Thema: links/rechtsNeuer Beitrag
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 07.06.2021 14:24 Uhr
Gerade beliebt ist der Begriff der "Life-Style"-Linken. Natürlich abwertend gemeint. Aber wer oder was ist damit eigentlich gemeint?
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 15.03.2021 00:12 Uhr
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Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 15.02.2021 17:48 Uhr
Naja, im Reich der Freiheit würde jede*r nach seinen Fähigkeiten, jede*r nach seinen Bedürfnissen beschäftigt sein und versorgt werden. Wenn die Gesellschaft in gemeinsamer Arbeit die Basis für alle schafft, gäbe es bestimmte Kategorien die heute und noch länger bestimmend sind so nicht mehr.
Von: HolsteinKiel Kernsozialistische Partei 13.01.2021 20:02 Uhr
Das Leben ist das eine, die Außenwirkung eine andere. Die wissenschaftliche Soziologie wird auch weiterhin alle Unschärfen einglätten und die Menschen katalogisieren.
Du hast auch dann Geringverdiener, wenn alle mindestens 1 Mio verdienen.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 13.01.2021 16:22 Uhr
"Du meinst grob, links sein heißt, Kritik am Essentialismus zu üben?"

Unter anderem hieße es das für mich.

Ist das "Reich der Freiheit", das der Kommunismus oder die befreite Gesellschaft bedeuten soll, die erste Phase der Menschheitsgeschichte, in der Menschen, befreit von bestimmten Fesseln und Zwängen, erstmals zu sich, ihrem wahren Wesen kommen könnten, das bisher eingeengt, deformiert war, oder gäbe es dann "nur" die Möglichkeit, eine Palette von Potenzialen zu leben, würde auch dann soziokulturell konstruiert?
Von: HolsteinKiel Kernsozialistische Partei 10.01.2021 13:54 Uhr
Du meinst grob, links sein heißt, Kritik am Essentialismus zu üben?
Ist für mich nicht per se links, aber ich würde immer im Sinne des Höhlengleichnis einen gegebenen Inhalt anzweifeln. Als Konstruktivist sehe ich objektive Wahrheiten aber eh nur als soziale Mehrheitskonstruktion an.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 17.12.2020 05:37 Uhr
Noch mal drüber nachdenken.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 17.11.2020 22:49 Uhr
Je mehr ich darüber nachdenke, halte ich für ein Schlüsselwort bei diesem Thema gerade hier bei dol den Begriff des Essentialismus, also die idelistische oder deterministisch materialistische Vorstellung, dass alle Dinge, aber auch Menschen eine gegebene Wesenheit haben. Dagegen sehe ich links in materialistischer Kritik an diesem Essentialismus.
Von: Programmierer Das Volk 08.05.2020 22:27 Uhr
Natürlich ist dieses Problem aktuell. Die Verwaschung der politischen Abgrenzung ist alltäglich und gern gesehen bei den bürgerlichen Ideologen.

Ich halte mich ans Wesen der Dinge, nie an Formen.

Das Wesen vom politischen "Links" ist die Überwindung der Klassengesellschaft, also alles, was irgendwie kommunistische Ausrichtung hat. Alles andere ist entweder "Rechts" oder findet sich irgendwann im dortigen Spektrum.

