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Fragenübersicht Findest Du, daß dieser Vater vorbildlich handelt?
Anfang-2065 - 84 / 84 Meinungen
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28.08.2012 19:05 Uhr
Witzigerweise muß ich grade an einen Tierarzt denken, bei dem ich Praktikum gemacht habe. Er wollte seine Kinder vegetarisch aufziehen und vor allem auch absolut pazifistisch. Was ist passiert? Die Großeltern haben mir verraten, daß sie dem Sohn (5 Jahre alt) ein riesiges Plastikgewehr gekauft haben, das er heiß und innig liebt, und die Kinder nur Wurst und Schnitzel futtern, wenn sie bei ihnen sind ;-)
28.08.2012 19:05 Uhr
Zitat:
Ob der Vater wohl auch so vermeintlich solidarisch wäre, wenn der Sohn im Teenageralter auf einmal eine Vorliebe für Thor Steinar-Klamotten entwickeln würde?


*seufz*

Äpfel, Birnen...
28.08.2012 19:37 Uhr
Zitat:
Die Großeltern haben mir verraten, daß sie dem Sohn (5 Jahre alt) ein riesiges Plastikgewehr gekauft haben, das er heiß und innig liebt, und die Kinder nur Wurst und Schnitzel futtern, wenn sie bei ihnen sind


Demnach wäre es in dieser Geschichte hier möglich, dass der Kleine bei Omma im Blaumann rumrennt?

*gg*
28.08.2012 19:44 Uhr
@ PozBlitz:

Ja, oder in der Lederhose ;-)
28.08.2012 19:47 Uhr
@ PozBlitz:

Das kannste aber annehmen! ;o)
28.08.2012 20:20 Uhr
Röcke für Männer sind hierzulande momentan zwar nicht üblich, aber neu ist das Phänomen nicht. Der Rock (bzw. das sackartige Kleid in diversen Formen) ist ja historisch gesehen das ältere Kleidungsstück. In der Antike haben die Tunikaträger auf die Träger von Hosen oder Beinlingen herabgeschaut. Dass der Männerrock von Designern wie Gaultier wieder aufgegriffen wurde, hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass der Rock andeutet: "Sieh mich an, meine Kleidung muss nicht praktisch sein." So gesehen zeugt ein Rock mehr von Ästhetik als eine Hose...
29.08.2012 17:12 Uhr
@ Hasensalat:

Nur geht es hier absolut nicht um eine Tradition von Männer"röcken", sondern der Vater macht explizit klar, daß es ihm um gender mainstreaming-Erziehung geht. So zeigt das beigefügte Bild auch keineswegs etwas, das Männer"röcken" ähnelt, sondern es ist eindeutig ein Frauenrock und ein Mädchenkleid.
29.08.2012 17:59 Uhr
@ nebelstrahl

Zitat:
So zeigt das beigefügte Bild auch keineswegs etwas, das Männer"röcken" ähnelt, sondern es ist eindeutig ein Frauenrock und ein Mädchenkleid.


Und warum hast du damit Probleme?

Vier Blogeinträge, die eine Antwort darauf geben:

http://antjeschrupp.com/2012/08/23/beim-pinken-uberraschungsei-geht-es-nicht-um-madchen-sondern-um-jungen/

http://dasnuf.de/weibchen/das-macht-doch-ein-xy-nicht/

http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2012/08/zwischenspiel-buben-in-rocken.htm

http://www.journelle.de/1924/das-rosa-ei-in-der-familie/


Vielleicht bringt dich dieses Zitat aus dem dritten Posting dazu, deine Normopathie zu überdenken:

Zitat:
A group of 11-year-old girls were asked, “What would it be like if you came back tomorrow as a boy?” The girls responded that they would climb trees, get dirty, and play late. A group of 11-year-old boys were similarly asked, “What would happen if you came back tomorrow as a girl?” The boys’ reaction? Nearly suicidal. Some said that they would jump off a bridge, wouldn’t wake up the next day in hopes of ignoring reality, or wouldn’t go out of the house. The boys reacted with mortification and horror at the thought of having to live life as a girl.
29.08.2012 18:38 Uhr
Zitat:
A group of 11-year-old girls were asked, “What would it be like if you came back tomorrow as a boy?” The girls responded that they would climb trees, get dirty, and play late.


Das hab ich alles als Mädchen gemacht. Ich finde, das ist eine dämliche Antwort.
29.08.2012 19:03 Uhr
@ nebelstrahl

Zitat:
Das hab ich alles als Mädchen gemacht. Ich finde, das ist eine dämliche Antwort.


Und warum mißgönnst du dann den Jungen die Freiheit, "Mädchenrollen" einzunehmen?

