Thema: SPÄTZLE-ANSCHLAG IN BERLINNeuer Beitrag
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 22.01.2013 13:48 Uhr
Zitat:
Ich stehe ganz offensichtlich zu dem, was ich gesagt habe. Ich muss nur nicht beweisen, was ich nicht geschrieben habe, einverstanden?



Einverstanden


Zitat:
Erkenntnisresistent? Er schreibt ja eindeutig etwas anderes.


So schreibt er es natürlich nicht, das war eine Überspitzung meinerseits. Mir ist aber namentlich nur eine Gruppe bekannt, auf die sich Thierse bezieht und das sind die Schwaben, ob das nun in dem ursprünglichen Interview in der Morgenpost, oder in dem späteren im Spiegel ist.


Zitat:

Ja, und? Ich habe dir nur beschrieben, dass dein Vorwurf, ich würde Kritik nur teilen, wenn sie Schwaben trifft, haltlos ist.
Dass dir das Hupen egal ist, interessiert mich herzlich wenig. Dir ist ja auch die Bezeichnung von Backwaren egal. Was geht mich das an?



Natürlich nichts, allerdings ist es nicht uninteressant für unsere bisherige Debatte, daher die Erwähnung dieser Befindlichkeiten.

Zumal ich denke das Hupen und Begrifflichkeiten sich in einer ständig ändernden Stadt wie Berlin, wirklich kein Problem darstellen sollten.
Von: Albert Jerska iGeL 22.01.2013 13:16 Uhr
"Jetzt machst du mir den Thierse, steh doch zu dem, was du denkst. Eine Unterstellung in eine Frage zu verpacken, macht sie nicht weniger präsent."

Ich stehe ganz offensichtlich zu dem, was ich gesagt habe. Ich muss nur nicht beweisen, was ich nicht geschrieben habe, einverstanden?

"Die Schwaben ( haben wahrscheinlich genetisch bedingt die gleichen Verhaltensmuster ) sind seiner Meinung nach nur bedingt berlinkompatibel"

Erkenntnisresistent? Er schreibt ja eindeutig etwas anderes.

"Das dürfste wohl eine der Veränderungen sein, die den geringsten Einfluß auf die Lebenswelt vieler Berliner hat."

Ja, und? Ich habe dir nur beschrieben, dass dein Vorwurf, ich würde Kritik nur teilen, wenn sie Schwaben trifft, haltlos ist.
Dass dir das Hupen egal ist, interessiert mich herzlich wenig. Dir ist ja auch die Bezeichnung von Backwaren egal. Was geht mich das an?
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 22.01.2013 12:55 Uhr
Zitat:
I see. Lies mal dieses Interview:



Habe und stelle fest, das er seine Äußerungen etwas relativiert, in der Sache aber dabei bleibt. Die Schwaben ( haben wahrscheinlich genetisch bedingt die gleichen Verhaltensmuster ) sind seiner Meinung nach nur bedingt berlinkompatibel, die Maßstäbe wie sie sich im Einzelnen zu verhalten haben, legt er, nach eigener Aussage einer der letzten Eingeborenen Prenzlberg´s , fest.
Was er sich auch hier ausdrücklich verbittet, ist die schwäbische Bezeichnung für Brötchen und Pflaumenkucken.

Schlußendlich haben seiner Meinung nach die Schwaben die geliebte Buntheit verdrängt.

Zitat:
Ich fragte nach deiner Motivation. Polemisch - zugegeben. Aber eine Frage ist hier keine Unterstellung.


Jetzt machst du mir den Thierse, steh doch zu dem, was du denkst. Eine Unterstellung in eine Frage zu verpacken, macht sie nicht weniger präsent.


Zitat:
Wenn du also kritisieren möchtest, dass durch die Zuwanderung einer großen Anzahl türkischer Menschen nervtötende Hupkonzerte vermehrt in den Straßen Berlins stattfinden, dann kann ich das verstehen.


Das dürfste wohl eine der Veränderungen sein, die den geringsten Einfluß auf die Lebenswelt vieler Berliner hat. Von daher ersträgt meine Toleranz die Autos, sowie die temporären Hupkonzerte.


Zuwanderungsstopp und Abschiebung dürfte wohl ein seperates Themengebiet sein, das hier den Rahmen sprengen würde.
Von: Albert Jerska iGeL 22.01.2013 12:38 Uhr
"Ich habe die entsprechenden Sätze mehrfach gelesen und mir erschließt sich daraus keine andere Deutung."

