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Denkst du auch, dass es im Fernverkehr der DB in Zukunft noch enger und voller wird? |
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09.06.2025 12:15 Uhr |
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| An der Stelle wird auch einfach mal wieder mehr Priorisierung im Fernverkehr gebraucht. Man schaue sich mal die Fahrpläne zwischen Berlin und München an. Teilweise erwische ich da in 60-80 Minuten 3 ICE. Ein Sprinter, zwei normale Züge. Je nach Zuglauf ist der Sprinter vielleicht 20-30 Minuten schneller. Der ist dann voll, den wollen natürlich alle im Punkt-zu-Punkt-Verkehr nehmen. Die beiden anderen Züge bleiben über weite Strecken relativ leer, transportieren Luft, mit Ausnahme zwischen Leipzig und Berlin/umgekehrt. Wegen 20 Minuten Zeitersparnis verzichtet niemand aufs Flugzeug, und trotzdem leisten wir uns sowas. |
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09.06.2025 13:22 Uhr |
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Die Tage war mal ein interessanter Artikel über die SBB im Kölner Stadt-Anzeiger. Bei denen sind 98% aller Züge pünktlich, wobei eine Verspätung bei denen 3 Minuten sind. Bei der DB sind 65% aller Züge pünktlich, als Verspätung wird aber erst eine ab 6 Minuten gewertet.
Die SBB hat mehr Umstiegsverbindungen, was allerdings egal ist, da die Anschlusszüge ja pünktlich sind und nicht entweder ausfallen oder man sieht wegen eigener Verspätung nur noch die Rücklichter. Sollte die DB mal drüber nachdenken. Ich denk aber, denen fehlen Rangierflächen, denn die die da waren, dürften Projektentwickler zubetoniert haben. Infrastruktur braucht die DB ja nicht. |
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09.06.2025 13:24 Uhr |
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| Im übrigen ist es im Fernverkehr der DB schon jetzt immer eng und voll, weil permanent was ausfällt und sich dann alle in das Material drängen, was noch fährt (heute ohne Bordbistro, heute ohne Klimaanlage, heute ohne Toiletten und in umgekehrter Wagenreihung). |
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 09.06.2025 13:24 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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09.06.2025 13:29 Uhr |
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| Und die SBB lässt sich von ausländischen Eindringlingen nicht ihre Fahrpläne kaputt machen. Wenn die DB es nicht schafft, pünktlich in einem Schweizer Bahnhof zu sein, wird ihr Zug an der Grenze enden. Punkt. Finde ich sehr gut, das ist mal ein klar geführtes Unternehmen. |
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09.06.2025 14:34 Uhr |
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Zitat:Zitat:Sie war in den 50er und 60er Jahren deutlich pünktlicher als heute, und das in Teilen mit Dampflokomotiven aus der Kaiserzeit.
Da hatte zB der Gütertransport längst nicht die Ausmaße von heute, und das Schienennetz war auf die Geschwindigkeiten ausgelegt und nicht so ausgelutscht wie heute.
Schwierig. Der Gütertransport lief damals gesamtwirtschaftlich betrachtet ganz überwiegend auf der Schiene, die Züge waren damals kürzer und die Lokomotiven schwächer. |
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09.06.2025 15:20 Uhr |
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Zur SBB - die Züge fahren relativ langsam, was auch der bergigen Landschaft geschuldet ist.
Ansonsten gewinnt man nicht, wenn man überlegt, ob der ICE 300 statt 280 fährt.
Man gewinnt dann, wenn man sich fragt, wie man es abstellt, dass der Zug beim Warten vor(!) dem Bahnhof 15 Minuten verliert. Die holt er bei 300 vs 280 km/h nämlich nicht mehr auf. |
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09.06.2025 21:03 Uhr |
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Zitat:
Die Frage ist, warum die Bahn in Deutschland so sehr hinter alte Standards zurückfällt. Sie war in den 50er und 60er Jahren deutlich pünktlicher als heute, und das in Teilen mit Dampflokomotiven aus der Kaiserzeit.
Sie hat teilweise immer noch die selbe Technik wie damals, nur null gewartet und wesentlich weniger Personal. Die Stellwerke erneuert man seit Jahren in einem Tempo, das eine Schnecke als zu langsam empfinden würde. Viele Gleise sind schlicht weg, viele Strecken ebenfalls. Damit auch Ausweichmöglichkeiten. Ranigerbahnhöfe waren ja irgendwann überflüssig- dann wechsel mal eben ein Gespann, wenn was kaputt ist.
Dazu muss man natürlich auch sagen, sind die Takte dichter geworden. Wir hatten früher 4 durchgehende Bummelzüge.......äh sorry Nahverkehrszüge (die Bummelzüge hatte die Bahn ja abgeschafft, wie man am Schalter belehrt wurde), zwischendurch nur Schienenbusverkehr zwischen Bedburg und Horrem. Heute haben wir, so sie denn fahren, stündliche Züge nach Köln und stündlich zwischen Horrem und Bedburg. Das mit den Zügen nach Köln hört sich jetzt toll an, aber in Wahrheit enden die ja in Deutz und verstopfen die Hohenzollernbrücke zusätzlich. In Köln Hbf. kann man sie scheinbar nicht enden lassen, weil sie da nicht irgendwo bis zur nächsten Abfahrt geparkt werden können. In Deutz schon. Früher endete der Zugverkehr hier so gegen 19 Uhr, heute wesentlich später.
Allerdings kann man, wenn irgendwas auf der Strecke ist, nicht mehr auf andere Strecken ausweichen. Beispiel: dem Tagebau ist die Bahnstrecke nach Rommerskirchen über Fortuna-Niederaußem-Rheidt zum Opfer gefallen. Damals hätte man, wenn auf der Strecke nach Köln irgendwas war mit dem Zug nach Rommerskirchen und von dort schnell mit einem anderen Zug nach Köln gekonnt. Heute ist die Bahnstrecke durch eine Busstrecke ersetzt, die an jeder Mülltonne hält, also ein vielfaches an Fahrtzeit hat und einen Fahrplan hat, der im 21. Jahrhundert jeder Beschreibung spottet.
Die Funktionstüchtigkeit der Bahn ist dem Gewinndenken zum Opfer gefallen.
Und zu allem Überfluss wird das Material grottiger je neuer es ist. Unsere mäßig alten Triebwagen (Diesel), die völlig o.k. waren, einen ebenerdigen Einstieg hatten und drinnen auch keine Barriere hat man jetzt durch welche ersetzt, in die sich schlechter einsteigen lässt und die drinnen 2 Stolperstufen haben. Von der 6er-Sitz-Atmosphäre und der einen Seite quer zur Fahrtrichtung mal ganz abgesehen. Wer denkt sich sowas aus und zu welchen Gehältern? |
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 09.06.2025 21:05 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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