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Wo hört für Dich "Mein Vaterland - Recht oder Unrecht" auf? |
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27.08.2026 09:37 Uhr |
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Ich hab kein Vaterland.
Ich hab ein Land, in dem ich das Glück hatte geboren zu werden und bin dem Schicksal, dem großen grünen Arkelanfall oder wer auch immer das entschieden oder ausgewürfelt haben mag recht dankbar dafür, es hätte auch deutlich schlimmer kommen können.
Aber deswegen muss ich nicht aberwitzige Auswüchse von "Vaterlandsliebe" und sonstigem schwülstigen Unsinn entwickeln.
Den ganzen albernen Pathos brauchts gar nicht, um ein gewisses Bestreben von "Hier gehts mir gut. Es macht Sinn, das so bewahren zu wollen." zu entwickeln. Das geht auch ohne Pathos und schwülstiges Geschwalle. |
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27.08.2026 09:42 Uhr |
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Ich konnte mit diesen Begriffen "Vaterland" und "Heimatliebe" noch nie etwas anfangen.
Ich lebe in Deutschland und lebte in Österreich. Beides ganz nett und es lässt sich gut dort leben. Den Status Quo zu bewahren, gehe ich gerne noch mit.
Ansonsten hängt mein Herz an Regionen und nicht an Nationen. |
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27.08.2026 09:43 Uhr |
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Zitat:
Ich hab ein Land, in dem ich das Glück hatte geboren zu werden und bin dem Schicksal, dem großen grünen Arkelanfall oder wer auch immer das entschieden oder ausgewürfelt haben mag recht dankbar dafür, es hätte auch deutlich schlimmer kommen können.
Echt, Schicksal und Würfelei?
Ich bin das Kind meiner Eltern und daher ist es kein Zufall, in welchem Land und mit welcher Zugehörigkeit ich geboren worden bin.
Dass es uns gut geht, ist ebenso kein Zufall, sondern die Leistung der Generationen vor uns und man muss keinen Pathos aufbringen, um zu erkennen, dass daraus auch eine gewisse Verantwortung erwächst, mit dem Geschaffenen sorgsam umzugehen, es zu bewahren und zukunftsfest zu machen. |
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27.08.2026 09:45 Uhr |
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| Ein "Vaterland" habe und brauche ich nicht. Ich weiß in welchem Land ich geboren bin, ich weiß in welchen Ländern ich aufgewachsen bin. Zu diesen Ländern habe ich eine zugewandte Zuneigung, weil ich in den Gesellschaften dieser Länder groß geworden bin und das in für mich vorteilhafter Art und Weise. In diesen Ländern arbeite ich und/oder gebe ich Geld aus, zahle Steuern, leiste einen Beitrag zum Funktionieren. Das mache ich gerne. Ich fühle mich gerne als Teil dieser Länder. Aber "Vaterland" als Begriff liegt mir trotzdem fern. |
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27.08.2026 09:47 Uhr |
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| Klingt für mich ziemlich blutleer, wenn man kein Vaterland hat. |
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27.08.2026 09:51 Uhr |
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Right or wrong - my Country.
Und ich würde sagen, diese Solidarität und Loyalität sollte, je nach Gefechtslage, bis fast an die Grenze von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verschwörung gegen den Frieden und Kriegsverbrechen gehen. Aber eben nur fast. Also praktisch weit davor. Man ist ja Mensch. ("Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein").
Und natürlich nicht für das gegenwärtig tonangebende Regime. Man ist ja Demokrat. |
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27.08.2026 09:59 Uhr |
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| Ohne jeden Pathos kann ich sagen, dass ich da keine Grenze habe und notfalls auch mein Leben auf blutgetränkter hessischer Heimaterde geben würde. |
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27.08.2026 10:06 Uhr |
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Zitat:Echt, Schicksal und Würfelei?
Klar. Was auch sonst? Niemand kann beeinflussen, wo er geboren wird. Jedweder "Stolz" darauf ist affig. Stolz kann man für eigene Leistungen empfinden, aber halt nicht auf Zufälle, für die man nichts konnte.
Zitat:Ich bin das Kind meiner Eltern und daher ist es kein Zufall, in welchem Land und mit welcher Zugehörigkeit ich geboren worden bin.
Ach nicht? Wie haben deine Eltern dieses magische Kunststück vollbracht, sich auszuwählen, wo sie geboren wurden? :)
Zitat:Dass es uns gut geht, ist ebenso kein Zufall, sondern die Leistung der Generationen vor uns und man muss keinen Pathos aufbringen, um zu erkennen, dass daraus auch eine gewisse Verantwortung erwächst, mit dem Geschaffenen sorgsam umzugehen, es zu bewahren und zukunftsfest zu machen.