I see. Lies mal dieses Interview:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/prenzlauer-berg-wolfgang-thierse-klagt-ueber-fehlende-soziale-mischung-a-875394.html

"Vollkommen richtig, deswegen war ich auch über die Nichtigkeiten erstaunt, die Thierse in seinem persönlichen Alltag stören."

Geschenkt. Völlig egal aber.

"" Willst du jetzt so lange alles verdrehen, bis feststeht, dass der Thierse ungerechtfertigt eine Gruppe pauschal ablehnt und du dich dann moralisch besser fühlst, wenn du gegen Türken hetzt? ""

Ich fragte nach deiner Motivation. Polemisch - zugegeben. Aber eine Frage ist hier keine Unterstellung.

"Das ist meine Schlußfolgerung beispielsweise aus dem oben aufgeführten Zitat von dir, ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren."

Dann üb das nochmal mit den Schlussfolgern. Ich störe mich selten an Kritik. - Ich habs gerne, wenn sie begründet ist und nicht nur der Bestätigung eigener Ressentiments dient. Wenn du also kritisieren möchtest, dass durch die Zuwanderung einer großen Anzahl türkischer Menschen nervtötende Hupkonzerte vermehrt in den Straßen Berlins stattfinden, dann kann ich das verstehen. Wenn du deswegen einen "Zuwanderungsstopp" oder eine "Abschiebung" oder ähnliches forderst, widerspreche ich dir - wir können uns aber gerne bei der Forderung einer autofreien Innenstadt zusammentun.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 22.01.2013 12:25 Uhr
Zitat:
Das meinte ich, als ich geschrieben habe, dass du nicht gründlich liest. Thierse hat sich klar dazu geäußert, wie er die verschiedenen Formen von Zuwanderung in den Prenzlauer Berg bewertet. Lies das doch einfach nach. Damit ist deine These absolut haltlos.



Ich habe die entsprechenden Sätze mehrfach gelesen und mir erschließt sich daraus keine andere Deutung. Ich habe weiter unten sein entsprechendes Zitat gepostet und wenn es für ihn schon das Zusammenleben im täglichen Leben strapaziös ( O-Ton Thierse )macht, wenn sein Gegenüber Schrippen und Pflaumenkuchen anders bezeichnet, ist seine Toleranzgrenze wohl kaum ausgeprägt.




Zitat:
Thierse hat sich auch nicht mit dem Anspruch zu Wort gemeldet etwas unglaublich Bedeutendes zu sagen. 90 % aller Tagesmeldungen besprechen nicht unsere drigendsten Probleme. Das ist nicht Thierses Fehler.



Vollkommen richtig, deswegen war ich auch über die Nichtigkeiten erstaunt, die Thierse in seinem persönlichen Alltag stören.

Zitat:
Lies auch das mit der Hetze nochmal nach.



Habe ich, ich zitiere:

" Willst du jetzt so lange alles verdrehen, bis feststeht, dass der Thierse ungerechtfertigt eine Gruppe pauschal ablehnt und du dich dann moralisch besser fühlst, wenn du gegen Türken hetzt? "



Zitat:
Das habe ich so nun schon mehrmals von dir gelesen. Fraglich bleibt, wie du darauf kommst und wie sich denn nun die Unterschiede äußern, die ich angeblich mache.



Das ist meine Schlußfolgerung beispielsweise aus dem oben aufgeführten Zitat von dir, ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Von: Albert Jerska iGeL 22.01.2013 09:52 Uhr
"Und dieser Anspruch hat für dich allgemeine Gültigkeit ?"

Nein, aber so hört man es in Berlin nicht selten.

"Nein er kritisiert nicht alle Gruppen, er kategorisiert die Zuwanderer und stellt die negativen Veränderungen allein in die Verantwortung der Schwaben."

Das meinte ich, als ich geschrieben habe, dass du nicht gründlich liest. Thierse hat sich klar dazu geäußert, wie er die verschiedenen Formen von Zuwanderung in den Prenzlauer Berg bewertet. Lies das doch einfach nach. Damit ist deine These absolut haltlos.

"Ich glaube Berlin macht viel bedeutendere Veränderungen durch und die Einführung einer Kehrwoche, also der regelmäßigen Reinigung von gemeinschaftlichen genutzten Raum, kann dabei wohl kaum die negativste Entwicklung sein."

Thierse hat sich auch nicht mit dem Anspruch zu Wort gemeldet etwas unglaublich Bedeutendes zu sagen. 90 % aller Tagesmeldungen besprechen nicht unsere drigendsten Probleme. Das ist nicht Thierses Fehler.

