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Fragenübersicht Mythos "DDR-Pfarrer"?
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22.02.2013 10:45 Uhr
Die ganze DDR ist doch ein Mythos.
22.02.2013 10:56 Uhr
Früher gab es unter ihnen neben den obligatorischen Stasischergen wie Genossen Stolpe aufrechte und glaubhafte Vorbilder. Seit der Wende sind sie nahezu alle zu willfährigen Bücklingen der linksliberalen Vorbeter mutiert. Widerwärtiges Gesocks.
22.02.2013 11:17 Uhr
Die ev.Pfarrer waren meiner Meinung eingebunden und auch gut unter "Kontrolle".Die Studienzulassung gab genügend Staatseinfluß.

Bei den kath. hatte man weniger Mitspracherechte.

Allein der Erhalt der Westpakete und deren Verteilung schaffte viele Vorteile.
Ich mußte teilweise 1 zu 12 tauschen, keine Westbeziehung.
22.02.2013 11:19 Uhr
Für Pfarrhäuser gab es Genex und sogar extra Westpakete mit Fliesen...etc.
22.02.2013 11:25 Uhr
Zitat:
Ich mußte teilweise 1 zu 12 tauschen, keine Westbeziehung.
Wie meinst Du das, Herbert?
22.02.2013 11:30 Uhr
Ich sehe im Zusammenhang mit den Pfarrern im SED-Staat keinen Mythos.
22.02.2013 11:33 Uhr
Mit "DDR-Pfarrer" sind vermutlich die linksfaschistischen DDR-Pastoren der ev. Kirche gemeint. Rückgratlose Mitläufer, um dem Regime zu gefallen, nur um des eigenen Vorteils willen. Erbärmliche Kreaturen. Evangelen halt.
22.02.2013 11:37 Uhr
Mensch, manchmal wollte man etwas im Intershop kaufen, keine West-Verwandtschaft, blieb nur der Tausch.

Gefangenen Aal habe ich selber gegessen.
22.02.2013 12:05 Uhr
@Herbert
Mit "1 : 12" meinst Du jetzt den (inoffiziellen) Wechselkurs, Herbert? Oder wie?
22.02.2013 12:27 Uhr
Es gab sehr, sehr mutige Menschen unter den Pastoren, die durch ihren persönlichen Einsatz zur Verbreitung der Demonstrationen beigetragen haben und dadurch dazu geführt haben, dass das "DDR"- Regime dort gelandet ist, wo es hingehört: Auf dem Müllhaufen der deutschen Geschichte. Sicher: Die Revolution hat das Volk gemacht, aber die Predigten in der Nikolaikirche waren zumindest einer der Zündfunken.
22.02.2013 16:10 Uhr
Mythos?


Auch unter den Pfarrern gab es Couragierte und Feiglinge und sogar Zuträger zur Stasi und viele, die einfach nicht auffallen wollten und schwiegen.

22.02.2013 16:19 Uhr
Wer von 1988 bis 1989 nicht mehr in der DDR gelebt hat, sollte sich keinesfalls das Recht nehmen, solchen Blödsinn von sich zu geben und den Eindruck zu erwecken, er wäre mitten im Geschehen gewesen!






@Sandor!
22.02.2013 19:42 Uhr
Mensch,

ja und da mußtest du noch jemanden erst finden.Zeitweise durfte ja Westgeld nicht im Besitz sein, mußte in "Forum-Zettel" umgetauscht werden.

Und mir als Armeeangehörigen etwas umzutauschen, bedurfte schon allerhand Vertrauen.
22.02.2013 22:51 Uhr
Okay, verstehe, Herbert. Danke für die Info.
23.02.2013 10:30 Uhr
Harzhexe

Man muss nicht bis zum Ende der "DDR" dort gelebt haben, um das Geschehen in diesem Staat zu verstehen und zu beurteilen. Und inwiefern wären meine Worte Blödsinn? Statt sachlicher Diskussion blinder Hass!
23.02.2013 13:52 Uhr
Inhaltlich gebe ich Dir da vollkommen recht, Harzhexe, aber woher willst Du wissen, wer hier "Trittbrettfahrer" war und wer nicht?
23.02.2013 17:20 Uhr
Mensch ,
weil viele aus den alten Bundesländer vieles nur nachsprechen.Ist ja heute noch so, "Bild" bildet.

Schau dir meine heutige Umfrage an.
Meine Schlußfolgerung aus 40 DDR-Jahren? Nie mehr einer Quelle glauben, aus vielen Meinungen die eigene bilden.

Ich kenne Pfarrer, die haben sich zur DDR-Zeiten oft genug den Mund "verbrannt" und von denen hörst du heute wenig. Pfarrer, die nicht aufgefallen sind, treten heute als große Kämpfer auf.

Ich als EX-DDR-Bürger haben manchmal das Gefühl die Wende war sogar von der Stasi geplant und inziniert.
25.02.2013 13:46 Uhr
"Bürgerrechtler" wenn ich das Wort nur schon höre!
25.02.2013 14:09 Uhr
Zitat:
Mensch ,
weil viele aus den alten Bundesländer vieles nur nachsprechen.Ist ja heute noch so, "Bild" bildet.
Schon klar, Herbert, aber wie willst Du beurteilen, wer das HIER bei dol tut? Das kannst Du doch letztlich nur dann wirklich, wenn Du die betreffende Person im RL kennst..
25.02.2013 16:31 Uhr
Ich hatte das große Glück, mir aufgrund unserer großen "Ostverwandtschaft" und den damit verbundenen zahlreichen Besuchen ein etwas mehrschichtigeres Bild machen zu können.
Wobei ich festgestellt habe, dass es auf beiden Seiten des Zaunes Licht und Schatten gab.
Da es in unserer Familie seit Jahrhunderten nur so von Uniformträgern des jeweiligen Staates wimmelt (egal ob König-, Kaiser- oder sonst-ein-Reich, egal ob "Bunte Republik" oder "erster deutscher Arbeiter- und Bauernstaat"), waren die Besuche hüben und drüben sowohl im Vor- wie auch im Nachlauf mit diversen Besuchen der unterschiedlichsten staatlichen Instituionen versehen.
Und dennoch wage ich mir kein Urteil darüber, ob es einen Mythos "DDR-Pfarrer" gibt.

Es gibt aber eine ganz andere Wahrheit: nämlich das Oskar Lafontaine noch im Sommer 1989 klar aussagte, dass ein Zusammenwachsen zwischen BRD und DDR reine Utopie sei. Tja, wer nur einen Kopf größer als eine Dose Tomaten ist, dem ist auch ein entsprechender politischer Weitblick gegeben.
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