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Judith Butler soll den Adorno-Preis 2012 erhalten- zurecht? |
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01.09.2012 18:26 Uhr |
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Zitat:Kein Adorno-Preis für Judith Butler!
Ausgerechnet Jugith Butler soll den Adorno Preis der Stadt Frankfurt bekommen – ausgerechnet am 11. September. Ein Preis, benannt nach einem ausgewiesenen Freund Israels, an eine Israelhasserin, die im überwiegenden Teil ihres Werkes mit kritischer Theorie nicht das Geringste am Hut hat. Gegen die Verleihung regt sich Protest.
Judith Butler kämpft auf ganzer Front gegen Israel. Ihre Obsession gegen den jüdischen Staat geht soweit, dass sie in führender Position in der Kampagne ‘Boycott, Divestment and Sanctions against Israel’ mitwirkt. Die rassistische Kampagne fordert, persönliche und geschäftliche Kontakte nach Israel abzubrechen und keine israelischen Waren zu kaufen. Butler, die sich selbst als Teil einer globalen Linken sieht, unterstützt – laut einer Stellungnahme zum Adorno Preis – zwar nicht (mehr) ausdrücklich die antisemitischen Terrororganisationen Hamas und Hisbollah, sieht sie aber ebenfalls als “Teil der globalen Linken” – eine Distanzierung ist das nicht, eine realistische Einschätzung schon gar nicht. Die Funktionäre der Hamas, die ihre eigene Bevölkerung brutal unterdrücken, werden sich ins Fäustchen lachen.
Zitat: “Yes, understanding Hamas, Hezbollah as social movements that are progressive, that are on the Left, that are part of a global Left, is extremely important.” (Butler am 7. September 2006 in Berkeley)
Zitat:“Wir machen uns schreckliche Sorgen wegen Israel. (…) Man kann nur hoffen, daß die Israelis einstweilen immer noch militärisch den Arabern soweit überlegen sind, dass sie die Situation halten können.“ (Adorno in einem Brief am 5. Juni 1967)
Durch die Preisverleihung an eine radikale Israelhasserin wie Butler wird das Erbe Theodor W. Adornos beschmutzt, und Israel durch Frankfurts ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth zu einer Zeit in Frage gestellt, da der Antisemitismus in Europa so stark ist wie lange nicht. Und nicht zuletzt werden die Araber verhöhnt, die unter dem Einfluss und der Unterdrückung von Hamas und Hisbollah täglich zu leiden haben. Antizionisten wie Butler helfen, ihren menschenunwürdigen Status als Manövriermasse gegen den jüdischen Staat zu manifestieren.
http://antideutsch.org/2012/08/30/kein-adorno-preis-fur-judith-butler/ |
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01.09.2012 18:31 Uhr |
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Nein. Judith Butler ist angesichts der Positionen Adornos zu Israel als jüdischem Staat alles andere als eine geeignete Trägerin des Adorno-Preises. Und auch darüber hinaus gibt es gute Gründe, diese Wahl kritisch zu sehen:
Zitat:Es gibt sehr gute Gründe, sich über die geplante Preisvergabe zu empören. Alleine schon, weil sich in ihr auch eine Ignoranz gegenüber all jenen Feministinnen ausdrückt, die ihre Gesellschaftskritik tatsächlich ausgehend von der Kritischen Theorie Adornos versuchen zu formulieren und dementsprechend schon früh die „Entkörperung“ in Butlers Gendertheorien kritisiert haben.
Butlers Absage an jegliches Gesellschaft grundlegend transzendierendes Denken, das sich trotz der kritischen Attitüde wie ein roter Faden durch ihre Schriften zieht, steht im schroffen Gegensatz zu Adornos Sehnsucht nach dem ganz Anderen, die trotz des Wissens um die derzeitige Unmöglichkeit ihrer Verwirklichung in jedem Gedanken der Kritischen Theorie gegenwärtig bleibt.
Vielleicht sollte man die Preisverleihung aber auch einfach als Ausdruck dessen begreifen, dass der Kultur- und Wissenschaftsbetrieb sich mittlerweile dermaßen an der Demontage der Vernunft beteiligt, dass nahezu alles möglich wird – selbst die Vergabe eines nach Adorno benannten Preises an eine Anti-Israel-Aktivistin, die mit ihrer Philosophie das exakte Gegenteil von Kritischer Theorie repräsentiert.
(http://www.hagalil.com/archiv/2012/08/31/butler/) |
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01.09.2012 18:35 Uhr |
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Nach dem was ich hier lese, wäre sie in der Tat eine schlechte Wahl für den Preis.
Bisher kannte ich J.B. nur als Autorin einiger Bücher zur Genderthematik. Allerdings war sie da auch nicht wirklich überzeugend sondern zitierte im Wesentlichen immer wieder nur Foucault (der sich dagegen ja nicht wehren kann). |
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01.09.2012 18:41 Uhr |
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| Ach so, jetzt versteh ich das erst. Ich dachte, du wolltest ihr unterstellen, dass sie die Einstellung von diesem Knaller teilt. |
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01.09.2012 18:43 Uhr |
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@ Para
Das BDS-Movement ist ein recht "vielfältiges" Netzwerk, dessen diverse Mitglieder sich mitnichten darauf beschränken, den Boykott von Waren aus den sogenannten "besetzten Gebieten" zu fordern (was an sich schon grotesk wirkt, da dies vor allem auch die dort lebenden und arbeitenden Araber_innen treffen würde, die dort durchaus bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfinden als im islamistisch regierten Gaza oder im Libanon, in dem palästinensische Flüchtlinge völlig rechtlos sind- darüber echauffieren sich Butler und Konsorten aber merkwürdigerweise nicht).
