faschistischer Regime (Hitler, Stalin, Ceaucescu) auf, in denen Abtreibungen ebenfalls drakonisch verfolgt wurden: Abscheu gegen die „Dekadenz“ moderner liberaler Gesellschaften, rücksichtslose Durchsetzung vermeintlicher „Gemeinschaftsinteressen“ gegen die Selbstbestimmung der Individuen, propagandistisch überhöhter Mutterschaftskult.
Der Sinn des letzten Satzes „Schon gar nicht, wenn die Taten, für die ein Verschulden behauptet wird, ausschließlich auf das Fehlverhalten der Täter zurückzuführen sind.“ ist mir unklar. Sollte damit gemeint sein, daß die weltweit 70 000 Frauen, die jedes Jahr an den Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen sterben, die aufgrund ihrer Illegalität unter unzureichenden Bedingungen durchgeführt wurden (Quelle: die Weltgesundheitsorganisation WHO), selbst an ihrem Tod schuld seien, dann zeugt dies von einem unglaublichen Zynismus, der den Autor disqualifiziert.
3. Der von mir verwendete Ausdruck „Klerikalfaschist“ sollte verdeutlichen, daß die Umfrage und ihr Hintergrund, in dem auf infame Weise das Eintreten für das Selbstbestimmungsrecht schwangerer Frauen und das Abschlachten bedrohter Tierarten gleichgesetzt wird („die Opfer sind diesmal keine Wale, sondern Kinder“), keineswegs eine einmalige Entgleisung des Benutzers Ottokar sind, sondern im Gegenteil seiner zutiefst autoritären und reaktionären Einstellung, die mit fortgesetzter Diffamierung liberaler, linker und gemäßigt-konservativer Standpunkte einhergeht (Belege siehe unter 3.1.), und seinem rabiaten christlichen Fundamentalismus (Belege siehe unter 3.2.) entspringt (ich erinnere auch daran, daß Ottokar im internen CIP-Forum OlliSmiley als „Berufsschwuchtel gemobbt hat).
3.1.
„Weder hat sich die SPD bis heute von ihren sozialistischen Wurzeln (und Träumen) lösen noch ihre ideologische Niederlage von 1989 verkraften können.“ (5.09.2000 16:40)
„Southpark:
lern` mal, was Verstand ist. Wenn Du welchen hättest, müßtest Du nicht andere über Dinge belehren, von denen Du offensichtlich keinen Schimmer hast.“ (5.09.2000 17:34)
"Nestbeschmutzer" (über die SPÖ, 12.09.2000 12:42)
"Multikulti bedeutet entweder die Nivellierung auf niedrigem Niveau (z.B. in den USA geschehen) oder, was für Mitteleuropa wahrscheinlicher ist, den Bürgerkrieg zwischen autochthonen Völkern und zugewanderten Välkern." (12.09.2000 14:27)
"(Die BILD ist) heute eher links. Trotzdem ist sie viel neutraler als solche Rotblätter wie die Süddeutsche oder die Frankfurter Rundschau." (12.09.2000 14:37)
"Es gibt meiner Meinung nach verschiedene Verbrechen, für die nur die Todesstrafe eine angemessene Vergeltung bietet - und die Vergeltung muß wieder Einzug halten in unser völlig verweichlichtes und täterfreundliches Strafrechtssystem." (13.09.2000 09:52)
"Ausstellung von Kindermordgenehmigungen durch kirchliche Einrichtungen" (14.09.2000 10:38)
"Oh nein, Decius (i.e. Catilina)! Wir werden es nicht zulassen, daß einige wenige anderen die Sprache diktieren - das hatten wir schon zweimal in der deutschen Geschichte!" (15.09.2000 09:17)
"Da die Hamburger CDU mit ihrem Linkskurs für jeden echten Christdemokraten unwählbar ist (für Konservative ohnehin nicht), würde ich die PRO wählen, in der Hoffnung, daß sich dann etwas bewegt. Wenn ich Hamburger wäre..." (7.10.2000 13:38)
"Daß der gleichfalls linksradikale Prantl seinen Kumpanen (i.e. Joschka Fischer) verteidigt, war ja wohl zu erwarten." (5.01.2001 13:21)
3.2.
