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Fragenübersicht Die Bundesregierung hat nun das nach der Klausurtagung angekündigte Steuerentlastungspaket präzisiert. Findet es deine Zustimmung?
1 - 14 / 14 Meinungen
15.09.2022 08:02 Uhr
Die sogenannten Entlastungsmaßnahmen sind nach meiner Ansicht zu wenig auf die wirklich Bedürftigen ausgerichtet. Wahrscheinlich ist wohl nur mit einem hohen bürokratischen Aufwand einzurichten, zielgenauer diejenigen zu unterstützen, die wirklich Not leiden. Manche der bisherigen Maßnahmen sahen aus, wie wenn sie mit der Gießkanne verteilt wurden.
15.09.2022 11:34 Uhr
Wo ist die angekündigte Einkommensteuerentlastung?

Dass Entlastungen über die Steuererklärung kommen sollen finde ich bürokratisch und unpraktisch, das war schon bei der Erhöhung der Entfernungspauschale so. Manche müssen gar keine Steuererklärung machen, manche erst mit einer guten Verzögerung. Das bringt keine akute Entlastung. Die temporäre MwSt-Senkung auf Gas befürworte ich aber.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 15.09.2022 11:34 Uhr. Frühere Versionen ansehen
15.09.2022 11:35 Uhr
Zitat:
Wo ist die angekündigte Einkommensteuerentlastung?
Der Grundfreibetrag wird erhöht und soll zukünftig an die Inflation angepasst werden.
15.09.2022 11:43 Uhr
Zitat:
Manche der bisherigen Maßnahmen sahen aus, wie wenn sie mit der Gießkanne verteilt wurden.
Ja, da stimme ich zu. Jeder aus der Regierung hat ein bisschen bekommen. Die Grünen die Photovoltaik, die FDP die kalte Progression usw.
15.09.2022 12:41 Uhr
Zitat:
Der Grundfreibetrag wird erhöht und soll zukünftig an die Inflation angepasst werden.


Das wurde er vorher auch schon, nur nicht automatisch. Insofern sehe ich hier nicht den großen Wurf. Effektiver wäre, die Steuerprogression zu entzerren, also die Steuersätze zu reduzieren.
15.09.2022 12:56 Uhr
Zitat:
Insofern sehe ich hier nicht den großen Wurf. Effektiver wäre, die Steuerprogression zu entzerren, also die Steuersätze zu reduzieren.
Ich schätze, da ist das Interesse der FDP bzgl. Änderung der Besteuerung und das Interesse der SPD bzgl. Entlastung der kleinen Einkommen kollidiert.

Mit der beschlossenen Änderung werden hohe Einkommen besonders stark entlastet, weil sie besonders viel Steuern zahlen. Der, der keine oder kaum Steuern zahlt, wird durch eine Steuersenkung nicht entlastet.
15.09.2022 13:31 Uhr
Ich stimme dem zu, weil es hier nichts gibt, was ich aus Überzeugung ablehne.
Und selbstverständlich wird es auch positive Effekte haben.
Das heißt aber für die Regierung nicht die Hände in Selbstzufriedenheit in den Schoß legen zu können.
Je nach Entwicklung und nach ständiger Verifizierung muss dynamisch reagiert werden und ggf. nachgebessert werde.
15.09.2022 13:39 Uhr
Zitat:
Ich schätze, da ist das Interesse der FDP bzgl. Änderung der Besteuerung und das Interesse der SPD bzgl. Entlastung der kleinen Einkommen kollidiert.

Mit der beschlossenen Änderung werden hohe Einkommen besonders stark entlastet, weil sie besonders viel Steuern zahlen. Der, der keine oder kaum Steuern zahlt, wird durch eine Steuersenkung nicht entlastet.


Willst du damit sagen, die FDP arbeitet gegen die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen? Obwohl sie das seit Jahren fordert?

Ich finde, die Entlastung sollte gleichermaßen bei allen Einkommen wirken. Dazu ist eine Erhöhung des Freibetrags sinnvoll, aber auch wie gesagt eine Entzerrung der Steuerprogression. Sie müsste also weniger steil, weniger progressiv sein, damit die kalte Progression ausgeschaltet wird. Das heißt, man müsste die Progressionsstufen weiter auseinanderlegen bzw später anfangen lassen. Das entlastet doch vor allem die Mittelschicht, wenn dann eine Progressionsstufe erst bei 50.000 statt bei 45.000 Euro anfängt. Das müsste doch das Kerninteresse der FDP sein.
15.09.2022 13:47 Uhr
Zitat:
Willst du damit sagen, die FDP arbeitet gegen die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen? Obwohl sie das seit Jahren fordert?


