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Fragenübersicht Wie ist Dein ganz persönliches Befinden nach knapp 2 Wochen der Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens?
Anfang-2021 - 31 / 31 Meinungen
20
05.04.2020 18:34 Uhr
Nicht gut. Ich bin kein Mensch, der jeden Tag mit 20 Leuten rumhängt und den großen Socialiser gibt. Aber ich gehe schon gerne ins Restaurant bzw. esse unter der Woche sehr häufig außer Haus, gehe auch in Bars und reise vor allem recht regelmäßig. Zudem bin ich wenig zuhause, weil sehr viel im Büro. Darauf ist auch meine eher kleine und nicht übermäßig bequeme Wohnung ausgelegt. Im Lebensalltag brauche ich die einfach kaum, bin ja viel unterwegs.

Das ist nun alles weggefallen. Ständiges Homeoffice, kaum noch soziales Leben, meine Geburtstagsreise fiel aus und die ganz große Reise in diesem Jahr rückt auch in weite Ferne. Immerhin Sport machen kann man draußen noch, aber dabei ist einem gerade auch mulmig.

So langsam wird mir das alles echt unangenehm, außerdem habe ich keinen richtigen Schlafrhythmus mehr.
05.04.2020 18:53 Uhr
@ Normzweck

Kann viel von deinem Statement unterschreiben sehe ich recht ähnlich
05.04.2020 18:59 Uhr
Ich wünsche mir vor allem mehr Ehrlichkeit und Offenheit der Bundesregierung die derzeitigen Maßnahmen Schieben die Problematik lediglich mach hinten loesen sie aber nicht.
Es gibt also letztlich grob gesagt zwei Ansätze wir lassen normales Leben weitesgehend wieder zu die Infizierten Zahlen steigen versuchen aber Vorerkrankte aeltere abzuschirmen bzw empfehlen Ihnen erhöhte Vorsichtsmaßnahmen der Rest Wuerde sich zwar weitesgehend infizieren wir haetten aber eine zügige Herdenimmunitaet und das Virus waere ende des Jahres weitgehend Geschichte
2. Wir machen so weiter wie immoment und warten auf nen Impfstoff den es frühestens Frühjahr 2021 geben wird.
Dies wird Deutschland weder sozial noch Wirtschaftlich durchhalten koennen
Die Bevölkerung halte ich für gebildet genug das man das ihr das so kommunizieren kann.
05.04.2020 19:03 Uhr
Zitat:
Ich wünsche mir vor allem mehr Ehrlichkeit und Offenheit der Bundesregierung die derzeitigen Maßnahmen Schieben die Problematik lediglich mach hinten loesen sie aber nicht.
Es gibt also letztlich grob gesagt zwei Ansätze wir lassen normales Leben weitesgehend wieder zu die Infizierten Zahlen steigen versuchen aber Vorerkrankte aeltere abzuschirmen bzw empfehlen Ihnen erhöhte Vorsichtsmaßnahmen der Rest Wuerde sich zwar weitesgehend infizieren wir haetten aber eine zügige Herdenimmunitaet und das Virus waere ende des Jahres weitgehend Geschichte
2. Wir machen so weiter wie immoment und warten auf nen Impfstoff den es frühestens Frühjahr 2021 geben wird.
Dies wird Deutschland weder sozial noch Wirtschaftlich durchhalten koennen
Die Bevölkerung halte ich für gebildet genug das man das ihr das so kommunizieren kann.


Ich sehe bei dem Isolieren der Risikogruppen das Problem, dass diese relativ groß ist. Ich las von ca. 30 Prozent der Bevölkerung, das betrifft nicht nur alte sondern fast alle systemische Vorerkrankungen und es ist so weit ich weiß noch unklar, ob Übergewichtige per se gefährdet sind oder das nur der Fall ist, wenn eine übergewichtstypische Erkrankung dazu kommt. Je nach Wertung wird die Betroffenengruppe extrem groß.

Mir scheint, als könnten wir derzeit wirklich nichts anderes tun als uns Zeit zu erkaufen. Die jetzigen Maßnahmen haben zeitlich eine natürliche Grenze, mehr als vielleicht insgesamt 2-3 Monate kriegen wir’s nicht hin. Diesen Zeitrahmen müssen wir aber notfalls ausnutzen, um medizinisch aufzumunitionieren.
05.04.2020 19:35 Uhr
Was mir bei der Isolation von speziellen Einzelgruppen auch noch Bauchschmerzen bereitet, ist, dass solche Maßnahmen nicht mehr nur an den Freiheitsrechten sondern auch an Art. 3 des Grundgesetzes gemessen werden müssen - und die Maßnahmen dann so hinzubekommen, dass die Rechte nicht verletzt werden, ist dann schon schwerer als jetzt, so paradox das auch klingen mag.
05.04.2020 19:55 Uhr
Es ist wie es ist.

