Madiba Magics Profil
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OlliSmiley01.08.2004 16:14 Uhr
Madiba_Magic04.12.2004 20:09 Uhr
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Profil-BildPERSÖNLICH

Ich bin 36 Jahre alt, komme ursprünglich aus Soest und wohne jetzt in Bochum, wo ich Jura studiert und mein Referendariat gemacht habe.

Seit 2003 arbeite ich als Richter, im Moment am Landgericht Bochum.

Ich bin Mitglied der CDU, der CDA und der Lesben und Schwulen in der Union (LSU).

Tja, was bin ich sonst noch? Mal ein Brainstorming über mich selbst, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

* Optimist
* Christdemokrat
* Langschläfer
* zu dick
* Patriot
* schwul
* Südafrika-Fan
* humorvoll
* Antikommunist
* Antifaschist
* Raucher
* freiheitsliebend
* ein ziemlich bunter Typ halt ;-)

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BEI DOL2DAY

Seit Ende 2000 dabei, im Dezember 2000 Kanzlerkandidat der CIP. Danach einer der Mitbegründer der Union, außerdem der Initiative Rainbow.

Dann mit einer kurzen Unterbrechung viele Jahre nicht mehr dabei. Jetzt (Juni 2009) schnuppere ich mal wieder rein.

Ob mir das gefällt, was ich so erschnuppere, wird sich zeigen. *g*

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MEIN NICKNAME

Ich habe mich für diesen Nickname entschieden, zu Ehren des Menschen, den ich für das größte Vorbild unserer Tage halte.

"Madiba" ist der Clanname von Nelson Mandela, dem ersten frei gewählten Präsidenten Südafrikas.

Nach 28 Jahren Haft und Entwürdigung, nach Jahrzehnten eines absurden rassistischen Regimes hat er nicht einfach den Spieß umgedreht, sondern mit seiner Versöhnungspolitik, seiner bewundernswerten menschlichen Größe, seiner Tatkraft und Energie den Grundstein für ein neues Südafrika gelegt. Er hat maßgeblich beigetragen zur Schaffung einer friedlichen, nichtrassischen, pulsierenden und sympathischen "Rainbow Nation". Ein Südafrika, auf das *alle* seine Bürger stolz sein können.

Und es auch sind. Ich habe in Südafrika viele Menschen getroffen, die sehr kritisch zum ANC stehen. Schwarze Oppositionelle von der Inkatha-Partei, liberale Engländer, konservative Buren bis hin zu alten Haudegen aus der Apartheid-Ära. Ich habe viel - teilweise berechtigte - Kritik an der gegenwärtigen Politik gehört. Aber wenn man sie auf Nelson Mandela ansprach, bekamen sie alle irgendwie leuchtende Augen und mußten einräumen, daß er ein ganz großer Präsident war - und daß das neue Südafrika mit all seinen Fehlern doch viel besser ist als das alte.

"Madiba Magic" nennen sie in Südafrika diesen Zauber, diese Ausstrahlung von Mandela, der sich fast keiner entziehen kann, unabhängig von Rasse und politischer Anschauung.
Politisches Statement
IDEEN STATT IDEOLOGIEN

Als Pragmatiker versuche ich, weiten Abstand von Ideologien aller Art zu halten. Von den extremen von rechts und links sowieso. Aber ich brauche auch kein pseudo-philosophisches Geschwafel über das Konservative an sich oder die verklärte Beschwörung von Sozialromantik. Wenn etwas gut ist, wird es mich überzeugen, auch ohne daß ich mir’s durch eine ideologisch verzerrte Brille anschauen muß.

A propos Überzeugen: Überzeugter Fan des Grundgesetzes bin ich. Überzeugter Anhänger der freiheitlichen und zugleich wehrhaften Demokratie, des Rechtsstaats und der sozialen Marktwirtschaft. Ich bin dankbar, in Freiheit zu leben.

Eine Freiheit, die nicht nur auf dem Papier steht. Das Deutschland von heute ist weltoffen und tolerant, bunt und lebendig. Ein Land, in dem jeder nach seiner Facon glücklich werden kann. Und darum liebe ich dieses Land. Mein Patriotismus ist von heute, nicht von gestern. Er ist nicht schwarz-weiß-rot, sondern schwarz-rot-gold.

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ZITATE VON NELSON MANDELA

”During my lifetime I have dedicated myself to this struggle of the African people. I have fought against white domination, and I have fought against black domination. I have cherished the ideal of a democratic and free society in which all persons live together in harmony and with equal opportunities. It is an ideal which I hope to live for and to achieve. But if needs be, it is an ideal for which I am prepared to die.”

(Abschlußworte im sog. Rivonia-Prozeß 1964. Mut und Größe im Angesicht eines drohenden Todesurteils. Mandela wurde schließlich „nur“ zu lebenslanger Haft verurteilt und saß bis 1990 im Gefängnis. Es war ihm schließlich vergönnt, für seine Ideale zu leben und sie zu erreichen.)

***

“I watched, along with all of you, as the tens of thousands of our people stood patiently in long queues for many hours. Some sleeping on the open ground overnight waiting to cast this momentous vote.
South Africa's heroes are legend across the generations. But it is you, the people, who are our true heroes.
This is one of the most important moments in the life of our country. I stand here before you filled with deep pride and joy:
Pride in the ordinary, humble people of this country. You have shown such a calm, patient determination to reclaim this country as your own.
And joy that we can loudly proclaim from the rooftops - free at last!“

(Nach den ersten freien Wahlen 1994. Die Fernsehbilder von den stunden-, manchmal tagelangen Warteschlangen vor den Wahllokalen haben sich mir ins Gedächtnis gebrannt. Schwarze und Weiße, Inder und Farbige, geduldig vereint in dem Wunsch, ihre Stimme abzugeben für eine bessere Zukunft ihres Landes. Ich werde nie verstehen, wie man in einer Demokratie einfach achtlos auf sein Wahlrecht verzichten kann.)

***

„We have triumphed in the effort to implant hope in the breasts of the millions of our people. We enter into a covenant that we shall build the society in which all South Africans, both black and white, will be able to walk tall, without any fear in their hearts, assured of their inalienable right to human dignity - a rainbow nation at peace with itself and the world.
(...)
Never, never and never again shall it be that this beautiful land will again experience the oppression of one by another and suffer the indignity of being the skunk of the world.
Let freedom reign.
The sun shall never set on so glorious a human achievement!
God bless Africa!“

(aus der Antrittsrede als Staatspräsident 1994. Es folgte eine Zeit der nationalen Versöhnung, die nach Jahrzehnten der Apartheid, des Hasses und unvorstellbarer Verletzungen einem Wunder glich. Trotz immenser Probleme, vor denen das Land steht, ist der Geist der „Rainbow Nation“ bis heute ungebrochen.)

***

“I am nearing my end. I want to be able to sleep until eternity with a broad smile on my face, knowing the youth, opinion-makers and everybody is stretched across the divide, trying to unite the nation.”

(vor Studenten der Universität Potchefstroom 1996, damals 77 Jahre alt. Heute ist Mandela 90. Möge er mindestens 100 Jahre alt werden. Dieser Mann und sein wundervolles Land haben es verdient.)