"Während du Thierse verteidigst, wirfst du mir schon eine Hetze vor, obwohl ich mich noch nicht einmal einschlägig geäußert habe."

Lies auch das mit der Hetze nochmal nach.

"Daher gehe ich davon aus, das die Kritik an Schwaben in deinen Augen gerechtfertigt ist, die Kritik an anderen zugewanderten Gruppen für dich aber durchweg negativ besetzt ist."

Das habe ich so nun schon mehrmals von dir gelesen. Fraglich bleibt, wie du darauf kommst und wie sich denn nun die Unterschiede äußern, die ich angeblich mache.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 22.01.2013 07:27 Uhr
Zitat:
Großstadt ist hier eine Frage des Gefühls. Berliner fühlen sich sehr großstädtisch - und ja, für sie ist das ganze Schwabenland Provinz.



Und dieser Anspruch hat für dich allgemeine Gültigkeit ?


Zitat:
Nicht ohne Grund habe ich mehrmals auf Thierses Aussagen verwiesen. Er kritisiert nicht den Zuzug aller Gruppen. Der Prenzlauer Berg hat schon verschiedenste Veränderungen durchgemacht und Thierse bewertet diese auch unterschiedlich.



Nein er kritisiert nicht alle Gruppen, er kategorisiert die Zuwanderer und stellt die negativen Veränderungen allein in die Verantwortung der Schwaben. Dabei setzt er noch sehr fragwürdige Prioritäten und verweist bei seiner Kritik auf die eigentümliche Bezeichnung von Backwaren und ihre sonstigen Gewohnheiten.

Ich glaube Berlin macht viel bedeutendere Veränderungen durch und die Einführung einer Kehrwoche, also der regelmäßigen Reinigung von gemeinschaftlichen genutzten Raum, kann dabei wohl kaum die negativste Entwicklung sein.


Zitat:
Aber offensichtlich nicht immer ganz genau.



Das selektive Lesen bzw. Eingehen auf sein Gegenüber mag man mir vorwerfen, aber ist wohl kein Alleinstellungsmerkmal ausschließlich von mir.


Zitat:

Nein, ich versuche haltlose Auslegungen seiner Äußerungen zu widerlegen.


Noch bleibt es beim Versuch, daher unsere Diskussion. Ich sehe die Äußerungen Thiersen nämlich als Zeichen seiner nicht ganz so ausgeprägten Toleranz. Er beklagt die Veränderung von Stadtteilen aufgrund der Gewohnheiten zugewanderter Bevölkerungsgruppen. Auch wenn er diese ironisch vorträgt, ändert dies nichts am tatsächlichen Inhalt. Das dies in seinem Fall die Veränderung durch die Schwaben ist, mag ihn in deinen Augen sympathisch machen, einen großen Unterschied zu den Argumentionsmustern von anderen Zuwanderungsgegnern sehe ich jedoch nicht ( mal abgesehen davon das Thierse diese Kritik nur angedeutet hat und nicht besonders in die Tiefe gegangen ist ).


Zitat:
Aha. Welche bedeutenden Unterschiede mache ich denn?



Während du Thierse verteidigst, wirfst du mir schon eine Hetze vor, obwohl ich mich noch nicht einmal einschlägig geäußert habe.
Daher gehe ich davon aus, das die Kritik an Schwaben in deinen Augen gerechtfertigt ist, die Kritik an anderen zugewanderten Gruppen für dich aber durchweg negativ besetzt ist.












Von: Albert Jerska iGeL 21.01.2013 20:54 Uhr
"Kommen alle Schwaben aus der Provinz, bzw ab wann ist man Großstädter ?"

Großstadt ist hier eine Frage des Gefühls. Berliner fühlen sich sehr großstädtisch - und ja, für sie ist das ganze Schwabenland Provinz.

"Thierse kritisiert die Schwaben, da diese für ihn am wahrnehmbarsten in seinem persönlichen Mikrokosmos sind, meinst du er würde andere Gruppen nicht ebenso kritisieren, wenn sich diese in Prenzlauer Berg massiv niederlassen würden ?"

Nicht ohne Grund habe ich mehrmals auf Thierses Aussagen verwiesen. Er kritisiert nicht den Zuzug aller Gruppen. Der Prenzlauer Berg hat schon verschiedenste Veränderungen durchgemacht und Thierse bewertet diese auch unterschiedlich.

