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Fragenübersicht Diskutierst Du mit? "Geld müsste eine zeitlich begrenzte Gültigkeit bekommen" http://networkedblogs.com/At6tl
1 - 20 / 72 Meinungen+20Ende
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01.08.2012 17:08 Uhr
Hier ließe sich einwenden, daß bei einer Inflationsrate von 2 bis 3 % eine begrenzte Gültigkeit des Geldes sowieso gegeben ist.

Allerdings steht die zugrundeliegende Annahme, daß die Zentralbank nach Belieben Inflation erzeugen könne, auf wackligen Beinen. Eine Lösungsmöglichkeit wäre, das Bargeld abzuschaffen, so daß man in Krisenzeiten negative Zinsen einführen könnte.
01.08.2012 17:27 Uhr
Zitat:

Hier ließe sich einwenden, daß bei einer Inflationsrate von 2 bis 3 % eine begrenzte Gültigkeit des Geldes sowieso gegeben ist.


Naja, durch die Inflation verliert Geld an Wert, aber es ist ja weiterhin Gültig. Das heißt, ich kann es weiterhin ausgeben, auch wenn ich einen geringeren Gegenwert dadurch erhalte.
01.08.2012 17:40 Uhr
Das ist ziemlicher Schwachsinn. Eine hohe Inflation (und nichts anderes ist eine solche Geldentwertung) nutzt am Ende niemanden. Nicht ohne Grund ist sich die Lkonomie weitgehend einig, der Geldstabilität eine relativ prominente Rolle einzuräumen.

Auch schon bei einer niedrigen Inflation von 2,5% wird das Geld alle 30 Jahre halbiert, bei 5% entsprechend alle 15 Jahre. Und 5% sind noch keine besonders hohe Inflation, viele Staaten liegen darüber.
01.08.2012 17:45 Uhr
@BAcko es wird kein Geld entwertet, sondern "ungenutztes" Geld wird wieder vom Markt genommen. Es würde also eine Aufwertung des auf dem Markt verbleibenden Geldes stattfinden.
01.08.2012 17:51 Uhr
Zitat:
es wird kein Geld entwertet, sondern "ungenutztes" Geld wird wieder vom Markt genommen. Es würde also eine Aufwertung des auf dem Markt verbleibenden Geldes stattfinden.


Das ist doch ganz simpel: Wenn das Geld nach einer gewissen Zeit komplett an Gültigkeit verliert, dann werden Banken die Zirkulation besser überwachen. Sie müssen sicherstellen, dass genau der Schein auch tatsächlich am Ende dort landet, wo er hin soll. Das kostet Gebühren, also z.B. 4% pro Jahr.

Und was haben wir dann? Genau, Inflation und sonst nichts.

Naja und ansonsten noch eine Stärkung des Banksektors, denn ohne Bank geht dann nicht mehr. Also Geld unter die Matratze packen ist zwar auch schon jetzt dank Inflation dämlich, würde dann aber nicht mal mehr die ängstlichste Oma machen.
01.08.2012 17:52 Uhr
Ach... Währungsreformen sind ja nichts außerordentlich ungewöhnliches und passieren gar nicht so selten. Deutschland hjat ja auch einige miterlebt.

Für Sparer ist eine begrenzte Gültigkeit des Gelders jedenfalls nichts schönes. Ja Sparen selbst würde in diesem Fall kainen Sinn mehr ergeben, genausowenig langfristige Planungen.

Wobei man sich als Alternative natürlich auch Sachwerte zulegen kann, welche in Einzelfällen sogar als Tauschmittel dienen könnten.

Wie dem auch sei, dioe gegenwärtige Krise ist eine politische Krise und keine generelle Krise des Geldsystems. Man sollte sich eher ein Vorbild an den Schweizer nehmen:

Zitat:
Laut der Rating-Agentur Fitch hatte die Schweiz von 2004 bis 2008 im Schnitt einen Haushaltsüberschuss von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dergleichen hat es in Deutschland seit 1969 nicht mehr gegeben. Selbst in guten Jahren wurden hierzulande meist neue Schulden gemacht.

Lob für Solide Finanzen
Heute liegt die Gesamtverschuldung der Schweiz bei knapp über 40 Prozent des BIP. Im Jahr 1998 waren es noch rund 55 Prozent.
...
Schuldenkrise: Wie die Schweizer wirtschaften - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-20012/schuldenkrise-wie-die-schweizer-wirtschaften_aid_557493.html

01.08.2012 17:56 Uhr
Neocon, für Sparer soll es ja einen Freibetrag geben, damit man für das Alter vorsorgen kann. Sparen wäre bis zu einen gewissen Punkt also weiterhin möglich.
01.08.2012 17:56 Uhr
Die Diskussion darum würde vielleicht noch einen Sinn bekommen wenn sie in die Frage gekleidet würde :
Müßte das Geld eine zeitlich begrenzte Gültigkeit erhalten?
Die Inflationsrate allein hat auch keinen Einfluß auf die Gültigkeit des Geldes.Ist denn nicht auch die Währung gemeint?
01.08.2012 17:57 Uhr
Zitat:
es wird kein Geld entwertet, sondern "ungenutztes" Geld wird wieder vom Markt genommen. Es würde also eine Aufwertung des auf dem Markt verbleibenden Geldes stattfinden.


Ja was heißt unnützes Geld? Willst du Banken und Versicherungen dazu zwingen in Anlagen zu investieren, die aller wahrscheinlichkeit nach hoch riskant sind?
Das ist doch nur eine Einladung zu weiteren Finanzkrisen und Spekulationsblasen.

