Thema: Kein und ein Glückwunsch für Fidel CastroNeuer Beitrag
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 22:59 Uhr
So sehe ich das im Grunde auch. Zu Chile steht dann hoffentlich in dem Buch was, da kenne ich mich so weit nicht aus.
Von: Demirtas (LinkerSozi) Sozialist*innen im Internet 15.08.2012 22:50 Uhr
Oh in den Faden gehts ja hoch her, müsst ihr so fies zueinander sein?

Irgendwie sind wir vom Thema Kuba abgekommen.

Zur Gewaltfrage will ich folgendes anmerken:
Das kann für Linke keine Handlungsmaxime sein
allerdings ist natürlich klar das reaktionäre Bewegungen nicht viel von Gewaltfreiheit halten und dann wie in Chile dann Linke diesen zum Opfer fallen, in diser Situation ist Verteidigung legitim.
Von: angelus_novus Das Volk 15.08.2012 20:51 Uhr
"hast du ernsthaft erwartet, dass das funktioniert?"

ich glaube nicht, dass eine der beteiligten person motiviert war etwas "funktionierendes" gebacken zu kommen. es gibt um den austausch und darum mal die scheuklappen abzulegen.

einen sachlichen diskurs würde ich wohl sogar mit einem nazi initiieren, sofern er den ersten persönlichkeitstest bestanden hat.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 19:51 Uhr
Machs einfach selber, ist doch deine Fantasiewelt und nicht meine.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 19:44 Uhr
@RL

Zitat:
Nun also Fan des Staates.


Damit hab ich dir eher sogar noch was zum Guten ausgelegt. Oder wer übernimmt sonst die von dir propagierte konsequente Verfolgung jener Personen, die deine imaginierte Gemeinschaft betrügen? Etwa nicht der Staat? Das Freikorps Ralf Lang vielleicht?! ^^
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 19:40 Uhr
Da geht die irre Legendenstrickung also weiter. Nun also Fan des Staates. Mal sehen, was noch kommt - Christ war ich ja schon in der RKP-eigenen Welt.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 19:37 Uhr
@Bimbiss

Zitat:
Irre,
das ist jetzt dann doch etwas witzig, wo du doch gleichwohl Djilas gerne in deiner Partei hast.


Deine Äpfel- und Birnenvergleiche werden auch durch fortgesetzte Wiederholung nicht klüger.

Ist Ralf Lang nur Probemitglied mit zeitlicher Beschränkung in der SII?

Ist Ralf Lang nur zu dem Zwecke in der SII, um seine Ansichten explizit zum Gegenstand der Kritik zu machen?

Offenbart Ralf Lang selbstkritische Reflexionsansätze über seine autoritär-etatistische Denke, die den zuvor genannten Zweck rechtfertigen würde?

Aber die Antworten darauf interessieren dich ja letztlich auch gar nicht, denn es ist dir schon oft genug erklärt worden.

Vielleicht gehört das ja auch alles zu einem neuen piratigen Image bei dir, mit minimaler Inhaltslosigkeit möglichst viel Applaus zu erheischen. Aber Begriffstutzigkeit ist und war eben auch schon immer massentauglicher und produziert mehr Klicks auf dem "I like"-Button als die Aktivierung der eigenen Synapsen. ^^


P.S.: Ansonsten hat angelus alles notwendige zur Causa Djilas gesagt ...
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 19:36 Uhr
Immerhin haben sie was gewagt. Früher waren wir doch alle kreuz und quer in irgendwelchen Parteien. Ich war mal Gast in der IDL und der JUD, die SII hatte mal Netripper und die KP hatte teilweise wirklich gruselige Mitglieder.
Von: Wiolant (Bimbiss) Das Volk 15.08.2012 19:34 Uhr
hast du ernsthaft erwartet, dass das funktioniert?
Von: angelus_novus Das Volk 15.08.2012 19:26 Uhr
@ bimbiss:

djilas zeit in der kiste ist auf einen monat begrenzt. nach ablauf wird es zu einer erneuten abstimmungen kommen.

ich werde gegen eine verlängerte mitgliedschaft djilas in der kiste stimmen, habe es aber insgesamt nicht bereut ihm damals mein pro gegeben zu haben,
er ist, was die meisten doler_innen nicht sind: sachlich, diskutierfreudig, reflektiert.
die diskussionen mit ihm werde ich gerne weiterführen, aber für eine dauerhafte mitgliedschaft hat die reeducation doch nur mangelhaft funktiniert ;-)
Von: Wiolant (Bimbiss) Das Volk 15.08.2012 18:42 Uhr
Zitat:

Schade, dass die SII ihre Rolle als virtuelle Simulation der realen Linkspartei derart ernst zu nehmen scheint, dass sie Massenmördern im Wartestand wie dir nachwievor eine Plattform bietet.