"Ich überlese nichts"

Aber offensichtlich nicht immer ganz genau.

"du versuchst Thierses Äußerungen zu relativieren"

Nein, ich versuche haltlose Auslegungen seiner Äußerungen zu widerlegen.

"Der Ausstausch der Begriffe hat nichts mit blöd zu tun, sondern eher mit der Argumentationsweise an sich.
Interessanterweise machst du da nämlich bedeutende Unterschiede,"

Aha. Welche bedeutenden Unterschiede mache ich denn?
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 20.01.2013 18:36 Uhr
Kommen alle Schwaben aus der Provinz, bzw ab wann ist man Großstädter ?


Der Ausstausch der Begriffe hat nichts mit blöd zu tun, sondern eher mit der Argumentationsweise an sich.
Interessanterweise machst du da nämlich bedeutende Unterschiede, da machts es auch nicht besser, wenn du mir Hetze vorwirfst ( was im übrigen zu beweisen wäre ). Ich halte dich durchaus für klug, daher verstehe ich nicht ganz, das du die Parallelen nicht erkennen willst.


Thierse kritisiert die Schwaben, da diese für ihn am wahrnehmbarsten in seinem persönlichen Mikrokosmos sind, meinst du er würde andere Gruppen nicht ebenso kritisieren, wenn sich diese in Prenzlauer Berg massiv niederlassen würden ?

Ich überlese nichts, aber du versuchst Thierses Äußerungen zu relativieren, und ich frage mich warum, vielleicht weil es nur die Schwaben getroffen hat ?
Von: Albert Jerska iGeL 20.01.2013 17:41 Uhr
"Sind Schwaben nicht bunt, sollten sie sich assmilieren um so zu sein wie " ursprünglichen " Prenzlberger, was ist die besserer Verhaltensweise ?"

Es geht nicht um Bevölkerungen verschiedener Orte. Es geht um Großstädter und Provinzler. Ich finde, Thierse macht das sehr schön deutlich.

"Und jetzt tausche mal den Begriff Schwaben aus und ersetze ihn mit Türken, Bulgaren, Polen.."

Entschuldige, aber so blöd bin ich nicht.

"Und ich frage dich nochmal, wo ist der qualitative Unterschied zwischen der Kritik an den Eigentümlichkeiten der Schwaben und der anderer Gruppen ?"

Den habe ich doch mittlerweile erklärt.
Du ignorierst stets die Hälfte von dem, was ich schreibe, bringst selber nichts Neues. - Warum? Willst du jetzt so lange alles verdrehen, bis feststeht, dass der Thierse ungerechtfertigt eine Gruppe pauschal ablehnt und du dich dann moralisch besser fühlst, wenn du gegen Türken hetzt? Es nervt.
Thierse hat nicht die Abschiebung von Schwaben gefordert. Er will keine andere Behandlung von Schwaben durch den Staat. Er zündelt nicht im Prenzlauer Berg. Ihm gehen Kleinstadtgeister auf die Nerven. Und er sagt das öffentlich. So what.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 20.01.2013 16:56 Uhr
Ok, machen wir es präziser:


Thierse :

Zitat:
Da sage ich: In Berlin sagt man Schrippen, daran könnten sich selbst Schwaben gewöhnen. Genau das gleiche mit Pflaumendatschi. Was soll das? In Berlin heißt es Pflaumenkuchen. Da werde ich wirklich zum Verteidiger des berlinerischen Deutsch. Ich wünsche mir, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind. Und nicht mehr in ihrer Kleinstadt mit Kehrwoche. Sie kommen hierher, weil alles so bunt und so abenteuerlich und so quirlig ist, aber wenn sie eine gewisse Zeit da waren, dann wollen sie es wieder so haben wie zu Hause. Das passt nicht zusammen.




Sind Schwaben nicht bunt, sollten sie sich assmilieren um so zu sein wie " ursprünglichen " Prenzlberger, was ist die besserer Verhaltensweise ?


Und jetzt tausche mal den Begriff Schwaben aus und ersetze ihn mit Türken, Bulgaren, Polen..würdest du dann Thierse ebenso verteidigen, weil sein Brötchen jetzt anders genannt wird?

Und ich frage dich nochmal, wo ist der qualitative Unterschied zwischen der Kritik an den Eigentümlichkeiten der Schwaben und der anderer Gruppen ?

Von: Albert Jerska iGeL 20.01.2013 16:35 Uhr
@sbf

"Er bedauert das eine zugezogene Gruppe ihre neue Umgebung prägt, das dies eigentlich naturgegeben ist, ignoriert er aber dabei."