Die heutige Alltags-Verwendung der Zuordnung "links" versucht alles, was irgendwie reformistisch ist oder humanistische Züge trägt, einzufassen. Das ergibt aber keinen Sinn mehr, weil dann am Ende nur noch Hardcore-faschisten die "Rechten" wären und das ganze systemtragende Ideologiepack des Kapitals ausgenommen wäre.
Am besten, man verwendet treffendere Zuordnungen und verzichtet auf wirren rechts-links Gebrauch.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 27.04.2020 00:01 Uhr
Nach wie vor aktuell?
Von: Wandelbar Das Volk 04.05.2019 00:12 Uhr
Nicknameverunstaltungen sind nicht Doliquettekonform. Das sollte ein langjähriger Doler, der du ja bist, eigentlich wissen.
Von: Pferd Lui Das Volk 20.04.2019 06:17 Uhr
Die Zensur meines Beitrages ist immer noch besser als der Gulag.
Von: Wandelbar Das Volk 14.04.2019 06:39 Uhr
Bitte keine Nicknameverunstaltungen in diesem Forum. Danke.
Von: Pferd Lui Das Volk 14.04.2019 05:40 Uhr
Mit der Revolution in Frankreich hat es in sofern zu tun, dass sich die Linken den gleichen oder ähnlichen Methoden bedienen. Im Grunde ist alles gleich geblieben: die Andersdenkenden werden geschasst, entrechtet, entmenschlicht, an dem Pranger gestellt.
Nur heute können die Opponenten von den Linken eben nicht mehr so einfach "beseitigt" werden.
Von: Wandelbar Das Volk 09.04.2019 23:36 Uhr
Genau, das war sozusagen am Anfang eine vermutlich zufällige Sitzanordnung. Wobei das in der französischen Revolution meines Wissens die Anordnung in der Nationalversammlung war, zu der sich der dritte Stand erklärt hatte, also selbst die Rechten für Veränderung standen im Vergleich zur vorrevolutionären Zeit. Aber es ging dann zum Beispiel stark um die Frage: konstitutionelle Monarchie oder Republik.
Von: DerMaulwurf Das Volk 09.04.2019 22:37 Uhr
Ich kann den Unterschied zwischen links und rechts zwar nicht erklären, habe aber dunkel in Erinnerung das es aus den Flügelkämpfen der verschiedenen politischen Strömungen herrührt. Auf den rechten Bänken in der französischen Revolution genau wie im Reichtstag saßen diejenigen die den Status quo bewahren wollten, die alles lassen wollten wie es ist, während auf der linken die Reformer saßen, die mit kleinen wesentlichen oder unwesentlichen Änderungen das System verbessern wollten.
Von: OlyRc Internetpartei der Liberalen 09.04.2019 12:04 Uhr
Zitat:
Rechts kommt von "richtig".

Das dümmste in einer solchen Diskussion ist das oben zitierte.
Von: Pferd Lui Das Volk 09.04.2019 09:11 Uhr
Ich erkläre nicht Deine Eingebungen.
Von: Wandelbar Das Volk 09.04.2019 08:25 Uhr
Ich stehe zu dem Kommentar. Erkläre du mir doch die Möglichkeit gemeinschaftlicher Praxis von Kirchen, wenn es angeblich gemeinsame Ziele von Individuen so nicht gibt.
Von: Pferd Lui Das Volk 09.04.2019 08:20 Uhr
Überlege doch noch mal deinen Kommentar! Du führst Dich selbst ad absurdum, nicht zum ersten Mal.
Von: Wandelbar Das Volk 09.04.2019 07:42 Uhr
Es geht hier um die Erklärung politischer Richtungen. Das ist von der handgreiflichen Etymologie dann abgehoben. Es ist geht auch nicht nur um die Sitzordnung.

Auch Einzelwesen können gemeinsame Ziele entdecken oder wie erklärst du dir ansonsten die Existenz zum Beispiel der Kirchen, um mal eine Analogie zu benutzen, die dir vielleicht vertrauter ist.
Von: Pferd Lui Das Volk 09.04.2019 07:16 Uhr
Mein Bezug ist der Kommentar dieses ÖlrC.

Der schreibt Unsinn. Rechts bedeutet "richtig" kann im Duden Band 10 (Bedeutungswörterbuch) nachgelesen werden. Wenn ihr Linken keines habt, dann stelle ich Euch meines gerne zur Verfügung.

