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Fragenübersicht Super, Deutschland schafft sich ab - gefällt Dir folgender Artikel aus der taz von Denic Yücel?
Anfang-2041 - 60 / 117 Meinungen+20Ende
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09.04.2013 16:11 Uhr
@ irre


Na das erkläre mal dem deniz yücel, der scheint das nämlich etwas anders zu sehen, oder den tausenden Personen die gerne die doppelte Staatsbürgerschaft haben wollen, für die scheint das irgendwie mehr zu sein, als ein Stück Papier.

09.04.2013 16:18 Uhr
@SBF

Ich vermute Deniz Yücel würde meinen letzten Beitrag als das erkennen war, was er ist. Ein objektiv wahrer Sachverhalt, der so und für sich genommen gar keine wertende Aussage enthält.

Dass er trotzdem mehrfach abgelehnt wird, ist eine dieser typischen skurillen Stilblüten von dol2day.

Du sowie deine beiden Mitablehner, ihr solltet euch demgemäß erstmal über den Unterschied von "Biologie" und "Biologismus" klarwerden, bevor wir überhaupt die Debatte um den Sinn oder Unsinn von Letztgenanntem fortsetzen.^^
09.04.2013 16:24 Uhr
Zitat:
Eigentlich schön zu sehen, wie die Diskussion hier geführt wird. Dabei werden alle Klischees bedient, die im Artikel aufgeführt werden. Man kann auch unfreiwillig und ungewollt den Aussagen des Autors Beihilfe leisten.


Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben: Selbst wenn der Artikel keine Satire wäre, würde fast alles stimmen. Und ich gebe dir vollkommen recht...das Gejammere, Genöle hier und dieses sofortige Suchen der Opferrolle ist ja genau das, was der Autor meinte.
09.04.2013 16:27 Uhr
Beim Lesen des Artikels habe ich mehrfach schallend lachen dürfen - nicht zuletzt über die Wutschaumfabrikate des Mobs in der Leserkommentar-Spalte der taz.
09.04.2013 16:32 Uhr
@ irre

Menschen solidarisieren sich aufgrund von Gemeinsamkeiten und die optischen Merkmale , resultierend aus biologischen Gegebenheiten kann man nicht so einfach negieren.

Warum sollten sich Menschen, unter ihnen deniz yücel so mit einem Land verbunden fühlen, das sie bestenfalls aus dem Urlaub kennen, oder mit ihrer Verwandtschaft ( wo wir wieder bei der Biologie wären ) verbinden ?


Welchen Sinn hat denn eine doppelte Staatsbürgerschaft wenn es sich in deinen Augen nur um ein entsprechendes Stück Papier handelt und du biologische Gründe ( wie Abstammung, Verwandtschaft, Optik ) ausschließt ?
09.04.2013 16:39 Uhr
Zitat:
Super, Deutschland schafft sich ab - gefällt Dir folgender Artikel aus der taz von Denic Yücel?
Nö.
Schlecht gemachte Provo, auf die aber trotzdem viele reinfallen, wie man sieht..
09.04.2013 16:41 Uhr
@SBF

Und wieder hast du abgelehnt. Unfassbar. Ich versuche es mal anders. Müssen Mitarbeiter auf Passämtern Biologie studiert haben? Wird Verfassungsrecht (mitsamt der verfassungsmäßigen Rechte eines Staatsbürgers) an der naturwissenschaftlichen Fakultät gelehrt? Wird Staatsbürgerkunde an Schulen im Rahmen des Leistungskurses Biologie unterrichtet?

*weiterhin auf das geräusch des fallenden groschen wart*
09.04.2013 16:43 Uhr
Zudem finde ich interessant, dass der Artikel, der vom vorletzten August ist, gerade jetzt in gewissen Kreisen Furore macht, seit gestern nämlich empören sich dort im Kommentarbereich wieder Leute, nach längerer Pause. Ich finds nett, denn mir war er entgangen, obwohl ich gerne was von Yücel lese.
09.04.2013 16:47 Uhr
@ irre




Die Nachkommen der ehemaligen Gastarbeiter leben teilweise in der 4. Generation hier und trotzdem bestehen sie auf ihren türkischen Pass, obwohl nicht nur ihr Lebensmittelpunkt in Deutschland liegt, sondern der ihrer Eltern ebenso.