Und dass das jetzt ausgerechnet in einem Streifen Land geschah, der Deutschland hieß statt Rumborakistan, dafür können du und deine Vorfahren nochmal was genau? ;) |
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27.08.2026 10:14 Uhr |
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Zitat:Klar. Was auch sonst? Niemand kann beeinflussen, wo er geboren wird. Jedweder "Stolz" darauf ist affig. Stolz kann man für eigene Leistungen empfinden, aber halt nicht auf Zufälle, für die man nichts konnte.
Ich will jetzt keine semantische Debatte führen, aber es ist kein Zufall, wo man geboren wird, es gibt da eine klare Kausalität.
Ich spreche auch nicht von Stolz, sondern von Verantwortung.
Zitat:Ach nicht? Wie haben deine Eltern dieses magische Kunststück vollbracht, sich auszuwählen, wo sie geboren wurden? :)
Tja, jetzt wird es spannend, auch meine Eltern hatten Eltern und auch die waren nicht zufällig irgendwo, sondern bewusst.
Zitat:
Und dass das jetzt ausgerechnet in einem Streifen Land geschah, der Deutschland hieß statt Rumborakistan, dafür können du und deine Vorfahren nochmal was genau? ;)
Dafür können sie nichts, das ändert aber nichts an dem Umstand an sich.
Die Eltern meiner Eltern lebten bereits in Deutschland und gemeinsam trugen sie zu den Zuständen bei, die wir heute als bequem und komfortabel empfinden.
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27.08.2026 10:20 Uhr |
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Zitat:Ich will jetzt keine semantische Debatte führen, aber es ist kein Zufall, wo man geboren wird, es gibt da eine klare Kausalität.
Muss dich leider enttäuschen, aber das ist absolut ein Zufall.
Beispiel: Wäre ich pünktlich zum ausgerechneten Zeitpunkt geboren worden, wäre ich vermutlich Italiener, dieser Logik folgend, denn ich wäre in Italien geboren worden. Jetzt sind meine Eltern aber Deutsche. Schade, Logik kaputt.
Zitat:Tja, jetzt wird es spannend, auch meine Eltern hatten Eltern und auch die waren nicht zufällig irgendwo, sondern bewusst.
Sämtliche deiner Vorfahren hatten das magische Kunststück drauf, im Mutterleib noch entschieden zu haben, wo sie geboren werden? Krass.
Zitat:Die Eltern meiner Eltern lebten bereits in Deutschland und gemeinsam trugen sie zu den Zuständen bei, die wir heute als bequem und komfortabel empfinden.
Und nichts davon braucht "Vaterlandsliebe". |
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27.08.2026 10:28 Uhr |
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Zitat:
Muss dich leider enttäuschen, aber das ist absolut ein Zufall.
Dann fangen wir mal mit der Begriffsbestimmung an:
Zufall: Ein Zufall ist ein unerwartetes und unvorhergesehenes Ereignis, für das es im Augenblick des Geschehens keine erkennbare Ursache oder absichtliche Planung gibt.
Kausalität: Kausalität bezeichnet die Beziehung zwischen einer Ursache und einer Wirkung.
Jetzt zu deinem Beispiel:
wäre ich pünktlich zum ausgerechneten Zeitpunkt geboren worden, wäre ich vermutlich Italiener, dieser Logik folgend, denn ich wäre in Italien geboren worden. Jetzt sind meine Eltern aber Deutsche. Schade, Logik kaputt.
Wenn deine Eltern Deutsche sind, bist du auch Deutscher, klare Ursache und Wirkung.
Deine Zugehörigkeit ist kein unerwartetes und unvorhergesehenes Ereignis , sond
ern unterliegt klaren Regularien und Rechtsvorschriften.
Zitat:Sämtliche deiner Vorfahren hatten das magische Kunststück drauf, im Mutterleib noch entschieden zu haben, wo sie geboren werden? Krass.
Zitat:
Und nichts davon braucht "Vaterlandsliebe".
Richtig, ein Verantwortungsgefühl reicht vollkommen aus.