Dass man das auch anders sehen kann und dass Thierse das anders sieht, dürfte dir wohl klar sein.

"Er will für sich den Status Quo erhalten und bedauert, sicherlich humoristisch, die neuen Gegebenheiten."

Hierzu gibt es eindeutige Aussagen von Thierse. Ich bin nicht sein Anwalt.

"Er kitisiert überspitzt die Bezeichnung von Backwaren, während Gruppen in anderen Bezirken eine gänzlich andere Infrastruktur und Werteordnung geschaffen haben."

Was Besseres fällt dir nicht ein? Mir ist die Mentalität von vielen Osteuropäern in Berlin näher als die der Schwaben.

"Wer vor diesen Hintergrund der Kleingeist ist, dürfte jeder für sich selbst beantworten."

Exakt. Du kannst ihn auch gerne für einen Kleingeist halten und wirst dafür deine Gründe haben, ein Rassist ist er aber nicht.

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@Klammer

"ich verstehe ab immer noch nicht warum Kritik an der Gentrication an einer bestimmten Mundart oder Herkunft festgemacht werden muss."

Das ist natürlich ein Schwachpunkt Thierses: Er bewertet ausschließlich ein Phänomen aus seinem privaten Umfeld, auf allgemeingültige politische Konsequenzen muss man warten.

"Und selbst wenn Thierse hier deutlich ironisch formuliert hat, gab es in den letzten Jahren andere Äußerungen und Aktionen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie alle nur ironisch gemeint waren. Irgendwie wabert der Begriff der Schwabenfeindlichkeit in Berlin herum."

Das kann man wohl so sagen. Und ich weiß, dass mir der eine oder andere Schwabenwitz auch schon über die Lippen gekommen ist. Nur: Können Schwaben das nicht ertragen? Aus meinem Umfeld kann ich sagen, dass die Schwabenwitzchen sicher nicht unter der Gürtellinie landen.

Ganz provokativ stelle ich mal eine Behauptung auf: Schwaben lachen gerne herzlich über den doofen Sachsen mit seinen phonetischen Problemen, begibt sich dann ostwärts, baut sich seine kleine schwäbische Provinz mitten in Berlina auf und wenn dann jemand leise Kritik äußert, spielt man die beleidigte Leberwurst.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 20.01.2013 16:10 Uhr
Zitat:
Lies doch einfach, worauf das bezogen war.
Thierse ist übrigens kein Engeborener, er ist nicht einmal Berliner. Er hat trotzdem nicht versucht den Prenzlauer Berg zum thüringischen Hinterland zu machen.



Vielleicht solltest du die entsprechenden 2 Antworten auf die einschlägigen Fragen einmal selber nochmal lesen, bevor du solche Behauptungen aufstellst.

Ich zitiere sie einfach mal :


" Ich sage ironisch, ich muss als einer der letzten Eingeborenen dort wohl allmählich unter Artenschutz gestellt werden. "


Zitat:

Wenn man sich Thierses Aussagen im Kontext ansieht, versteht man den Unterschied: Er kritisiert nicht die "Zuwanderung" bestimmter Gruppen, er bedauert lediglich die Veränderung eines Stadtteils und die Kleingeistigkeit einiger, die sich besonders in der Großstadt angekommen fühlen.



Er bedauert das eine zugezogene Gruppe ihre neue Umgebung prägt, das dies eigentlich naturgegeben ist, ignoriert er aber dabei.
Er will für sich den Status Quo erhalten und bedauert, sicherlich humoristisch, die neuen Gegebenheiten.
Er kitisiert überspitzt die Bezeichnung von Backwaren, während Gruppen in anderen Bezirken eine gänzlich andere Infrastruktur und Werteordnung geschaffen haben.


Wer vor diesen Hintergrund der Kleingeist ist, dürfte jeder für sich selbst beantworten.
Von: Parenthèse (S.Klammer) Das Volk 20.01.2013 15:41 Uhr
Albert, ich verstehe ab immer noch nicht warum Kritik an der Gentrication an einer bestimmten Mundart oder Herkunft festgemacht werden muss. Und selbst wenn Thierse hier deutlich ironisch formuliert hat, gab es in den letzten Jahren andere Äußerungen und Aktionen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie alle nur ironisch gemeint waren. Irgendwie wabert der Begriff der Schwabenfeindlichkeit in Berlin herum.
Von: Albert Jerska iGeL 20.01.2013 13:28 Uhr
"Für Thierse ging es um Prenzlberg, seine Sichtweise ist auf seine eigene Lebenswelt bezogen. Er findet es schade das er einer der letzten " eingeborenen " Einwohner seines Viertels ist und das sich die Gewohnheiten und daraus resultierend die Sprache seines Bezirkes ändern."