Irre,
das ist jetzt dann doch etwas witzig, wo du doch gleichwohl Djilas gerne in deiner Partei hast.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 18:38 Uhr
Wer den Weg in die befreite Gesellschaft als bürgerkriegsähnliches Szenario mit Pulverdampf und Blei einerseits revolutionsromantisch und andererseits geschichtsvergessen verklärt, der ist in jeder emanzipatorischen Linken an der falschen Adresse.

Das kann ich auch unterschreiben.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 18:35 Uhr
Zitat:
Wer Selbstverteidigung für Liquidation hält, der ist bei mir an der falschen Adresse.


Wer den Weg in die befreite Gesellschaft als bürgerkriegsähnliches Szenario mit Pulverdampf und Blei einerseits revolutionsromantisch und andererseits geschichtsvergessen verklärt, der ist in jeder emanzipatorischen Linken an der falschen Adresse.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 18:30 Uhr
"Ambitionen zur Implementierung einer sozialistischen Ordnung" <- was hat das mit mir zu tun?

Wer Selbstverteidigung für Liquidation hält, der ist bei mir an der falschen Adresse.

Von: Irre Das Volk 15.08.2012 18:24 Uhr
@RL

Du solltest dir vielleicht auch lieber, statt wieder mal nur rhetorische Nebelkerzen zu zünden, auch über den zweiten Pol von angelus Definition, nämlich die Abschaffung des Leidens Gedanken machen.
Denn dies stünde eben auch und gerade deinen Ambitionen zur Implementierung einer sozialistischen Ordnung, die sich den Prinzipien von Überwachen und Strafen bedient, diametral entgegen.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 18:06 Uhr
Hallo Angelus,

Wie gesagt, es dauert ein Stück, bis so ein Buch ankommt. Über Allendes Regierung weiß ich nur oberflächlich, dazu möchte ich keine Einschätzung abgeben.

Was du dir unter "meinem Sozialismus" vorstellst, weiß ich gar nicht. Offensichtlich hat das mit mir nichts zu tun sondern ist eher eine Privatveranstaltung der RKP. Vielleicht erklärt die RKP mir irgendwann "meinen Sozialismus", dann kann ich dazu auch mitreden. Bis dahin behelligt mich damit bitte nicht weiter.

Nicht klar ist mir, was "den Tod gesellschaftlich abschaffen" praktisch bedeuten soll. Wenn es um vermeidbaren Tod geht, also nach Maßstab dessen, was technisch möglich ist und von der Gesellschaft zu schaffen, dann kann ich dem zustimmen. Eine Idee, Kommunismus sei ewiges Leben oder so wird hoffentlich nicht gemeint sein.
Von: angelus_novus Das Volk 15.08.2012 17:56 Uhr
"wenn die RKP-Personen mal erklären, wie sie von Selbstverteidigung im Notfall auf Lager und Vernichtung kommen. "

wie gesagt: es geht nicht um den notfall.

abgesehen davon scheint mir dein sozialismus ein sozialismus der hirngespinste zu sein, ein geistiges imperium, welches irgendwo herum schwebt, ohne die konkreten menschen und ihre konkreten verhältnisse zu reflektieren.

und um mal inhaltlich auf das buch einzugehen, welches irre empfohlen hat: allende hatte keine chance. der sozialismus oder der versuch des sozialismus war hinüber als geputscht wurde. hätte es einen gewalttätigen aufstand gegen den putschen, also eine linke konterrevolution gegeben, und wäre diese erfolgreich gewesen, dann wäre der sozialismus mit den toten militärs begraben worden.