Die BDS-Kampage ruft zu einem umfassenden wirtschaftlichen, akademischen, politischen Boykott Israels auf, ferner zu Embargos und Zwangsmaßnahmen. All dies soll dazu führen, dass die "Besetzung und Kolonisation allen arabischen Landes beendet" wird. Es ist kein Zufall, dass die "BDS"-Bewegung hierbei offen lässt, wie viel "arabisches Land" sie für besetzt und kolonisiert hält, denn damit kann sie jene, die für eine Zweistaatenlösung eintreten ebenso mit ins Boot holen wie jene, die "ganz Palästina befreien", also den jüdischen Staat zerstören wollen.
Wer sich damit gemein macht, und das tut Judith Butler durchaus, ist die absolut falsche Wahl für die Verleihung des Adorno-Preises. |
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01.09.2012 18:45 Uhr |
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@Delarue
Wenn man sich überlegt, was Adorno vermutlich zu der Boykott-Aktion sagen würde, ist sie dann wohl in der Tat die falsche Wahl. Wobei man nicht zwangsläufig Adorno-Anhänger sein muss. |
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01.09.2012 18:48 Uhr |
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[x] Bitte? Ich kenne weder diesen Preis, noch Judith Butler. Werde mich aber informieren und dann ggbf. hier in die Diskussion einsteigen. |
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01.09.2012 18:49 Uhr |
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| Edit: Hamas und Hizbollah begreife ich allerdings nicht als Teil der globalen linken Bewegung ;-) |
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01.09.2012 18:57 Uhr |
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Zitat:Zitat:Wenn du den Stalinismus aber als unterstützenswerte Strömung in der Linken legitimieren würdest, so wie dies die Butler mit der Hamas & Hizbollah macht, dann würdest du dich aber berechtigter Kritik wegen deiner mangelnden Distanz zum Stalinismus aussetzen.
Ja. Aber tut sie das so dezidiert?
Sie bezeichnet Hamas & Hizbollah als progressive Organisationen und als wichtige Teile der globalen linken Bewegung. Wie dezidiert möchtest du es denn noch haben? |
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01.09.2012 18:58 Uhr |
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| Gut. Reicht. |
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01.09.2012 19:04 Uhr |
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Ahem, Moment mal:
Zitat:Mir wird vorgeworfen, dass ich Hamas und Hisbollah unterstütze (was nicht stimmt)(...)
Meine Bemerkungen zu Hamas und Hisbollah wurden aus dem Zusammenhang gerissen, um meine bekannten und weiterhin bestehenden Auffassungen aufs Übelste zu verzerren. (...)
Vor einigen Jahren wurde ich während eines akademischen Vortrags aus dem Publikum heraus gefragt, ob Hamas und Hisbollah meiner Ansicht nach Teil der "globalen Linken" seien, worauf ich mit zwei Anmerkungen antwortete. Mein erster Punkt war rein deskriptiv: Die genannten politischen Organisationen verstünden sich als antiimperialistisch, und Antiimperialismus sei ein Merkmal der globalen Linken, sodass man sie vor diesem Hintergrund als Teil der globalen Linken beschreiben könnte. Mein zweiter Punkt war kritischer Natur: Wie bei jeder linken Gruppierung müsse man sich entscheiden, ob man für oder gegen diese Gruppe sei, und man müsse ihre Positionen kritisch überprüfen. Ich akzeptiere oder befürworte nicht alle Gruppierungen der globalen Linken. (...)
Es stimmt: Ich billige die Praxis des gewaltsamen Widerstands genauso wenig, wie ich staatliche Gewalt billige, billigen kann oder je gebilligt habe. Diese Position macht mich vielleicht eher naiv als gefährlich, aber es ist meine Position. Folglich ist es mir immer absurd erschienen, dass meine Bemerkungen so aufgefasst wurden, als wollte ich Hamas oder Hisbollah unterstützen oder billigen! Ich habe zu keiner der beiden Organisationen je Stellung bezogen, so wie ich auch nie eine beliebige Organisation unterstützt habe, nur weil man sie der globalen Linken zurechnen kann – ich bin keine Anhängerin aller Gruppierungen, die gegenwärtig die globale Linke ausmachen. Festzustellen, dass jene Organisationen Teil der Linken sind, heißt nicht, zu sagen, dass sie ein Teil der Linken sein sollten oder dass ich sie in irgendeiner Weise befürworte oder unterstütze.
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-08/judith-butler-kritik-israel-antwort
"Dezidierte Unterstützung" ist aber was anderes... |
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01.09.2012 19:07 Uhr |
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| Linke moegen nur tote Juden, lebende sind denen nichts wert. |
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