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Zeigt sich in der aktuellen Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern der Corona-Maßnahmen, wer wirklich liberal und wer autoritär denkt? |
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31.10.2020 12:08 Uhr |
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| Ich bin nicht bereit einen ernsthaften Diskurs mit derart verallgemeinernden Begriffen zu führen. Das ist plump. |
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31.10.2020 12:11 Uhr |
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Definitiv.
Auch hier bei Dol erschüttern mich die Aussagen von so manchem, der sonst völlig anders argumentiert...
Man erlebt andererseits aber auch positive Überraschungen. :-) |
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31.10.2020 12:16 Uhr |
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Die Umfragenkonstruktion geht ja schon von einer klaren normativen Konstruktion aus: gut („wirklich“ liberal) und böse (autoritär, jetzt aber ohne das Wort wirklich) aus. Da kann man sich das Ergebnis schon ausmalen - wer nicht aus Prinzip das jetzige Vorgehen kritisiert ist dann - natürlich - ganz plötzlich autoritär.
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31.10.2020 12:21 Uhr |
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@ Papa
Ich glaube, dass die Umfrage sich eher gegen die "Knüppel aus dem Sack" - Vostellungen wendet, die der eine oder andere heute in schlechter Laune hier rausgehauen hat.
Vielleicht irre ich mich da auch, kann sein. |
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31.10.2020 12:44 Uhr |
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| Nein, es zeigt sich, wer unter liberal "mit Freiheit kommt Verantwortung" versteht, und wer liberal mit vergnügungssüchtig und egoistisch verwechselt. |
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31.10.2020 12:54 Uhr |
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Die These kommt mir abwegig vor, weil gerade viele grundsätzlich autoritär denkende Menschen sich in der jetzigen Situation gegen Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge aussprechen. Reichsbürger oder religiöse Fundamentalisten sind jedenfalls nicht liberal, sondern erkennen nur die Autorität der Bundesrepublik nicht an bzw. leugnen Corona.
Eventuell ist es sogar einer oberflächlichen Liberalität geschuldet, dass zu viel toleriert wurde, statt Bußgelder zu kassieren, dass es jetzt zu einer Art neuem Lockdown kommt. |
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31.10.2020 15:15 Uhr |
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Ich fürchte das ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Im Normalmodus ist es ja auch keine Grosse Kunst liberal zu sein da fällt man eher als Autoritärer auf.
Die 90er Jahre waren zum Beispiel sehr liberal in Deutschland da fielen autoritäre und radikale Abtreibungsgegner, Gegner der HomoEhe oder Leute die den Säkularismus in Frage stellen und das Kruzefix in die Klassenzimmer haben wollten sofort auf.
Nun haben wir eine Situation das
(begründet mit dem Infektionschutz) durchaus weitreichende Einschränkungen des sozialen und wirtschaftlichen Lebens verordnet werden.
Es ist aber auch mitnichten so das der deutsche Durchschnittsbuerger sonderlich liberal ist. Ich komme zum Beispiel aus einer Sozialdemokratischen Familie mein Vater ist Beamter, da sehe ich trotz des eher linken Hintergrunds teilweise eine etwas übertriebene Staatsglauebigkeit.
Aber nicht nur derzeit sondern teilweise grundsätzlicher Natur. |
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 31.10.2020 15:15 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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31.10.2020 15:16 Uhr |
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Natürlich müssen wir nun mit diesem Virus leben und es kann bei allem Mitgefühl nicht sein, daß in einer tragischen familiären Situation eine solche Wut, die wohl gerade nur für den Augenblick verständlich ist, geäußert wird wie "Die könnte ich gerade alle ungespitzt in den Boden rammen."
Außerdem handelt es sich ja nicht um eine Covid-Infektion, die hier zu Krankenhaus und Operation veranlaßt. Es ist doch zum Schutz von Patientin und Angehörigen alles organisiert worden.
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 31.10.2020 15:18 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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31.10.2020 15:17 Uhr |
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Zitat:Zitat:So ist es! Vor allem leben wir in einer Ausnahmesituation. Es geht auch um das Wohl des Gesamten. Wer das gefährdet und Menschenleben gefährdet, der muss in einer härteren Form von einem wehrhaften Staat angefasst werden dürfen.
Eine wehrhafte Demokratie muss auch seine Bürger schützen dürfen. Sowie auch seine Institutionen.
Das ist der Punkt. Unter normalen Umständen wäre mir das vollkommen egal, was die tun und lassen. Es betrifft aber uns alle.
Meine Mutter musste heute ins Krankenhaus gebracht werden. Wirklich eine tolle Situation jetzt, ich darf sie, wenn überhaupt, nur in Mondkleidung besuchen, und muss Entscheidungen über eine OP treffen. All das findet statt mitten im Corona-Hotspot LK Esslingen.