Bei "links" geht es auch nicht um gemeinsame Ziele, denn die gibt es so nicht, da der Mensch von Natur aus ein Individuum ist.
Von: Wandelbar Das Volk 09.04.2019 07:09 Uhr
Etwas als "das Dümmste" zu bezeichnen ist sicherlich kein Argument. Erkläre doch einfach, was dir missfällt, arbeite mit dem Text, widerlege, wenn möglich.
Von: Pferd Lui Das Volk 09.04.2019 06:56 Uhr
Dann lies doch mal genau.
Von: Wandelbar Das Volk 09.04.2019 06:41 Uhr
Versuche es doch mal mit einem Argument, Pferd Lui.
Von: Pferd Lui Das Volk 09.04.2019 06:31 Uhr
Pruuuuuuuuust! Die Darstellung des OlyRc ist mit das Dümmste was ich je gelesen habe!
Von: Pferd Lui Das Volk 09.04.2019 06:13 Uhr
Was für einen Unsinn muss ich hier lesen. Rechts kommt von "richtig". Links steht von Natur aus für alles Fehlgegangene.
Von: Wandelbar Das Volk 06.04.2019 00:39 Uhr
Ja, kann ich teilweise zustimmen. Aus meiner Sicht geht es bei links aber durchaus um Unterschiede, um Vielfalt, die eine Gesellschaft bereichern und von ihr getragen werden und materiell abgesichert sind.
Von: OlyRc Internetpartei der Liberalen 05.04.2019 19:57 Uhr
Ich werfe mal eine andere Erklärung ein.
Rechts heißt Unterschiede hervorzuheben. Dadurch wird aus- und abgegrenzt.
Bei links geht es um Gemeinsamkeiten und das Erreichen von gemeinsamen Zielen.
Von: Wandelbar Das Volk 03.03.2019 07:15 Uhr


"rechts kann man ohne Mühe sein, links muss man was dafür tun.....und sei es nur denken......"

@Barneby

Menschen können sich vermeintlichen linken Gewissheiten ziemlich gedankenlos ergeben und es gibt andererseits auf der Rechten immer mal wieder tiefe Denker*innen.
Von: Wandelbar Das Volk 03.03.2019 07:11 Uhr
Für mich ist deformierter Arbeiter*innenstaat immer so ein bisschen der Versuch, nicht autoritärer Staat oder Diktatur sagen zu müssen.
Von: Compadre (Maduro) Das Volk 22.02.2019 13:19 Uhr
Zitat:
@Maduro Ist Kuba eigentlich eine Räterepublik? Und wenn nein, warum nicht?


Nein, ist es nicht. Es ist ein deformierter Arbeiter*innenstaat und kann auch gar nichts anderes sein. Es ist ein isoliertes Land, das sich nur auf die Ostblockstaaten stützen konnte, wenn das revolutionäre Projekt nicht untergehen sollte. Aber es weicht gleichzeitig in seinem Gesellschaftsmodell erheblich von Ostblock ab. Mit viel mehr Elementen der partizipativen Demokratie. Man muss sich Kuba wirklich sehr datailliert ansehen. Vielleicht sollte man mal was über die neue Verfassung machen.
Von: Mr. Bart Internetpartei der Liberalen 22.02.2019 12:44 Uhr
"rechts kann man ohne Mühe sein, links muss man was dafür tun.....und sei es nur denken......"

> Der ist gut. Aber es ist doch sehr pauschal. ;-) Auf der anderen Seite hat Links tatsächlich das Problem, häufig zu viel zu Denken, nämlich alles extrem durchzutheoretisieren.
Von: Wandelbar Das Volk 22.02.2019 08:46 Uhr
Uups, bei der Anpassung hätte ich auch noch mal ein "f" nachreichen können. ;-)

Mr.Bart

Auch hier geht es dann um den Kern. In der Hülle ist für manche Konservative was wandelbar, im Kern nicht.
Von: Barneby Internetpartei der Liberalen 22.02.2019 08:42 Uhr
"Rechts steht im Grunde für die Aufassung, dass Ordnungen wie Geschlecht, Familie, Volk, Religion, Staat, Wirtschaft, Krieg usw. in die Menschen eingeschrieben, also natürlich und deshalb im Kern unveränderbar sind.

Links hingegen steht im Grunde für die Auffassung, dass solche Ordnungen allesamt kulturelle Verhältnisse sind, die aus Handlungen der Menschen erst entstehen und somit im Kern veränderbar sind."

Ich möchte das gar nicht so kompliziert ansetzen.

Aus meiner Sicht bedeutet "rechts" dass es sich einfach anhört, während "links" immer mit Anstrengung zu tun hat.
rechts kann man ohne Mühe sein, links muss man was dafür tun.....und sei es nur denken......
Von: Mr. Bart Internetpartei der Liberalen 22.02.2019 08:31 Uhr
"Rechts steht im Grunde für die Aufassung, dass Ordnungen wie Geschlecht, Familie, Volk, Religion, Staat, Wirtschaft, Krieg usw. in die Menschen eingeschrieben, also natürlich und deshalb im Kern unveränderbar sind."