Welche staatsbürgerschaftlichen Rechte wollen Sie denn bitte in der Türkei einfordern, ist es für dich so schwer vorstellbar, das die Bindung zu einem Land bzw. der Staatsbürgerschaft an sich wesentlich mehr Gründe haben kann, als der Besitz eines Dokuments ?

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 09.04.2013 18:49 Uhr. Frühere Versionen ansehen
09.04.2013 16:53 Uhr
@SBF

Ich sehe schon, du bemerkst gar nicht, dass ich in meinen letzten Beiträgen gar nicht auf einer inhaltlichen Ebene mit dir diskutiere, oder?!

Denn es ergibt keinen Sinn inhaltlich über etwas zu diskutieren (nämlich (d)eine biologistische Weltinterpretation), solange du nicht einmal den definitorischen Unterschied zwischen diesem diskutierbaren Inhalt einerseits und dem Inhalt der Biologie andererseits erfasst hast.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 09.04.2013 19:10 Uhr. Frühere Versionen ansehen
09.04.2013 16:54 Uhr
Mäßig unterhaltsame Provokation. Allerdings erweist sich Yücel in der Disziplin "Meckern" seiner eigenen Einschätzung nach als wahrer Deutscher.
09.04.2013 17:13 Uhr
@ irre

Du diskutierst selten auf einer inhaltlichen Ebene und verlierst dich in Begrifflichkeiten und der Deutungshoheit über diese.

Dieser vermeintlich elitäre Habitus ist selbstverständlich typisch antideutsch, aber wenig zielführend.

Sicherlich interpretiere ich bestimmte Aspekte, aber die Deutung einer Gegebenheit bzw. einer Handlung dürfte immer zwingend Grundlage einer Diskussion sein, oder ?

Und das Menschen die in Deutschland geboren sind, hier aufwachsen und ihren Lebensmittelpunkt hier haben, die Staatsbürgerschaft ihrer Vorfahren behalten wollen, dürfte durchaus biologische Ursachen haben.

Ich denke das die integrativen Probleme von bestimmten Gruppen unter Anderem etwas mit ihrer wahrgenommenen Andersartigkeit ( aufs optische bezogen ) zu tun haben und dem damit vermittelten Gefühl der Fremdheit der Nichtzugehörigkeit.


09.04.2013 17:25 Uhr
@SBF

Zitat:
Du diskutierst selten auf einer inhaltlichen Ebene und verlierst dich in Begrifflichkeiten und der Deutungshoheit über diese.


Es geht hier nicht um Deutungshoheiten, sondern ausschliesslich erstmal nur um den korrekten Gebrauch allgemein definierter Begrifflichkeiten.
Jede weitergehende Anwendung dieser Begriffe bzw. daran anschliessender Diskurse um Deutungen setzt die korrekte Verwendung der basalen Begriffe erst voraus.
Und solange du weiterhin den Unterschied zwischen dem Inhalt des Begriffes Biologie und dem Inhalt des Begriffes Biologismus nicht erfasst hast (und beides anscheinend für identisch hältst), steige ich in eine Debatte über Deutungshoheiten bzw. den Sinn oder Unsinn von Biologismus mit dir gar nicht erst wieder ein.


P.S.: Deine beharrliche Identifizierung des von dir vertretenen Biologismus im besonderen mit der Biologie im allgemeinen überrascht mich allerdings wenig, weiß ich doch aus eigener Erfahrung, dass das rechtsextreme Denken diese eine mögliche für die einzig mögliche Weltinterpretation hält. Und genau das offenbart sich gerade auch in deinem beide Begriffe miteinander identifizierenden und sich gegenüber jedweder anderen Interpretationsmöglichkeit abschottenden Argumentationsmuster.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 09.04.2013 19:30 Uhr. Frühere Versionen ansehen
09.04.2013 17:35 Uhr
@ irre


Die Defintition des Begriffes Biologismus ist mir durchaus bekannt, nur halte ich ihn in der aktuellen Debatte als nicht passend.