„Zum Teufel mit solchem geistigem Abfall!“ (6.09.2000 13:43 zur Umfrage „Tabu Onanie: Wie haltet Ihr es damit?“
"...die katholische Kirche ist die einzige wahre Kirche." (12.09.2000 12:33)
"Kindermord per Pille? Der einzige Grund für die Feinde des Lebens und der Menschenwürde in unserem Land, dieses Präparat zu unterstützen, ist die Verharmlosung des Babycaust. Bei "Pille" denkt doch niemand an tote Kinder - anders als beim herkömmlichen Verfahren des Zerschnippselns und Absaugens. Das Ergebnis ist aber dasselbe." (10.10.2000 10:40)
"Immanuels Aussage ist völlig richtig. Wer sündigt und nicht bereut, wird in der Hölle brennen. Das ist christliche Lehre. Und das wird natürlich auch sol1 passieren, wenn er nicht rechtzeitig zu Gott findet. Ob er das tut, ist sein Problem, und Immanuel tut nur Gutes, wenn er andere aufmerksam macht. Ich kann daran nichts finden, was eine "Entlassung" rechtfertigen könnte." (14.10.2000 20:34)
"Mal abgesehen davon, daß strenggenommen nicht die Juden, sondern die Römer Christus ans Kreuz geschlagen haben: Gerade die orthodoxen Juden neigen schon in hohem Maße zur Gewalt. Ich denke, sie würden den Messias auch dieses mal nicht erkennen, und die Extremisten unter ihnen würden ihn zu töten suchen. (9.01.2001 09:20 zur Umfrage "Würden die Juden heute Jesus Christus wieder ans Kreuz schlagen?")
Angesichts dieser Belege, die sich noch vermehren ließen, halte ich den Ausdruck „Klerikalfaschist“ für zulässige Polemik.
Mit freundlichen Grüßen
sol1
P.S. Um zu zeigen, daß ich keine Angst vor einer RL-Strafanzeige von „Ottokar“ gegen mich habe, gebe ich hier meine volle Adresse an:
***
| |
11.06.2001 22:58 Uhr
 | Dokumentation meiner Verteidigungsschrift im neuesten Verfahren:
Liebe Gremiumsmitglieder!
1. Allgemeine Anmerkung zu der Begründung:
"sol1 beleidigt und verleumdet, gegen andere Doler. Er unterstellt anderen
eine Nazi-Gesinnung bzw. unterstellt ihnen nationalsozialistisches Gedankengut und
beleidigt damit auf unterstem Niveau."
Ein österreichisches Gericht hat entschieden, daß es erlaubt ist, Jörg Haider vorzuwerfen,
er würde "Nazi-Parolen" verbreiten. Da die Äußerungen von Haider bei weitem nicht so
extrem sind wie die von Crashpilot und NagaSadow, sind meine Einschätzungen voll von
der Meinungsfreiheit gedeckt.
2. Zu den "Beweisen":
2.1. "Von: sol1
26.05.2001 16:36 Uhr
Bis jetzt ist noch keine ARGUMENT dafür genannt worden, daß es sich bei dem Urteil
gegen Crashpilot um ein fehlerhaftes gehandelt haben könnete. Immerhin hat er nicht
nur ein offensichtlich gegen die FDGO gerichtes Konzept zu den NBZ in allen
widerwärtigen Einzelheiten verteidigt, sondern er hat auch in unzähligen anderen
Postings seiner Nazi-Gesinnung freien Lauf gelassen, wie aus folgendem hervorgeht:
Von: Crashpilot 03.10.2000 15:48 Uhr
....."