Die FDP behauptet auch, gegen Subventionen zu sein, aber bei Zeitungsverlagen will sie jetzt sogar neue schaffen.

Und ja, das was die FDP bzgl Einkommenssteuer will, entlastet vorrangig die hohen Einkommen.

Wer keine oder kaum Steuern zahlt, wird durch die Änderung des Grundfreibetrags nicht oder kaum entlastet.

Man kann sich das auch anhand der vergangenen Jahre in den bekannten Brutto-Netto-Rechnern anschauen. Wer da 50 k€ im Jahr verdient wird von 2020 auf 2022 um dieselben 80 € monatlich entlastet, um die auch jemand, der 100 k€ verdient, entlastet wird. Jemand der 20 k€ verdient wird monatlich nur um gut 20 € entlastet.

Das wird bei der jetzt beschlossenen Änderung genauso laufen.

Lindner hat gestern eine Modellrechnung einer 4köpfigen Familie mit 50 k€ präsentiert. Entlastung durch seine Pläne ca. 500 € im Jahr. Er hat leider nicht erwähnt, wie hoch die Entlastung bei einem kinderlosen Paar mit 150 k€ ist...
15.09.2022 16:56 Uhr
Zitat:
Wer keine oder kaum Steuern zahlt, wird durch die Änderung des Grundfreibetrags nicht oder kaum entlastet.


Das ist ja auch nicht nötig, wer so wenig verdient arbeitet entweder Teilzeit und/oder nach Mindestlohn, und der wurde ja kräftig um fast 25% erhöht. ALG2 hat sich um 10% erhöht, wenn man 2020 als Bezugspunkt nimmt noch mehr.

Zitat:
Lindner hat gestern eine Modellrechnung einer 4köpfigen Familie mit 50 k€ präsentiert. Entlastung durch seine Pläne ca. 500 € im Jahr. Er hat leider nicht erwähnt, wie hoch die Entlastung bei einem kinderlosen Paar mit 150 k€ ist...


Das System krankt sowieso am Ehegattensplitting. Es wird dringend Zeit, das in ein Familiensplitting umzuwandeln, das nur greift, wenn Kinder da sind. Dann relativiert sich das Ganze auch etwas. Schade, das wäre eigentlich ein Projekt für die Ampel, CDU in der Opposition, da wäre eine Mehrheit da.
15.09.2022 17:49 Uhr
Zitat:
Das ist ja auch nicht nötig, wer so wenig verdient arbeitet entweder Teilzeit und/oder nach Mindestlohn, und der wurde ja kräftig um fast 25% erhöht.
Wenn man Vollzeit zum Mindestlohn arbeitet, hat man 25 k€ im Jahr.

Warum braucht man da keine oder nur geringe steuerlicher Entlastung? Die Mehrkosten für Energie und Lebensmittel schlagen auch bei einem solchen Gehalt zu und wahrscheinlich noch stärker, weil man sich mit so einem Einkommen keine Top-sanierte oder neue Wohnung leisten kann.

Der Mindestlohn ist der Schutz des Mitarbeiters vor Ausbeutung durch Unternehmen. Wenn die Unternehmen ihrer (sozialen) Verantwortung gerecht werden würden, müsste man gar nicht darüber diskutieren, dann würden sie ihre Gehälter selbst so gestalten, dass Vollzeitmitarbeiter davon leben können.
15.09.2022 17:50 Uhr
Vieles von dem betrifft mich entweder gar nicht oder nur wenig. Danke also für fast nix.
15.09.2022 17:58 Uhr
Zitat:
Vieles von dem betrifft mich entweder gar nicht oder nur wenig. Danke also für fast nix.


Ach, sie arbeiten sicherlich schon am "Lex Botsaris" ;-)
15.09.2022 18:21 Uhr
Zitat:
Das System krankt sowieso am Ehegattensplitting. Es wird dringend Zeit, das in ein Familiensplitting umzuwandeln, das nur greift, wenn Kinder da sind.


Das wäre in der Tat sinnvoll.
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