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Fragenübersicht Verdacht auf Volksverhetzung: Karnevalsumzug im bayrischen Steinkirchen führt nachgebauten Tiger-Panzer mit der Aufschrift "Ilmtaler Asylabwehr" mit sich. Deine Meinung?
1 - 20 / 27 Meinungen+20Ende
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08.02.2016 09:12 Uhr
"Geschmacklose Scheiße" trifft es ganz gut.
08.02.2016 09:13 Uhr
Karneval lebt von der Satire, ist Satire. Und Satire darf bekanntlich alles!
08.02.2016 09:16 Uhr
Zitat:
"die Buben wollten doch nur a Gaudi"


Bayrisches Hinterland halt. Bei 30-jährigen von "Buben" zu reden, so als wüssten die aufgrund ihrer Jugend doch gar nicht, was sie tun, klingt schon seltsam. Auf jeden Fall zeigt der Fall, dass die Sensibilisierung für solche Themen noch nicht überall angekommen ist. Hätten die sicher auch nicht gedacht, dass sie mal in die bundesweite Presse kommen.
08.02.2016 09:23 Uhr
Zitat:
Karneval lebt von der Satire, ist Satire. Und Satire darf bekanntlich alles!


WhiteMoonBoy: Satire lebt aber auch von einer gewissen Metaebene. Diese Typen mit ihrem Panzer waren in etwa so satirisch, wie die judenfeindlichen Jecken beim Karneval 1933.
08.02.2016 09:23 Uhr
Zitat:
Und Satire darf bekanntlich alles!


Was erstens nicht stimmt und zweitens ein dennoch immer wieder beliebter Spruch bei braunen Dumpfbacken ist, um ihre Hetze zu kaschieren.
08.02.2016 09:58 Uhr
Aha, ist's mit der von den Medien suggerierten großartigen Willkommenskultur der Bajuwaren offenbar doch nicht so
weit her.
Teil 1.259 im Epos: wie die Realität die Lügenmedien boßstellt.
08.02.2016 10:21 Uhr
In Deutschland unterliegt auch der Humor rechtlichen Grenzen. Deshalb sollten diese Karnevalisten stets einen Rechtsbeistand hinzuziehen, ehe sie Karnevalswagen entwerfen.

Wo kämen wir denn sonst hin?
08.02.2016 11:17 Uhr
Menschen sind mündig und haben zur Karnevalszeit auch mal die Möglichkeit, sich als Narren in jeweder Form zu kleiden und zu geben und zu artikulieren. Eine politische Zensur zum Karneval, die kannte man aus DDR-Zeiten lange genug.
08.02.2016 11:48 Uhr
Zitat:
...von den Medien suggerierten...

Alles Autosuggestion, Fedo, in deinem Fall ganz sicher.
08.02.2016 11:51 Uhr
Zitat:
In Deutschland unterliegt auch der Humor rechtlichen Grenzen. Deshalb sollten diese Karnevalisten stets einen Rechtsbeistand hinzuziehen, ehe sie Karnevalswagen entwerfen.


Bei Menschen mit IQ oberhalb von lauwarmen Nudelsuppen genügt dazu normalerweise der gesunde Menschenverstand.
08.02.2016 11:57 Uhr
Meine Meinung?

Einfach Deppen, klassische Dumpfbacken eben, dumme Bauerntölpel!

Rein rechtlich könnte und sollte man sie wegen Volksverhetzung anklagen. Wobei sich der braune Mob daraus sicher wieder eine nette Verschwörungstheorie stricken würde und sowas instrumentalisiert.