die utopie einer kommunistischen gesellschaft, ist eine gesellschaft in der die beiden feinde des lebens gesellschaftlich abgeschafft sind: das leid und der tod.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 17:45 Uhr
Sollte es jemals dazu kommen, dass ausgerechnet du ausgerechnet meiner Hilfe bedürftest, um nicht zu verhungern, dann würde ich dir vermutlich helfen. Eigentlich kann man mich gar nicht so falsch verstehen, wie du es hier in Reihe tust.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 17:32 Uhr
Wie gnädig von dir. Bedenklich finde ich allerdings, dass du dir einbildest, über mich und meinen Hunger irgendeine Verfügungsgewalt dir anmaßen zu können.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 17:30 Uhr
Was auch immer. Jedenfalls würde ich auch dich nicht verhungern lassen.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 17:28 Uhr
Zitat:
Die Kernaussage ist, dass man einen Betrug an der Gemeinschaft bestrafen gerecht ist.


Welche Gemeinschaft? Ich habe mit dir weder etwas gemein noch würde ich jemals eine Gemeinschaft mit jemandem wie dir bilden wollen.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 17:25 Uhr
Die Kernaussage ist, dass man einen Betrug an der Gemeinschaft bestrafen gerecht ist. Jemanden verhungern zu lasten ist allein deine eigene geistige Leistung. Viel Spaß damit.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 17:23 Uhr
Der Versuch von der Kernauusage deines Statements abzulenken wirkt ziemlich durchschaubar. Denn weder in deinem Statement noch in der Umfrage, aus der dieses Statement stammt, geht oder ging es um Steuerhinterzieher.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 17:19 Uhr
Soweit ich das überblicke, sind die meisten Steuerhinterzieher in Sachen Arbeitskraft eher keine Aktivposten - vorsichtig ausgedrückt. Auch dies ist aber kein Grund, sie verhungern zu lassen. Eine dem Fall angemessene Geld- oder Haftstrafe genügt da völlig.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 17:18 Uhr
Stimmt! Arbeitskraftbehälter verhungern zu lassen wäre ja auch irrational.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 17:15 Uhr
Da spielt dir deine Fantasie einen Streich. Dass man jemandem Steuerhinterziehung nicht durchgehen lässt, heißt nicht, dass man ihn deswegen verhungern lässt.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 17:13 Uhr
Zitat:
Nie käme mir in den Sinn, einen verhungern zu lassen, weil er nicht arbeitet. Politik betreibe ich immer um positive, erreichbare Ziele.


Achso, dann ist dein Account wohl einen Multiuser-Account und Statements wie das folgende sind gar nicht von dir, oder wie?!

"Gerecht ist, wenn jeder im Verhältnis zu seinen Fähigkeiten zur Gesellschaft beitragen muss und Versuche, sich um seinen Anteil zu drücken, konsequent verfolgt werden."

Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 17:07 Uhr
Jetzt wird mir ein wenig klar, woher das alles kommt. Ihr habt einfach eine falsche Vorstellung von meiner politischen Einstellung und trollt daher munter drauf los.

Nie käme mir in den Sinn, einen verhungern zu lassen, weil er nicht arbeitet. Politik betreibe ich immer um positive, erreichbare Ziele. Wenn dem Gegner entgegentreten, muss man adäquat reagieren. Eine Vernichtung von Menschen, einfach weil sie Gegner sind, steht überhaupt nicht auf dem Programm.

Sich nicht zu wehren, das hielte ich aber in der Tat für dumm.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 16:56 Uhr
@RL

In deinem Denken gibt es doch gar keinen Notfall. Der Ausnahmezustand des Notfalls ist bei dir bereits als Normalzustand gesetzt, indem du dich des schmittschen Freund-Feind-Denkens befleissigst und bereits vorab zum Ausgangspunkt deiner gegenwärtigen diskursiven politischen Praxis machst.

Und wo der Griff zur Waffe bereits derart rationalisiert im eigenen Denken erscheint, wäre er in der Praxis dann nur noch der logische Nachvollzug dieses Denkens.

Und gepaart mit deiner protestantischen "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen"-Ethik ist der Weg an die Wand oder ins Gulag da eben schon vorgezeichnet, da du dir jeden (anderen) Weg in die befreite Gesellschaft mittels dieser Carl-Schmittisierung deines Denkens apriori verstellst.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 16:39 Uhr
Bis so ein Buch ankommt, gehen einige Tage ins Land. Vielleicht wäre es handlicher, wenn die RKP-Personen mal erklären, wie sie von Selbstverteidigung im Notfall auf Lager und Vernichtung kommen.