Nein, alle meine Vorfahren wurden von ihren Eltern geboren und damit, siehe oben, war auch ihre Zugehörigkeit klar. |
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27.08.2026 10:34 Uhr |
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Zitat:Dann fangen wir mal mit der Begriffsbestimmung an:
Zufall: Ein Zufall ist ein unerwartetes und unvorhergesehenes Ereignis, für das es im Augenblick des Geschehens keine erkennbare Ursache oder absichtliche Planung gibt.
Kausalität: Kausalität bezeichnet die Beziehung zwischen einer Ursache und einer Wirkung.
Jetzt zu deinem Beispiel:
wäre ich pünktlich zum ausgerechneten Zeitpunkt geboren worden, wäre ich vermutlich Italiener, dieser Logik folgend, denn ich wäre in Italien geboren worden. Jetzt sind meine Eltern aber Deutsche. Schade, Logik kaputt.
Wenn deine Eltern Deutsche sind, bist du auch Deutscher, klare Ursache und Wirkung.
Deine Zugehörigkeit ist kein unerwartetes und unvorhergesehenes Ereignis , sond
ern unterliegt klaren Regularien und Rechtsvorschriften.
Also könnte deiner Argumentation nach Deutschland auch ein Landstreich westlich von Nicaragua sein, ja? Es hat also letztlich doch nix mit dem Territorium zu tun, ja?
Schön, dass wir uns da einig sind.
Wo du geboren wirst, IST Zufall. Weils das halt auch schon bei deinen Eltern, deren Eltern und deren Eltern Eltern einer war. Es gibt kein lustiges Buch der Weltgeschichte, in dem für jeden im Voraus geschrieben steht, wo er geboren wird.
Dass ich Deutscher bin, ist reiner Zufall.
Zitat:Richtig, ein Verantwortungsgefühl reicht vollkommen aus.
Es braucht ja nicht mal das.
Es geht mir hier gut. Einen akzeptablen, wenn nicht gar erstrebenswerten und angenehmen Status Quo erhalten zu wollen, ist an sich schlicht Überlebensinstinkt und normaler, gesunder Menschenverstand. Das hat nichts mit Verantwortung zu tun. Das hat schlicht damit zu tun, dass der Mensch in der Regel keinen Bock drauf hat, seine eigene Situation zu verschlechtern.
"Verantwortungsgefühl" ist mir schon zu viel Pathos.
Aber ich gönn Euch Euren Pathos ja. Alles fein. Gönnt mir halt bitte im Gegenzug auch, dass ich ihn nicht brauche und habe. |
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27.08.2026 10:35 Uhr |
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Wenn ich kein Deutscher, sondern Schweizer oder Schotte wäre, könnte ich mich bestimmt besser mit meinem Heimatland identifizieren. Das liegt noch nicht mal in erster Linie an der deutschen Geschichte. Es ist auch die deutsche Gegenwart und die deutsche Mentalität, der ich wenig abgewinnen kann.
Nur weil ich zufällig hier geboren wurde ist das für mich kein Grund für Vaterlands-Gedöhns oder Heimatliebe. |
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27.08.2026 11:14 Uhr |
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Zitat:
Also könnte deiner Argumentation nach Deutschland auch ein Landstreich westlich von Nicaragua sein, ja? Es hat also letztlich doch nix mit dem Territorium zu tun, ja?
Schön, dass wir uns da einig sind.
Wo du geboren wirst, IST Zufall. Weils das halt auch schon bei deinen Eltern, deren Eltern und deren Eltern Eltern einer war. Es gibt kein lustiges Buch der Weltgeschichte, in dem für jeden im Voraus geschrieben steht, wo er geboren wird.
Dass ich Deutscher bin, ist reiner Zufall.
Es gibt also keinerlei Zusammenhang zwischen Zugehörigkeit und Elternschaft?
Wie ich bereits ausgeführt habe, sehe ich das anders.
Anderfalls wäre das gesamte Staatsbürgerschaftsrecht inkl. Abstammungsprinzip ja obsolet.
Wir befinden uns nicht auf irgendeinem Landstrich, sondern leben in einem klar definiertem Gebiet, inkl. Organisationsprinzip namens Nationalstaat. Diese Gemeinschaft, ergo Nation, ist ebenso klar reguliert und damit unsere gegenwärtige Lebensgrundlage.
Hier von Zufällen zu sprechen, empfinde ich als etwas unterkomplex und nicht zielführend.
Zitat:Aber ich gönn Euch Euren Pathos ja. Alles fein. Gönnt mir halt bitte im Gegenzug auch, dass ich ihn nicht brauche und habe.
Kein Problem, ich würde dir niemals vorschreiben was du zu fühlen oder denken hast.
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