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Fragenübersicht Bist du für ein Ende der Maskenpflicht?
1 - 20 / 23 Meinungen+20Ende
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11.06.2020 09:50 Uhr
Ich habe persönlich nichts dagegen wenn ich keinen Mund-Nase-Schutz mehr tragen muss. Was die Frage der Verhältnismäßigkeit angeht will ich aber mal ein juristisches Argument vorbringen. Das einzige Grundrecht, das vom Tragen der Maske betroffen ist, ist die allgemeine Handlungsfreiheit. Dieses Grundrecht wird nicht umsonst mit Augenzwinkern „Recht auf Verhältnismäßigkeit“ genannt - die Einschränkbarkeit geht relativ weit, die richtige einzige Hürde liegt in der Verhältnismäßigkeitsprüfung. Und bei dieser Prüfung würde man erstmal feststellen, wie intensiv der Grundrechtseingriff ist. Müsste ich das argumentieren, würde ich sagen, dass er nicht intensiv ist, da die Pflicht punktuell und nicht in jeder Lebenssituation in der Öffentlichkeit gilt und außerhalb des Tragens Freiheitsräume nicht eingeschränkt sind. Auf der Rechtfertigungsseite steht eine Seuchenentwicklung, die lange sehr gefährlich war und nun abebbt, aber noch nicht ganz gegessen ist. Ein R-Wert von 1 ist ja auch nicht 0,5. Unverhältnismäßig ist die Pflicht aus meiner Sicht deshalb derzeit nicht.

Der langen Rede kurzer Sinn - ich halte das jetzt noch für angemessen, denke aber, bei weiterem Abebben in den nächsten Wochen, vielleicht 3-6 oder so, dreht sich das Blatt.
11.06.2020 10:11 Uhr
Übrigens steigt die Anzahl aktiver Fälle wieder statt zu sinken. Da bin ich mit meinen 3-6 Wochen wohl doch zu optimistisch. Wir freuen uns zu früh.
11.06.2020 10:20 Uhr
Wir sind auf dem Höhepunkt der Plage 4 Wochen lang ohne Masken einkaufen gegangen. Die dämliche Maske wurde zur Pflicht erklärt, als die Zahlen schon wieder soweit rückläufig waren, daß man "Lockerungen" zuließ. Abgesehen von einigen tatsächlichen Risiko-Bereichen, wo ich durchaus ein Einsehen habe, ist die Maske schlicht Mumpitz.
11.06.2020 10:20 Uhr
Zitat:
Übrigens steigt die Anzahl aktiver Fälle wieder statt zu sinken. Da bin ich mit meinen 3-6 Wochen wohl doch zu optimistisch. Wir freuen uns zu früh.


Wundert es Dich?

- Gruppenkuscheln schon wieder in
- Demos
- ohne Masken auf engen Raum

War zu erwarten. Wo keine Disziplin und Eigenverantwortung kommen steigende Zahlen.
11.06.2020 10:21 Uhr
Die Schutzmaßnahmen sollten nicht leichtfertig aufgehoben werden und Lockerungsmaßnahmen äußerst kritisch gesehen werden, da mit noch viel zu vielen "Unbekannten" zu rechnen ist, allein schon im Testbereich.
Dieses Virus wird uns weltweit weiter begleiten und unverhoffte neue Ausbrüche über die nächsten Jahre verursachen.

Die Zusammenarbeit, auch international, von Wissenschaftlern, fachkompetenten Theoretikern UND Praktikern ist wichtiger denn je.
Der Hickhack muß schnellstens aufhören, da er Ängste, Unsicherheit, Unverständnis UND Leichtfertigkeit gleichermaßen fördert.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 11.06.2020 10:23 Uhr. Frühere Versionen ansehen
11.06.2020 10:24 Uhr
Ich halte mich an die sogenannte Maskenpflicht und trage diese Maske dort nur so lange wie nötig... :-)
11.06.2020 10:36 Uhr
Wer meint es bestünde für die Deutschen durch die Maskenpflicht eine besondere Leidensperiode, der sollte mal die Generationen vor uns fragen, mit welchen "Leiden" die so konfrontiert waren.

Dieses Jammern auf relativ hohem Niveau bei gleichzeitig ziemlich egoistischem Gehabe geht mir auch angesichts von Demos, die von "großen Einschränkungen" fabulieren ziemlich auf den Zeiger.

