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Fragenübersicht War die wirtschaftliche Ausgangslage im Teilgebiet der zur Trizone vereinigten westlichen Besatzungszonen Deutschlands besser, als sie es für ein ungeteiltes Gesamtdeutschland je hätte sein können?
1 - 8 / 8 Meinungen
29.05.2023 10:15 Uhr
Ich halte die Theorie im Hintergrund für Unsinn. Der Marshall-Plan hat dem Westen wirtschaftlich mehr Vorteile verschafft, als die Reparationsleistungen, die ausschließlich der Ost-Teil für die Kriegsverbrechen der Nazis aufbringen musste.
29.05.2023 10:18 Uhr
Zitat:
Ich halte die Theorie im Hintergrund für Unsinn. Der Marshall-Plan hat dem Westen wirtschaftlich mehr Vorteile verschafft, als die Reparationsleistungen, die ausschließlich der Ost-Teil für die Kriegsverbrechen der Nazis aufbringen musste.


Auch in Westdeutschland wurde noch reichhaltig demontiert zu Beginn. Das wird gerne übersehen.
29.05.2023 10:20 Uhr
Zitat:
Ich halte die Theorie im Hintergrund für Unsinn. Der Marshall-Plan hat dem Westen wirtschaftlich mehr Vorteile verschafft, als die Reparationsleistungen, die ausschließlich der Ost-Teil für die Kriegsverbrechen der Nazis aufbringen musste.



Ich frage mich eigentlich, ob du den Hintergrund aufmerksam gelesen hast. Die Wirtschaftskraft der Westzonen musste doch ganz real nicht für das ehemalige Gesamtdeutschland arbeiten, sondern nun erstmal nur für die Westzone. Das erleichterte doch den Wiederaufbau in der Westzone insgesamt.

Was ist daran Unsinn?
29.05.2023 10:21 Uhr
Man kann es aber auch umdrehen. Die agrarischen Gebiete als Grundlage eines Aufbaues. Nahrungssicherheit und Überschüsse als Forcierung einer modernen Industriegesellschaft, die mittels eines funktionierend Primärsektors angeworfen wird.
29.05.2023 10:56 Uhr
Amerika konnte aus dem Vollen schöpfen und so sich seine zukünftigen "Freunde" schaffen. Wir im Osten mußten eine eigene Schwerindustrie schaffen, deren Produkte hauptsächlich zum Aufbau der zerstörten SU liefern.
Noch Jahre später wurden große Teile unserer Produktion zur Beschaffung von Devisen verscherbelt.
"Harte Währung", made in USA, wird heute noch zum Erpressen von Staaten genutzt.
Aber diese Zeiten gehen glücklicherweise dem Ende entgegen....
29.05.2023 11:00 Uhr
Zitat:
Aber diese Zeiten gehen glücklicherweise dem Ende entgegen



Ist das jetzt eine begründete Feststellung oder eher nur Wunschdenken?
29.05.2023 11:27 Uhr
Zitat:
Zitat:
Aber diese Zeiten gehen glücklicherweise dem Ende entgegen



Ist das jetzt eine begründete Feststellung oder eher nur Wunschdenken?


Wenn Saudi-Arabien sein Öl nicht mehr exklusiv in Dollar sondern auch in Yuan verkauft, ist das mindestens ein Indiz.
29.05.2023 12:05 Uhr
Nicht unbedingt. In Sachsen gab es auch eine nennenswerte Industrie. Die unterschiedliche Entwicklung ist vielmehr dem Gegensatz Marshallplan (West) - Demontage (Ost) und natürlich der Überlegenheit der Marktwirtschaft beim Wiederaufbau zu verdanken.

Aber was man sagen kann, und das wusste Adenauer auch, dass die politische Stabilität als Rahmenbedingung im Westen viel einfacher herzustellen war. In einem neutralen Gesamtdeutschland nach Vorbild Österreich hätte die CDU weit mehr Schwierigkeiten gehabt, konstant die Regierung zu stellen. Sowohl Sozialdemokraten als auch Kommunisten wären - auch ohne Zwangsvereinigung - in einem demokratischen Gesamtdeutschland deutlich stärker gewesen.
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