Im Endeffekt besteht da kaum ein Unterschied zu der auch eher zweifelhaften Methode der Zentralbanken fortlaufend Geld nachzuschießen.

01.08.2012 18:01 Uhr
Zitat:
Man sollte sich eher ein Vorbild an den Schweizer nehmen


Wir werden den Steuerwettbewerb nach unten sicher nicht gewinnen können, das würde nur eine Dynamik in Europa lostreten.

Aber sicher, man könnte seine Einnahmen deutlich steigern, würde man die Steuern für die Wohlhabenden entsprechend senken. Jetzt lohnt sich das Auswandern in die Schweiz schon bei mittleren Einkommen und dem Pendeln per Flugzeug. Die Unterschiede sind auch so hoch, dass sich selbst geringerer Komfort und deutlich höhere Lebenshaltungskosten rechnen.

Man müsste keinen Wettbewerb nach unten starten um dennoch so einige Zahler wieder zurück zu holen.

Aber aus populistischen Gründen verzichtet man lieber auf Einnahmen und beklagt dann wieder auf der anderen Seite, dass die Schweiz, Lichtenstein, z.T. Österreich etc. super von den dämlichen, eigenen Fehlern leben.
01.08.2012 18:01 Uhr
schwachsinn.

geld ist überhaupt nicht das hauptproblem, sondern die notwendigkeit des geldes, gegeben durch eine produktionsweise, in der die mehrheit keine verfügungsgewalt über die selbstproduzierten güter hat.
01.08.2012 18:02 Uhr
@ Teufel100

Zitat:
Neocon, für Sparer soll es ja einen Freibetrag geben, damit man für das Alter vorsorgen kann. Sparen wäre bis zu einen gewissen Punkt also weiterhin möglich.


Das liefe dann aber auf so etwas ähnliches hinaus wie der Vorschlag, den Katja Kipping hier gemacht hat:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/katja-kipping-im-gespraech-40-000-euro-im-monat-sind-genug-11788075.html

Interessanter Gedanke - man stellt die Superreichen vor die Alternative, entweder ihre Mega-Einkünfte zu konsumieren oder sie sich wegbesteuern zu lassen...

01.08.2012 18:09 Uhr
Naja sol1, sie hätten ja eine bestimmte Zeitspanne, um das Geld wieder zu investieren - es würde also nicht durch Steuern aufgefressen werden. Bei Kipping wäre diese Möglichkeit ja nicht gegeben.

@all - Danke das ihr hier überhaupt mit mir diskutiert. Ihr hättet ja auch kurz lachen können und dann wieder verschwinden ;-)
01.08.2012 18:10 Uhr
Zitat:
Interessanter Gedanke - man stellt die Superreichen vor die Alternative, entweder ihre Mega-Einkünfte zu konsumieren oder sie sich wegbesteuern zu lassen...


Dafür bräuchten wir aber schon eine Mauer um Deutschland, um Republikflüchtlinge zu verhindern.
01.08.2012 18:10 Uhr
@ angelus_novus

geld ist überhaupt nicht das hauptproblem, sondern die notwendigkeit des geldes, gegeben durch eine produktionsweise, in der die mehrheit keine verfügungsgewalt über die selbstproduzierten güter hat.

Das hatten wir ja schon in der Paralleldiskussion.

Ich bleibe dabei, daß eine arbeitsteilige Produktionsweise eine Waren- und damit Geldwirtschaft erfordert. Innerhalb dieses Rahmens gibt es genug Spielraum für Reformen, wenn man erst einmal die Mehrheit politisch organisiert.

01.08.2012 18:14 Uhr
@ Neocon

Dafür bräuchten wir aber schon eine Mauer um Deutschland, um Republikflüchtlinge zu verhindern.

Daß man in den USA in den 1950er Jahren eine Mauer gebraucht hätte, wäre mir neu:

File:MarginalIncomeTax.svg
01.08.2012 18:15 Uhr
"geld ist überhaupt nicht das hauptproblem, sondern die notwendigkeit des geldes, gegeben durch eine produktionsweise, in der die mehrheit keine verfügungsgewalt über die selbstproduzierten güter hat."
Hier widersprichst Du Deinen Ausssagen gleich 3x :
1.Geld ist überhaupt nicht das Hauptproblem,doch das ist es!
2.sondern die Notwendigkeit des Geldes,wenn dann als Zirkulationsmittel
3.in keiner Gesellschaftsformation hat die "Mehrheit"die Verfügungsgewalt über produzierte Güter!
01.08.2012 18:16 Uhr
Zitat:
sie hätten ja eine bestimmte Zeitspanne, um das Geld wieder zu investieren


Ja glaubst du wirklich das die Leute ihr Geld nicht investieren? Sei es in Form von Staatsanleihen, Unternehmensbeteilligungen oder Immobilien.

01.08.2012 18:23 Uhr
Zitat:
Ja glaubst du wirklich das die Leute ihr Geld nicht investieren? Sei es in Form von Staatsanleihen, Unternehmensbeteilligungen oder Immobilien.


Investitionen könnten ja auch in Arbeit, notwendige Technologieerneuerung oder in Infrastruktur geschehen. Es gibt ja nicht nur die Börse, um Geld zu investieren.
01.08.2012 18:33 Uhr
Damit würde man dem Geld eine seiner wichtigsten Eigenschaften nehmen. Da die meisten Leute ungern von der Hand in den Mund leben und das Bedürfnis nach einem allgemein akzeptierten, nicht verderblichen Tauschgut haben würden sie nach Alternativen suchen, wenn Geld dies nicht mehr gewährleistet. Und diese ganz gewiss auch finden!

Vielleicht ja irgendwelche seltenen Muscheln. Willkommen in der Jungsteinzeit!
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