Aber auf der anderen Seite ist es auch wichtig, diesen Halbaffen einfach mal die Grenzen aufzuzeigen.
08.02.2016 14:09 Uhr
Flüchtlinge an der Grenze mit Waffengewalt niederzumachen zu wollen, ist mittlerweile ja schon Bestandteil politischer Forderungen geworden. Von daher nicht verwunderlich, wenn solche Parolen jetzt auch im Fasching auftauchen. Praktischer Nebeneffekt: wenn sich jemand an solchen Gewaltaufrufen stört, kann man immer noch behaupten, das sei ja bloß "Spaß" gewesen und gar nicht so gemeint und überhaupt...
08.02.2016 16:02 Uhr
Politischer Karneval wird in dem Moment überflüssig wie ein Kropf, wenn Redebeiträge und Themenwagen vorher abgesegnet werden müssen.
08.02.2016 16:05 Uhr
Zitat:
Politischer Karneval wird in dem Moment überflüssig wie ein Kropf, wenn Redebeiträge und Themenwagen vorher abgesegnet werden müssen.


Aber gegen vorher Denken spricht, nichts, oder?
08.02.2016 16:11 Uhr
Verdacht auf Volksverhetzung? Lächerlich! Aber da müssen ja jetzt die autoritären Verfechter von "Political Correctness" und Zensur Freudensprünge machen...
08.02.2016 16:13 Uhr
Der Narr soll's Maul halten!

"Hieß es nicht nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo", Satire müsse alles dürfen? Höchste Zeit, dass wir ein Satireministerium einrichten, das Büttenreden, Fastnachtswagen und Karikaturen rechtzeitig prüft und abnimmt. Heiko Maas, übernehmen Sie!"

http://www.welt.de/debatte/kolumnen/deutsch-sued-west/article151980143/Der-Narr-solls-Maul-halten.html
08.02.2016 18:03 Uhr
@Pomerius
Zitat:
Flüchtlinge an der Grenze mit Waffengewalt niederzumachen zu wollen, ist mittlerweile ja schon Bestandteil politischer Forderungen geworden.


Wenn du Minenfelder auch als Waffen ansiehst, dann ist der Waffengebrauch nicht nur Bestandteil politischer Forderungen, sondern seit Jahren auch schon Bestandteil politischer Praxis.

Die Landgrenze zwischen Griechenland und der Türkei ist durch einen Fluss, einen hohen Zaun und auch durch Minenfelder "gesichert". Deshalb wählen ja die meisten den etwas sichereren Weg über das Meer.

Damit scheinen aber die meisten, die sich über unausgegorene Ansichten aus dem AfD-Spektrum trefflich empören können, weitaus weniger Probleme zu haben.

Im Gegenteil: würde Griechenland an seinen Landgrenzen ein wenig abrüsten, dann wäre es den meisten BRD-Politikern vermutlich auch nicht recht, jedenfalls dann nicht, wenn dies zu mehr Flüchtlingen führte. Oder schätze ich da die vor allem bundesdeutsche, österreichische und schwedische Kritik am griechischen Grenzregime völlig falsch ein?

Und wie es Erdoğan dann hinbekommen soll, den Flüchtlingsstrom aus der Türkei in die EU zu reduzieren, will man dann gar nicht mehr so genau wissen. Die EU-Kritik daran, dass momentan nördlich von Aleppo einige zehntausend Syrer nicht in die Türkei gelassen werden, klingt dann auch viel verhaltener als die Kritik daran, dass immer noch viel zu viele in die EU kämen.

Man kann durchaus ein etwas robusteres Grenzregime an den Grenzen der BRD fordern. Man kann diese Forderung aber auch kritisieren, wobei mir die Einstufung als "Volksverhetzung" allerdings nicht als von juristischem Sachverstand gedeckt erscheint.

Wenn man es aber schon unglaublich böse findet, dass Zöllner und Polizisten an den Grenzen überhaupt Waffen tragen dürfen, dann sollte man einmal darüber nachdenken, was jetzt schon an den EU-Außengrenzen los ist.

Und wer dann - wie die meisten BRD-Politiker - einerseits Griechen und Türken kritisiert, weil sie noch zu viele Flüchtlinge durchließen, andererseits aber ungeschickte Hinweise unprofessioneller Politiker auf die geltende bundesdeutsche Rechtslage als faschistisch denunziert, ist für mich nicht glaubwürdig.
08.02.2016 18:12 Uhr
Witzige Sache.
Karneval war immer wieder mal dazu da die Mächtigen zu ärgern.
08.02.2016 18:28 Uhr
Interessanter als den Panzer finde ich die Reaktion einiger Politiker, die sich nicht trauen, den Panzer zu kritisieren, sondern die Ermittlungen abwarten wollen, ob es Volksverhetzung ist oder nicht ... was soll man dazu sagen?

