Du stellst Dich als Kanzlerkandidat zur Wahl und setzt Dich damit natürlich der dolschen Kritik aus. Was versprichst Du Dir von Deiner Kandidatur?
Mein Team und ich möchten dol2day wieder ein Profil geben. Dieses Profil soll nicht auf Klamauk oder Dol-Interna beruhen, sondern aus ernsthaften Politdiskussionen und -auseinandersetzungen. Ich bin nun seit fast genau 10 Jahren bei dol2day und habe den Wandel der Community von Beginn an verfolgen können…je länger ich dabei war, desto genauer habe ich gesehen, dass die ursprüngliche Intention dol2days immer mehr verloren ging. Oberstes Ziel ist es also, dol2day wieder zu einer Politplattform zu machen.
Was glaubst Du was Du bewegen kannst und die anderen nicht?
Wir stehen, anders als einige andere Bündnisse, nicht für den Stillstand oder die Verwaltung desselben. Wir möchten durch eine konsequent politische Arbeit, unter zuhilfenahme von RL-Themen, die vielfältigen Diskussionen bei dol2day wieder zum Leben erwecken. Momentan erleben wir immer dieselben Grabenkämpfe, meist zwischen links und rechts. Wir wollen der Community durch unser RePol-Programm zeigen, dass es mehr zu erzählen gibt als “wir sind toll, die anderen sind doof”. Wir möchten die Community also wieder an die politische Diskussion heranführen, indem wir ihr besonderen Diskussionsstoff und Partizipationsmöglichkeiten (Unterschriftentool) bieten.
Was willst Du - Deine Wahl vorausgesetzt - als Kanzler bewegen, was Du als “Normal”-Doler nicht (oder bloß schwerlich) bewegen kannst?
Als Normaldoler steht man meist allein auf weiter Flur…hätte ich mich allein um eine Repolitisierung bemüht, hätte ich sie schwerlich durchsetzen können; vor allem, weil mir auch das Programmierbudget gefehlt hätte. Mit einem starken Team im Rücken, das nun offiziell von BA, @U und NIP unterstützt wird, lassen sich unsere Vorstellungen eines Wandels bei dol2day viel einfacher umsetzen.
Du bist laut Startseite einer von drei A²KWA-Kanzlerkandidaten. Wie bewertest Du die Transformation der A²KWA zur Ini, worin siehst Du Gefahren, worin Zukunftsperspektiven?
Wie gesagt bin ich schon sehr lange bei d2d, ebenso wie die AKWA auch. Ich habe viele Parteien kommen und gehen gesehen, die AKWA ist mir immer in positiver Erinnerung gewesen. Daher finde ich es natürlich sehr schade, dass dieser interessante Farbklecks nun aus dem Parteienspektrum bei dol2day verschwunden ist, habe aber gleichzeitig sehr viel Respekt vor diesem Schritt, der ja laut Parteirichtlinien noch nicht nötig war. Es zeigt jedoch, dass die AKWA bis zuletzt dynamisch war und nicht, wie andere Ex-Parteien, sang-und klanglos untergegangen ist, ohne sich zu wehren. Nein, man ging die Transformation offensiv an mit dem festen Willen, sich zu sammeln und zu konsolidieren. Ich gehe davon aus, dass die AKWA nicht lange eine Ini bleiben wird.
Wie schätzt Du Deine Chancen ein tatsächlich als neuer Kanzler aus den Wahlen hervorzugehen?
Es sind insgesamt 5 Kandidaten zu Wahl nominiert, was die Community natürlich vor die Qual der Wahl stellt. Als Kandidat der NIP vereine ich sicherlich sowohl liberale, als auch konservative Sichtweisen in mir, weshalb ich für das bürgerliche Lager wählbar sein könnte. Darüber hinaus habe ich mein Team sorgfältig ausgesucht, es besteht aus erfahrenen, kompetenten und dialogfähigen Dolern. Diese Mischung soll es uns ermöglichen, dol2day ab Februar wieder dynamischer zu gestalten.
Nun zur Gretchenfrage: Warum sollten die Doler Dich, ausgerechnet Dich und nur Dich wählen?
Ich möchte hier nicht die anderen Kandidaten schlechtmachen, die für sich jeweils ihre bestimmten Eigenschaften haben. Wie schon gesagt, steht ein Bündnis für die Verwaltung des Stillstands…wie man es auch nennen mag, ist es alles andere als dynamisch ausgeprägt. Mit einem einfachen “zurücklehnen” wird dol2day sicherlich nicht aus dem Tal der Tränen gerettet.
Ebenso wenig gerettet wird es vom Spaßkandidaten, der sich erneut hat aufstellen lassen. Wer in den Diskussionen lediglich 3-Wort-Meinungen verfaßt, steht unserem RePol-Konzept natürlich konträr gegenüber und ist in unseren Augen eher ein Schritt in die andere Richtung - von der Politplattform hin zum weiteren Ableger vom studiVZ und Co. Ein wiederum anderes Bündnis hat erst in der nun ablaufenden Legislaturperiode bewiesen, wie man es nicht machen sollte - Aktivität und Verantwortungsbewußtsein waren in vielerlei Hinsicht Mangelware. Wer also eine Fortsetzung der aktuellen Regierungspolitik wünscht, ist hier mit einem Kreuzchen gut beraten…wer allerdings eine aktive Regierung wünscht, wählt McOnline und sein Team.
Vielen Dank für das Interview.
Ich habe zu danken!