Die Schockreaktionen zeigen ja, wie tief ihnen die Angst eingeprägt worden ist, "weibisch" (bezeichnenderweise gibt es für dieses Wort kein Gegenstück) zu wirken.
29.08.2012 19:08 Uhr
@ sol1:

Die klassische Mädchenrolle - daheim unter Aufsicht sitzen und mit Puppen spielen - ist eine völlig unfreie. Man gab Mädchen nicht den Raum, sich auch physisch und wild zu entfalten. Der Wunsch nach einer Mädchenrolle besteht höchstens in Ausnahmefällen, denn damit würde Freiheit nicht gewonnen, sondern aufgegeben.

Es ist ganz normal, daß Jungs im Grundschul- und Unterstufenalter eine solche Reaktion wie oben zeigen - nicht weil sie Angst haben, weibisch zu sein, sondern weil sie ihre Jungenrolle gern haben. So sind im Grundschulalter auch Mädchen, die gut klettern und rennen können, als Spielkamerad voll akzeptiert, wohingegen mit "Puppenmädchen" in dem Alter nicht gespielt wird.
29.08.2012 19:09 Uhr
Zitat:
Witzigerweise muß ich grade an einen Tierarzt denken, bei dem ich Praktikum gemacht habe. Er wollte seine Kinder vegetarisch aufziehen und vor allem auch absolut pazifistisch. Was ist passiert? Die Großeltern haben mir verraten, daß sie dem Sohn (5 Jahre alt) ein riesiges Plastikgewehr gekauft haben, das er heiß und innig liebt, und die Kinder nur Wurst und Schnitzel futtern, wenn sie bei ihnen sind ;-)

Ja, das ist witzig, wenn Großeltern ihren Enkeln beibringen, wie man die Eltern belügt.

Welch kranker Geist findet so ein Verhalten witzig?
29.08.2012 19:27 Uhr
@ nebelstrahl

Zitat:
Es ist ganz normal, daß Jungs im Grundschul- und Unterstufenalter eine solche Reaktion wie oben zeigen - nicht weil sie Angst haben, weibisch zu sein, sondern weil sie ihre Jungenrolle gern haben.


Du weichst der Frage "Warum zeigen die Mädchen nicht dieselbe Reaktion?" aus.

Und zwar offenbar deshalb, weil du für dich selbst ein Rollenswitching gut findest, es bei Männern aber als "durchgeknallt" brandmarkst.

Du bist eine Feministin im schlechtesten Sinne.



29.08.2012 19:32 Uhr
@ sol1:

Ich sehe darin kein "Rollenswitching", sondern einen Teil meiner Persönlichkeit. Ich hatte nie den Wunsch, ein Junge oder Mann zu sein, sondern bin mit meinem Geschlecht vollkommen zufrieden.

Zitat:
Du bist eine Feministin im schlechtesten Sinne.


Ich weiß nicht, ob das Wort "Feministin" auf mich überhaupt zutrifft. Ich würde mich selbst so nicht bezeichnen.
Möglicherweise kann ich einfach nicht nachvollziehen, was für einen Jungen an einer "klassischen Mädchenrolle" attraktiv sein sollte, weil ich das als Unfreiheit empfunden hätte, wenn man mich dazu gezwungen hätte (was aber auch niemand getan hat).
29.08.2012 19:41 Uhr
Zitat:
Und zwar offenbar deshalb, weil du für dich selbst ein Rollenswitching gut findest, es bei Männern aber als "durchgeknallt" brandmarkst.


Die klassische Jungsrolle ist ja auch weitgehend ganz ok, die klassische Mädchenrolle hingegen ziemlich beknackt, und zwar für Jungs wie für Mädchen.
29.08.2012 23:44 Uhr
@ nebelstrahl

Zitat:
Ich sehe darin kein "Rollenswitching", sondern einen Teil meiner Persönlichkeit. Ich hatte nie den Wunsch, ein Junge oder Mann zu sein, sondern bin mit meinem Geschlecht vollkommen zufrieden.


Wenn für dich das Tragen von Hosen Teil deiner Persönlichkeit ist, ohne daß es deine Einstellung zu deinem eigenen Geschlecht verändert, wieso soll das dann bei röcketragenden Jungen und Männern anders sein?
30.08.2012 04:21 Uhr
@ sol1:

Der Unterschied liegt in der Robustheit des Kleidungsstücks begründet. Ich trage die Hosen nicht, weil ich sie schöner finde, sondern weil sie praktischer sind. Ein Junge in klassischern Mädchenkleidern wird ein Stück weit der Einschränkung unterworfen, die das Kleidungsstück mitbringt (Hindernis beim Klettern, Rennen, wildem Spiel).

Wobei das in Zeiten von stundenlangen Computerspielen und Kindern, die bei Einschulung nicht mehr rückwärts laufen oder hüpfen können, vermutlich keinen Unterschied macht. Daß auch das nicht gesund ist, steht auf einem anderen Blatt.
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