"Von: sol1
26.05.2001 16:48 Uhr
Von wegen Unrechtsurteil! Hier sind noch einige Postings des Hardcore-Neonazis
Crashpilot , die in die damalige Urteilsfindung eingegangen sind und die beweisen, daß
es sich bei seinem Posten des NBZ-Konzepts nicht um einen einmaligen Ausrutscher
gehandelt hat:
Von: Crashpilot 03.10.2000 15:48 Uhr
...."
Der Ankläger hat offenbar mit Bedacht gewisse Teile meiner Postings weggelassen - die
Teile
nämlich, mit denen ich meine Einschätzung von Crashpilot als Neonazi begründe. Ich
füge sie hier
ein:
"Von: Crashpilot 03.10.2000 15:48 Uhr
Was passiert wäre wen Deutschland den Krieg gewonnen hätte ist eigentlich unmöglich
zu sagen,
es
wäre alles nur Spekulation. Ich hätte es natürlich vorgezogen wenn Deutschland den
Krieg
gewonnen
hätte, warum auch nicht. Es gibt wohl kein anderes Land wo das Volk froh ist das es
einen
Krieg
verloren hat, das ist m.E. nur in der BRD möglich.
***
Von: Crashpilot 07.10.2000 11:46 Uhr
@sol1 (den Schnüffler) Ja, warum denn auchnicht?
Du zeigst hier auf wunderbare Art und Weise wie grossdein Nationalmasochismus ist,
kein Land,
keine
Nation, und kein Volk verliert gerne einen Krieg, nur solche antideutschen Elemente wie
du
können sich
darüber freuen.
***
Von: Crashpilot 09.10.2000 15:58 Uhr
Erstens bin ich der Meinung das die lange Haft nicht gerechtfertigt war, da die
Gefangennahme
völkerrechtlich nicht in Ordnung war (warum hält England die Akten nich immer unter
Verschluss?), zum
Zweiten ist es zu verurteilen das als Teile der Besatzungsmächte (Russland) eine
Freilassung in
Erwägung zog Hess von seinen Peinigern ermordet wurde.
***
Von: Crashpilot 08.10.2000 14:50 Uhr
Sollte die Frage nicht viel eher heissen sollten die deutschen Städte die unter polnischer
Verwaltung
stehen zwischenzeitlich überhaupt polnische Namen bekommen?
***
Von: Crashpilot 29.10.2000 09:13 Uhr
Es ist ja nicht nur so das es türkischsprachige Richter geben wird, leider sitzt ja auch
schon
jemand
türkischer Abstammung im Bundestag und soll die Interessen des deutschen Volkes
vertreten,
wenn er
vertritt zeigt er ja nicht zuletzt durch seinen abartigen Witz den er mal gemacht.
***
Von: Crashpilot 29.10.2000 21:42 Uhr
ach sol1 auf dich hab ich doch gewartet, ich wusste doch das du wieder Agent spielst
und
irgendwas
rauskramst. Und was hast du an dieser Meinung auszusetzten? Ich gebe es sogar zu
Czem
Özdemir
(schreibter er sich so diese antalosischen Namen sind mir ein graus) ist in meinen
Augen kein
Deutscher, er ist Türke und hat im deutschen Bundestag nichts zu suchen auch wenn
das Herr
der
Türken hier schon viel zu gross ist, eine Vertretung im Bundestag brauchen sie nicht,
wenn sie an
der
Regierung beteiligt sein wollen sollen sie das gefälligst in der Türkei machen, da wo sie
her
kommen
und wo sie hingehören."
Daraus geht eindeutig hervor, daß Crashpilot wesentliche Teile der neonazistischen
Ideologie,
wie sie in den Verfassungsschutzberichten und der seriösen Publizistik und Forschung
definiert
ist, teilt: die Glorifizierung des nationalsozialistischen Deutschlands und führender
Nazi-Verbrecher (Rudolf Heß), die Weigerung, die heutige Grenze zu Polen
anzuerkennen, und
die Forderung nach einem rassistischen Staatsbürgerrecht.
