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Fragenübersicht Sind Gastarbeiter tatsächlich die Lösung für das Warteschlangen-Problem an den deutschen Flughäfen?
1 - 9 / 9 Meinungen
27.06.2022 22:08 Uhr
Der Grundgedanke ist nicht schlecht.

Aber: Das Problem liegt hauptsächlich an der Sicherheitsschleuse.
Und da können Gastarbeiter leider nicht so schnell geschult werden, um diesen Job zu übernehmen.
27.06.2022 22:09 Uhr
Irgendwie ist das klassischer Linkspopulismus. Sobald ein Problem auftritt, wollen die Linksliberalen es mit noch mehr Einwanderung lösen.
Wie kriegt das wohl nur der Flughafen Warschau hin?
27.06.2022 22:29 Uhr
Hier wird wieder das Volk für dumm verkauft. Wenn unsere Flughäfen Chaos und lange Wartezeiten haben, dann stinkt der Fisch vom Management her.

Personalengpässe kommen jetzt nicht so furchtbar überraschend. Vorausgesetzt, die Gutbezahlten haben ihre Hausaufgaben gemacht. Und das Servicepersonal ist jetzt auch nicht so elitär ausgewählt, dass auf dem ganzen Erdball nur 1000 Leute diesen Job machen oder erlernen könnten.

Wer von "Fachkräftemangel" spricht und sofort mit Zuwanderung weitermacht, hat von VWL so viel Ahnung, wie Putin vom Rechtsstaat. Volkswirtschaftlich ist der Fachkräftemangel die absolute Grundbedingung für ein prosperierendes Land.
Die Begründung: Dass es bei einem Wirtschaftsfaktor einen Mangel gibt, erkennt man prinzipiell daran, dass dieser Faktor Geld kostet. Die Abwesenheit eines Mangels ist ökonomisch dadurch gekennzeichnet, dass es diesen Faktor umsonst gibt.

Das bedeutet wiederum: Es muss zwingend einen Fachkräftemangel geben, damit Fachkräfte überhaupt eine Bezahlung auf einem freien Markt durchsetzen können. Angebot und Nachfrage, ist das noch ein Begriff?
Wenn es einen Mangel an Servicepersonal gibt, muss man sich auf einen Wettbewerb um das vorhandene Personal bzw. auf einen Wettbewerb um Auszubildende einlassen. Im Wesentlichen funktioniert der Wettbewerb um Personal so, dass der Arbeitgeber den Lohn, die Arbeitsbedingungen etc. umso günstiger gestaltet, je mehr Personal er haben möchte. Irgendwann ist der Aufwand für eine weitere Arbeitskraft gleich hoch wie der Nutzen den die Arbeitskraft stiftet und dann hat man betriebswirtschaftlich genug Arbeitskräfte. Grenzkosten = Grenzertrag nennt sich das auf Fach-Chinesisch.

Eine der Grundkrankheiten dieses völlig vermurkselten Staates ist es, dass die Betriebe keine vernünftige Personalplanung mehr machen. Und wenn dann der Schlamassel im Personalpanel da ist, weil das Management zwar bunte Folien, aber nicht seine Hausaufgaben gemacht hat, dann ruft man sofort nach Einwanderung. Dem dummen Wähler erzählt man, da würde man superqualifizierte Fachkräfte anwerben, tatsächlich versucht man einfach nur per Einwanderung die Löhne zu drücken bzw. die Konsequenzen einer vermurksten Personalplanung zu kaschieren.

Und wenn man dann wieder eine Ladung Migranten ins Land geholt hat, tut man gutmenschlich schockiert, weil nach "Linderung des Fachkräftemangels" viele nicht mehr von ihrer Arbeit leben können. Wen wundert's, wen staunt's? Den Ökonom bestimmt nicht.
Und anstatt dann einfach die Migration zu bremsen, damit der Fachkräftemangel wieder zu sozial akzeptierten Löhnen führt, wird dann eine staatliche Regulierung des Arbeitsmarktes eingeführt.

Genau dieses Spielchen ist es, was unser Land seit Jahrzehnten ruiniert. Da tun ein paar viel zu gut bezahlte Großkopferte einfach so, als gäbe es die Ökonomie nicht. Und der Wähler ist einfach zu dämlich nachzufragen, wie es eigentlich gut entwickelte Industriestaaten machen, die sich nicht dauernd neue Einwanderer holen. Und bei denen es eigentlich auch funktioniert, nichtmal unbedingt schlechter als bei uns.
27.06.2022 22:39 Uhr
Da arbeiten Fremdfirmen und stellen Personal. Ein paar Sicherheitsmanager der Betreiberfirma des Flughafens überwachen diese Arbeit der Fremdfirma dann. Das Personal hatten ie Sicherheitsdienstleister im lock down abgestoßen, weil es Scheißteuer ist. Sicherheitspersonal hat als Vollzeitkraft Anspruch auf eine Mindestbeschäftigung, steht im Tarifvertrag. Es gab keine Veranstaltungen, keine Hotelnachtdienste und kaum Flüge. Kur gesagt: Das Bewachungsgewerbe hat sein Personal abgeschossen und bekommt es nicht wieder. Die Gastronomie hat das Personalproblem doch auch.
Höhere Löhne bei besseren Arbeitsbedingungen könnten helfen. Das bekommen neureiche Hilfsarbeiter, welche solche Firmen leiten, aber mangels sozialer Kompetenz nicht hin.
28.06.2022 07:30 Uhr
Nein, Gastarbeiter haben noch nie irgendein Problem gelöst. Ganz im Gegenteil wurden und werden durch sie mehr Probleme geschaffen.
29.06.2022 00:57 Uhr
Ich verstehe nicht, warum man die Menschen, die man 2015 ins Land ließ, nicht mittlerweile vernünftig ausgebildet hat. Das waren fast alles junge Männer im besten arbeitsfähigen Alter.
29.06.2022 01:17 Uhr
Zitat:
Ich verstehe nicht, warum man die Menschen, die man 2015 ins Land ließ, nicht mittlerweile vernünftig ausgebildet hat. Das waren fast alles junge Männer im besten arbeitsfähigen Alter.


Vermutlich, weil diese jungen Männer zu einer Ausbildung Bereitschaft hätten zeigen müssen.
29.06.2022 01:57 Uhr
Zitat:
Ich verstehe nicht, warum man die Menschen, die man 2015 ins Land ließ, nicht mittlerweile vernünftig ausgebildet hat. Das waren fast alles junge Männer im besten arbeitsfähigen Alter.


Das waren lt. Presse doch alles "Fachkräfte".
29.06.2022 08:26 Uhr
Gastarbeit und Einwanderung sind enorm wichtige Themen für alle europäischen Nationen mit ihren überalternden Gesellschaften. Wie man sich diesem Thema aber stellt, egal aus welcher Perspektive oder in welcher Partei, ist eine regelmäßige Zurschaustellung totaler Realitätsverweigerung seitens der sogenannten Verantwortungsträger.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 29.06.2022 08:30 Uhr. Frühere Versionen ansehen
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