Solidarität zeigt sich eben auch in der Maske, selbst wenn sie an manchen Stellen vielleicht doch unnütz ist, so ist die Maske ein zu ertragendes Symbol. Und an manchen Stellen eben nicht nur das, sondern auch sinnvoller Schutz. Eine Aufweichung der derzeit geltenden Regelungen befürworte ich eigentlich nur, wenn sich die Lage noch weiter positiv entwickelt und da ist mir das "Heute" noch zu früh.
11.06.2020 10:57 Uhr
"Wer meint es bestünde für die Deutschen durch die Maskenpflicht eine besondere Leidensperiode, der sollte mal die Generationen vor uns fragen, mit welchen "Leiden" die so konfrontiert waren."

> So ist das. Manche regen sich wirklich etwas übertrieben auf. Nehmt Euch ein Beispiel an den Japanern, dort haben schon lange vor Corona viele im ÖPNV und in anderen vollen Bereichen Masken getragen. Nicht weil sie Hypochonder sind, sondern aus Respekt gegenüber anderen. Man will andere nicht mit seinem "Schmodder" belästigen und gefährden. Genau darum geht es ja bei den Masken. Und es geht ja nicht darum, die Teile überall und immer draußen zu tragen.

11.06.2020 11:03 Uhr
Zitat:
Übrigens steigt die Anzahl aktiver Fälle wieder statt zu sinken


Das ist falsch. Die Infektionszahlen liegen im Bereich um 300, mal 214, mal 350, die Anzahl der im Gegenzug Genesenen aber um die 500 täglich.

Die Frankfurter Rundschau meldete außerdem gestern abend:

Zitat:
Kein Landkreis in Deutschland überschreitet derzeit den vereinbarten Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. 112 von 412 Landkreisen haben demnach in den vergangenen sieben Tagen überhaupt keine Neuinfektionen registriert. Das teilte das RKI am Mittwoch (10.06.2020) mit. Die meisten neuen Infektionen gibt es aktuell in Bremerhaven, Sonneberg und Göttingen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag zuletzt unter der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 0,86 (Datenstand 10.06., 0 Uhr). Das bedeutet, dass in Deutschland ein Corona-Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er noch bei 1,10 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI außerdem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt somit weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 10.06., 0 Uhr) zuletzt ebenfalls bei 0,86 (Vortag: 0,9). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.


Für punktuelle Problemfälle wie in Göttingen, die man aber auch klar zuordnen kann, in Sonneberg und Bremerhaven dürfte das ähnlich sein, wird dann die ganze Republik in Haftung genommen.

In Fällen wie Göttingen hilft auch keine Maskenpflicht im öffentlichen Raum was. Der Ausbruch ist auf private Feiern zurückzuführen, andere auf Gottesdienste etc., wo man ja einer Lobby nachgeben musste.
11.06.2020 11:25 Uhr
Nur im Öffentlichen Nahverkehr. Meine Brille beschlägt ständig.
11.06.2020 11:26 Uhr
Zitat:
Das ist falsch.


Absolut falsch ist es nicht, mit heutiger Statistik haben wir 155 Neufälle mehr, aber: der Rest deiner Einordnung stimmt natürlich.
11.06.2020 11:37 Uhr
Zitat:

Absolut falsch ist es nicht, mit heutiger Statistik haben wir 155 Neufälle mehr, aber: der Rest deiner Einordnung stimmt natürlich.


Gut, und wieviel Genesene stehen dem heute gegenüber? Mehr als 155, oder?

Ich denke, die Politik hat, abgesehen davon, dass sie auch vieles richtig gemacht hat und wenn man mal von der Wertschätzung des Pflegepersonals absieht, vor allem 2 große Fehler gemacht: den ersten bei Aufkommen der Pandemie mit über 5.000 Neuinfektionen täglich: da hätten wir sofort Masken gebraucht, dann wären die Zahlen wesentlich schneller gesunken. Ist daran gescheitert, dass wir die in diesem Land im Regelbetrieb nicht mehr selber herstellen. Und der zweite Fehler ist, die Maskenpflicht bei den aktuellen Fallzahlen nicht zu kassieren. Je wärmer es wird und je länger die Fallzahlen stabil niedrig bleiben, desto mehr wird das Verständnis für diese Maßnahme schwinden. Und desto schwieriger wird die Akzeptanz dann sein, wenn wir im Winter vielelicht noch mal eine Maskenpflicht brauchen würden.