Es geht hier nicht um Verhaltensweisen die biologisch bedingt sind, oder um sozialdarwinistische Erklärungsansätze, sondern wie mehrfach von mir aufgeführt um rein biologische Betrachtungsweisen, und Solidarisierungen aufgrund von Abstammung und optischen Merkmalen.
09.04.2013 17:39 Uhr
@SBF

Zitat:
Es geht hier nicht um Verhaltensweisen die biologisch bedingt sind (...)


Zitat:
(...) sondern wie mehrfach von mir aufgeführt um rein biologische Betrachtungsweisen, und Solidarisierungen aufgrund von Abstammung und optischen Merkmalen.


Der eklatante Widerspruch zwischen beiden Aussagen müßte doch (und zwar gänzlich vor jeder inhaltlichen Bewertung dessen) selbst dir ins Gesicht springen?!^^
09.04.2013 17:44 Uhr
@ irre

In der Tat war ich nicht präzise genug, um es deutlicher zu machen geht es nicht um Verhaltensweisen die angeblich aufgrund der Genetik vorbestimmt sein sollen und dadurch zu einer biologistischen Wertung führen könnten, sondern um die Gemeinsamkeit von Personen, unabhängig von ihrem individuellen Handeln, in bestimmten Merkmalen der Erscheinungsform die unabänderlich sind.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 09.04.2013 19:46 Uhr. Frühere Versionen ansehen
09.04.2013 17:49 Uhr
iss okay. Gefällt mir die Vorstellung.
09.04.2013 17:56 Uhr
Aber Erdogan bei dem Thema zu zitieren, ist schon lustig. Man merkt einfach, dass einige hier überhaupt keine Ahnung haben und alles in einen Topf stecken, was irgendwie Türkisch klingt. Man fordert ständig, in der rechten Szene zu differenzieren, ja nichts "Nazi" zu nennen, sondern genauer hinzuschauen, aber hier ist es kein Problem, einen konservativen Politiker wie Erdogan und einen in Deutschland geborenen türkischstämmigen (obwohl ich auch irgendwo mal hörte, er sei kurdischer Abstammung) Hessen, der für eine linke Zeitung schreibt, in einen Topf zu werfen. Die beiden sind sich politisch so nah wie Sarah Wagenknecht und Norbert Geis.
09.04.2013 17:56 Uhr
@SBF

Zitat:
um es deutlicher zu machen geht es nicht um Verhaltensweisen die angeblich aufgrund der Genetik vorbestimmt sein sollen (...)

sondern um die Gemeinsamkeit von Personen unabhängig von ihrem individuellen Handeln in bestimmten Merkmalen der Erscheinungsform die unabänderlich sind.


Insofern diese im zweiten Teil angeführten Merkmale keinerlei Einfluss auf die Verhaltensweisen der Menschen haben (wie du es im ersten Abschnitt formulierst), würdest du zugleich aber all deine inhaltlichen Beiträge in diesem Thread und anderswo ad absurdum führen, weil du sie allesamt für irrelevant erklären würdest.

Übrigens: Soweit würde ja nichtmal ich gehen, denn ich erkenne die gegebenen Relevanzen, kritisiere sie vor dem Hintergrund ihrer historischen Gewordenheit und mithin Veränderlichkeit aber scharf. Dass du die Gegebenheiten nun aber völlig negierst, läßt mich doch ein wenig schmunzeln. :-)
09.04.2013 18:16 Uhr
@ irre


Ich negiere sie nicht, denn das wäre faktisch falsch, aber für die Diskussion und vor allem für deinen Verweis auf den Biologismus sind sie erstmal unerheblich.

Gehen wir zum Ausgangspunkt der Diskussion zurück, du behauptest:

Zitat:
Die einzig potentiell "biologische Bindung" eines Ausweispapieres ergibt sich aus dem Holzanteil in dem für dessen Druck verwendeten Papier.



Ich habe ausgeführt das dem nicht so ist und es durchaus eine biologische Bindung existiert und mitnichten nur das Dokument und die daraus resultierenden staatsbürgerlichen Rechte Motiv der Doppelstaatler sind.


Oder um es auf den Punkt zu bringen, nicht eine genetisch bedingte Zwangshandlung erzeugt diesen Handlungsdruck, sondern das Bewußtsein der Abstammung / Herkunft und genau da schließt sich der Kreis zur Biologie und nicht zum Biologismus.
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