Lies doch einfach, worauf das bezogen war.
Thierse ist übrigens kein Engeborener, er ist nicht einmal Berliner. Er hat trotzdem nicht versucht den Prenzlauer Berg zum thüringischen Hinterland zu machen.

"Thierses Toleranz scheint nicht soweit ausgeprägt zu sein, wie er sonst gerne vorgibt."

Humor ist nicht das Ende der Toleranz.

"Ich bin oft in Neukölln und unterhalte mich mit Anwohnern, ich weiß nicht welche Ansprüche du so hast, aber dieser Bezirk gehört nicht unbedingt zu Berlins Aushängeschildern."

Die Mieten in Neukölln sind schon extrem gestiegen und die Gentrifizierung ist in diesem Bezirk mehr zu merken als anderswo. Die Szenebars, -clubs und -cafés sprießen wie Pilze.

"Für mich gibt es da keinen Unterschied zu Anderen die beispielsweise die Zuwanderung anderer Gruppen kritisieren."

Wenn man sich Thierses Aussagen im Kontext ansieht, versteht man den Unterschied: Er kritisiert nicht die "Zuwanderung" bestimmter Gruppen, er bedauert lediglich die Veränderung eines Stadtteils und die Kleingeistigkeit einiger, die sich besonders in der Großstadt angekommen fühlen.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 20.01.2013 10:52 Uhr
Zitat:
Doch es ging um den Prenzlberg - oder hast du gar nicht gelesen, was Thierse gesagt hat?


Für Thierse ging es um Prenzlberg, seine Sichtweise ist auf seine eigene Lebenswelt bezogen. Er findet es schade das er einer der letzten " eingeborenen " Einwohner seines Viertels ist und das sich die Gewohnheiten und daraus resultierend die Sprache seines Bezirkes ändern.
Für mich gibt es da keinen Unterschied zu Anderen die beispielsweise die Zuwanderung anderer Gruppen kritisieren.

Thierses Toleranz scheint nicht soweit ausgeprägt zu sein, wie er sonst gerne vorgibt.


Zitat:
Vielleicht irre ich micht, aber ich glaube gelesen zu haben, dass du Berliner seist. Wenn ja, frage ich mich, warum du offensichtlich überhaupt keine Ahnung hast, wie es mittlerweile in Neukölln aussieht.



Ich bin oft in Neukölln und unterhalte mich mit Anwohnern, ich weiß nicht welche Ansprüche du so hast, aber dieser Bezirk gehört nicht unbedingt zu Berlins Aushängeschildern.
Von: Albert Jerska iGeL 19.01.2013 22:21 Uhr
"Du denkst in zu kleinen Dimensionen, es geht bei dieser Betrachtungsweise nicht ausschließlich um Prenzelberg.
Es geht um die Veränderung von Stadtteilen durch den Zuzug bestimmter Bevölkerungsgruppen. In Prenzlberg ist es eine Aufwertung durch zahlungskräftigere Kundschaft und die daraus resultierenden Ansprüche, in Neukölln ist es die Verelendung durch den Zuzug bzw. Verbleib der sozialen Unterschied ( ausdrücklich aufs Einkommen bezogen ) ."

Doch es ging um den Prenzlberg - oder hast du gar nicht gelesen, was Thierse gesagt hat?
Vielleicht irre ich micht, aber ich glaube gelesen zu haben, dass du Berliner seist. Wenn ja, frage ich mich, warum du offensichtlich überhaupt keine Ahnung hast, wie es mittlerweile in Neukölln aussieht.

"Um da keinen direkten Bezug von Herkunft und Gewohnheiten zu erkennen, braucht man wohl ne Menge Fantasie."

Na langsam wirds was: Wenn du von Bezug sprichst, verstehst du ja offensichtlich auch, dass es sich um zweierlei Dinge handelt.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 19.01.2013 12:17 Uhr

Bist du so fantasielos? Oder verstehst du nicht das Gewohnheiten und Herkunft zwei unterschiedliche Dinge sind?



