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Fragenübersicht Vereinfacht oder erschwert Angst in einer Bevölkerung das Errichten einer Diktatur?
1 - 5 / 5 Meinungen
27.07.2020 10:34 Uhr
Kann man so nicht beantworten, da das u.a. davon abhängt,

- ob diese Diktatur „organisch“ wächst, also sich langsam zur solchen entwickelt
- welche ethischen Vorstellungen in der jeweils betreffenden Gesellschaft dominieren
- ob diese Gesellschaft bereits Diktaturerfahrung hat, die noch hinreichend verinnerlicht ist
- wie die ökonomischen Ausgangsbedingungen sind

Diktaturen sind wie jeder Staat komplexe Gebilde, obwohl mit vordergründig „einfacher“ Struktur ausgestattet im Gefüge häufig noch schwerer zu erklären als demokratische Rechtsstaaten.
27.07.2020 13:02 Uhr
Hier kann ich mich den Ausführungen von Ratio Legis anschließen.

Ergänzen möchte ich noch folgendes: Es hängt auch davon ab, wie "erfolgreich" die pot. Diktatoren die Ängste instrumentalisieren können. Das hängt z.B. an ihren technischen Möglichkeiten (Soziale Medien, Zugang zur Presse usw.), an dem, wie die Gegenseite agiert (tut sie gar nichts, befeuert sie die Ängste irgendwie usw.), an den Ängsten an sich (lassen sie sich im Sinne der pot. Diktatoren zielführend missbrauchen), an der "Propagandafähigkeit".
27.07.2020 22:53 Uhr
Vereinfacht. War immer so, wird immer so sein.
28.07.2020 08:52 Uhr
Natürlich vereinfacht ganz klar
28.07.2020 20:18 Uhr
Autoritäre Strukturen leben ganz grundsätzlich von der Angst, die sie bei den Menschen schüren und pflegen können. Diese Ängste müssen dazu gar nicht real sein - im Gegenteil: realen Ängste ließe sich rational begegnen und damit wären sie für Machtinteressen wertlos. Am besten irgendwelche abstrakten Ängste, die man immer weiter kultivieren kann, ohne dass einem dabei die Realität in die Quere kommen kann. Sowas wie Umvolkung, Salamisierung, Bevölkerungsreduzierung, Kulturentfremdung, gefährliche Kondenzstreifen, usw. usf. Da stören tatsächliche Probleme, an denen man tatsächlich etwas tun könnte und müsste nur. Denn wer Ängste instrumentalisiert, will selten gesellschaftlich etwas arbeiten, sondern interessiert sich vornehmlich für Macht, Einfluss und Geld.
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