Als zynische Satire könnte man es eventuell durchgehen lassen, falls es auf das aktuelle Asyl-Paket gemünzt ist. Die Kommentare Dritter lassen hingegen tief blicken. So meinte wohl jemand, dass die "neuen Freunde herzlich willkommen seien" ... wer hätte daran wohl gezweifelt ...

/rMS
08.02.2016 22:53 Uhr
@ Scarabaeus

Zitat:
Wenn du Minenfelder auch als Waffen ansiehst,

Klar sind Minen Waffen.

Zitat:
Die Landgrenze zwischen Griechenland und der Türkei ist durch einen Fluss, einen hohen Zaun und auch durch Minenfelder "gesichert".

Flüsse und Zäune sind dagegen keine Waffen. Danke für den Hinweis auf die griechischen Minenfelder. Das war mir gar nicht bekannt. Nach dem, was ich darüber gefunden habe, handelt es dabei aber keineswegs um Anti-Personen-Minen zum Abhalten von Migranten, sondern um Panzerminen, die dem griechisch-türkischen Konflikt geschuldet sind. Dennoch natürlich unschön.

Zitat:
Damit scheinen aber die meisten, die sich über unausgegorene Ansichten aus dem AfD-Spektrum trefflich empören können, weitaus weniger Probleme zu haben.

Keine Ahnung, da müßtest Du mal bei denen nachfragen.

Zitat:
Oder schätze ich da die vor allem bundesdeutsche, österreichische und schwedische Kritik am griechischen Grenzregime völlig falsch ein?

Mmh, ich habe jetzt noch nicht gehört, daß man Griechenland fehlenden Schußwaffengebrauch vorwirft.

Zitat:
Die EU-Kritik daran, dass momentan nördlich von Aleppo einige zehntausend Syrer nicht in die Türkei gelassen werden, klingt dann auch viel verhaltener als die Kritik daran, dass immer noch viel zu viele in die EU kämen.

Anscheinend hat die Türkei also Mittel und Wege gefunden, die Leute auch ohne Waffengewalt am Übertreten der Grenze zu hindern.

Zitat:
Man kann durchaus ein etwas robusteres Grenzregime an den Grenzen der BRD fordern.

Ein "robusteres Grenzregime" wäre hierzulande bereits eine durchgehende Identitätsfeststellung. Schießende Panzer sind davon Welten entfernt.

Zitat:
Man kann diese Forderung aber auch kritisieren, wobei mir die Einstufung als "Volksverhetzung" allerdings nicht als von juristischem Sachverstand gedeckt erscheint.

Das sollen die zuständigen Gerichte klären, wobei mir die Einstufung von Panzergranatenfeuer auf Unbewaffnete als "robusteres Grenzregime" nicht als vom gesunden Menschenverstand gedeckt erscheint.

Zitat:
Wenn man es aber schon unglaublich böse findet, dass Zöllner und Polizisten an den Grenzen überhaupt Waffen tragen dürfen, dann sollte man einmal darüber nachdenken, was jetzt schon an den EU-Außengrenzen los ist.

Das solltest Du Leute fragen, die es schon unglaublich böse finden, daß Zöllner und Polizisten an den Grenzen überhaupt Waffen tragen dürfen.

Zitat:
Und wer dann - wie die meisten BRD-Politiker - einerseits Griechen und Türken kritisiert, weil sie noch zu viele Flüchtlinge durchließen, andererseits aber ungeschickte Hinweise unprofessioneller Politiker auf die geltende bundesdeutsche Rechtslage als faschistisch denunziert, ist für mich nicht glaubwürdig.

Ja, das kann man so sehen. Allerdings ist es nicht geltende deutsche Rechtslage, daß man auf Personen schießen dürfte, die lediglich die Grenze nicht ordnungsgemäß an einer Grenzübergangsstelle überqueren.
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