Das ist jetzt nicht dein Ernst. Thierse kritisierte nicht Müller,Meier, Schulze sondern DIE Schwaben und IHRE Gewohnheiten. Um da keinen direkten Bezug von Herkunft und Gewohnheiten zu erkennen, braucht man wohl ne Menge Fantasie.




Nö, würdest du nicht. Bei dir wäre ich mir nämlich ziemlich sicher, dass du das ernst meinen würdest.



Achso, weil wir uns schon so gut kennen, meinst du ? Vielleicht solltest du überlegen inwieweit dein Denken vourteilbehaftet ist und ob es wirklich ein moralischer Pluspunkt ist, diese negativ mit Deutschen zu verknüpfen.




Ich glaube, du hast nicht verstanden, was Gentrifizierung ist. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass der Prenzlauer Berg auch ohne Schwaben nicht verelendet wäre.



Du denkst in zu kleinen Dimensionen, es geht bei dieser Betrachtungsweise nicht ausschließlich um Prenzelberg.
Es geht um die Veränderung von Stadtteilen durch den Zuzug bestimmter Bevölkerungsgruppen. In Prenzlberg ist es eine Aufwertung durch zahlungskräftigere Kundschaft und die daraus resultierenden Ansprüche, in Neukölln ist es die Verelendung durch den Zuzug bzw. Verbleib der sozialen Unterschied ( ausdrücklich aufs Einkommen bezogen ) .


Während Ersteres vorrangig durch linke Gruppen kritisiert und angeprangert wird, wird letzteres eher vom konträren politischen Lager thematisiert.
Jetzt die Frage an dich, wo ist der Unterschied zwischen beiden Verhaltensweisen und welche Entwicklung ist gefährlicher für eine Stadt, die Aufwertung von Bezirken, oder gegensätzlich die Abwertung ?
Von: Albert Jerska iGeL 18.01.2013 21:33 Uhr
"Und wie kann jemand der sich ausdrücklich gegen die Bewertung seines Gegenübers aufgrund seiner Herkunft ausspricht, im gleichen Atemzug die eigentümlichen Gewohnheiten von Zugezogenen kritisieren und diese dabei kategorsieren ?"

Bist du so fantasielos? Oder verstehst du nicht das Gewohnheiten und Herkunft zwei unterschiedliche Dinge sind?

"Würde ich ebenso deine Zustimmung haben, wenn ich mich humorvoll gegen die weitere Zuwanderung von Menschen mit muslimischen Hintergrund in den einschlägigen Bezirken wende und wenn, wo wäre der qualitative Unterschied zu Thierse ?"

Nö, würdest du nicht. Bei dir wäre ich mir nämlich ziemlich sicher, dass du das ernst meinen würdest.

"Ist denn eine umgekehrte Gentrifizierung, sprich die Verelendung von Bezirken nicht mindestens genauso kritikwürdig ?"

Ich glaube, du hast nicht verstanden, was Gentrifizierung ist. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass der Prenzlauer Berg auch ohne Schwaben nicht verelendet wäre. Gerne empfehle ich dir übrigens auch, dir einmal die Aussagen Thierses genauer anzusehen. Er beklagt, dass der Prenzlauer Berg sich in den letzten Jahrzehnten unwahrscheinlich geändert hat und macht einige augenzwinkernde Bemerkungen über Schwaben in Berlin - das mag man schrullig, doof, langweilig oder sonstwas finden, mit Rassismus hat das aber nichts zu tun.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 18.01.2013 09:53 Uhr
.

Zitat:
Thierse hat seine Haltung bezüglich Rassismus immer klar gemacht und seine Schwabenkritik ist verständlich: Er kommentiert die Veränderungen von Berlin durch Gentrifizierung.



Ist denn eine umgekehrte Gentrifizierung, sprich die Verelendung von Bezirken nicht mindestens genauso kritikwürdig ?


Und wie kann jemand der sich ausdrücklich gegen die Bewertung seines Gegenübers aufgrund seiner Herkunft ausspricht, im gleichen Atemzug die eigentümlichen Gewohnheiten von Zugezogenen kritisieren und diese dabei kategorsieren ?


Würde ich ebenso deine Zustimmung haben, wenn ich mich humorvoll gegen die weitere Zuwanderung von Menschen mit muslimischen Hintergrund in den einschlägigen Bezirken wende und wenn, wo wäre der qualitative Unterschied zu Thierse ?

Von: Albert Jerska iGeL 17.01.2013 23:52 Uhr
"Und sone Schwabenfeindlichkeit einfach auf Grund von Dialekt oder Herkunft ist ähnlich Panne wie anderer Rassismus."