Interessant wäre mal eine R-Zahl, die dich und mich betrifft, also eine, wo ich nenn es mal "Sondereffekte" wie 1/4 der Belegeschaft vom Paketdienst, sounsoviel Neuinfektionen in Schlachthöfen, Infektionen bei privaten Feiern etc. rausgerechnet sind. Nicht, um den Wert zu schönen, sondern um einfach mal dein und mein Alltagsleben widerzuspiegeln. Wenn ich im Homeoffice arbeite, nicht beim Paketdienst, nicht beim Schlachthof, nicht als Erntehelfer und keine privaten Superspreader-Events besuche, wie groß ist dann also mein Risiko von einem Infizierten angesteckt zu werden? Ich denke, da käme eine sehr geringe Zahl raus.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 11.06.2020 11:38 Uhr. Frühere Versionen ansehen
11.06.2020 11:47 Uhr
Zitat:
Gut, und wieviel Genesene stehen dem heute gegenüber? Mehr als 155, oder?


Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Wir haben insgesamt 155 Neuinfizierte mehr als Genesene, die absolute Zahl an Erkrankungen ist deshalb erstmals wieder gestiegen und nicht gesunken. Neu gemeldet wurden 555 Erkrankungen, aber nur 400 Gesundungen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dies das erste Mal seit 2 Monaten ist.

Zitat:
Ich denke, die Politik hat, abgesehen davon, dass sie auch vieles richtig gemacht hat und wenn man mal von der Wertschätzung des Pflegepersonals absieht, vor allem 2 große Fehler gemacht: den ersten bei Aufkommen der Pandemie mit über 5.000 Neuinfektionen täglich: da hätten wir sofort Masken gebraucht, dann wären die Zahlen wesentlich schneller gesunken. Ist daran gescheitert, dass wir die in diesem Land im Regelbetrieb nicht mehr selber herstellen. Und der zweite Fehler ist, die Maskenpflicht bei den aktuellen Fallzahlen nicht zu kassieren. Je wärmer es wird und je länger die Fallzahlen stabil niedrig bleiben, desto mehr wird das Verständnis für diese Maßnahme schwinden. Und desto schwieriger wird die Akzeptanz dann sein, wenn wir im Winter vielelicht noch mal eine Maskenpflicht brauchen würden.


Was den Aspekt der zu späten Einführung angeht gebe ich dir recht, dein Argument für die zu späte Rücknahme der Pflicht mit Blick auf die Akzeptanz ist in jedem Fall auch bedenkenswert.

Zitat:
Interessant wäre mal eine R-Zahl, die dich und mich betrifft, also eine, wo ich nenn es mal "Sondereffekte" wie 1/4 der Belegeschaft vom Paketdienst, sounsoviel Neuinfektionen in Schlachthöfen, Infektionen bei privaten Feiern etc. rausgerechnet sind. Nicht, um den Wert zu schönen, sondern um einfach mal dein und mein Alltagsleben widerzuspiegeln. Wenn ich im Homeoffice arbeite, nicht beim Paketdienst, nicht beim Schlachthof, nicht als Erntehelfer und keine privaten Superspreader-Events besuche, wie groß ist dann also mein Risiko von einem Infizierten angesteckt zu werden? Ich denke, da käme eine sehr geringe Zahl raus.


Würde ich auch vermuten. Wir haben in Berlin seit einiger Zeit konstant um ca. 300 aktive Fälle, schon mit Blick darauf ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, das man sich nicht ansteckt. Problematisch ist da aber vielleicht, das die Zahlen immer den Verbreitungsstatus von vor zwei (?) Wochen wiedergeben, alles dazwischen aber Black Box ist.

11.06.2020 11:47 Uhr
Nein, ich bin für ein Ende des kindischen Herumgeflennes, wie viele furchtbare Einschränkungen man doch ertragen muss.
11.06.2020 11:58 Uhr
Zitat:
Nein, ich bin für ein Ende des kindischen Herumgeflennes, wie viele furchtbare Einschränkungen man doch ertragen muss.


Dein Beitrag ist auch kindisch. Von weiteren Einschränkungen, die abgeschafft werden sollten, hab ich auch nichts geschrieben. Will ich auch gar nichts dran ändern.

Aber die Maskenpflicht ist nun mal die unangenehmste dieser Einschränkungen. Und was bitte bringt die denn in der jetzigen Form überhaupt noch. Wenn du durch ein ECE-Einkaufszentrum läufst, wie z.B. das Rhein-Center in Köln-Weiden, dann musst du dabei ne Maske tragen. Setzt du dich in die Gastronomie und isst etwas, brauchst du keine Masken.