Die Formulierung "Neonazi" ist also durch die Fakten voll gedeckt, ebenso durch die
Tatsache, daß Crashpilot sich auf seinem Profil "Gregor Strasser" nannte und so seine
geistige Nähe zu einem prominenten Vertreter der NSDAP hervorhob.
2.2. "Von: sol1 26.05.2001 21:55 Uhr
@ Tarzanine
"Ich höre seit seiner Sperrung von allen Seiten, das Crashpilot in der Umfrage, wo er
das Konzept gepostet hat, dieses auch verteidigt hat."
Das hättest du damals schwarz auf weiß nachlesen können. Die Diskussion ging die
ganze Nacht durch. CP ist ein abscheuliches Detail aus diesem Papier nach dem
anderen vorgehalten worden, und er hat ALLES verteidigt - Miles und viele andere sind
Zeugen.
NagaSaudoof, nun wissen wir endlich, wofür das kürzel NS steht - für deine
Gesinnung...
Von: sol1 26.05.2001 23:18 Uhr
NagaSaudoof, du bist NS, weil das die Großbuchstaben in deinem Nickname sind.
Natürlich läßt sich NS auch als "Natursekt" auffassen, aber politisch paßt es doch
ausgezeichnet... "
Da NagaSadow sich in der rechtsextremen Szene bewegt, liegt es auf der Hand, daß er
sich der politischen Bedeutung des Kürzels "NS" voll bewußt ist und mit Absicht einen
Nickname gewählt hat, der diese Großbuchstaben enthält. Aufgrund der Tatsache, daß er
das neonazistische Gedankengut von Crashpilot in der betreffenden Diskussion in
wesentlichen Punkten sich zu eigen gemacht hat, wie folgendes Posting zeigt:
"Von: NagaSadow
26.05.2001 19:19 Uhr
Ui, sol1 hat sich mal wieder als Archivar und Schnüffler betätigt. Mal schauen was ich zu
seinen
Ausgrabungen sagen kann... ;-)
Von: Crashpilot 03.10.2000 15:48 Uhr
Was passiert wäre wen Deutschland den Krieg gewonnen hätte ist eigentlich unmöglich
zu sagen, es
wäre alles nur Spekulation. Ich hätte es natürlich vorgezogen wenn Deutschland den
Krieg gewonnen
hätte, warum auch nicht. Es gibt wohl kein anderes Land wo das Volk froh ist das es
einen Krieg
verloren hat, das ist m.E. nur in der BRD möglich.
Kommentar:
Stimme ich nicht so ganz zu. Die Verschwörer hätten an die Macht kommen müssen um
dann den Krieg
zu gewinnen...
***
Von: Crashpilot 07.10.2000 11:46 Uhr
@sol1 (den Schnüffler) Ja, warum denn auch nicht?
Du zeigst hier auf wunderbare Art und Weise wie groß dein Nationalmasochismus ist,
kein Land, keine
Nation, und kein Volk verliert gerne einen Krieg, nur solche antideutschen Elemente wie
du können sich
darüber freuen.
Kommentar:
Da sprach er mir förmlich aus der Seele...
***
Von: Crashpilot 09.10.2000 15:58 Uhr
Erstens bin ich der Meinung das die lange Haft nicht gerechtfertigt war, da die
Gefangennahme
völkerrechtlich nicht in Ordnung war (warum hält England die Akten noch immer unter
Verschluss?), zum
Zweiten ist es zu verurteilen das als Teile der Besatzungsmächte (Russland) eine
Freilassung in
Erwägung zog Hess von seinen Peinigern ermordet wurde.
Kommentar:
Stimme ich auch zu...
***
Von: Crashpilot 08.10.2000 14:50 Uhr
Sollte die Frage nicht viel eher heißen sollten die deutschen Städte die unter polnischer
Verwaltung
stehen zwischenzeitlich überhaupt polnische Namen bekommen?