Wie sie von "ist vor dem Ableben zurückgetreten" auf "Geheimdienste loben" kommen. Und so weiter.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 16:31 Uhr
@RL

Auch wenn es recht sinnlos erscheint, so sei dir trotzdem mal folgendes Büchlein empfohlen ...



http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,266,13.html
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 16:25 Uhr
Das mit dem Liquidieren ist eine (nicht neue) RKP-eigene Unterstellung.
Von: Boy Kottke Das Volk 15.08.2012 16:15 Uhr
es geht nicht darum, ob man sich im konkreten fall wehren soll oder nicht, es geht darum, ob man das zum teil der maxime seines handelns macht. und dem ist zu widersprechen.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 16:14 Uhr
Nö. Aber da steht auch nix davon Charaktermasken zu liquidieren.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 16:10 Uhr
Ich glaube nicht, dass es beim ollen Marx irgendwo steht, dass man sich nicht wehren soll.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 16:09 Uhr
Zitat:
wenn es eine linke nicht schafft, im moment der hegemonie eine höhere moral an das eigene handeln anzulegen als in der heutigen welt, dann ist es, gelinde gesagt, schlichtweg die mühe nicht wert.


D'accord.


Vielleicht sollte Kamerad Lang mal den alten Marx zur Hand nehmen und sich speziell den marxschen kategorischen Imperativ nochmal zu Gemüte führen.
Aber vermutlich ist das auch alles nur utopisches Geschwafel in seinen Augen.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 16:06 Uhr
In der Tat weiß ich nicht, was dein Beitrag eigentlich soll.
Dass man sich wehrt, wenn man angegriffen wird, ist an sich gar keine Diskussion wert.
Von: Boy Kottke Das Volk 15.08.2012 15:58 Uhr
kann es sein, dass du mein posting nicht verstanden hast?
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 15:57 Uhr
Ich halte es nicht für Repression, wenn man sich im Falle eines Naziübergriffs wehrt. Das kann man unmöglich verwechseln.

Ich halte es auch nicht für Repression, sich für den Streit um den Lohn zusammenzutun und eine Streikkasse anzusparen.

Von: Boy Kottke Das Volk 15.08.2012 15:51 Uhr
du redest von momenten gesellschaftlicher hegemonie und kommst mir tatsächlich mit beispielen heutiger repression bzw. übergriffen auf linke projekte und personen? und deine antwort darauf ist - entschuldige - widerum repression? warum soll sich dann was ändern, wenn das neue wie das alte eine machiavellistische zerrfratze ist? wenn es eine linke nicht schafft, im moment der hegemonie eine höhere moral an das eigene handeln anzulegen als in der heutigen welt, dann ist es, gelinde gesagt, schlichtweg die mühe nicht wert.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 15:41 Uhr
Man muss sich keine Feinde ausdenken, sie sind ganz real da. Nicht nur in der CSU gibt es genug Politiker, die Linke überwachen lassen und ihnen nach Kräften mit Gesetzen und Verboten die Betätigung erschweren. Der Gegenspieler bei jedem Lohnkampf ist auch ganz real. Lebensbedrohlich sind diese alle nicht.

Eine Nazibande, die mehrfach durch das linke Viertel zieht, im Infoladen "vorbeischaut" und einzelne Veranstaltungsbesucherinnen auf dem Heimweg zu einem schönen Übungsfall für den nächstbesten Chirurgen macht, ist schon ein ganz guter Grund für den einen oder anderen, sich ein Pfefferspray o.Ä. zu besorgen. Der will von dir dann sicher nichts von Moral hören.
Von: Boy Kottke Das Volk 15.08.2012 15:31 Uhr
davon auszugehen, dass postulierte "feinde" auftreten, die man "im notfall" auch mal erschießen müsste, ist einfach der gänzlich falsche ansatz. wenn ich gewalt als ausweg in mein handeln einberechne, wird die schwelle, zu diesem vorgeblich letzten ausweg zu greifen, sinken. beteuerungen des äußersten notfalls sind für mich letztlich ähnlich zu werten wie die inquisitorischen fragen an wehrdienstverweigerer in der alt-brd: "wenn der russe da ist und ihre mutter vergewaltigt und sie haben zufällig ne waffe in der hand, würden sie also nicht schießen?"