Und ich lege mich für die Maßnahmen härter aus. Ich gehe maximal 2 mal in der Woche einkaufen und ich war in den letzten 3 Wochen einmal 45 Minuten spazieren.

Dabei fühlte ich mich schon sehr grenzwertig. Also im gefühlten kriminellen Bereich.

Aber nur mit harten Herzen werden wir den Krieg gegen den Virus gewinnen.
05.04.2020 19:56 Uhr
@Normzweck

Man könnte die Massnahmen für diese Gruppen ja auch nur "eindringlich empfehlen"
Das wäre aufjedenfall Grundgesetzkonform
Wir empfehlen ja auch auf den Zigarettenpackungen lieber nicht zu rauchen.
Ich glaube da durchaus auch an Eigenverantwortung und Vernunft.
Was aufkeinenfall geht dauerhaft so wie jezt auch alle die zu keiner Riskogrippe gehören in "Haftung" zu nehmen.
Bewegungs, Versammlungsfreiheit aber auch das Recht auf (Schul)- Bildung sind schließlich Grundrechte die wir nicht auf Dauer Einschränken können gleiches betrifft die Gewerbefreiheit
05.04.2020 20:07 Uhr
Zitat:
@Normzweck

Man könnte die Massnahmen für diese Gruppen ja auch nur "eindringlich empfehlen"
Das wäre aufjedenfall Grundgesetzkonform
Wir empfehlen ja auch auf den Zigarettenpackungen lieber nicht zu rauchen.
Ich glaube da durchaus auch an Eigenverantwortung und Vernunft.
Was aufkeinenfall geht dauerhaft so wie jezt auch alle die zu keiner Riskogrippe gehören in "Haftung" zu nehmen.
Bewegungs, Versammlungsfreiheit aber auch das Recht auf (Schul)- Bildung sind schließlich Grundrechte die wir nicht auf Dauer Einschränken können gleiches betrifft die Gewerbefreiheit


Da kommen wir nach einigen Zwischenschritten wohl zu der Frage von Menschenbildern und der Effizienz von Maßnahmen - ich denke nicht, dass eine bloße Empfehlung den hinreichenden Effekt hat, letztlich werden das aber die Zahlen zeigen müssen. Meine Vermutung ist, dass wir erst eher am Anfang sind in dem Bewusstsein über die Schwere der Krankheit, so wie sich die Kenntnisse um das klinische Erscheinungsbild ja nur langsam vermehren. Am Anfang hieß es, das sei in der Symptomatik ähnlich wie eine Grippe, dann gab es erste Erkenntnisse zu den besonders schweren Verläufen von Lungenentzündungen, später die Sache mit dem Geschmacks- und Geruchssinn, inzwischen das Wissen um schwere Organschäden und darum, dass bei entsprechendem Verlauf auch erhebliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erwarten sind. Ich würde sagen, je klarer den Leuten wird, dass das Virus extrem gefährlich ist, kann die Warnstrategie auch funktionieren - nur ist jetzt in den Köpfen noch zu sehr das Bild von einer heftigen Grippe verankert.

Besonders eindringliche Warnungen an spezielle Personengruppen können bei Überschreitung der Erheblichkeitsschwelle übrigens auch grundrechtsrelevant werden - deshalb bin ich auch da skeptisch.


Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 05.04.2020 20:08 Uhr. Frühere Versionen ansehen
06.04.2020 09:15 Uhr
Ziemlich gelassen. Mein Bewegungsradius ist auf etwa 3 KM rund um meinen Wohnort geschrumpft, das ist die einzige wirkliche Einschränkung, die ich als nicht so schön erlebe.
06.04.2020 16:44 Uhr
Nach wie vor gelassen.
07.04.2020 01:08 Uhr
Psychisch geht es mir pfenniggut. Weniger Arbeitsbelastung, kein Termindruck, Zeit für Hobbies.

Körperlich schwieriger, ich werde meine Bronchitis nicht los (bin mir ziemlich sicher, dass es kein Corona ist) und habe auch Kopfschmerzen (das ist bei mir aber leider sehr häufig),
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