Kommentar:
Wieder hat er Recht...
***
Von: Crashpilot 29.10.2000 09:13 Uhr
Es ist ja nicht nur so das es türkischsprachige Richter geben wird, leider sitzt ja auch
schon jemand
türkischer Abstammung im Bundestag und soll die Interessen des deutschen Volkes
vertreten, wenn er
vertritt zeigt er ja nicht zuletzt durch seinen abartigen Witz den er mal gemacht.
Kommentar:
Den Witz würde ich gerne erfahren, ansonsten absolute Zustimmung!
***
Von: Crashpilot 29.10.2000 21:42 Uhr
ach sol1 auf dich hab ich doch gewartet, ich wusste doch das du wieder Agent spielst
und irgendwas
rauskramst. Und was hast du an dieser Meinung aus zusetzten? Ich gebe es sogar zu
Czem Özdemir
(schreibt er er sich so diese antalosischen Namen sind mir ein graus) ist in meinen Augen
kein
Deutscher, er ist Türke und hat im deutschen Bundestag nichts zu suchen auch wenn das
Herr der
Türken hier schon viel zu groß ist, eine Vertretung im Bundestag brauchen sie nicht,
wenn sie an der
Regierung beteiligt sein wollen sollen sie das gefälligst in der Türkei machen, da wo sie
her kommen
und wo sie hingehören.
Kommentar:
Grundsätzlich trifft er wieder eine Meinung...
Wenn ich nicht schon unterschrieben hätte, würde ich es nun garantiert tun! Also, Dank
an sol1!"
muß es erlaubt sein, auf diesen Sachverhalt anzuspielen.
3. Ich fordere weiterhin die Entfernung des Anklageerhebers aus dem Gremium wegen
politischen Mißbrauchs dieser Institution und Manipulation von Beweismaterial.
Mit freundlichen Grüßen
Stephen (alias sol1) | |
27.05.2001 11:02 Uhr
 | ...und wieder ein Verfahren, das mit Freispruch geendet hat: Dokumentation meiner Verteidigungsschrift:
Liebe
Gremiumsmitglieder!
Gegen mich wurde mit
folgender Begründung
eine Anklage erhoben:
"Er versucht, durch als Anzeigen
verkleidete Texte Einfluß auf
Entscheidungen des Gremiums zu nehmen.
Damit verstopft er den ausschließlich
Anzeigen vorbehaltenen Thread und zwingt
die Gremiumsmitglieder zur Kenntnisnahme
seiner Ansichten, was ihm als
Nichtverfahrensbeteiligten nicht zusteht."
Hierzu möchte ich folgendes festhalten:
In meiner Zeit als Gremiumsmitglied gab
u.a. der Benutzer *** ca. 10 mal eine
Stellungnahme zu laufenden Verfahren ab.
Keines der 24 Gremiumsmitglieder hat daran
Anstoß genommen. Ich selbst habe diese
Kommentare stets mit Interesse gelesen,
auch wenn ich mich der Argumentation
nicht immer anschließen konnte. Ich
wundere mich darüber, daß ein
Gremiumsmitglied es als Bruch der
doliquette ansehen kann, wenn ein Mitglied
der Community eine sachliche Mitteilung
dem Gremium übermittelt.
| |
07.04.2001 15:58 Uhr
 | Dokumentation meines letzten Verfahrens vor dem Gremium:
Auf folgende Meinung von Krupp:
"Von: Krupp
31.03.2001 12:20 Uhr
@Chetubi,
Wer hat denn behauptet, ich würde mich zur "neuen Rechten" zählen. Diese habe ich zwar auch studiert
und dennoch, oder gerade deshalb, behagt es mir wenig damit verglichen zu werden.
Den "Rassebegriff" äußere ich wann und wo ich will. Das lasse ich mir weder von der "neuen Rechten"
noch von einem Chetubi vorschreiben.