Das ist doch Quatsch. Wer sich die Aussagen von Thierse mal genauer ansieht, erkennt die humorvolle Note. Thierse hat seine Haltung bezüglich Rassismus immer klar gemacht und seine Schwabenkritik ist verständlich: Er kommentiert die Veränderungen von Berlin durch Gentrifizierung. Das ist doch erstmal gut und richtig.

Man kann übrigens auch von dem sprachlichen Unvermögen der Schwaben genervt sein, ohne Lokalpatriot zu sein.
Von: .phaselis Kernsozialistische Partei 17.01.2013 22:09 Uhr
Thierse ist eigentlich ganz auf meiner Linie. Wenn er das aber nicht ironisch gemeint hat, dann finde ich das aus verschiedenen Gründen auch völlig daneben.

1.) Weil das kein Thema für einen Bundestagsvizepräsidenten sein sollte.
2.) Weil wir viel, viel größere Probleme als ein paar Schwaben in Deutschland haben. Ich denke, dass wir es eher dringend schaffen müssen, Araber, Türken und andere Migranten in unserer Gesellschaft und Kultur zu integrieren.
3.) Weil es einfach vollkommen lächerlich ist.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 17.01.2013 07:15 Uhr
Mein Statement bezüglich der Wertung patriotischer Gefühle bezog sich direkt auf Thierse und seinen Anspruch auf Toleranz.

Meine persönliche Sichtweise ist da natürlich eine andere und meine Vorbehalte gegen Patriotismus und ähnlich gelagerten Emotionen ist sehr gering bis nicht vorhanden.
Von: Parenthèse (S.Klammer) Das Volk 16.01.2013 20:00 Uhr
Bin verwundert, da ich dich patriotischer einschätze, wo ist der Haken?
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 16.01.2013 18:49 Uhr
Recht haste und besonders brisant wird die Tatsache nicht nur in Hinblick auf die politische Position Thierses, sondern das ausgerechnet er Schirmherr des Vereins " Gesicht zeigen " ist.


Meiner Meinung nach hat sich Thierse mit der Kritik an den Schwaben völlig unglaubwürdig gemacht.
Von: Parenthèse (S.Klammer) Das Volk 16.01.2013 17:10 Uhr
Ehrlich gesagt, ich habe diese Sache nur ganz am Rande verfolgt. Mir gefällt nicht nur Partiotismzus nicht, sondern auch Lokalpatriotismus nicht.

Und sone Schwabenfeindlichkeit einfach auf Grund von Dialekt oder Herkunft ist ähnlich Panne wie anderer Rassismus.
Von: SBF_ KDP Konservative Deutsche Partei 16.01.2013 07:25 Uhr
Zu dieser Thematik gabs schon ne ausgiebige Diskussion.

http://www.dol2day.com/index.php3?position=700&frage_id=357730&meinung_id=6837149#mid6837149


Thierse hat mit seinen Äußerungen deutlich gezeigt, das seine Toleranz nur dann ausgeprägt ist, wenn sie seine eigenen Lebenswelt nicht betrifft. Wer mit der fremdartig klingenden Bezeichnung von Brötchen ein Problem hat, muss wohl gerade in Berlin in einer sehr kleinen Welt leben.

Von: Parenthèse (S.Klammer) Das Volk 16.01.2013 01:49 Uhr
Der Anschlag ist wohl wirklich Satire. Nicht ganz aldente, aber irgendwie putzig.

Von: Demirtas (LinkerSozi) Sozialist*innen im Internet 15.01.2013 22:39 Uhr
Ich dachte erst das ist Satire...

Naja die Aufregung von Thierse war etwas übertieben, regionale Unterchiede gibt es überall, und zugezogene bringen diese dann mit, wer in Schwaben aufgewachsen ist wird in der Regel weiter in seiner Umgangssprasche sprechen. Aber sehe da jetzt kein Problem drin.

Der Spätzeanschlag ist allerdings genauso albern
Von: .phaselis Kernsozialistische Partei 15.01.2013 22:07 Uhr
ein aktueller Beitrag von SPON

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spaetzle-anschlag-unbekannte-fordern-schwaben-bezirk-in-berlin-a-877752.html

ganz kurz zusammengefasst: thierse ärgert sich über die vielen schwaben in seinem berlin, äußert sich dazu aus meiner sicht, sehr, sehr unglücklich. ich mag thierse übrigens sehr.

und nun der feige anschlag von den ausländischen allemannen.

was soll man dazu nur sagen.