> Schwierig. Auch Konservative z.B. negieren nicht den Wandel grundsätzlich. Sie wollen nur einen deutlich langsameren, um es jetzt mal profan auszudrücken. Zwar wollen sie Bewährtes bewahren, wissen aber auch, dass sich die Welt verändert und dass es zwangsläufig Anpassungen geben muss. Und sie sind sich schon dessen bewusst, dass Wandel möglich ist.
Von: Wandelbar Das Volk 22.02.2019 04:17 Uhr
Ich passe den Text leicht an, vielleicht erkennt jemensch den Unterschied, vielleicht wird es deutlicher, was ich sagen will.

"Rechts steht im Grunde für die Aufassung, dass Ordnungen wie Geschlecht, Familie, Volk, Religion, Staat, Wirtschaft, Krieg usw. in die Menschen eingeschrieben, also natürlich und deshalb im Kern unveränderbar sind.

Links hingegen steht im Grunde für die Auffassung, dass solche Ordnungen allesamt kulturelle Verhältnisse sind, die aus Handlungen der Menschen erst entstehen und somit im Kern veränderbar sind."

Zudem überlege ich, ob die Formulierung "in die Menschen eingeschrieben" die best Mögliche ist. "einschreiben" hat schon eine kulturelle Anmutung, vieleicht wäre "eingepflanzt" oder "eingeboren" besser?
Von: Wandelbar Das Volk 22.02.2019 04:10 Uhr
@Maduro Ist Kuba eigentlich eine Räterepublik? Und wenn nein, warum nicht?

Und allgemeiner, wie soll das imperative Mandat funktioieren. Bei einer geheimen Wahl, kann nicht nachgewiesen werden, wer eine*n Vertreter*in gewählt hat, sollen Leute, eine Person abberufen, die sie nicht gewählt haben?

Gehört jeder Mensch einem Rat an, dem Basisrat, der dann in höhere Ebenen delegiert, wählen die Menschen diesen Basisrat ohne ihm anzugehören? Gibt es eine Gewaltenteilung, also Trennung zwischen Räten und Exekutive?
Von: Mr. Bart Internetpartei der Liberalen 21.02.2019 12:51 Uhr
"Also die Verpflichtung das umzusetzen, was der Auftrag der Wählerinnen und Wähler ist."

> Klar bin ich mir dessen bewusst, dass Kommunalwahlen häufig (auch) Personenwahlen sind. Allerdings wählt man dennoch eine Partei oder Wählergruppierung, die ein Programm und gewisse Herangehensweisen an Probleme hat. D.h. man kann hier sagen, dass der Auftrag ist, dass die Gewählten Politik in diese Richtung machen. Dass Programme nie Eins zu Eins umgesetzt werden (können), sollte den WählerInnen eigentlich klar sein. Um als Partei oder Gruppierung etwas umsetzen zu können, braucht es in den meisten Fällen Geschlossenheit. Das nur mal als Überlegung.
Von: Compadre (Maduro) Das Volk 21.02.2019 09:54 Uhr
Ah, mein Stichwort! Danke, Mr.Bart. Ja, was du aufzählst, sind lauter schöne Räte. Die Frage ist nur, wie arbeiten sie? Wichtig wäre z.B., an die Stelle des "freien Mandats" das "imperative Mandat" zu setzen. Also die Verpflichtung das umzusetzen, was der Auftrag der Wählerinnen und Wähler ist. Und die Möglichkeit der Sanktion durch die Wählerinnen und Wähler, wenn diese Aufträge nicht umgesetzt werden. Also jederzeitige Abberufbarkeit. Und damit die Volksvertreter nicht abheben (Das Sein bestimmt das Bewußtsein.) sollten die Diäten einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn nicht übersteigen. Nur so als erste Gedanken.
Von: Mr. Bart Internetpartei der Liberalen 21.02.2019 08:36 Uhr
Räte? O.k. *grins* Bundesrat, Kreisrat, Stadtrat....
Von: Compadre (Maduro) Das Volk 20.02.2019 16:10 Uhr
Wenn es um Eigentum und Räte geht, mische ich mit. Bis dahin lese ich erstmal. :)
Von: Mr. Bart Internetpartei der Liberalen 20.02.2019 11:06 Uhr
"Und der Ansatz, dass menschliches Handeln und Machtstreben natürlich seien, finde ich auch höchst problematisch."