diese fragen sind in einer moralischen kategorie nicht zu beantworten und genauso wenig kann ich mich moralisch auf den äußersten notfall rüsten. dies wäre per se amoralisch.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 14:35 Uhr
In der RKP?
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 14:33 Uhr
Zitat:
Wenn aber umgekehrt eine Minderheit dies vorhat, dann muss man dem irgendwie gegenübertreten.


Deutsche Minderheitenpolitik mittels des MG 42 hat ja auch gute Tradition ...
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 14:27 Uhr
Zitat:
eine linke, die schießen will, um ihre politischen ziele durchzusetzen, ist nicht meine linke.


Von schießen wollen kann keine Rede sein. Es geht auch nicht darum, einer unwilligen Bevölkerung irgendwelche Minderheitenideen mit Waffengewalt aufzudrücken. Wenn aber umgekehrt eine Minderheit dies vorhat, dann muss man dem irgendwie gegenübertreten.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 14:25 Uhr
Mach doch mal ganz konkret, wie es eine Bedrohung "des Lebens an sich" wird, wenn Menschen in Notwehr auch mal bereit sind, nicht nur christlich die Backe hinzuhalten sondern auch zurückzupochen. Um nichts anderes geht es hier. Die Vorstellung, dass ich mich auf solche Notsituationen freue, ist abwegig.

Die Kubaner hatten sicher nicht um die Invasion 1961 gebeten, damit sie mal ein paar Amerikanerfreunde totschießen können.
Von: Boy Kottke Das Volk 15.08.2012 14:20 Uhr
Zitat:
Wenn geschossen werden muss, wird geschossen werden.


eine linke, die schießen will, um ihre politischen ziele durchzusetzen, ist nicht meine linke.

Zitat:
sorry, auf eine ernst-jüngerisierung oder carl-schmittisierung der linken kann ich verzichten. ich definieren mein politisches anliegen nicht über meine feinde, sondern über meine utopie.


zustimmung.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 14:16 Uhr
Zitat:
Dass deine Gedanken immer im Lager enden, ist dein Privatproblem.


Du und deine politischen Ambitionen sind aber eben leider kein Privatproblem, weil jederzeit der Umschlag in die Negation des Privaten bzw. darüberhinaus des Lebens an sich droht.
Weswegen auch der theoretische Nachvollzug deiner feuchten Gewaltträume bzw. der von dir in Aussicht gestellten Doktrin der Tat nicht irgendeiner Befindlichkeit entspringt, sondern notwendige Kritik an deinem spezifisch deutschen Utopieressentiment ist.

Schade, dass die SII ihre Rolle als virtuelle Simulation der realen Linkspartei derart ernst zu nehmen scheint, dass sie Massenmördern im Wartestand wie dir nachwievor eine Plattform bietet.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 13:57 Uhr
Dass deine Gedanken immer im Lager enden, ist dein Privatproblem. Ich bin nicht dein Psychiater. Mit Utopien kann ich nichts anfangen, die sind per Definition unerreichbar. Mir geht es um konkrete Veränderungen in der realen Welt. In dieser Welt gibt es Feinde, mit denen muss man irgendwie umgehen.

Richtig ist normalerweise die Reihenfolge: Aus dem politischen Anliegen ergeben sich Gegnerschaften, nicht umgekehrt. Wobei man manchmal auch auf Feinde trifft, die man durch noch so wohlgefälliges Verhalten nicht mehr loswird. Als Auskenner in Sachen Lager fallen dir da sicher historische Beispiele ein.

Den kubanischen Geheimdienst hat hier bislang keiner als große Errungenschaft gefeiert. Zünd dir lieber ne Zigarre an als ne Nebelkerze.
Von: angelus_novus Das Volk 15.08.2012 13:38 Uhr
"Eine Linke, die keine Feinde mehr kennt, braucht es nicht. "

sorry, auf eine ernst-jüngerisierung oder carl-schmittisierung der linken kann ich verzichten. ich definieren mein politisches anliegen nicht über meine feinde, sondern über meine utopie.