Ketzerisch gefragt: Wo ist die Logik? Verbreiten sich Viren nicht, wenn man sitzt, sondern nur, wenn man in Bewegung ist? Ich mein: zusätzliche Belüftung zur "Verdünnung" der im Sitzen ausgestoßenen Viren ist ja auch Fehlanzeige.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 11.06.2020 11:59 Uhr. Frühere Versionen ansehen
11.06.2020 12:02 Uhr
Die Logik besteht darin, dass man mit Maske sehr wohl einkaufen, aber schlechterdings nicht essen kann. Und sie besteht darin, dass man versucht, der Gastronomie so gut es geht zu helfen.

Ob die Öffnung der Restaurants im Innenbereich nicht voreilig war, wird man noch sehen - siehe Leer. Eine möglicherweise falsche Entscheidung als Begründung dafür heranzuziehen, weitere möglicherweise falsche Entscheidungen zu treffen, entbehrt jedenfalls jeder von dir geforderten Logig.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 11.06.2020 12:05 Uhr. Frühere Versionen ansehen
11.06.2020 12:05 Uhr
Zitat:
Die Logik besteht darin, dass man mit Maske sehr wohl einkaufen, aber schlechterdings nicht essen kann. Und sie besteht darin, dass man versucht, der Gasronomie so gut es geht zu helfen.


Der Gastronomie hätte man auch anders helfen können, wo Scholz schon mal Geld druckt.
11.06.2020 12:20 Uhr
Zitat:
Wer meint es bestünde für die Deutschen durch die Maskenpflicht eine besondere Leidensperiode, der sollte mal die Generationen vor uns fragen, mit welchen "Leiden" die so konfrontiert waren.

Dieses Jammern auf relativ hohem Niveau bei gleichzeitig ziemlich egoistischem Gehabe geht mir auch angesichts von Demos, die von "großen Einschränkungen" fabulieren ziemlich auf den Zeiger.

Solidarität zeigt sich eben auch in der Maske, selbst wenn sie an manchen Stellen vielleicht doch unnütz ist, so ist die Maske ein zu ertragendes Symbol. Und an manchen Stellen eben nicht nur das, sondern auch sinnvoller Schutz. Eine Aufweichung der derzeit geltenden Regelungen befürworte ich eigentlich nur, wenn sich die Lage noch weiter positiv entwickelt und da ist mir das "Heute" noch zu früh.


Ich bin gegen das dauernde ziehen der "schlimmer geht immer" Karte.

Ich kennen niemanden in D der positiv getestet wurde. Und ich kenne niemanden, der jemanden kennt, der positiv getestet wurde.

In Sachsen Anhalt gibt es aktuell 9 Fälle. Die werden sicher nicht im Supermarkt um die Ecke einkaufen.

Ich bin nicht gegen die Maskenpflicht im generellen aber es sollte wenigstens der Hauch einer Gefahr bestehen.
11.06.2020 14:00 Uhr
Zitat:
Nur im Öffentlichen Nahverkehr. Meine Brille beschlägt ständig.


Gerade da könnte ich die Brille noch am ehesten abnehmen. Beim Einkaufen ist das lästiger. Und beim Einkaufen habe ich wesentlich mehr Chance auf Abstand als im ÖPNV, wenn ich nicht gerade zur Rush-hour einkaufen fahre. Den ÖPNV müssen die Fahrgäste aber im Zweifel nutzen. Und last not least kann ich den immer noch durch die Nutzung meines Autos umgehen, was ich eh schon seit Monaten mache.
11.06.2020 17:15 Uhr
Ich war noch nie für diesen Blödsinn.
Aber wo in Zeiten der Massendemonstrationen auch die Gutmenschen schon wieder einen neuen Lebenssinn gefunden haben, könnte man diese "Lockerung" natürlich vorerst durchsetzen. Sobald die Idioten im Herbst gecheckt haben, dass sogar Schwarze hier ganz normal leben können, kommen bestimmt auch wieder ein paar Coronafälle ans Licht - dann kann man den Dauerbesorgten und -betroffenen mit erneuten Verordnungen die Hoffnung auf ihre eigene Wichtigkeit erhalten und zur erneuten Weltrettung aufrufen.
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