> Machtstreben würde ich es jetzt nicht nennen. Was meiner Ansicht nach im Menschen angelegt ist, ist ein Wunsch der Kontrolle. Er will sich nicht (permanent) dem Willen anderer ausgesetzt sehen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Bei manchen zeigt sich das im Kleinen, bei manchen ist es umfangreicher ausgeprägt. Wer diesen Wunsch aufgibt, hat resigniert, ist antriebslos oder ist von Angst bestimmt. Der Wunsch nach Kontrolle über das eigene Leben kann dazu führen, dass man Kontrolle über andere sucht. Sprich Gestaltungsmacht. Bei manchen ist aber auch der generelle Wunsch nach Macht über andere gewachsen. Das würde ich in der Tat in der individuellen Sozialisation angelegt sehen. Kann in der Kindheit anfangen, Stichwort "kleine Tyrannen".
Von: Wandelbar Das Volk 20.02.2019 10:11 Uhr
@.Tochigi

Menschen stehen schon in einer Beziehung zur Natur, auch in ihren Körpern, die Art, wie diese ausgestaltet wird, gedeutet wird, ist aber kulturell. Selbst naturwissenschaftliche Diskurse sind wiederum nicht denkbar ohne die kulturelle Brille.

Aber trotzdem, wir müssen eigentlich alle essen, die meisten von uns verdauen usw. da ist also schon Natur. Aber sie wird ständig kulturell verarbeitet und konstruiert.
Von: Wandelbar Das Volk 20.02.2019 10:05 Uhr
Mr.Bart, der Einfachheit halber sage ich jetzt salomonisches das kommt darauf an. ;-)

Die Frage wäre zum Beispiel wie sie das derzeitige Wirtschaftsystem begründen und ideologisch absichern.

Als Linker benutze ich auch immer mal die vokabel fortschrittlich, bin mir aber zunehmend, der Problematik dessen bewusst. Weil darin auch eine unhinterfragte Automatik in eine bestimmte Richtung stecken kann.
Von: Mr. Bart Internetpartei der Liberalen 20.02.2019 08:45 Uhr
Sind dann Liberale Linke? Liberale gehen nicht davon aus, dass Handlungen der Menschen im Kern unveränderbar sind, im Gegenteil, sie gehen von Veränderung(smöglichkeit) und Fortschritt aus.
Von: .Tochigi Fortschrittliche Plattform im Internet 20.02.2019 08:36 Uhr
Interessante These. In den Theorien der Internationalen Beziehungen ist das genau der Unterschied zwischen Realismus und Konstruktivismus. Der Realismus hat zwar auch Ansätze die Welt zu erklären, aber ist doch im Großen und Ganzen nicht mehr in der Lage die Komplexität der Welt abzubilden. Und der Ansatz, dass menschliches Handeln und Machtstreben natürlich seien, finde ich auch höchst problematisch.
Von: Wandelbar Das Volk 20.02.2019 05:38 Uhr
links/rechts

Die Diskussion, was links und rechts unterscheidet, ist immer wieder aktuell, weshalb ich hier als Mitglied der SII, die sich verbunden sieht mit der realen Partei DIE LINKE, einen skizzenartigen Gedanken in die Runde werfe.

Modellhaft reduziere ich den Widerspruch zwischen links und rechts auf einen Kernunterschied:

Rechts steht im Grunde für die Aufassung, dass Ordnungen wie Geschlecht, Familie, Volk, Religion, Staat, Wirtschaft, Krieg usw. in die Menschen eingeschrieben, also natürlich und im Kern unveränderbar sind.

Links hingegen steht im Grunde für die Auffassung, dass solche Ordnungen allesamt kulturelle Verhältnisse sind, die aus Handlungen der Menschen entstehen und somit im Kern veränderbar sind.

gez. Wandelbar