Deine Gedankengänge, werter Chetubi, scheinen mir ein wenig wirr. Wo siehst Du einen
Zusammenhang zwischen "Rassismus" (welcher übrigens eine rein jüdische Lehre ist), der ominösen
Zahl "6.000.000" und dem "Nationalismus"?
Drei, völlig aus dem Zusammenhang gerissene Begriffe, die nur sehr wenig miteinander zu tun haben.
Zum Ethnopluralismus: Da hast Du Dich bei der Deutung dieses Begriffes wohl ein wenig übernommen.
Ich verfasse meine dol-Meinungen fast immer im Klartext. Wenn ich sagen will "Die Türken sollen aus
Deutschland verschwinden", dann würde ich es auch so schreiben. Es geht mir jedoch um etwas ganz
anderes. Die Völker der Erde sind göttliche Schöpfungen. Sie müssen erhalten bleiben. Jede
Vermischung oder Verwässerung wäre ein Eingriff in die Natur.
@prunus,
Wie schön. Dein Beitrag war für mich ebenfalls ein stilistischer Hochgenuß.
Auch für Dich nochmal zum besseren Verständnis: Es geht mir nicht darum, den Rassebegriff an einen
Wertigkeitsbegriff zu koppeln. Langsam wird es schon albern, wenn bei dem Wort "Rasse" sofort
sämtliche politisch-korrekten Alarmanlagen lautstark losheulen."
hatte ich geantwortet:
"Von: sol1
31.03.2001 15:54 Uhr
@ Krupp
"Die Völker der Erde sind göttliche Schöpfungen. Sie müssen erhalten bleiben. Jede Vermischung oder
Verwässerung wäre ein Eingriff in die Natur."
Der Gott, der euch doitsche, durch Inzucht verblödete Kampfhunde geschaffen hat, hat ziemlichen Mist
gebaut. Ich wäre froh, wenn er seinen Fehler erkennen und deinesgleichen vom Angesicht der Erde
tilgen würde."
Folgende Verteidigungschrift hatte ich dem Gremium übermittelt:
"Krupps Aussage ist Teil eines ideologischen Wahnsystems und ist deshalb durch satirische
Überspitzung viel leichter zu widerlegen als durch Beibringung von Fakten.
Der Ausdruck "durch Inzucht verblödete Kampfhunde" ist eine satirische Widerspiegelung der
rassistischen Argumentation, die Menschen-"Rassen" mit Hunderassen in Analogie setzt und den
Schutz der "rassischen Vielfalt" der Menschen fordert. Wenn man diese Analogie zwischen
Menschen-"Rassen" und Hunderassen ernst nehmenwürde (was niemandem möglich ist, der sich über
die Grunderkenntnisse der modernen Biologie informiert hat), dann müßte man dieser rassistischen
Logik zufolge auch die Kampfhunde mit einer Menschengruppe vergleichen können, die wie die
völkischen Haßprediger durch extreme Aggressivität und niedrige Intelligenz auffällt. Die Formulierung
"durch Inzucht verblödet" bezieht sich auf die biologischen Konsequenzen, die eine "Reinhaltung des
Volkes" nach kruppscher Art nach sich ziehen würde.
Selbstverständlich teile ich nicht Krupps Ansicht, daß die Völker als separate Wesenheiten von einem
Gott erschaffen wurden (im Gegenteil, ich empfinde sie als zutiefst blasphemisch - deshalb meine
heftige Reaktion). Meine Erwiderung führt lediglich Krupps Annahme auf absurde Weise weiter, indem
Krupps imaginärem Gott Handlungen unterstellt werden, die sich in den Schriften verschiedener
Religionen finden (ich erinnere an die Sintflut sowie Sodom und Gomorrha).
Ich verweise auf die Satirezeitschrift TITANIC, die in ihrer Rubrik "Briefe an die Leser" dieselben
Techniken verwendet wie ich in diesem Fall." | |
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