Was glaubt ihr, was ich gerade für eine Wut habe auf die sog. "Liberalen", die mit ihrer Maskenverweigerung, ihrer Dauer-Verharmlosung und ihren Dummschwätzern Marke "wir müssen mit dem Virus leben lernen" uns überhaupt erst in diese Lage gebracht haben. Die könnte ich grade alle ungespitzt in den Boden rammen.
Daumen gedrückt, dass alles gutgeht für dich/euch |
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31.10.2020 19:14 Uhr |
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| Es zeigt vor allen Dingen, wie schädlich Liberalismus ist: Im Zweifel kostet er die Volksgesundheit. |
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31.10.2020 20:12 Uhr |
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Die Frage geht so ein bißchen am Problem vorbei: gut, es gibt autoritäre Politiker, die sich jetzt mal richtig ausleben können. Nennen wir einen solchen Politiker mal Söder.
Das Gegenstück dazu ist es aber nicht, liberal zu sein, denn über Liberalität lässt das Virus mit sich nicht diskutieren.
Das Gegenstück dazu ist eher, dass man sich die Frage stellt, ob Maßnahmen angemessen sind und ob die demokratische Verfasstheit nicht aufgrund des vorgelebten Handelns zum Teufel geht. Das ist mitnichten liberal, sondern in einer Demokratie notwendig.
Die Frage ist ja eher, ob uns damit geholfen ist, wenn A nicht mehr erlaubt ist. Welches B tritt dann an dessen Stelle und hilft das bei der Problembewältigung. Ja, das ist nervig und klingt dann immer so unentschieden wie bei Laschet, bei dem auch noch eine sehr verwaschene Ausspräche mit Öcher Dialekt dazukommt. Aber es muss darum gehen, ob die Maßnahmen uns weiter bringen. Und wer darauf hinweist, dass der Inzidenzwert im Berchtesgadener Land jetzt nicht zwingend dafür spricht, dass es sinnvoll ist, wenn Leute nur aus triftigem Grund ihre Wohnung verlassen dürfen, der gehört immer noch nicht nicht in den Boden gerammt, nur weil er eine andere Meinung hat. Die natürlich auch falsch sein kann. Die wenigstens Leute haben bekanntlich die Weisheit mit Löffeln gefressen. Am wenigsten aber meistens die, die sich so verkaufen, als hätten sie das.
Es geht nicht um Liberalismus, es geht darum, was man in einer Demokratie in einer Pandemielage verbieten darf und/oder sollte.
Mit Liberalismus tue ich mich im übrigen schwer, weil das in Deutschland immer so eine Mischung aus "egal" und Wirtschaftsliberalismus ist, was beides zu nichts führt. Zumindest in meinen Augen.
Trotz unser widerstrebenden Meinungen wünsche ich deiner Mutter natürlich alles Gute für die OP und eine gute und baldige Genesung@ImHasenbau. |
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 31.10.2020 20:19 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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31.10.2020 20:18 Uhr |
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Zitat:Eventuell ist es sogar einer oberflächlichen Liberalität geschuldet, dass zu viel toleriert wurde, statt Bußgelder zu kassieren, dass es jetzt zu einer Art neuem Lockdown kommt.
Es ist ja nicht so, dass keine Bußgelder kassiert wurden. Der Fehler war eher, dass man es in einigen Bundesländern (NRW gehört dazu) zunächst beim Anbetteln des Delinquenten durch die Ordnungsbehörden belassen hat und nur im Wiederholungsfall ein Bußgeld verhängt wurde. Das hat natürlich aber auch mit uneinheitlichen Regeln zu tun, die auch unzureichend kommuniziert werden. In Dormagen ist z.B. in der Fußgängerzone Maskenpflicht. Das erkennt man aber nur an den Leuten, die rumlaufen. An Schildern auf dem Weg in die Fußgängerzone ist Maskenpflicht nicht zu erkennen. Bei uns im Kreis ist in Hürth und Brühl Maskenpflicht in der Fußgängerzone, aber sonst nirgends anders. Will sagen: wenn man Bußgelder kassieren will, sollte man auch auf die Rechtslage aufmerksam machen. Dann hab ich aber kein Problem damit, wenn auch sofort kassiert wird. |
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Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 31.10.2020 20:27 Uhr. Frühere Versionen ansehen |
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31.10.2020 21:07 Uhr |
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Nein.
Es zeigt sich vielmehr, wer rechtsstaatliche Grundsätze und Demokratie verteidgt und wer sich in seiner Hilf- und Planlosigkeit in obrigkeitsstaatlichen Aktionismus in Form von Notverordnungen flüchtet, die an den §48 der Weimarer Reichsverfassung erinnern. |
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