"Armut und politische Kampfansagen der Gegner kann man schwer kritisieren. Die Lösungsansätze der kubanischen Führung schon. Dass Castro im Gegensatz zu Gysi, Honecker, Andropow und den anderen Siechenführern selbständig eine Nachfolgeregelung suchte und fand, ist schon mal ein Pluspunkt."

erbdiktatur als pluspunkt? ein landesweites blockwartsystem, welches dazu führt, dass manche kubaner_innen angst davor haben mit ausländer_innen zu sprechen? einführung einer zweitwährung, die zur durchsetzung einer monetären sozialen klassen geführt hat, die zugriff auf auslandsdevisen durch tourismus und exil-kubaner_innen hat? eine autoritäre planwirtschaft, die in den letzten jahren hundertausende staatsangestellte entlassen hat?

"Der größte Dienst, den man für die Menschen in Kuba erbringen kann, ist ein sozialistisches Europa."

der größte dienst, den man kuba momentan erbringen kann, ist sowohl die embargopolitik, als auch das politische regime fundamental zu kritisieren.

"Veränderungen in der sozialen Ordnung haben Gegner, die Protagonisten haben Feinde. Allein durch Überredung werden die von ihrem Standpunkt nicht abrücken."

da spricht mal wieder der gulag-aufseher: sozialismus ist berufsleben + eliminierung
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 13:28 Uhr
Wenn geschossen werden muss, wird geschossen werden. Man möchte dann nicht auf der falschen Seite der Waffe stehen. Was soll man machen, wenn die fiesen abgewählten Chefs von gestern einfach wiederkommen und ihre Ordnung mit Gewalt erhalten wollen?
Was will man machen, wenn rassistische Horden zur Jagd übergehen?
Was will man machen, wenn das Ausland die heimischen Änderungen an der Geschäftsordnung nicht hinnimmt und ein paar bewaffnete Fluggeräte rüberschickt?

Das steckt so ungefähr den Gewaltbedarf ab. Historisch gingen oft Revolutionsregierungen viel weiter und da ist auch vieles nicht nachahmenswert. Soviel zu deiner Frage. Veränderungen in der sozialen Ordnung haben Gegner, die Protagonisten haben Feinde. Allein durch Überredung werden die von ihrem Standpunkt nicht abrücken.
Von: Irre Das Volk 15.08.2012 13:18 Uhr
Zitat:
Eine Linke, die keine Feinde mehr kennt, braucht es nicht.


Und am Ende darf natürlich auch geschossen werden.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 13:04 Uhr
Zitat:
2. Plädiere ich für eine kritische Solidarität mit Kuba, die sowohl Solidariät mit dem sozialen Errungenschaften und gegen das Embargo der USA als auch Kritik an Demokratischen Defiziten auf der Insel mit einschließt.


Armut und politische Kampfansagen der Gegner kann man schwer kritisieren. Die Lösungsansätze der kubanischen Führung schon. Dass Castro im Gegensatz zu Gysi, Honecker, Andropow und den anderen Siechenführern selbständig eine Nachfolgeregelung suchte und fand, ist schon mal ein Pluspunkt. Es gibt in der Politik lateinamerikanischer Armutsregierungen einige Positionen, die wir hierzulande für überwunden oder überwindenswert halten. Die zu kritisieren nützt zwar nichts, ist aber deshalb nicht falsch. Der größte Dienst, den man für die Menschen in Kuba erbringen kann, ist ein sozialistisches Europa.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 15.08.2012 12:55 Uhr
"feigheit vor dem feind", mein lieber ralf, ist ein attribut, was nicht von einer linken zu vergeben ist.

