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Fragenübersicht Hast Du gute LA-LA-Vorschläge für diese Zeit der Kontaktarmut und Ausgeh-Beschränkungen?
1 - 12 / 12 Meinungen
05.04.2020 19:06 Uhr
Ich nutze die Zeit für ausgeprägte Radtouren (zwischen 40 und 80 km), dafür habe ich sonst keine Zeit.
05.04.2020 19:51 Uhr
Ich frage mich, was mit den Leuten falsch läuft, wenn man nicht in der Lage ist, sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Einige dürften hier so begabt sein, wie eine Ex von mir, die schlief ein, wenn sie keiner beschäftigte.

Das dürfte wohl auch an den Eltern, der Erziehung, der Formung von Kindesbeinen liegen. Punktuell auch an den eigenen Ressourcen.

So mancher konnte sich schon als Kind alleine beschäftigen. Den (mich auch) setzte man ins Eck mit Legosteinen, einer Brioeisenbahn (oder was auch immer) und am Abend war damit etwas phantasievolles geschaffen.

Später drückte man mir ein Buch in die Hand und hatte auch seine Ruhe von mir.

Diese Gabe etwas mit dem Tag ohne soziale Kontakte anzufangen fehlt einigen massiv. Ohne Party, Spaß und ziehen können diese Leute nicht leben.

Da muss doch etwas falsch im Kopf sein.

Was man so teilweise mitbekommen, was die Leute machen:

- Lesen
- Kochen
- Ausmisten
- Spazieren
- Radeln
- sonstigen Sport
- DVD schauen
- Puzzlen

Das ist nur ein Ausschnitt dessen, was man so mitkriegt aus dem Freundes und Bekanntenkreis, was dieser auch preisgibt, was er so macht.

Denke, da findet sich doch auch was für unsere Kolleranten und Gelangweilten.
05.04.2020 23:58 Uhr
Man kann ja auch mal was backen oder kochen, wenn man sonst nicht die Zeit dazu gefunden hat (so geht es mir jedenfalls).
06.04.2020 09:06 Uhr
Schreiben - liegt natürlich nicht jedem, aber man kann es versuchen. Damit meine ich nun nicht Meinungen bei Dol, sondern Texte, von Unterhaltungsliteratur bis Hochphilosophisch. :-)

06.04.2020 09:08 Uhr
Etwas Katalogisieren - wenn man etwas sammelt.
Fremdsprachekenntnisse auffrischen.
Mit Kochrezepten experimentieren.
Instrument üben (bitte Lärmschutz beachten :-)).

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 06.04.2020 09:10 Uhr. Frühere Versionen ansehen
06.04.2020 09:08 Uhr
Zu Zweit: Impro-Theater. :-)
06.04.2020 09:09 Uhr
Online-Rollenspiele, fällt mir noch ein. Old School, also tatsächlich wie pen & paper, nur eben z.B. per Videchat, oder entsprechende PC-Spiele.
06.04.2020 09:12 Uhr
Lagerkollergefährdet bin ich nicht, wäre es auch ohne Homeoffice nicht, glaube ich.
Ich lese gern, bin kommunikativ und es gibt immer irgendwas, womit ich mich beschäftigen kann. Mir tun Menschen leid, die zurzeit nichts mit sich anzufangen wissen. Das muss schrecklich sein.
06.04.2020 09:29 Uhr
@Autriche

Menschen sind unterschiedlich gestrickt. Der eine braucht gesellschaftliche Kontakte mehr, als der andere. So ist es nun einmal. Daran ist (sofern nicht extrem ausgeprägt) auch nichts krankhaft.

Logischerweise ist die Notwendigkeit der Beschäftigung und der Anleitung zu solcher auch sehr individuell ausgeprägt. Daher ja auch die Umfrage, denn:

1) Tritt der LA-LA - Effekt bei jedem nach einer sehr unterschiedlichen Zeitspanne ein

und

2) Springt nicht jeder auf dieselbe Art und Weise auf Vorschläge an

Mich zum Beispiel kriegt man mit Kochen und Backen derzeit nicht aus der Ecke. Da liegt mir Schreiben - oder der kleine Plausch über den Nachbarbalkon - oder das Spielen (dazu zähle ich auch dolen) wesentlich näher.

Auch das Aufräumen und Systematisieren meines Arbeitszimmers ist ein Mittel. Und natürlich das Aufpeppen meiner Seminare in Skripts und Präsentationen.

Lernen hilft mir immer über solche Phasen hinweg. Was ich aber sehr vermisse ist tatsächlich die soziale Komponente des Lebens, man definiert sich ja nicht nur über sich selbst, sondern auch über Gruppen, bei denen man Mitglied ist.
06.04.2020 09:47 Uhr
@Mandalorian

Mir ist es nur darum gegangen, dass es leider sehr viele gibt, die einfach nicht in der Lage sind, sich alleine zu beschäftigen.

Das ist wohl ein tristes Abbild einer Gesellschaft.

Ich kann Kontakte heute so gestalten, dass ich niemanden sehe. SMS, Whatsapp, Messenger, Skype. Viele haben Flatrats auch am Handy oder Festnetz.

Kaserniert ohne der Möglichkeit eines Gesprächs, eines Hilferufs, dass er damit nicht umgehen kann ist niemand. Ein paar brauchbare Freunde hat jeder.

Es ging auch mehr um Leute, die einfach es verlernt haben, dass man sich alleine beschäftigt. Dass man alleine Fernsehen kann, das man lesen kann. Wie Du sagst, dass das man Sprachbuch rausholt.

Spazieren gehen darf man auch. Auch wenn ich schrieb, dass ich das selten ausnütze.

Aber es ist doch wirklich seltsam, dass man sich nicht alleine beschäftigen kann Wie ich auch schrieb, dass man nahezu auf der Couch einschläft, wenn man alleine sitzt, weil man unfähig ist, sich eine Beschäftigung zu finden. Und das habe ich erlebt.

Es gibt hundert andere Ideen, wie man sich den Tag gestalten kann ohne dauernd am Telefon oder am Handy zu hängen.

Es liegt auch am Einzelnen, wenn er in Zeiten der sozialen Not (so wie ihr das darstellt), dann auch die offene Tür zuschlägt und nicht mal etwas wie von Mr. Bart angebotenes annimmt, auch wenn es ihm normal nicht interessiert Penrollenspiele zu spielen.

Auch da sind die Leute selbst schuld, wenn sie selektiv Rosinen rausholen und so manche Chance auf ein Gruppenerlebnis auslassen.

Einmal oder zweimal sind auch Sachen lustig, die ich normalerweise nicht mache.

06.04.2020 09:54 Uhr
Zitat:
Aber es ist doch wirklich seltsam, dass man sich nicht alleine beschäftigen kann


- aus Deiner Sicht vielleicht. Aber ich habe weiter oben geschildert, dass es eben sehr individuelle Unterschiede gibt.

Zitat:
Auch da sind die Leute selbst schuld,...


In diesem Kontext eine Schuldfrage zu konstruieren halte ich für weder angebracht noch für ethisch vertretbar.
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