Eine Linke, die keine Feinde mehr kennt, braucht es nicht.
Von: angelus_novus Das Volk 15.08.2012 11:28 Uhr
"2. Plädiere ich für eine kritische Solidarität mit Kuba, die sowohl Solidariät mit dem sozialen Errungenschaften und gegen das Embargo der USA als auch Kritik an Demokratischen Defiziten auf der Insel mit einschließt. Im Gegensatz zu vielen ehmaligen Ostblockstaaten ist der Kubanische Sozialismus durchaus reformierbar, sicherich gibt es natürlich auch vor allem seitens der Exil-Kubaner Bestrebungen Kuba wieder zum Anhängsel der USA zu machen."

allen "kritisch solidarischen" kann ich mal einen besuch der insel empfehlen. spästestens nach einem tag in havanna dürfte jedem einigermaßen vernunftbefähigten menschen klar sein, dass das land nicht nur in puncto demokratie, sondern auch und vor allem in puncto "soziale errungenschaften" ein witz ist.
Von: Demirtas (LinkerSozi) Sozialist*innen im Internet 15.08.2012 10:24 Uhr
Naja wenn die Linke Castro gratuliert tut sie das im Gegensatz vielleicht zur DKP, MLPD oder anderen ohnehin nicht unkritisch oder bejubelnd, insofern wurde der Glückwunsch letztes Jahr medial ausgeschlachtet und gegen die Linke verwendet.
1. Glaube ich nicht das man sich grundsätzlich von politischen Parteien die beispielsweise Waffen in Krisenregionen exportieren vorschreiben lassen sollte wen man zu gratulieren hat
2. Plädiere ich für eine kritische Solidarität mit Kuba, die sowohl Solidariät mit dem sozialen Errungenschaften und gegen das Embargo der USA als auch Kritik an Demokratischen Defiziten auf der Insel mit einschließt. Im Gegensatz zu vielen ehmaligen Ostblockstaaten ist der Kubanische Sozialismus durchaus reformierbar, sicherich gibt es natürlich auch vor allem seitens der Exil-Kubaner Bestrebungen Kuba wieder zum Anhängsel der USA zu machen.
Von: Boy Kottke Das Volk 15.08.2012 09:56 Uhr
"feigheit vor dem feind", mein lieber ralf, ist ein attribut, was nicht von einer linken zu vergeben ist.

ansonsten hat riexinger recht: es GIBT wichtigeres, als einem ex-staatsmann jedes jahr ein glückwunschtelegramm zu tipseln, zumal sich die partei und eine ihrer vorgängerorganisationen tatsächlich darauf beschränk(t)en, dies zu RUNDEN geburtstagen zu tun.

das kleine heftchen, was du dem geneigten leser hier anempfiehlst, fasse ich - nicht nur wegen solcher titel - nicht mal mehr mit der kohlenzange an.
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 14.08.2012 13:48 Uhr
Da hier http://www.dol2day.com/index.php3?position=200&frage_id=353956&kategorie_id=al#fid353956
Von: Nein. (Freizeit 81) Kernsozialistische Partei 14.08.2012 12:11 Uhr
Umfrage dazu ist in Vorbereitung.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Es sieht nach Feigheit vor dem Feind aus, vielleicht ist es aber auch Abkündigung alter Selbstverständlichkeiten.

Man muss nicht unkritisch gegenüber Kuba und dem Nationalrevolutionär Castro sein, der auf dem zweiten Bildungsweg dann berufsbegleitend Kommunist wurde. Meiner Meinung nach kündigt die KP unter seinem Bruder vieles von dem auf, was in den Jahrzehnten davor mal gut, mal schlecht, mal nur der Behauptung nach erreicht und erarbeitet wurde.

Dem alten Mann kann man ruhig ein paar nette Worte widmen. Ein Grund mehr, die junge Welt anstelle der blassgrünen Blabla-Zeitung zu abonnieren.
Von: Parenthèse ((Padauz)) Das Volk 13.08.2012 20:47 Uhr
Die Linkspartei habe laut B.Riexinger dieses Jahr auf einen Glückwunsch an Fidel Castro zum Geburtstag verzichtet. Man habe derzeit drängendere Problem wird der Co-Vorsitzende der Partei auf dem Blog Lafontaines Linke zitiert. Vor einem Jahr hatte ein pathetisches Grautlationschreiben des damaligen Vorsitzenden-Duos für Unruhe gesorgt.

Die junge Welt hingegen widmet einen großen Teil ihrer Titelseite einem Dank an den Comandante.
Vor einem Jahr hatte ein Dank für Mauer und DDR in der selben Zeitung für starke Auseinandersetzungen auch in der Partei die Linke gesorgt.

Und wie hältst du es so mit Fidel und Happy Birthday?